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Dezentrale Regierungs- und Verwaltungssysteme: bürgernah, demokratisch und leistungsfähig

2014 - Beratungsansatz und Beispielvorhaben in den Bereichen Dezentralisierung, Lokale Selbstverwaltung und Föderalismus

Autor:

David Edelmann et al.

Herausgeber:

GIZ

Beschreibung:

Dezentrale Regierungs- und Verwaltungssysteme: bürgernah, demokratisch und leistungsfähig

"Weltweit stehen Staaten vor der Herausforderung, die wachsenden Erwartungen ihrer Bürgerinnen und Bürger an einen modernen Staat auch mit knappen öffentlichen Mitteln und Verwaltungspersonal zu erfüllen. Die immer besser ausgebildeten und organisierten Bürgerinnen und Bürger fordern vor allem mehr Beteiligung an Entscheidungs- und Planungsprozessen und bessere öffentliche Dienstleistungen vor Ort. Dezentral organisierte Regierungs- und Verwaltungssysteme bieten viele Möglichkeiten, diese Herausforderung zu meistern. Regionale und kommunale Regierungs- und Verwaltungseinheiten – wie etwa die deutschen Bundesländer, Landkreise und Kommunen – arbeiten näher an der Bevölkerung und können diese dadurch direkter und umfassender in Entscheidungs- und Planungsprozesse einbeziehen. Sie können gleichzeitig dringend benötigte öffentliche Dienstleistungen – von der Wasserversorgung bis hin zur Wirtschaftsförderung – wohnortnah, effizient und regional angepasst bereitstellen. In den Gemeinden, Städten und Regionen treffen die Bürgerinnen und Bürger direkt auf die Bediensteten der staatlichen Verwaltung. Eine bürgernahe, demokratische und leistungsfähige Verwaltung kann entscheidend dazu beitragen, dass die Bürgerinnen und Bürger in diesem direkten Austausch mit der Verwaltung nicht nur die dringend benötigten staatlichen Leistungen erhalten, sondern dass auch ihr Vertrauen in den Staat an sich gestärkt wird. In Staaten mit ausgeprägten regionalen Unterschieden in der Wirtschaftsstruktur und fest verankerten regionalen Identitäten können dezentrale Regierungs- und Verwaltungssysteme außerdem dazu beitragen, dass die verschiedenen Potenziale des Landes ausgeschöpft, Innovation und Wettbewerb angeregt und kulturelle Besonderheiten weiter gepflegt werden können. Dies gilt insbesondere für föderale Staaten, aber auch für dezentral organisierte unitarische Staaten. Vor diesem Hintergrund versteht die GIZ dezentrale Regierungs- und Verwaltungssysteme als eine Regierungs- und Verwaltungsform, in welcher das Regierungs- und Verwaltungshandeln in einem Staate so nah wie möglich bei den Bürgerinnen und Bürgern, unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und zur Befriedigung der Bedürfnisse, Prioritäten und Rechte der Bürgerinnen und Bürger erfolgt."

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