Am 18. März 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ) stellt die Wasserstoffwirtschaftseinheit der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg in einer Insight Session die Hamburger Wasserstoffstrategie vor. Im Fokus steht, wie sich die Metropolregion Hamburg als international führender Standort der Wasserstoffwirtschaft positioniert.
Als bedeutender Hafen- und Logistikstandort übernimmt Hamburg eine strategische Rolle bei der Verknüpfung globaler Wasserstoff-Lieferketten mit der nationalen Nachfrage. Die Strategie verfolgt einen integrierten Ansatz zur Skalierung von Produktion, Import, Infrastruktur und industriellen Anwendungen und leistet damit einen zentralen Beitrag zur Klimaneutralität.
Durch gezielte Investitionen, politische Koordination und internationale Partnerschaften stärkt Hamburg sein Wasserstoff-Ökosystem – von Importkorridoren über wasserstofffähige Infrastruktur bis hin zu Innovationsclustern. Ziel ist es, Hamburg als Tor für Wasserstoff nach Deutschland und Europa sowie als Zentrum für industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum zu etablieren.
Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit, wie internationale Kooperation, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Transformation zusammenwirken können.
Am 26. Februar 2026 von 11:00 – 12:30 Uhr MEZ stellt die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH in einer Insight Session das Heilbronner Wasserstoffmodell vor. Im Fokus steht, wie sich die Region Heilbronn-Franken durch den Aufbau eines koordinierten regionalen Ökosystems strategisch im Bereich grüner Wasserstoff positioniert.
Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands trägt die Initiative zur Klimaneutralität bei – durch den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, den Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz.
Im Rahmen des regionalen Transformationsprogramms ANTRIEB HNF geben die Strategien RegioStrat und H2 Transform HNF die langfristige Ausrichtung bis 2040 vor. Mit H2-Impuls werden über 100 Akteurinnen und Akteure aus 60 Institutionen vernetzt, konkrete Teilprojekte initiiert und der Austausch strukturiert begleitet.
Nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in den Aufbau regionaler Wasserstoffstrukturen zu erhalten und sich mit Expertinnen und Experten auszutauschen.
Internationale Community of Practice für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 92, Februar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
„Wasserstoff und Sauerstoff werden auf absehbare Zeiten hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“, so prophezeite es bereits 1875 Jules Verne in seinem Roman „Die geheimnisvolle Insel“ und nahm damit die Bedeutung der Wasserstoff-Elektrolyse und Brennstoffzellentechnologie vorweg.
Mit Technik lassen sich neue Welten erschließen. In dieser Ausgabe zeigen wir, wie KI-Visualisierungen die Neugestaltung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum unterstützen können. Außerdem zeigen wir, wie das ländlich gelegene Borgholzhausen ein neuartiges und einzigartiges Linien-E-Carsharing für die letzte Meile vom oder zum Bahnhof entwickelt hat.
Wasserstoff ist auch Thema zweier geplanter Insight Sessions, zu denen wir Sie herzlich einladen. Wir stellen das Heilbronner Wasserstoffmodell und die Hamburger Wasserstoffstrategie vor.
In der letzten Märzwoche widmen wir uns in zwei weiteren virtuellen Veranstaltungen der Frage, wie sich Fachkräfteeinwanderung auf kommunaler Ebene gestalten lässt. Und wie lassen sich im Rahmen der urbanen Mobilitätsplanung Mobilitätsdaten effektiv managen?
Darüber hinaus sind bei zwei unserer neuen, einjährigen regionalen Lernprozesse noch Plätze frei: „Naturbasierte Lösungen zur Stärkung kommunaler Resilienz” und „Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung”. Wir laden insbesondere deutsche Kommunen ein, sich zu bewerben, und haben die Bewerbungsfristen dafür noch etwas verlängert.
Gerne erschließen wir gemeinsam mit Ihnen neue Welten einer nachhaltigen und sozialen Stadtentwicklung
Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
KI-basierte Visualisierung für nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum
Am 22. Januar 2026 brachte Connective Cities Kommunen aus Subsahara-Afrika, Europa und der MENA-Region zusammen. Mithilfe KI-basierter Visualisierungen entwickelten Praktiker*innen aus Städten wie Nairobi, Huye, Hebron, Berlin und Windhoek gemeinsam Zukunftsszenarien für inklusiven Wohnraum, öffentliche Räume und klimaresistente Stadtviertel. Diese basierten auf lokalen Kontexten und waren von den Prinzipien des New European Bauhaus inspiriert. Der Workshop markierte den Beginn einer neuen Phase der Connective Cities-Arbeitsgruppe für nachhaltiges und bezahlbares Wohnen.
Innovatives Mobilitätskonzept für den ländlichen Raum in Borgholzhausen und Halle-Künsebeck, das sich trägt.
Das ländlich gelegene Borgholzhausen hat ein neuartiges Linien-E-Carsharing für die letzte Meile vom oder zum Bahnhof entwickelt. Wer über ein gültiges ÖPNV-Ticket verfügt, kann ein Elektrofahrzeug kostenfrei auf festgelegten Linien zwischen bestimmten Haltepunkten für maximal eine halbe Stunde hinzubuchen. Die Nachbargemeinde Halle-Künsebeck beteiligt sich an diesem innovativen in Deutschland einzigartigen Mobilitätskonzept.
Insight Session zum Aufbau eines regionalen Ökosystems am 26. Februar 2026 von 11:00 – 12:30 Uhr MEZ
Im Fokus steht, wie sich die Region Heilbronn-Franken durch den Aufbau eines koordinierten regionalen Ökosystems strategisch im Bereich grüner Wasserstoff positioniert.
Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands trägt die Initiative zur Klimaneutralität bei – durch den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, den Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz. Nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in den Aufbau regionaler Wasserstoffstrukturen zu erhalten.
Insight Session über den Internationalen Hub für die Wasserstoffwirtschaft am 18. März 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ)
In einer weiteren Insight-Session zum Thema Wasserstoff wird die Metropolregion Hamburg vorgestellt, welche sich als international führender Standort der Wasserstoffwirtschaft positioniert. Als bedeutender Hafen- und Logistikstandort übernimmt Hamburg eine strategische Rolle bei der Verknüpfung globaler Wasserstoff-Lieferketten mit der nationalen Nachfrage. Die Strategie verfolgt einen integrierten Ansatz zur Skalierung von Produktion, Import, Infrastruktur und industriellen Anwendungen. Ziel ist es, Hamburg als Tor für Wasserstoff nach Deutschland und Europa sowie als Zentrum für industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum zu etablieren. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!
Kommunale Wirtschaftsförderung durch Fachkräfteeinwanderung und migrantisches Unternehmertum
Insight Session über Praxisansätze aus Kommunen
am 25. März 2026 von 10:00 -12:30 Uhr MEZ (tbc)
Wie können Kommunalverwaltungen eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in ihren Kommunen übernehmen?
Diese interaktive Online-Veranstaltung bringt deutsche und internationale kommunale Fachleute zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, aus praktischen Beispielen zu lernen und innovative Ansätze für die Steuerung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte auf lokaler Ebene zu diskutieren. Weitere Informationen zu den vorgestellten Guten Praktiken folgen in Kürze. Merken Sie sich den Termin vor!
Einladung zum Lernprozess zu naturbasierten Lösungen
Zunehmende Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, Biodiversitätsverlust und Flächenversiegelung setzen urbane Infrastrukturen und Governance-Systeme zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund stellen naturbasierte Lösungen einen kosteneffizienten Ansatz mit vielfältigem Mehrwert dar, um die Klimaanpassung zu stärken und zugleich Vorteile wie Kohlenstoffbindung, Regenwassermanagement sowie Regulierung des urbanen Binnenklimas zu erzielen. Der einjährige Lernprozess bringt kommunale Praktiker*innen, Fachleute und politische Entscheidungsträger*innen in drei Präsenzworkshops sowie über eine kontinuierliche virtuelle Zusammenarbeit zusammen.
Verlängerung der Bewerbungsfrist: 08. März 2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
Folgeaktivität im Rahmen des Lernprozesses „Nachhaltige Mobilität. Zusammenspiel zukünftiger Mobilitätsformen“
Die 2,5-stündige Online-Veranstaltung „Mobility Data Management“ ist sowohl an den Teilnehmendenkreis des Lernprozesses adressiert, als auch an alle interessierte Kommunalexpert*innen aus Deutschland und dem Globalen Süden, die sich in ihrer Kommune mit Datenmanagement für eine nachhaltige Mobilitätsplanung befassen. Die Veranstaltung ist für die letzte Märzwoche angesetzt. Das Veranstaltungsprogramm folgt in Kürze. Interessierte können sich gerne an die Projektkoordinatorin Marcella Sobisch wenden: marcella.sobisch@engagement-global.de.
Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung
Teilnahmeaufruf zum Lernprozess zur Planung für urbane Resilienz in Südosteuropa / Südkaukasus
Klimabedingte Extremereignisse, technische Störungen, wachsende Abhängigkeiten zwischen Infrastruktursystemen sowie neue sicherheitspolitische Herausforderungen gefährden die Funktionsfähigkeit urbaner Räume. Der Schutz kritischer Infrastrukturen – Energie, Wasser, Verkehr, Kommunikation und Gesundheit – ist damit zu einer zentralen Aufgabe moderner kommunaler Governance geworden. Im Fokus des einjährigen Lernprozesses stehen integrierte Planung, Multi-Risiko-Governance und die Entwicklung umsetzbarer Projektansätze zum Schutz und zur Stärkung kritischer Infrastrukturen.
Verlängerung der Bewerbungsfrist: 15. März 2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Internationale Community of Practice für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 90, Dezember 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Nur die Natur kann uns Schöpfung, kann uns Kreativität lehren. Unser wahres Analphabetentum ist die Unfähigkeit, schöpferisch tätig zu sein“, schrieb der Künstler, Maler und Architekt Friedensreich Hundertwasser im Jahr 1983 in seinem Manuskript „Konkrete Utopien für die grüne Stadt“.
In dieser Ausgabe schauen wir, inspiriert von diesem Zitat, zurück auf eine Dialogveranstaltung in Bonn, bei der sich kreative Köpfe zusammengetan haben, um verschiedene CO₂-freie Mobilitätsformen innovativ miteinander zu verknüpfen. Sie ist zudem der Start eines neuen Lernprozesses zum Thema, den wir in 2026 fortsetzen werden.
Wir geben Einblicke wie Städte in Deutschland und Subsahara Afrika dabei sind, ihre Infrastruktur für grünen Wasserstoff um- und auszubauen und dadurch die lokale Wirtschaft voranzubringen.
Mit der Natur als Vorbild können Sie sich mit Ihrer Kommune an unserem zweijährigen Lernprozess beteiligen, in dem wir die kreativsten Optionen zum Schutz vor Trockenheit und Starkregen ausloten. Und herzlich möchten wir Sie auch zu unserem Lernprozess über „Grüne Korridore in Deutschland und der MENA-Region“ einladen.
Zudem startet Connective Cities mit drei weiteren starken Partnern ins neue Jahr. Wir stellen sie kurz vor und skizzieren die Themen, die wir dann gemeinsam mit Ihnen vertiefen möchten.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr.
Herzlichst Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Zusammenspiel nachhaltiger Mobilitätsformen
Auftakt des neuen Lernprozesses zu nachhaltiger Mobilität in Bonn
Connective Cities hat vom 25. bis 27. November zu einer Dialogveranstaltung in Bonn eingeladen. 38 Expert*innen aus 20 Kommunen in 11 Ländern waren diesem Aufruf gefolgt, um ihre innovativen Projektansätze mit ihren Kolleg*innen zu diskutieren und gemeinsam an neuen Umsetzungsideen zu arbeiten. Vertreten waren kleine Gemeinden wie Schlangen im Teutoburger Wald mit gut 9.000 Einwohner*innen bis hin zu Millionenmetropolen wie Rio de Janeiro oder München. Ebenso vielfältig waren die innovativen Ansätze.
Grüner Wasserstoff für die lokale Wirtschaftsentwicklung
Das Potenzial neuer Technologien auf lokaler Ebene erschließen
Grüner Wasserstoff gewinnt weltweit rasch an Bedeutung als wichtiger Energieträger der Zukunft. Für viele afrikanische Länder bieten die reichlich vorhandenen Solar- und Windressourcen den Städten einen einzigartigen Vorteil, da sie sie nicht nur zu Innovationszentren, sondern auch zu Zentren für Technologietransfer, Arbeitskräfteausbildung und industrielle Diversifizierung machen. Durch die Integration der nachhaltigen Nutzung von grünem Wasserstoff in die Stadtplanung können Kommunen die Energiesicherheit verbessern, langfristige Investitionen anziehen und widerstandsfähigere, klimafreundlichere lokale Wirtschaftssysteme aufbauen.
Wasserresilienz – Kommunen stärken sich gegen Trockenheit und Starkregen
Teilnahmeaufruf: Connective Cities Deep Dive: Ein vertiefter Lernprozess mit Auftaktveranstaltung in Deutschland im März 2026
Kommunen stehen wegen des Klimawandels und Bodenversiegelung vor Herausforderungen durch häufigere Dürre, starke Regenfälle und Überschwemmungen. In Deutschland und im Globalen Süden werden aktuell innovative Lösungen gefördert und schnell erprobt. Daher bietet Connective Cities zu diesem aktuellen und hochrelevanten Thema einen vertieften Lernprozess an, zudem wir interessierte Kommunen herzlich einladen.
Einladung zum Kickoff-Workshop vom 7.–9. April 2026 (TBC) in Ägypten
Grüne Korridore verbessern das Mikroklima, steigern die Aufenthaltsqualität und unterstützen Kommunen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. Im neuen einjährigen Connective Cities Lernprozess MENA entwickeln Fachleute aus Deutschland und der MENA-Region gemeinsam konkrete Lösungen für grüne Korridore in ihren Städten – praxisnah, ko-kreativ und umsetzungsorientiert. Wir laden Sie herzlich ein, am Kickoff-Workshop teilzunehmen und Ihre Projektidee oder Herausforderung in den Lernprozess einzubringen.
Gemeinsam stärker: Die neuen Partner von Connective Cities
Der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Verband kommunaler Unternehmen sind jetzt Teil des Steuerungskreises
Mehr kommunale Stimmen, mehr Austausch, mehr gemeinsame Gestaltungskraft – Connective Cities geht mit einem erweiterten Partnerkreis in die nächste Phase. Wir stellen unsere Partner vor und skizzieren die thematischen Schwerpunkte für das kommende Jahr. Schauen Sie mal rein!
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Grüner Wasserstoff gewinnt weltweit rasch an Bedeutung als wichtiger Energieträger der Zukunft. Obwohl sich die aktuelle Diskussion vor allem auf die Wasserstoffproduktion und ihr Exportpotenzial konzentriert, bietet der inländische Verbrauch von grünem Wasserstoff ebenso bedeutende Chancen für die lokale Wirtschaftsentwicklung – durch die Stärkung der kommunalen Infrastruktur, die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und die Förderung neuer wirtschaftlicher Aktivitäten entlang verschiedener Wertschöpfungsketten. Für viele afrikanische Länder bieten die reichlich vorhandenen Solar- und Windressourcen den Städten einen einzigartigen Vorteil, da sie sie nicht nur zu Innovationszentren, sondern auch zu Zentren für Technologietransfer, Arbeitskräfteausbildung und industrielle Diversifizierung machen. Durch die Integration der nachhaltigen Nutzung von grünem Wasserstoff in die Stadtplanung können Kommunen die Energiesicherheit verbessern, langfristige Investitionen anziehen und widerstandsfähigere, klimafreundlichere lokale Wirtschaftssysteme aufbauen – und so letztlich zu wichtigen Triebkräften für den globalen Übergang zu sauberer Energie werden.
Die Teilnehmenden der Konferenz | Foto: Connective Cities
Um den Austausch bewährter Verfahren zu fördern und die Strategieentwicklung zwischen afrikanischen und deutschen Städten zu beschleunigen, veranstaltete Connective Cities vom 25. bis 27. November 2025 in Mombasa seinen zweiten Workshop zum Thema „Erforschung des Potenzials der grünen Wende für die lokale Wirtschaftsentwicklung”. Vertreterinnen und Vertreter aus Mauretanien, Kenia, Südafrika und Deutschland nahmen daran teil. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen unter anderem die Verbesserung der technologischen Voraussetzung für die Produktion von grünem Wasserstoff, die Bewältigung lokaler Herausforderungen bei der Umsetzung und die Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. In den Diskussionen wurde außerdem betont, wie wichtig es ist, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Start-ups als wichtige Triebkräfte für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovation einzubeziehen und zu integrieren.
Die Stadt Nakuru in Kenia stellte ihre Benchmark-Strategie vor, mit der sie sich als vorbildliche grüne Stadt und führender Standort für die Produktion von grünem Dünger im Blumenzuchtsektor positionieren will, um die Importabhängigkeit zu verringern und die Entstehung neuer grüner Industrien zu fördern. Dank ihrer Nähe zu den geothermischen Quellen des Rift Valley ist Nakuru gut positioniert für die kostengünstige Produktion von grünem Wasserstoff. Die Stadt möchte Pilotprojekte, angewandte Forschungsinitiativen sowie lokale und internationale Start-ups anziehen, die entlang der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff tätig sind, und damit ihre langfristige Vision als regionales Zentrum für saubere Energie und Innovation stärken.
Feldbesuch im Hafen von Mobasa | Foto: Connective Cities
Kenia hat eine nationale Strategie für grünen Wasserstoff verabschiedet und beteiligt sich an regionalen afrikanischen Wasserstoffinitiativen. Mombasa hat als wichtige Hafenstadt strategische Bedeutung für die Exportlogistik und die Ansiedlung von Küstenprojekten. Während sich die frühen nationalen Aktivitäten auf Potenzialanalysen und Pilotstandorte konzentrierten, werden Küstenstandorte wie Mombasa zunehmend als Drehscheiben für Logistik, exportorientierte Wasserstoffproduktion und Küstenprojekte im Bereich erneuerbare Energien angesehen. Die Stadt möchte nun ihre strategische Lage nutzen, um sich als globaler Akteur in der wasserstoffbetriebenen Logistik zu etablieren und den Hafen zu einem Logistikcluster zu entwickeln, der innovative lokale und internationale Investitionen anzieht und von qualifizierten Arbeitskräften unterstützt wird.
In Südafrika ist die Region Waterberg in Limpopo Teil des nationalen „Hydrogen Valley“, das sich über Limpopo, Gauteng und KwaZulu-Natal erstreckt. Der Bergbau und die Industrie im Korridor Waterberg–Mokopane werden in die Wertschöpfungsketten für Wasserstoff und Platinmetalle integriert. Jüngste Machbarkeitsstudien und nationale Planungen für grünen Wasserstoff haben die Region für Investoren zunehmend attraktiv gemacht. Die lokale Entwicklungsvision sieht vor, die Erzeugung erneuerbarer Energien mit dem Bergbau und nachgelagerten Anwendungen für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak zu verbinden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Dekarbonisierung der Industrie und neue Exportmöglichkeiten mit der Schaffung lokaler Arbeitsplätze und Investitionen zu verknüpfen. Waterberg strebt außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit mit Universitäten an, indem lokale und internationale Forschungspartnerschaften gefördert werden, um Pilotprojekte anzustoßen und grüne Start-ups in aufstrebenden Wertschöpfungsketten zu fördern.
Aufgrund seiner außergewöhnlichen Wind- und Solarressourcen sowie seiner günstigen Exportlage gegenüber Europa hat sich Mauretanien zu einem Land mit hohem Potenzial für grünen Wasserstoff entwickelt. Es wurden bereits mehrere groß angelegte, exportorientierte Wasserstoff- und Ammoniakprojekte angekündigt oder befinden sich in der Entwicklung. Die nationale Strategie legt zwar den Schwerpunkt auf die exportorientierte Produktion von grünem Wasserstoff, betont aber auch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Unterstützung der heimischen Stromnetze und Industrie. Während die nationalen Projekte voranschreiten, sehen sich die Gemeinden innerhalb von Nouakchott, insbesondere Sebkha und Ksar, jedoch weiterhin mit hohen Stromkosten, Umweltverschmutzung, begrenzter Infrastruktur und dem Fehlen klarer kommunaler Wasserstoffstrategien konfrontiert. Sie wollen nicht nur Wasserstoffprojekte beherbergen, sondern sich auch sinnvoll an der Gestaltung einer gerechten, gemeinschaftsorientierten Wertschöpfung innerhalb der aufstrebenden grünen Wasserstoffwirtschaft Mauretaniens beteiligen. Die Stadt Nouakchott möchte sich durch ihre Partnerschaften mit dem privaten Sektor und internationalen Partnern nun als aktiver Akteur in diesem Wandel positionieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Modernisierung der städtischen Dienstleistungen, der Stärkung der Regierungsführung und dem Aufbau lokaler Kapazitäten im privaten Sektor, um letztendlich zu einem regionalen Zentrum für grüne Stadtentwicklung, Logistik und Industrieunternehmen im Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff zu werden.
Die teilnehmenden deutschen Städte tauschten sich auch über wichtige Erkenntnisse und Neuigkeiten zu ihren aktuellen Initiativen aus. Karlsruhe stellte seinen Wasserstoff-Hub rund um die Rheinhäfen (H2iPortKA) und sein starkes Forschungsökosystem in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie und den Fraunhofer-Instituten vor. Besonders hervorzuheben ist das dynamische Umfeld für Start-ups und Spin-offs, das zeigt, wie die grüne Wende neue Arbeitsplätze und Investitionen für eine ganze Region schaffen kann.
Heilbronn, bekannt als Zentrum für Technologie und Wasserstoffinnovation innerhalb der deutschen Automobil- und Maschinenbaucluster, will mit grünem Wasserstoff seine industrielle Basis diversifizieren, die Qualifikationen der Arbeitskräfte verbessern und forschungsorientierte Unternehmen in der Region ansiedeln. Die Universität Heilbronn und nahegelegene Fraunhofer-Initiativen bauen Zentren für angewandte Forschung und Innovation aus – darunter auch solche, die sich auf Wasserstofftechnologien konzentrieren – und nutzen dabei ihre starken Verbindungen zur Industrie für Pilotprojekte und die Entwicklung von Kompetenzen.
Feldbesuch im Hafen von Mombasa | Foto: Connective Cities
Der Workshop unterstrich die enormen Chancen, die sich rund um die Produktion von grünem Wasserstoff in Regionen mit reichlich vorhandenen erneuerbaren Energiequellen ergeben. Allerdings werden Städte und Regionen, in denen diese neuen Industrien angesiedelt sind, in nationalen Strategien, die hochkarätige Investitionen und Exportambitionen in den Vordergrund stellen, oft übersehen. Viele Kommunen sind sich nach wie vor unsicher, wie sie und ihre Bevölkerung direkt an diesen Entwicklungen teilhaben können. Es bestehen weiterhin erhebliche technologische und institutionelle Lücken und es ergeben sich nicht automatisch Synergien zwischen internationalen Hightech-Initiativen und lokalen Gegebenheiten. Infolgedessen suchen Kommunen zunehmend nach Modellen, internationalen Erfahrungen, Fachwissen und Partnerschaften, um ihre Kapazitäten zu stärken und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Diese Bedingungen ermöglichen eine prosperierende, innovative und gerechte lokale Wirtschaft, von der Nationen, Investoren und Gemeinden gleichermaßen profitieren, während gleichzeitig der technologische Fortschritt vorangetrieben wird.
Die globale Verkehrswende ist für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich. Expert*innen sind sich einig: Es gibt keine Einheitslösung für nachhaltige Mobilität. Stattdessen müssen wir Angebote für den öffentlichen Personenverkehr schaffen, die eine Reihe an Mobilitätslösungen beinhalten und bestmöglich miteinander vereinen – in einer smarten, zugänglichen und zeit- und ressourceneffizienten Weise. Zusätzlich müssen Maßnahmen sehr individuell auf die Bedürfnisse der Bürger*innen einzelner Regionen, Städte, Landkreise oder Gemeinden zugeschnitten sein. Zur strategischen Planung erarbeiten deutsche Kommunen oft gebietsübergreifend gemeinsam mit Verkehrs- und Zweckverbänden Konzepte. Insbesondere innovative Lösungen und Überlegungen zum Anschlussverkehr sind in Konzepten zu Mobilität, Tourismus oder Strategischer Regionalentwicklung abgebildet. Im Globalen Süden sind Kommunen durch Urbanisierung und steigendes Verkehrsaufkommen besonders gefor-dert, Lösungen zu formulieren, um ihre Kommunen zu entwickeln und setzen dabei zunehmend auch auf digitale Lösungen und private Anbieter.
Die Dialogveranstaltung bildet den Auftakt zu einem einjährigen Lernprozess, bei dem die teilnehmenden Kommunen auch eingeladen sind, sich an weiteren optionalen Aktivitäten zu beteiligen.
Ziele der Veranstaltung
Die Veranstaltung bringt Expert*innen aus Städten, Landkreisen und Gemeinden zusammen und unterstützt beim internationalen Fachaustausch zum Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen.
Ziele für Teilnehmende
Kennenlernen innovativer Mobilitätslösungen und deren smarter Kombination,
Vergleich der strategischen Herangehensweise und Instrumente für eine nachhaltige Mobilität in Stadt und Umland,
Kompetenzerwerb zur Lösung von Herausforderungen in der Umsetzung von geplanten Maßnahmen unter Einbezug eines erweiterten Netzwerks und der Methode der kollegialen Beratung,
darüber hinaus: Kennenlernen als Grundlage für einen erweiterten Fachaustausch im Rahmen von z.B. Fachaustauschreisen.
Teilnahme und Kontakt
Wenn Sie am Lernprozess teilnehmen möchten, senden Sie uns bitte bis zum 20.10.2025 eine E-Mail mit Angaben zu Ihrer Kommune oder Organisation, Ihrer Funktion und einer kurzen Beschreibung des Projekts oder der Herausforderung, die Sie den anderen Teilnehmenden vorstellen möchten. Weiter Informationen entnehmen Sie bitte dem Teilnahmeaufruf [pdf, 2 Seiten].
Wenn Sie Fragen zum Lernprozess, der Veranstaltung und Ihrer Teilnahme haben, kontaktieren Sie uns gerne:
Afrikanische und deutsche Städte treiben eine gemeinsame Vision für eine gerechte, klimafreundliche Wasserstoffzukunft voran.
Städte in Afrika und Europa verstärken ihre Rolle als Vorreiter der globalen grünen Transformation und treiben Innovation, Investitionen und Klimaresilienz von Grund auf voran. Nach dem erfolgreichen Start der Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ Anfang dieses Jahres in Naivasha, Kenia, wird Connective Cities vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia, den zweiten Peer-Learning-Workshop veranstalten.
Diese Leitveranstaltung bringt Stadtverantwortliche, Praktiker*innen, Brancheninnovator*innen, Forscher*innen und Entwicklungspartner zusammen, um kommunale Wasserstoffstrategien auszuweiten und neue Wege für eine grüne Industrialisierung, integratives Wachstum und einen gerechten Übergang auf lokaler Ebene zu erschließen.
Von Naivasha nach Mombasa: Ideen in Wirkung umsetzen
Der erste Workshop in Naivasha brachte über 30 Vertreter*innen von Kommunen und technische Fachleute zusammen, um zu erörtern, wie Städte die aufkommende grüne Wasserstoffwirtschaft in der lokalen Wertschöpfung und der Schaffung von Arbeitsplätzen verankern können. Dabei wurde die Rolle von Wasserstoff nicht nur als Träger sauberer Energie, sondern auch als Katalysator für klimaneutrale industrielle Ökosysteme, die Entwicklung von Kompetenzen und eine innovationsgetriebene städtische Transformation hervorgehoben.
Fallstudien zeigten, wie sich Kommunen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette positionieren – von der Produktion und Speicherung bis hin zu Endanwendungen in den Bereichen Mobilität, Fertigung und Hafenlogistik. Die Beispiele reichten von den sich entwickelnden Wasserstoffzentren in Namibia bis hin zu den Regionen Heilbronn und Karlsruhe in Deutschland, wo lokale Behörden Innovationscluster, F&E-Partnerschaften und Marktverbindungen für den Einsatz von Wasserstoff aufbauen.
Fachvortrag im Rahmen des Treffens in Naivasha | Foto: Connective Cities
Die Teilnehmenden betonten auch die Bedeutung einer integrierten Stadtverwaltung – die Raumplanung, transparente Landbewirtschaftung und eine starke Einbindung der Interessengruppen kombiniert –, um sicherzustellen, dass Wasserstoffprojekte greifbare Vorteile für die Gemeinschaft bringen.
Zu den wichtigsten key takeaways aus Naivasha gehörten:
Kommunale Führung als treibende Kraft für Innovation, Investitionen und politische Abstimmung.
Lokale Wertschöpfung durch die Beteiligung von KMU, Qualifizierungsmaßnahmen und grünes Unternehmertum.
Institutionelle Kapazitäten und Humankapital als Voraussetzungen für die Wasserstoffbereitschaft.
Peer-to-Peer-Zusammenarbeit als Katalysator für die Skalierung von Lösungen und den Wissenstransfer.
Seit Naivasha haben die Städte ihre Projektkonzepte aktiv weiterentwickelt, regionenübergreifende Partnerschaften geschlossen und bankfähige Einstiegspunkte identifiziert, um ihre Agenda für die ökologische Transformation voranzutreiben.
Grüner Wasserstoff: Energie für eine nachhaltige, inklusive urbane Zukunft
Das enorme Solar- und Windpotenzial Afrikas macht seine Städte zu einem Zentrum der globalen Transformation hin zu sauberer Energie. Grüner Wasserstoff – und seine Derivate wie grünes Ammoniak und E-Methanol – bieten eine einmalige Chance für eine kohlenstoffarme Industrialisierung, Klimaresilienz und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.
Für die Kommunen bedeutet dieser Wandel:
Entwicklung von Innovationsclustern und Wasserstoffkorridoren, die private Investitionen anziehen.
Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien und intelligenter städtischer Netze.
Verbesserung der Wasserversorgungssicherheit und ressourceneffizienter Technologien wie Entsalzung und Wiederverwendung von Abwasser.
Schaffung grüner Arbeitsplätze in den Bereichen Ingenieurwesen, Bauwesen, Logistik und Forschung.
Förderung von Start-ups, Inkubatoren und Technologiepartnerschaften.
Aufbau von Qualifikationspipelines, die auf die zukünftigen Wasserstoffmärkte abgestimmt sind.
Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen – von Infrastrukturdefiziten und komplexen Vorschriften bis hin zu Finanzierungsengpässen und lokaler Eigenverantwortung. Die Arbeitsgruppe „Wasserstoffstädte“ bietet eine Kooperationsplattform, auf der Städte gemeinsam Lösungen entwickeln, Investitionsrisiken mindern und sicherstellen können, dass der grüne Wandel inklusiv, gerecht und lokal verankert bleibt.
Was Sie in Mombasa erwartet: Skalierung und Vertiefung
Der bevorstehende Workshop in Mombasa markiert einen entscheidenden Wandel von der strategischen Vision zur Operationalisierung und Projektumsetzung. An drei Tagen werden die Teilnehmenden:
Projektfortschritte präsentieren und Konzepte durch strukturierte Peer-Reviews und Coaching verfeinern.
an interaktiven Sitzungen zu Landnutzung, Wasser-Energie-Nexus und der Gestaltung von Industrieclustern teilnehmen
innovative Finanzierungsinstrumente, darunter Blended Finance und PPP-Modelle, erkunden.
an praktischen Peer-Coaching-Seminaren teilnehmen, um die Projektreife voranzutreiben.
sich mit internationalen Experten über politische Rahmenbedingungen, Investitionspipelines und Marktintegration austauschen.
an einer Besichtigung des Hafens von Mombasa und der Sonderwirtschaftszone teilnehmen, um reale Möglichkeiten für grüne Wasserstoffanwendungen zu identifizieren.
Die Veranstaltung umfasst Keynotes von Führungskräften aus Regierung und Privatwirtschaft, Expertenrunden und Networking-Sessions zur Stärkung der Partnerschaften zwischen afrikanischen und deutschen Kommunen.
Zu den bereits bestätigten Teilnehmenden gehören Städte wie Mombasa, Naivasha, Lüderitz, Arandis, Nouakchott, Waterberg District, Hamburg, Karlsruhe, Heilbronn und Freudenstadt, die eine wachsende Allianz von Kommunen bilden, die sich für dezentrale, klimafreundliche Wasserstoff-Ökosysteme einsetzen.
Ausblick: Städte als Katalysatoren einer gerechten grünen Wirtschaft
Angesichts des globalen Wandels in der Energielandschaft werden Städte, die heute entschlossen handeln, zu den Motoren des grünen Wohlstands von morgen. Der Workshop in Mombasa ist ein weiterer Meilenstein, um Kommunen zu befähigen, die wasserstoffbasierte Transformation der Städte voranzutreiben – und damit Klimaschutz, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und soziale Inklusion gleichermaßen zu fördern.
Durch die Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ baut Connective Cities weiterhin Brücken zwischen Kontinenten, verbindet Fachwissen und setzt Ambitionen in die Tat um – damit die Wasserstoffrevolution zu einer nachhaltigen, lokal verankerten und zukunftsfähigen städtischen Wirtschaft führt.
Von Naivasha bis Mombasa zeigen Städte, dass der grüne Wandel lokal beginnt – und sich global ausbreitet.
Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des „Connective Cities“-Lernprozesses in Südosteuropa kamen in Podgorica Kommunen, Geberorganisationen und Fachleute zusammen, um den regionalen Übergang zu nachhaltigen und erneuerbaren Energielösungen zu beschleunigen. Während drei intensiver Tage tauschten die Teilnehmenden praxisnahe Erfahrungen aus, präsentierten kommunale Projektkonzepte, traten in direkten Dialog mit Finanzierungsinstitutionen und besuchten ein erfolgreich abgeschlossenes Energieeffizienzprojekt in Cetinje. Der Workshop bildete den Abschluss von fast zwei Jahren Zusammenarbeit und versetzte die Kommunen in die Lage, ihre Ziele im Bereich erneuerbarer Energien in umsetzbare und finanzierbare Projekte zu überführen. Sie verfügen nun über klarere Finanzierungswege, stärkere Partnerschaften und konkrete nächste Schritte.
INTERNATIONALE STÄDTE-PLATTFORM FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 89, November 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“, stellte einst Albert Einstein fest. Getreu diesem Prinzip fördern wir den Austausch zu innovativen Lösungsansätzen.
In dieser Ausgabe berichten wir über den erfolgreichen Abschluss unseres Lernprozesses zur Nutzung erneuerbarer Energien in Kommunen der Region Südosteuropa und des Kaukasus. Zudem freuen wir uns über die erneute Zusammenkunft unserer Arbeitsgruppe Hydrogen Cities, die die Potenziale der grünen Transformation für die lokale Wirtschaftsentwicklung – sowohl in deutschen Kommunen als auch in Städten Subsahara-Afrikas – weiter erschließen wird.
Darüber hinaus laden wir Sie herzlich zu unserem virtuellen Fachaustausch am 2. Dezember zum Thema „Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der kommunalen Verwaltung“ ein.
Wir wünschen Ihnen eine anregende und inspirierende Lektüre.
Herzlichst Ihr Connective Cities Team
EINBLICK
Städte für eine erneuerbare Zukunft stärken
Dokumentation des Connective Cities Lernprozesses in Südosteuropa
Beim Abschluss des Connective Cities Lernprozesses in Südosteuropa trafen sich Kommunen, Geber und Fachleute in Podgorica, um konkrete Projektvorschläge und Umsetzungskonzepte für erneuerbare Energien zu finalisieren. Nach fast zwei Jahren Zusammenarbeit ebnete der Workshop den Weg für stärkere Partnerschaften und finanzierbare, umsetzbare Energieprojekte in der Region.
Das Potenzial der grünen Transformation für die lokale Wirtschaftsentwicklung erschließen
Weiterer Workshop vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia
Städte in Afrika und Europa verstärken ihre Rolle als Vorreiter der globalen grünen Transformation und treiben Innovation, Investitionen und Klimaresilienz von Grund auf voran. Nach dem erfolgreichen Start der Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ Anfang dieses Jahres in Naivasha, Kenia, wird Connective Cities vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia, den zweiten Peer-Learning-Workshop veranstalten.
Künstliche Intelligenz in der kommunalen Verwaltung: Chancen und Herausforderungen im internationalen Vergleich
Virtueller Fachaustausch am 02. Dezember 2025 von 10:00 bis 12:30 Uhr
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung für die kommunale Verwaltung. Von effizienteren Verwaltungsabläufen bis hin zu datengestützten Entscheidungen in Stadtentwicklung, Ressourcennutzung oder Bürgerbeteiligung eröffnet KI neue Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig stellen sich Fragen zu ethischen Standards, Transparenz und sozialer Inklusion. Diskutieren Sie mit in unserem internationalen Erfahrungsaustausch anhand konkreter Praxisbeispiele!
Connective Cities ist ein gemeinsames Projekt von:
Deutscher Städtetag: Gereonstraße 18 – 32, 50670 Köln | Deutschland Kontakt: Sabine Drees Email: sabine.drees@staedtetag.de
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
INTERNATIONALE STÄDTE-PLATTFORM FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 88, Oktober 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen.“ ist ein Statement von Walter Gropius, Gründer der deutschen Kunst-, Design- und Architekturschule „Bauhaus“.
Das muss jedoch nicht so bleiben. Diese Ausgabe steht ganz im Zeichen der nachhaltigen Stadtentwicklung. Wir berichten, wie wir syrische Stadtplaner*innen im Rahmen unseres MENA-Netzwerkes nach Beendigung des Bürgerkrieges unterstützen. Gute Praktiken aus Assuan, Ägypten, und Constantine, Algerien, zeigen, wie Klimaschutzmaßnahmen Schritt für Schritt umgesetzt wurden.
Wir geben Einblicke, wie Kommunen und ihre Verbände weltweit mittels einer Nachhaltigkeitsberichterstattung, den sogenannten Voluntary Local Reviews, die Umsetzung der Agenda 2030 in ihren Kommunen beschleunigen und zugleich auf nationaler wie internationaler Ebene hierfür ihre Stimme erheben. Zudem haben wir unsere praktischen Erfahrungen aus weiteren Lernprozessen zum Ende dieser Projektphase in zwei Leitfäden strukturiert: (1.) Wie Verantwortliche in Zeiten des Klimawandels einen risikobewussten Ansatz verfolgen und die Anpassung an Hitze in ihre Planungsprozesse integrieren können. (2.) Wie eine Gender-Perspektive in Planungsprozesse und alle kommunalen Dienstleistungen integriert werden kann.
Im November werden wir zudem die Lernerfahrungen, innovativen Ansätze und erfolgreiche Projektarbeit des Lernprozesses der „Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden der Moderne“ für Sie zusammenfassen.
Vom 25. Bis 27. November bildet die Dialogveranstaltung „Nachhaltige Mobilität – Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen“ den Auftakt eines neuen Lernprozesses, der Fachleute aus diesem Bereich Gelegenheit zu einem intensiven Erfahrungsaustausch gibt.
Außerdem möchten wir sie zu unserem Connective Cities Netzwerktreffen von 9. Bis 10. Dezember 2025 in Bonn wie auch zur virtuellen Ad Hoc Veranstaltung am 2. Dezember 2025 „Künstliche Intelligenz in der kommunalen Verwaltung: Chancen und Herausforderungen im internationalen Vergleich“ herzlich einladen und Sie bitten, die entsprechenden Termine im Dezember bei Interesse schon mal freizuhalten. Weitere Informationen folgen in Kürze auf unserer Website sowie in der kommenden Newsletter-Ausgabe.
Wir wünschen inspiriende Lektüre Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Städte als Vorreiter für eine nachhaltige, inklusive und resiliente Zukunft
U20 Mayor Summit in Johanneburg vom 12. Bis 14. September 2025
Die diesjährige Urban 20 wurde von den Städten Johannesburg und Tshwane ausgerichtet. Auf Einladung von SALGA nahmen Vertreter*innen der Stadt Bonn und von Connective Cities an einer Podiumsdiskussion teil. Sie betonten die Relevanz verfügbarer Daten sowie von Partnerschaften und fachlichem Austausch.
Verbesserung der lokalen Regierungsführung für Klimaschutzmaßnahmen in der MENA-Region
Rückblick auf die Insight- Session vom 13. Oktober 2025
Im Mittelpunkt der Insight Session: Rahmenplanung, mehrstufige Umsetzungsschritte standen die guten Praktiken „Entwicklung eines integrierten Maßnahmenrahmens gegen Hitze in Assuan, Ägypten” sowie „Verbesserung der Fußgängerfreundlichkeit und der Übergang zu einer transit-orientierten Entwicklung in Constantine, Algerien”. Die dezentrale Zusammenarbeit und der Wissensaustausch im Rahmen globaler Partnerschaften trugen dabei zum Projekterfolg bei.
Neue Brücken bauen: Integration syrischer Städte in das regionale Netzwerk von Connective Cities
Am 18. und 19. August 2025 organisierte Connective Cities einen Workshop in Amman
Unter dem übergreifenden Thema „Kommunaler Wissensaustausch zu integrierter Stadtplanung, nachhaltiger Infrastruktur und digitalen kommunalen Dienstleistungen“ berichteten Vertreter*innen der Provinzen Damaskus und Rif Damaskus über den aktuellen Stand ihrer Stadtplanung. Dabei hoben sie die Herausforderungen hervor, die mit der Verfolgung einer langfristigen Vision für nachhaltige Entwicklung verbunden sind.
Die Stimme der Städte stärken und die Umsetzung der SDGs beschleunigen
Dokumentation des Connective cities Lernprozesses zur lokalen und regionalen Nachhaltigkeitsberichterstattung vom 2. Dezember 2024 bis 25. September 2025
Ziel des Lernprozesses war es, durch einen internationalen Erfahrungsaustausch die Erstellung von VLRs und VSRs zu verbessern, die Umsetzung der SDGs zu beschleunigen und letztendlich den Dialog zwischen lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu fördern. Die regionale Vielfalt der Teilnehmenden, die Perspektiven und Praxisbeispiele aus Südamerika, Subsahara-Afrika, Deutschland, Südosteuropa und Asien einbrachten, belebte die Diskussion und trug zum Erfolg des Prozesses bei.
A Guidebook on Risk-Informed Planning and Heat Mitigation
Städte spielen beim Klimawandel eine doppelte Rolle: Einerseits tragen sie maßgeblich zu ihm bei, andererseits sind sie besonders anfällig für seine Auswirkungen. Der Leitfaden zeigt gute Beispiele auf und richtet sich an kommunale Akteure, Stadtplaner und politische Entscheidungsträger , die einen risikobewussten Ansatz verfolgen und die Anpassung an Hitze in ihre Planungsprozesse integrieren möchten.
Aufbauend auf dem von der Nationalen Föderation tunesischer Gemeinden und ihren Partnern entwickelten Modell bietet dieser Leitfaden einen einheitlichen, praktischen Rahmen, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, indem eine Gender-Perspektive in alle kommunalen Dienstleistungen integriert wird. Über politische Maßnahmen und Projekte hinaus zielt er darauf ab, einen kulturellen Wandel anzustoßen, in dessen Verlauf Gender Mainstreaming nicht länger als Zusatzleistung betrachtet wird, sondern als grundlegende Säule einer gerechten und effektiven lokalen Regierungsführung.
Teilnahmeaufruf: Connective Cities Dialogveranstaltung vom 25. bis 27. November 2025 in Bonn
Die globale Verkehrswende ist für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich. Die Veranstaltung bringt Expert*innen aus Städten, Landkreisen und Gemeinden zusammen und unterstützt sie beim internationalen Fachaustausch zum Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen. Sie bildet den Auftakt zu einem einjährigen Lernprozess, bei dem die teilnehmenden Kommunen auch eingeladen sind, sich an weiteren optionalen Aktivitäten zu beteiligen.
Paradigmenwechsel im Bausektor: Nachnutzen statt Abreißen
Was ist aus dem früheren, leerstehendem Hilton Hotel in Nairobi geworden?
Öffentliche Gebäude aus den 1960er- und 1970er-Jahren zu sanieren oder für einen neuen Zweck umzubauen anstatt sie abzureißen – dieser Paradigmenwechsel birgt viel Potenzial. Dies ist eines der Ergebnisse des einjährigen Lernprozesses von Connective Cities „Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden der Moderne“. Erfahren Sie mehr über innovative Ansätze und erfolgreiche Projektarbeit in fünf Ländern für einen nachhaltigen, zirkulären Bausektors in unserer Zusammenfassung im November.
Künstliche Intelligenz in der kommunalen Verwaltung : Chancen und Herausforderungen im internationalen Vergleich
Virtueller Fachaustausch am 02. Dezember 2025
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung für die kommunale Verwaltung. Von effizienteren Verwaltungsabläufen bis hin zu datengestützten Entscheidungen in Stadtentwicklung, Ressourcennutzung oder Bürgerbeteiligung eröffnet KI neue Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig stellen sich Fragen zu ethischen Standards, Transparenz und sozialer Inklusion. Diskutieren Sie mit in unserem internationalen Erfahrungsaustausch!
Einladung zum Netzwerktreffen vom 09. bis 10. Dezember 2025
Sie haben schon an einer Veranstaltung von Connective Cities teilgenommen oder haben Interesse daran, unserem Netzwerk beizutreten? Dann melden Sie sich gerne für unser nächstes Netzwerktreffen an.
Sie haben die Möglichkeit, die neuen Themen und Formate von Connective Cities zu entdecken, sich für diese zu engagieren und neue thematische Impulse zu setzen. Wir freuen uns auf den regen Austausch mit Ihnen!
Connective Cities ist ein gemeinsames Projekt von:
Deutscher Städtetag: Gereonstraße 18 – 32, 50670 Köln | Deutschland Kontakt: Sabine Drees Email: sabine.drees@staedtetag.de
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de