Connective Cities – Internationale Städteplattform für nachhaltige Entwicklung lädt kommunale und regionale Gebietskörperschaften aus Subsahara-Afrika und Deutschland ein, an einem neuen internationalen Lernprozess zum Thema naturbasierte Lösungen (NbS) teilzunehmen.
Lokale und regionale Behörden stehen zunehmend an vorderster Front bei der Bewältigung von Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Umweltdegradation. Zunehmende Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen sowie Flächenversiegelung setzen urbane Infrastrukturen und Governance-Systeme unter wachsenden Druck. Vor diesem Hintergrund bieten naturbasierte Lösungen einen kosteneffizienten Ansatz mit vielfältigem Mehrwert, um die Klimaanpassung zu stärken und zugleich Minderungsko-Benefits wie Kohlenstoffbindung, Regenwassermanagement sowie urbane Kühl- und Heizregulierung zu erzielen.
Über den Lernprozess
Der einjährige Lernprozess bringt kommunale Praktikerinnen, technische Expertinnen und politische Entscheidungsträger*innen in drei Präsenzworkshops sowie über eine kontinuierliche virtuelle Zusammenarbeit zusammen. Die Teilnehmenden durchlaufen dabei alle Phasen von der Problemidentifikation über die gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen bis hin zur Umsetzungs- und Finanzierungsreife. Der Prozess wird durch Peer-Learning, fachlichen Austausch und gezieltes Coaching begleitet.
Ziele des Lernprozesses sind:
Stärkung kommunaler und regionaler Kapazitäten zur Planung und Umsetzung naturbasierter Lösungen
Förderung strukturierter Peer-to-Peer-Lernprozesse zwischen Kommunen aus Subsahara-Afrika und Deutschland
Gemeinsame Entwicklung umsetzungsnaher NbS-Projektkonzepte, die für Pilotierung, Finanzierung oder Integration in Planungsprozesse geeignet sind
Erarbeitung und Verbreitung von Wissensprodukten zur Replikation und Skalierung
Thematische Schwerpunkte
Die Zusammenarbeit erfolgt in nachfrageorientierten thematischen Arbeitsgruppen, darunter:
Wasser & Schwammstadt-Ansätze – Hochwassermanagement, Fluss- und Feuchtgebietsrenaturierung, Regenwassermanagement
Begrünung kommunaler Infrastruktur – Integration grüner und grauer Infrastruktur, ökologische Korridore, klimaangepasste Mobilitäts- und Energiesysteme
Zeitplan
März 2026: Virtueller Kick-off und Insight-Session zu naturbasierten Lösungen
vom 21. bis 23. April 2026: Erster Präsenzworkshop
Oktober 2026: Zweiter Präsenzworkshop
Januar 2027: Abschließender Präsenzworkshop
Teilnahmeberechtigung
Der Aufruf richtet sich an:
Kommunale und regionale Gebietskörperschaften aus Subsahara-Afrika
Deutsche Kommunen und Landkreise
Es wird empfohlen, mit zwei Fachpersonen pro Kommune teilzunehmen. Eine Einbindung von Partnern aus Ministerien, Zivilgesellschaft oder Privatwirtschaft ist möglich.
Bewerbung
Interessierte Gebietskörperschaften werden gebeten, eine Interessenbekundung (Expression of Interest) über die Connective Cities Community-Plattform einzureichen:
Internationale Plattform für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 93, April 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen“, schrieb Antoine de Saint-Exupéry 1951 in seinem Buch Die Stadt in der Wüste.
Auch 75 Jahre später hat diese Aussage nichts an Aktualität verloren. Zukunftsfähigkeit ist ein zentrales Ziel unserer Lernprozesse und Fachaustausche in den vergangenen Wochen.
So haben wir intensiv diskutiert, wie sich Daten effizient erheben und managen lassen, um die Transformation urbaner Mobilität fundiert zu gestalten.
Angesichts zunehmender Überschwemmungen und Dürren haben wir zudem einen zweijährigen Deep Dive zum Thema „wasserresiliente Kommunen“ gestartet. Parallel dazu setzen wir in der MENA-Region in einem weiteren Lernprozess verstärkt auf urbanen Klimaschutz und mehr Lebensqualität durch die Entwicklung grüner Korridore. Dabei wurden im Auftaktworkshop erste gemeinsame Prioritäten definiert und mithilfe innovativer Methoden – wie KI-gestützter Visualisierung – konkrete Zukunftsszenarien für klimaresiliente und lebenswertere kommunale Räume entwickelt.
Nachhaltige lokale Wirtschaftsförderung rückt die ökonomische Zukunftsfähigkeit von Kommunen in den Fokus. Das Potenzial migrierter Fachkräfte ist dabei groß – dies zeigte sich in der regen Beteiligung und den lebhaften Diskussionen unserer Insight Session. Zugleich wurde deutlich: Dieses Potenzial lässt sich nur erschließen, wenn migrierte Menschen als Ganzes und mit all ihren Bedürfnissen ernst genommen werden.
Die ganzheitliche Wahrnehmung persönlicher Potentiale wird auch ein Aspekt unserer nächsten Dialogveranstaltung vom 30. Juni bis 2. Juli 2026 in Bremen sein. Unter dem Titel „Gründung und Innovation: Arbeitsmarktchancen und Perspektiven für junge Menschen“ sind insbesondere kommunale Fachleute aus den Bereichen Wirtschaftsförderung, Arbeit und Soziales sowie Jugendarbeit herzlich eingeladen.
Wir wünschen Ihnen eine inspirierende Lektüre.
Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Mobilität fundiert gestalten: Entscheidungen auf Basis valider Informationen
Inspirationen aus dem Fachaustausch zu Mobilitätsdatenmanagement
Was braucht es, um Mobilität in unseren Kommunen nachhaltiger zu gestalten? Neue Technologien? Mehr Mittel? Den Willen der Bürger*innen? Eine Antwort: Es braucht verlässliche Informationen für fundierte Entscheidungen, die gezielte Veränderungen bewirken können. Ende März nutzten Teilnehmende des Lernprozesses “Nachhaltige Mobilität – Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen“ die Gelegenheit, sich zu Datenmanagement und -nutzung als einen zentralen Aspekt der Verkehrswende auszutauschen. In dem Online-Austausch stellten 5 Kommunen Aspekte ihres Mobilitätsdatenmanagement als Grundlage für verkehrsplanerische Entscheidungen vor.
Start unseres zweijährigen internationalen Lernprozesses „Deep Dive“
Für Länder des Globalen Südens ist Wasserknappheit längst ein Entwicklungshemmnis – doch künftig müssen sich alle Regionen weltweit an schwankende Verfügbarkeiten und wachsende Nutzungskonflikte anpassen. Wasser wird zur strategischen Ressource des 21. Jahrhunderts. Deshalb bringen wir im Deep Dive zum Thema „Wasserresiliente Kommunen“ Fachleute aus acht ausgewählten Kommunen aus Benin, Deutschland, Kenia, Indien, Serbien und Sri Lanka zusammen, um innovative Ansätze zu diskutieren und über zwei Jahre lokalangepasste Lösungen zu jeweiligen Herausforderungen zu entwickeln und zu implementieren.
Mehr Klimaschutz und Lebensqualität: Grüne Korridore in der MENA-Region
Auftakt des Lernprozesses „Grüne Korridore in der City und auf dem Land“
Der Auftakt diente als technische und methodische Einführung in den Lernprozess. Ziel war es, erste thematische Prioritäten festzulegen, kommunale Herausforderungen sichtbar zu machen und eine gemeinsame Grundlage für weitere Zusammenarbeit zu schaffen.
Ein zentrales Element des Workshops war eine KI-Visualisierungsübung zu grünen Korridoren. Basierend auf Bildern aus urbanen Kontexten der teilnehmenden Städte wurden Zukunftsszenarien für klimaresistente, grünere und nutzbarere urbane Räume entwickelt – auch als methodisches Instrument, um Diskussionen über die Umsetzbarkeit grüner Korridore anzuregen. Angereichert wurde die Diskussionen durch Praxisbeispiele deutscher und ägyptischer Städte.
Fachkräfteeinwanderung und migrantisches Unternehmertum für kommunale Wirtschaftsentwicklung
Connective Cities Insight Session über die Rolle von Kommunen an der Schnittstelle von Migration und kommunaler Wirtschaftsförderung
Migrationspolitik mag eine nationale Angelegenheit sein – ihr Erfolg und Misserfolg entscheidet sich jedoch auch auf der lokalen Ebene. Aus dieser Überzeugung heraus trafen sich circa 50 kommunale Expertinnen und Experten zu einer virtuellen Insight Session von Connective Cities. Das Potenzial von Fachkräftemigration ist für alle Seiten groß – faire Bedingungen vorausgesetzt. Interessant sind dabei auch Unternehmensgründungen von Migrant*innen, aus denen sich wiederum Arbeitsplätze generieren. Praxisbeispiele und die lebhafte Diskussion der Insight Session zeigten eindrucksvoll, dass Kommunen eine entscheidende Rolle einnehmen können, damit sich das wirtschaftliche Potenzial von Migration auf lokaler Ebene entfalten kann.
Gründung und Innovation: Arbeitsmarktchancen und Perspektive für junge Menschen
Teilnahmeaufruf für kommunale Fachleute zur Dialogveranstaltung vom 30. Juni bis 02. Juli 2026 in Bremen
Unterstützen Sie die Gründerszene in Ihrer Kommune? Welche Perspektiven bieten Sie jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt? Welchen Herausforderungen begegnen Sie bei Ihrer Arbeit? Die Stadt Bremen ist zu dem Thema bereits sehr gut vernetzt und lädt in Kooperation mit Connective Cities dazu ein, gemeinsam mit fünf weiteren deutschen und sechs internationalen Kommunen, sich zu Gründungsinitiativen und Gründungszentren sowie kommunalen Anreizen und Unterstützungsangeboten für Gründungen und Start-ups auszutauschen.
Wir freuen uns auf die Teilnahme von jeweils zwei Fachleuten aus Ihrer Kommune, insbesondere aus den Bereichen Wirtschaftsförderung, Arbeit und Soziales oder Jugendarbeit. Bewerbungsfrist: 10. Mai 2026
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Am 7. April 2026 wurde der neue Connective Cities-Lernprozess zum Thema „Grüne Korridore in der City und auf dem Land“ per Online-Kickoff-Workshop offiziell gestartet. Die Veranstaltung wurde von Connective Cities in Zusammenarbeit mit dem GIZ-Projekt Capacity Building through Urban Infrastructure Development (CBUID II) organisiert und simultan auf Arabisch, Französisch und Englisch angeboten.
Am Workshop nahmen etwa 70 Vertreter*innen aus acht Ländern teil: Algerien, Ägypten, Deutschland, Jordanien, Libanon, Marokko, Palästina und Tunesien. Gemeinden und Partnerinstitutionen aus der MENA-Region sowie die deutsche Stadt Erlangen waren vertreten. Neben den offiziellen Teilnehmenden des Lernprozesses war ein erweiterter Kreis kommunaler Vertreter*innen zusätzlich in den virtuellen Austausch eingebunden.
Der Auftakt diente als technische und methodische Einführung in den Lernprozess. Ziel war es, erste thematische Prioritäten festzulegen, kommunale Herausforderungen sichtbar zu machen und eine gemeinsame Grundlage für weitere Zusammenarbeit zu schaffen. Gleichzeitig diente die Veranstaltung dazu, die nächsten Schritte im Prozess vorzubereiten, wie etwa eine für Herbst 2026 geplante live-Konferenz in Ägypten.
KI-gestützte Visualisierung als innovatives Werkzeug nachhaltiger Stadtplanung
Ein zentrales Element des Workshops war eine KI-Visualisierungsübung zu grünen Korridoren, die über die CoPlan-KI-Plattform umgesetzt wurde. Basierend auf Bildern aus urbanen Kontexten der teilnehmenden Städte wurden Zukunftsszenarien für klimaresistente, grünere und nutzbarere urbane Räume entwickelt.
Im Rahmen der Übung wurden etwa 550 Bilder erstellt. Die Visualisierung diente nicht nur dazu, räumliche Veränderungen zu veranschaulichen, sondern auch als methodisches Instrument, um Diskussionen über die Umsetzbarkeit grüner Korridore anzuregen. In diesem Sinne erwies sich die Übung als passende Einführung, um Perspektiven aus Verwaltung, Planung und kommunaler Praxis zusammenzubringen.
Wichtige Workshop-Ergebnisse
Die Auftaktveranstaltung zeigte, dass die teilnehmenden Städte sich grüne Korridore und grüne Viertel überwiegend in städtischen Bezirken und weniger in suburbanen Räumen vorstellen. Somit liegt der Fokus zunächst nicht auf der Planung in kaum erschlossenen Flächen, sondern auf der Weiterentwicklung bestehender urbaner Räume, in denen Wohnraum, Mobilität, öffentliche Nutzung und soziale Funktionen bereits eng miteinander verflochten sind.
So wurde im Laufe der Veranstaltung auch deutlich, dass grüne Korridore mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllen müssen. Sie tragen zur Klimaanpassung bei, zum Beispiel durch das Spenden von Schatten, Kühlung, Verbesserung der Luftzirkulation und Steigerung der Bodenwasseraufnahme. Aber sie tragen ebenso zur Aufwertung öffentlicher Räume bei, indem sie die Lebensqualität verbessern und Begegnungen in der Stadt fördern. Gerade in dicht besiedelten Vierteln müssen grüne Korridore daher stets als soziale Räume der Mobilität und Verbindung betrachtet werden.
Ein weiterer zentraler Aspekt war die Bedeutung von Beteiligung und lokaler Akzeptanz. Da identifizierte Räume in der Regel bereits intensiv genutzt werden, ist die Beteiligung der Bevölkerung eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung. Dies gilt sowohl für die Nutzbarkeit für unterschiedliche Gruppen wie Kinder, Familien und Bewohner*innen als auch für die Frage, wie grüne Maßnahmen in das städtische Alltag integriert werden können.
Beitrag aus dem Urban Development Fund (UDF)
Der ägyptische Urban Development Fund (UDF), angesiedelt an der Schnittstelle zwischen Staat und Kommunen, unterstrich die Bedeutung institutioneller Ansätze für eine integrierte und klimaresiliente Stadtentwicklung. Die vorgestellten Beispiele zeigten, wie strategische Stadtentwicklung, Aufwertung bestehender Bezirke, Wärmereduzierung und öffentlicher Raum enger miteinander verknüpft werden können. Die UDF trug somit nicht nur konkrete Erfahrungen aus der ägyptischen Praxis bei, sondern auch eine wichtige Perspektive auf Skalierung, institutionelle Verankerung und langfristige Implementierungsfähigkeit.
Beitrag der Stadt Erlangen
Der Beitrag der Stadt Erlangen zeigte, dass die Umsetzung grüner Korridore nicht isoliert verstanden werden darf, sondern im Hinblick auf Verkehr, Zugänglichkeit und Konflikte bei der Nutzung städtischer Räume geplant werden muss. Im lokalen Projekt „Von zwei Vierteln zu einem Campus“ zeigten Vertreter*innen der Stadt, wie ein grüner Boulevard, die Verbindung von Straßenbahn, Fahrrad-, Fußgänger- und motorisiertem Verkehr sowie eine bestehende Fußgängerbrücke zu einer kohärenten Planungsaufgabe zusammengeführt werden können. Der Beitrag von Erlangen lieferte somit einen wichtigen Anstoß für einen integrierten Planungsansatz für grüne Korridore.
Beispielstädte und bewährte Praktiken
Während des Auftakts wurden mehrere kommunale und institutionelle Beispiele vorgestellt, die besonders relevant für den weiteren Lernprozess sind:
Erlangen (Deutschland): Integrierter Planungsansatz für grüne Korridore im bestehenden urbanen Raum, mit Schwerpunkt auf Grüner Boulevard, multimodaler Mobilität, Flächennutzung und Nutzungskonflikten.
Assuan (Ägypten): Entwicklung des Heat Action Plan für El-Sail Elgadid, einschließlich Kühlstationen, schattiger Erholungsbereiche und spezieller Bereiche für Kinder und Frauen.
Port Said (Ägypten): Ansätze zur klimaangepassten Stadtentwicklung und zur Aufwertung urbaner Räume unter den spezifischen klimatischen Bedingungen einer Mittelmeerstadt.
Telal Al-Fustat Park, Kairo (Ägypten): großflächiger Grünbauansatz im historischen Kairo mit positiven Auswirkungen auf Kühlung, Luftqualität und Biodiversität.
Reviving Historical Cairo (Ägypten): Aufwertung historischer städtischer Gebiete als Kombination aus Stadterneuerung, öffentlichem Raum und historischer Identität.
Al-Asmarat (Ägypten): Partizipative Aufwertung öffentlicher Räume im Wohnumfeld als Beispiel für die Verbindung von grünen und sozialen Funktionen in bestehenden Vierteln.
Ausblick
Einige der Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung
Der digitale Kickoff hat eine technische Grundlage für die nächsten Schritte des MENA-Lernprozesses geschaffen. Es wurde deutlich, dass der Mehrwert des Formats insbesondere in Synergieeffekten zwischen konkreten kommunalen Beispielen, institutionellen Perspektiven, interkommunalem Austausch und visuellen Methoden liegt. In den kommenden Phasen werden die identifizierten Themen vertieft, die Ansätze zwischen den Städten weiterentwickelt und gemeinsam sowohl im digitalen- als auch im persönlichen Austausch konkretisiert.
Am 24. März 2026 war es soweit! Der vertiefte Lernprozess „Wasserresilienz: Kommunen stärken sich gegen Trockenheit und Starkregenereignisse“ ist kurz nach dem Weltwassertag gestartet. Dürren, Hitzewellen, Starkregen und Überschwemmungen nehmen zu und belasten Infrastruktur, Gesundheit und kommunale Budgets. Gleichzeitig verschärft die Urbanisierung den Wettbewerb um Wasser. Bereits heute stehen viele Großstädte unter hohem Wasserstress, und der weltweite Bedarf könnte bis 2030 die verfügbaren Ressourcen deutlich übersteigen.
Für Länder des Globalen Südens ist Wasserknappheit längst ein Entwicklungshemmnis – doch künftig müssen sich alle Regionen weltweit an schwankende Verfügbarkeiten und wachsende Nutzungskonflikte anpassen. Wasser wird zur strategischen Ressource des 21. Jahrhunderts.
Die entscheidenden Lösungen entstehen lokal. Auch wenn die Rahmenbedingungen sich stark unterscheiden, stehen Kommunen vor ähnlichen strukturellen Herausforderungen, was Austausch und gemeinsames Lernen besonders wertvoll macht.
Deshalb bringen wir im sogenannten Deep Dive zum Thema „Wasserresiliente Kommunen“ Fachleute aus acht ausgewählten Kommunen aus Benin, Deutschland, Kenia, Indien, Serbien und Sri Lanka zusammen, um innovative Ansätze wie Schwammstadt‑Konzepte, blaue Korridore und integrierte blau‑grün‑rote Infrastrukturen gemeinsam zu diskutieren und über zwei Jahre lokalangepasste Lösungen zu jeweiligen Herausforderungen zu entwickeln und zu implementieren.
Im ersten virtuellen Treffen haben die Kommunen ihre lokalen Herausforderungen präsentiert, erste Ähnlichkeiten identifiziert und das erste Arbeitstreffen in Präsenz in Wuppertal Anfang Mai vorbereitet. Weitere Neuigkeiten aus unserem Deep Dive folgen ab Mai 2026.
Die teilnehmenden Städte: Natitingou (Benin), Dresden, Wunstorf, Wuppertal (Deutschland),Homa Bay (Kenia), Hyderabad (Indien), Niš (Serbien), Akkaraipattu (Sri Lanka)
Kommunen in Deutschland und in Nordafrika und im Nahen Osten stehen vor ähnlichen Herausforderungen angesichts des Klimawandels. Sie sind gefordert allgemeine Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und zum Klimaschutz in konkrete lokale Maßnahmen umsetzen. Eine Möglichkeit ist die Entwicklung von grünen Korridoren – z.B. als begrünten Gehwegen in Stadtzentren oder als grüne Korridore im Umland und neuen Quartieren. Diese ermöglichen verbesserte Frischluftzufuhr, Aufenthaltsqualität und ein effizienteres Wassermanagement. Die grünen Korridore können zudem für Naherholung und den Hitzeschutz in Kommunen genutzt werden.
Vor diesem Hintergrund bietet Connective Cities Fachleute aus Kommunalverwaltungen in Deutschland, Nordafrika und dem Nahen Osten die Möglichkeit im Rahmen eines einjährigen Lernprozesses konkrete Lösungsmaßnahmen für den eigenen Kontext zu entwickeln und sich gegenseitig auszutauschen.
Der strukturierte Lernprozess wird sich mit drei Schwerpunkten beschäftigen:
Grüne Korridore als Frischluftschneisen zwischen Stadt und Umland
Grüne Wege in Städten und alten Stadtzentren
Grüne Neubau- und Bestands-Quartiere
Die Methodik
Der Lernprozess verfolgt einen modularen Ansatz mit folgenden Zielen:
Unterstützung der teilnehmenden Kommunen bei der Ausarbeitung von Lösungsmaßnahmen durch Peer-Learning und maßgeschneiderte technische Beratung, um Lösungen zu grünen Korridoren voranzubringen.
Kompetenzentwicklung der Teilnehmer, um organisatorische Veränderungen, Verbesserung von Verfahren und Methoden besser in der eigenen Kommune umsetzten zu können.
Unterstützung der teilnehmenden Kommunen bei der methodischen Vorgehensweise und der Entwicklung von finanzierbaren Lösungsmaßnahmen.
Im Rahmen des Lernprozesses werden bewährte Verfahren für grüne Korridore und klimafreundliche Stadtplanung vorgestellt. Die teilnehmenden Kommunen werden sich im Peer-Learning-Prozess mit anderen austauschen, um konkrete Lösungen für ihre individuellen Kontexte zu entwickeln. Diese Lösungen können organisatorische Veränderungen zur Verbesserung von Verfahren, Methoden und Datenverfügbarkeit bewirken als auch konkrete Umsetzung von Pilotmaßnahmen.
Unter Anwendung eines ko-kreativen Ansatzes werden die Teilnehmer in einen strukturierten kreativen Problemlösungsprozess eingebunden. Dazu gehören
die Beobachtung und das Verständnis der laufenden kommunalen Praktiken, um Herausforderungen und Lücken zu identifizieren;
die Ideenfindung und Ausarbeitung von konkreten Lösungsansätzen und
die Erprobung der Lösungen mit einer Gruppe von Interessierten, darunter Bürger und Experten, um Feedback zu erhalten.
Dauer
Der Lernprozess erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr und beginnt mit einem Auftakt-Workshop im April 2026 in Ägypten. Insgesamt werden zwei deutsche und ca. 10 Kommunen aus der MENA-Region an dem Lernprozess teilnehmen.
Teilnahme und Kontakt
Gesucht werden Fachleute aus Kommunalverwaltungen in Deutschland, Nordafrika und dem Nahen Osten (Landkreisämtern, Stadtverwaltungen, kommunalen Unternehmen etc.), die ein Projekt oder eine Idee für einen Lösungsansatz für grüne Korridore in den Lernprozess einbringen können. Idealweise bewerben sich zwei Fachleute aus einer Kommune und den Veränderungsprozess nachhaltig in der Verwaltung verankern zu können. Die Teilnahmekosten (Unterbringung und Verpflegung) werden übernommen. Die Konferenzsprache ist Englisch und Französisch.
Am 18. März 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ) stellt die Wasserstoffwirtschaftseinheit der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg in einer Insight Session die Hamburger Wasserstoffstrategie vor. Im Fokus steht, wie sich die Metropolregion Hamburg als international führender Standort der Wasserstoffwirtschaft positioniert.
Als bedeutender Hafen- und Logistikstandort übernimmt Hamburg eine strategische Rolle bei der Verknüpfung globaler Wasserstoff-Lieferketten mit der nationalen Nachfrage. Die Strategie verfolgt einen integrierten Ansatz zur Skalierung von Produktion, Import, Infrastruktur und industriellen Anwendungen und leistet damit einen zentralen Beitrag zur Klimaneutralität.
Durch gezielte Investitionen, politische Koordination und internationale Partnerschaften stärkt Hamburg sein Wasserstoff-Ökosystem – von Importkorridoren über wasserstofffähige Infrastruktur bis hin zu Innovationsclustern. Ziel ist es, Hamburg als Tor für Wasserstoff nach Deutschland und Europa sowie als Zentrum für industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum zu etablieren.
Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit, wie internationale Kooperation, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Transformation zusammenwirken können.
Am 26. Februar 2026 von 11:00 – 12:30 Uhr MEZ stellt die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH in einer Insight Session das Heilbronner Wasserstoffmodell vor. Im Fokus steht, wie sich die Region Heilbronn-Franken durch den Aufbau eines koordinierten regionalen Ökosystems strategisch im Bereich grüner Wasserstoff positioniert.
Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands trägt die Initiative zur Klimaneutralität bei – durch den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, den Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz.
Im Rahmen des regionalen Transformationsprogramms ANTRIEB HNF geben die Strategien RegioStrat und H2 Transform HNF die langfristige Ausrichtung bis 2040 vor. Mit H2-Impuls werden über 100 Akteurinnen und Akteure aus 60 Institutionen vernetzt, konkrete Teilprojekte initiiert und der Austausch strukturiert begleitet.
Nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in den Aufbau regionaler Wasserstoffstrukturen zu erhalten und sich mit Expertinnen und Experten auszutauschen.
Die rund 9.300 Einwohner*innen von Borgholzhausen verteilen sich auf einer Fläche von 56 km². Ein Drittel der Bevölkerung wohnt in der Kernstadt, die anderen zwei Drittel leben in elf Siedlungen mit jeweils einigen hundert Einwohner*innen. Vom Bahnhof in Borgholzhausen gelangt man mit der NordWest-Bahn zu den benachbarten Städten Osnabrück im Nordwesten und Bielefeld im Südosten. Es gibt jedoch keinen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der die Siedlungen mit dem Bahnhof verbindet.
Vor diesem Hintergrund hat Borgholzhausen ein neuartiges Linien-E-Carsharing entwickelt, das es den Bewohner*innen der Gemeinde ermöglicht, die letzte Meile vom Bahnhof nach Hause bequem und ohne Mehrkosten zum Preis des Zugtickets zu buchen. Die Nachbargemeinde Halle-Künsebeck beteiligt sich an diesem innovativen Mobilitätskonzept.
Wer über ein gültiges ÖPNV-Ticket verfügt, kann ein Elektrofahrzeug kostenfrei auf festgelegten Linien zwischen bestimmten Haltepunkten für maximal eine halbe Stunde hinzubuchen. Zudem besteht jetzt die Möglichkeit, ein Fahrzeug zu moderaten Kosten im klassischen freien Carsharing zu mieten. Die Einnahmen hieraus senken die Betriebskosten.
Diese gute Praktik beschreibt, wie dieses in Deutschland bisher einzigartige Modell entwickelt wurde, wie es sich trägt, welche Vorteile es bietet und welche Lernerfahrungen bisher gemacht wurden.
Städte weltweit stehen vor wachsenden Herausforderungen bei der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, der Sanierung informeller Siedlungen und der Schaffung inklusiver öffentlicher und sozialer Räume. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, sind partizipative Planung, klare Kommunikation und Instrumente erforderlich, die raumplanerische Optionen für Bürger und Entscheidungsträger greifbar machen.
Die Arbeitsgruppe „Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum” von Connective Cities bietet eine globale Peer-to-Peer-Lernplattform, die kommunale Innovationen durch den Austausch von Projektideen, Planungsansätzen und praktischen Lösungen unterstützt. Aufbauend auf früheren Austauschrunden (2024–2025) ist die Arbeitsgruppe in eine neue Phase (2026–2028) eingetreten, in der der Schwerpunkt auf Visualisierungsmethoden zur Unterstützung umgekehrter Planung (‚Reverse Planning‘) und der umsetzungsorientierten Projektvorbereitung liegt.
Bezahlbarer Wohnraum in verkehrsberuhigtem Viertel | Foto: Connective Cities
Am 22. Januar 2026 veranstaltete Connective Cities einen Online-Peer-Learning-Workshop zum Thema KI-basierte Visualisierung für nachhaltiges und bezahlbares Wohnen. Städte aus Subsahara-Afrika, Europa und der MENA-Region arbeiteten praxisorientiert mit der KI-basierten Visualisierungsplattform CoPlan AI, entwickelten und verfeinerten gemeinsam visuelle Konzepte und erläuterten dabei ihre lokalen Planungskontexte, Einschränkungen und Prioritäten. Die Sitzung folgte einem Peer-Learning-Format und konzentrierte sich auf das Lernen und den Austausch, anstatt auf endgültige Designlösungen.
Teilnehmende Städte
Zu den teilnehmenden Städten gehörten Kisumu, Nairobi, Turkana County, Kitengela, Windhoek, Mariental, Huye, Rwamagana, Lusaka, Mazabuka, Mangaung (Bloemfontein), Hebron, Mwanza und Berlin.
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Ausgewählte Städte-Beispiele
Huye (Ruanda)
Modell für Huye | Foto: Connective Cites
Huye untersuchte die Aufwertung einer dicht besiedelten informellen Siedlung entlang einer Hauptstraße. Die Visualisierungen konzentrierten sich auf die Kombination einer höheren Bebauungsdichte mit Prinzipien auf Nachbarschaftsebene, die Einführung eines zentralen öffentlichen Platzes, die Integration von Solardächern und begrünten Fassaden sowie die Schaffung kleiner sozialer Infrastrukturen wie Spielplätze, Gemeinschaftsräume und lokale Geschäfte.
Weiteres Modell für Huye | Foto: Connective Cites
Berlin (Deutschland)
Berlin testete einen erschwinglichen Wohnkomplex aus Holz in einem neuen Entwicklungsgebiet mit Straßenbahnanbindung. Das Konzept umfasste eine mehrschichtige Blockbebauung, gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss, erschwinglichen Wohnraum für etwa 1.000 Bewohner in den oberen Stockwerken sowie die Integration von Fahrradinfrastruktur, begrünten Fassaden und Solarbeleuchtung.
Der Beitrag der Stadt wurde gemeinsam von Lars Löbner und Larissa Häschel von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen Berlin entwickelt.
Modell für Berlin | Foto: Connective Cities
Nairobi (Kenia)
Visionen für Nairobi
Nairobi konzentrierte sich auf Flachbauten entlang einer belebten Stadtstraße. Das Szenario kombinierte erschwingliche Backsteinhäuser mit Platz für lokale öffentliche und halböffentliche Verkehrsmittel, darunter Boda-Boda-Stationen. Zur Verbesserung der Qualität des öffentlichen Raums und der lokalen Erreichbarkeit wurden versetzt angeordnete Gebäude, belebte Erdgeschosse, Geschäfte und begrünte Fassaden genutzt.
Fotos: Conective Cities
Hebron (Palästina)
Hebron untersuchte eine parkzentrierte Entwicklung am Stadtrand, in Kombination mit erschwinglichem Wohnraum. Der Park diente als Hauptstrukturierungselement, ergänzt durch Wohnformen, die sich an traditionellen Modellen orientierten, sowie schattige Sitzbereiche, klimagerechte Vegetation und natürliche Wege.
Modell für den Park am Stadtrand | Foto: Connective Cities
Methodisches Beispiel: Santa Cruz de la Sierra (Bolivien)
Santa Cruz de la Sierra wurde von Ruvi Suárez (GIZ Bolivien) als methodisches Beispiel vorgestellt. Basierend auf ihrer Arbeit mit einer Studentengruppe stellte sie Backcasting-Ansätze und ein Modell zur Bewertung der Auswirkungen verschiedener Stadtentwicklungsszenarien vor. Das Beispiel veranschaulichte, wie KI-gestützte Visualisierung mit wirkungsorientierter Planung kombiniert werden kann, um den Übergang von der Vision zur Umsetzung zu unterstützen, insbesondere im Kontext von bezahlbarem Wohnraum sowie öffentlichen und sozialen Räumen.
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Aufnahme des Online-Peer-Learning-Workshop auf der Connective Cities Plattform:
Der Workshop markierte den Beginn einer Phase intensiver Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe „Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum“. Auf dieser Erfahrung aufbauend wird Connective Cities die Formate für den Austausch zwischen Fachkollegen weiter stärken und Visualisierungsmethoden enger mit umgekehrten Planungs- und umsetzungsorientierten Prozessen verknüpfen.
Konzept und Moderation: Jelena Karamatijević, GIZ – Connective Cities (Bonn) Regionale Koordination (SSA): Moses Munuve, GIZ – Connective Cities (Nairobi)
Modell für einen beschatteten Markt | Foto: Connective Cities
Connective Cities Newsletter – Ausgabe Nr. 91, Januar 2026
Internationale Community of Practice für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 91, Januar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
„Wer mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, kommt nicht vorwärts.“
Daher möchten wir Sie in dieser Ausgabe – ohne den Boden der Praxis zu verlassen – zu einer leicht visionären Reise inspirieren. Wir stellen Ihnen innovative Projektideen und zukunftsfähige Ansätze vor, die in unseren Austauschformaten gemeinsam mit kommunalen Fachleuten entwickelt wurden. Vor allem möchten wir Sie aber einladen, an den Lernprozessen teilzunehmen, die wir für dieses Jahr planen.
Unsere Insight Session „KI für Kommunen“ mit Beispielen aus Jakarta und Hamburg stieß auf große Resonanz. Auch unser einjähriger Lernprozess „2nd Hands on Public Buildings“ hat eindrucksvoll das Potenzial des Paradigmenwechsels aufgezeigt: weg vom schnellen Abriss, hin zu durchdachten Nach- und Umnutzungen.
Das letzte Jahr endete unter anderem mit unserem jährlichen Netzwerktreffen, bei dem nicht nur auf Erreichtes zurückgeblickt, sondern auch neue Themenvorschläge für 2026 eingebracht wurden.
Ein neuer einjähriger Lernprozess zum Thema „Nachhaltige Mobilität – Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen“ wurde bereits mit 20 Kommunen aus elf Ländern angestoßen und hat viele übertragbare Ansätze und Projekte sichtbar gemacht.
Weitere folgen in Kürze: Im regionalen Lernprozess Subsahara Afrika „Natur im Zentrum kommunaler Resilienz“ laden wir sie ein, naturbasierte Lösungen gegen die Folgen des Klimawandels weiterzuentwickeln. Außerdem besteht die Möglichkeit sich am regionalen Lernprozess Südosteuroa/ Kaukasus zum Thema „Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung“ zu beteiligen.
Zudem haben Sie die Möglichkeit, selber Themenvorschläge einzubringen. Werden Sie gastgebende Kommune eines Connective Cities Lernprozesses in Deutschland!
Gemeinsam kommen wir vorwärts! Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Connective Cities Netzwerktreffen 2025
Get-together am 9. und 10. Dezember 2025 setzt Kurs fürs neue Jahr
Sich updaten, aus der kommunalen Praxis berichten, Austausch pflegen, Themen einbringen und sondieren, Feedback zu Connectves Cities Lernprozessen einholen – darum geht es beim jährlichen Netzwerktreffen von Connective Cities für die aktiven deutschen Akteur*innen. Auch in diesem Jahr fanden rund 30 Teilnehmer*innen den Weg nach Bonn und tauschten sich über Geschafftes, Geplantes und auch ein wenig über Visionäres aus.
Virtuelle Ad-Hoc-Session mit Beispielen aus Jakarta und Hamburg am 2. Dezember 2025 steckt Chancen und Herausforderungen ab
Bürgerservice verbessern, Routineaufgaben beschleunigen, Personalressourcen für andere Aufgaben gewinnen – dies erhoffen sich Kommunen von künstlicher Intelligenz in der Verwaltung. Das Thema ist wichtig und das Interesse groß: Über 100 Registrierungen verzeichnete die Veranstaltung und dann knapp 60 Personen online – zugeschaltet aus Städten wie Lusaka (Sambia), Stuttgart, Mombasa (Kenia), Berlin und Iserlohn. Anhand konkreter Beispiele wurde gezeigt, wie KI einfache Aufgaben übernehmen kann und so die Verwaltung entlastet. Aber auch Datenschutz und ethische Fragen sind dabei nicht zu vernachlässigen.
Nachnutzen statt Abreißen: 2nd Hands on Public Buildings
Der Lernprozess „Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden der Moderne der 60er und 70er-Jahre“ von Connective Cities
Über ein Jahr arbeiteten ca. 30 Fachleute aus 6 Ländern im Rahmen des Lernprozesses an Lösungen, wie in die Jahre gekommene öffentliche Gebäude aus den 1960er- und 1970er-Jahren nachhaltig nach- oder umgenutzt werden können, anstatt sie abzureißen. Sie vertieften ihr Wissen, erfuhren von externen Fachleuten Details über Lösungsansätze und inspirierten sich gegenseitig mit ihren jeweiligen Erfahrungen, Ansätzen und Ideen. Die innovativen Projekte zeigen auf beeindruckende Weise das Potenzial des Paradigmenwechsels – weg vom schnellen Abriss hin zu durchdachten Nach- und Umnutzungen – auf.
Connective Cities Dialogveranstaltung und Auftakt eines neuen Lernprozesses
38 Expert*innen aus 20 Kommunen in 11 Ländern waren der Einladung von Connective Cities nach Bonn gefolgt, um ihre innovativen Projektansätze mit ihren Kolleg*innen zu diskutieren und gemeinsam an neuen Umsetzungsideen zu arbeiten. Es waren kleine Kommunen wie Lahntal mit ca. 7.200 Einwohner*innen, Landkreise und Millionenmetropolen wie Rio de Janeiro oder München vertreten. Ebenso vielfältig waren die innovativen Ansätze. Der internationale Erfahrungsaustausch gab den Teilnehmenden einen Motivationsschub in Zeiten, in denen Nachhaltigkeitsthemen zunehmend politisch unter Druck geraten. Die Herausforderungen sind überraschend ähnlich und Lösungsansätze oft übertragbar.
Werden Sie gastgebende Kommune eines Connective Cities Lernprozesses!
Als Auftakt für einen einjährigen Lernprozess lädt Connective Cities Kommunen und kommunale Unternehmen dazu ein, Themenvorschläge für eine internationale Dialogveranstaltung mit Kommunen aus dem Globalen Süden einzureichen. Mögliche Schwerpunkte sind Klima und Nachhaltigkeit, lokale Wirtschaftsentwicklung, kommunale Dienstleistungen, integrierte Stadtentwicklung und Good Urban Governance. Einreichungsfrist ist der 8.2.2026. Wir freuen uns auf innovative Themenvorschläge!
Einladung zum Lernprozess zu naturbasierten Lösungen
Zunehmende Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, Biodiversitätsverlust und Flächenversiegelung setzen urbane Infrastrukturen und Governance-Systeme zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund stellen naturbasierte Lösungen einen kosteneffizienten Ansatz mit vielfältigem Mehrwert dar, um die Klimaanpassung zu stärken und zugleich Vorteile wie Kohlenstoffbindung, Regenwassermanagement sowie Regulierung des urbanen Binnenklimas zu erzielen. Der einjährige Lernprozess bringt kommunale Praktiker*innen, Fachleute und politische Entscheidungsträger*innen in drei Präsenzworkshops sowie über eine kontinuierliche virtuelle Zusammenarbeit zusammen.
Bewerbungsfrist ist der07.2.2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung
Teilnahmeaufruf zum Lernprozess zur Planung für urbane Resilienz in Südosteuropa / Südkaukasus
Klimabedingte Extremereignisse, technische Störungen, wachsende Abhängigkeiten zwischen Infrastruktursystemen sowie neue sicherheitspolitische Herausforderungen gefährden die Funktionsfähigkeit urbaner Räume. Der Schutz kritischer Infrastrukturen – Energie, Wasser, Verkehr, Kommunikation und Gesundheit – ist damit zu einer zentralen Aufgabe moderner kommunaler Governance geworden. Im Fokus des einjährigen Lernprozesses stehen integrierte Planung, Multi-Risiko-Governance und die Entwicklung umsetzbarer Projektansätze zum Schutz und zur Stärkung kritischer Infrastrukturen.
Bewerbungsfrist ist der28.2.2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
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