Das zweite Africa Urban Forum (AUF), organisiert von der Afrikanischen Union mit der Unterstützung von UN-Habitat und UNECA, fand vom 8. bis zum 10. April 2026 im Kenyatta International Conference Centre in Nairobi, Kenia, statt. Das AUF brachte politische Entscheidungsträger*innen, den Privatsektor, Zivilgesellschaft und Entwicklungspartner aus ganz Afrika zusammen, um über das Thema „Angemessener Wohnraum für alle: Förderung des sozioökonomischen und ökologischen Wandels zur Umsetzung der Agenda 2063“ zu diskutieren.
Im Rahmen der Konferenz organisierte Connective Cities gemeinsam mit den GIZ-Partnerprojekten CoMSSA und RIA am 9. April ein Side-Event, welches internationale Experten, Finanzierungsinstitutionen und Planungsdepartments zusammenbrachte. Die Teilnehmenden gewannen Einblicke aus den Diskussionen mit Vertreter*innen der lokalen Behörden aus Embu (Kenia) und eThekwini (Südafrika) darüber, wie kooperative Regierungsführung mit technischem Fachwissen für eine klimaresiliente Infrastruktur verbunden werden kann. In diesem Zusammenhang verdeutlichte die Vorstellung der technischen Pre-Feasibility Studie von Embu zur Infrastruktur für die Abfallwirtschaft die Notwendigkeit einer umfassenden Datenerhebung vor der Projektumsetzung.
Neben den Fallstudien diskutierten die Fachleute auf dem Podium institutionelle Regelungen und politische Ansätze im Zusammenhang mit der Finanzierung nachhaltiger städtischer Infrastruktur. So betonte etwa ein Vertreter der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, dass Städte die Digitalisierung der Einnahmenerhebung nutzen müssen, um den stetig steigenden finanziellen Anforderungen gerecht zu werden und potenziellen Geldgebern zu zeigen, dass sie über die notwendigen Kapazitäten verfügen, um finanzielle Mittel effektiv einzusetzen.
Darüber hinaus betonte eine Vertreterin der Europäischen Investitionsbank, dass für eine effiziente Umsetzung von Entwicklungsprojekten die nationale und subnationale Regierungsebene kooperative Governance-Modelle eingehen müssen, bei denen diese sich gegenseitig bei der Beschaffung von Mitteln von potenziellen Geldgebern unterstützen. Die Programmmanagerin sprach sich so gegen institutionell-fragmentierte Ansätze bei der Infrastrukturentwicklung aus, um Verschwendung sowie Doppelarbeit und Ressourcenverschwendung vorzubeugen.
Im Ergebnis lieferte die von der GIZ organisierte AUF-Nebenveranstaltung durch die Zusammenführung von Finanzinstituten und Führungskräften lokaler Verwaltungen wertvolle Einblicke in die Frage, wie nachhaltige Stadtentwicklung ganzheitlich als Grundlage für den erfolgreichen Aufbau klimaresilienter Infrastruktur in afrikanischen Städten und darüber hinaus gedacht werden kann.





































