Große Sportereignisse begeistern Milliarden – und stehen zugleich im Zentrum der globalen Nachhaltigkeitsdebatte. Wie können Kommunen Sportgroßveranstaltungen so gestalten, dass sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Mehrwerte schaffen? Welche Lösungen funktionieren bereits in der Praxis – und was lässt sich voneinander lernen?
In Berlin befasst man sich intensiv mit diesen Fragen und nun laden der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Senatsverwaltung für Inneres und Sport zusammen mit Connective Cities 5 weitere deutsche und 6 internationale Kommunen ein, sich in einer Dialogveranstaltung zu Nachhaltigkeitsstrategien für Sportgroßveranstaltungen – von der politischen Verankerung bis zur praktischen Umsetzung und begleitenden Bildungsarbeit – auszutauschen.
An wen richtet sich der Teilnahmeaufruf?
Wir freuen uns auf die Teilnahme von jeweils 2 Fachleuten aus Ihrer Kommune, insbesondere aus den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Sport, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) oder Ordnungsämtern.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Reisekosten werden von Connective Cities übernommen.
Wie kann man teilnehmen?
Wenn Sie an der Dialogveranstaltung teilnehmen möchten, senden Sie uns bitte folgende Infos per E-Mail:
Angabe Ihrer Kommune oder Organisation (auch Hochschulen oder NROs) und Ihrer Funktion,
eine kurze Beschreibung eines Projekts Ihrer Kommune, das Sie den anderen Teilnehmenden als gute Praktik vorstellen möchten. Gerne können Sie auch eine lokale Herausforderung ergänzen, vor der Sie zurzeit stehen und zu der Sie sich mit den anderen kommunalen Fachleuten austauschen möchten.
Frist und Kontakt:
Eine Bewerbung ist leider nicht mehr möglich.
Bei Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung:
Internationale Plattform für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 95, Juni 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
Wasser ist nicht nur eine Quelle von Entwicklung, sondern wird auch zunehmend zur strategischen Ressource. Sinkende Grundwasserspiegel, häufigere und länger anhaltende Hitzeperioden und Dürren sowie Starkregenereignisse stellen Kommunen vor große Herausforderungen. Dabei können vergleichsweise moderate Investitionen in naturbasierte und technologische Lösungen helfen, den lokalen Wasserhaushalt auszugleichen, Menschenleben zu schonen und weit teurere potenzielle Schäden an der urbanen Infrastruktur zu verhindern.
16 Fachleute aus sechs Ländern haben sich daher in unserem zweijährigen Deep Dive zu Wasserresilienz auf den Weg gemacht, lokal angepasste innovative Lösungen für ihre jeweiligen Herausforderungen zu entwickeln und umzusetzen. Wir ziehen eine erste Zwischenbilanz nach einem dreitägigen Präsenztreffen in Wuppertal.
Können KI-Visualisierungen helfen, Wohnraumprojekte transparent für alle Beteiligten zu gestalten oder bergen sie eher die Gefahr, komplexe Planungsrealitäten zu stark zu vereinfachen? In diesem Spannungsfeld ergab sich eine aufschlussreiche Diskussion während einer von Connective Cities und dem Deutschen Städtetag organisierten Fachkonferenz während des World Urban Forum 13 in Baku, Aserbaidschan, dokumentiert in unserem Rückblick.
Die kenianische Stadt Kisumu zeigt konkret, wie sich öffentlicher Raum lebenswerter gestalten lässt: fußgängerfreundlich, natur-basiert und durch die Förderung von E-Mobilität auch klimaschützend – ein inspirierendes Praxisbeispiel, dass auch in Kisumu als Pilotprojekt für weitere Stadtraumverbesserung gilt.
Und natürlich möchten wir sie auch zu unseren kommenden Veranstaltungen einladen: Auf dem UCLG World Congress 2026 am 25. Juni in Tanger, Marokko, diskutieren wir anhand konkreter Beispiele, wie es Kommunen gelingt, Strategien und Entwicklungspläne in konkrete öffentliche Dienstleistungen zu übersetzen.
Nachhaltigkeitsstrategien stehen auch im Fokus unserer nächsten Dialogveranstaltung vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Berlin – hier im Kontext der Umsetzung von Sportgroßveranstaltungen. Herzlich eingeladen sind kommunale Fachleute, insbesondere aus den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Sport und Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE).
Wir wünschen inspirierende Lektüre und freuen uns auf Ihre Teilnahme! Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Connective Cities beim World Urban Forum 13 in Baku
KI-gestützte Visualisierung für bezahlbaren Wohnraum und informelle Siedlungsentwicklung
Auf dem 13. World Urban Forum (WUF) in Baku veranstaltete der Deutsche Städtetag gemeinsam mit Connective Cities eine interaktive Akademie-Session zu der Frage, wie KI-gestützte Visualisierungstool Stadtplanner*innen helfen können, Herausforderungen im Wohnungswesen, die Aufwertung informeller Siedlungen und die Quartiersentwicklung konkreter und zugänglicher zu diskutieren. Die KI-Visualisierungen erwiesen sich zum einen als sehr nützlich, um unter anderem im Dialog mit der Bevölkerung Entscheidungsfindungen transparent zu gestalten. Sie bergen aber auch zugleich die Gefahr, komplexe Planungsrealitäten zu vereinfachen oder Lösungen zu suggerieren, bevor zentrale Fragen geklärt sind. In diesem Spannungsfeld ergab sich eine aufschlussreiche Diskussion, die auch über die WUF13 hinaus weiter fortgeführt werden könnte.
Die fußgängerfreundliche Umgestaltung eines Geschäftsviertels
Kisumu lebenswerter gestalten: Im Stadtzentrum bilden die drei Hauptstraßen – Oginga Odinga, Ang’awa Avenue und Jomo Kenyatta Avenue – ein Dreieck um einen Sport- und Parkbereich. Diese Straßen werden täglich von über 2.200 Fußgängern genutzt. Die Neugestaltung des sogenannten „Walkable Triangle“ zu einem fußgängerfreundlicheren Raum hat ihn sicherer, angenehmer und zugänglicher gemacht, während der bestehende Baumbestand erhalten und integriert wurde. Darüber hinaus fördert die Stadt die E-Mobilität im öffentlichen Nahverkehr durch die Einführung eines Batteriewechselsystems für Motorradtaxis, sogenannte „Boda-Bodas“, und dreirädrige Taxis, sogenannte „Tuk-Tuks“.
Wasserresilienz – Kommunen wappnen sich gegen Trockenheit und Starkregen
Einblicke und Zwischenfazit der Connective Cities Deep Dive Veranstaltung
Die eigenen Herausforderungen zur Wasserresilienz hinterfragen, von den Erfahrungen auf anderen Kontinenten lernen und Mut zur Umsetzung innovativer Ideen entwickeln – all das waren die Zutaten des ersten persönlichen Treffens im Rahmen des Deep Dive von Connective Cities, vom 5. bis 7. Mai 2026 in Wuppertal. Insgesamt 16 Fachleute aus den deutschen Kommunen Dresden, Wunstorf und Wuppertal sowie aus Akkaraipattu (Sri Lanka), Homa Bay (Kenia), Hyderabad (Indien), Natitingou (Benin) und Niš (Serbien) arbeiten seit Anfang 2026 über etwa zwei Jahre gemeinsam daran, innovative Ansätze und deren Umsetzungsmöglichkeiten zu analysieren. Auf dieser Basis entwickeln und implementieren sie lokal angepasste Lösungen für ihre jeweiligen Herausforderungen. Das Treffen in Wuppertal ist ein erster Zwischenschritt.
Von der Herausforderung zur Praxis – Wie Kommunen lokale Pläne in öffentliche Dienstleistungen umsetzen
Local4Action Track – Lab im Rahmen des UCLG World Congress 2026 in Tanger, Marokko,am 25. Juni 2026 von 12:00 bis 13:30 Uhr Ortszeit (UTC+1)
Wie gelingt es Kommunen, Strategien und Entwicklungspläne in konkrete öffentliche Dienstleistungen zu übersetzen? Dieser Frage widmet sich das Connective Cities Lab im Rahmen des UCLG World Congress 2026, das gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag organisiert wird. Kommunen weltweit stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Umsetzung lokaler Entwicklungspläne. Im Lab teilen internationale Kommunen konkrete Erfahrungen aus der Praxis: Welche Hürden mussten überwunden werden? Welche Lösungsansätze haben sich bewährt? Und was lässt sich auf andere Kontexte übertragen?
Teilnahmeaufruf – Global Green Sports: Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien für Sportgroßveranstaltungen
Einladung für kommunale Fachleute zur Dialogveranstaltung vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Berlin
Wie lassen sich Nachhaltigkeitsstrategien für große Sportveranstaltungen politisch verankern? Wie werden diese Strategien in Stadtverwaltungen und im Veranstaltungsmanagement umgesetzt? Wie kann die Öffentlichkeit eingebunden und über nachhaltige Entwicklung während großer Sportveranstaltungen infomiert werden? Die von Connective Cities gemeinsam mit der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Senatsverwaltung für Inneres und Sport (SIUS) Berlin organisierte Veranstaltung lädt Städte aus aller Welt ein, Erfahrungen auszutauschen, gute Praktiken vorzustellen und gemeinsam innovative Lösungen für nachhaltige Sportveranstaltungen zu entwickeln.
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Beim 13. World Urban Forum in Baku veranstalteten der Deutsche Städtetag und Connective Cities eine interaktive Academy Session zum Thema „AI-supported Visualisation for Affordable Housing and Informal Settlement Upgrading“. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie KI-gestützte Visualisierungen Kommunen dabei unterstützen können, Herausforderungen im Bereich bezahlbarer Wohnraum, Quartiersentwicklung und informelle Siedlungsentwicklung konkreter und anschaulicher zu diskutieren.
Die Session knüpfte an die Arbeit der Connective Cities Working Group on Sustainable and Affordable Housing an. Sie war bewusst nicht als reine Technologiedemonstration angelegt, sondern als praxisorientiertes Lernformat mit kommunalen Fallbeispielen. Ziel war es, gemeinsam zu erproben, wie Visualisierungen komplexe Planungsfragen verständlicher machen und neue Gesprächsräume zwischen Kommunen, Fachabteilungen, Entscheidungsträgern und lokalen Akteuren eröffnen können.
Ausgangspunkt waren reale Bilder aus kommunalen Kontexten. Mit Unterstützung von CoPlan AI wurden daraus mögliche Entwicklungsszenarien visualisiert. Die KI-generierten Bilder waren ausdrücklich keine finalen Planungen, sondern dienten als Diskussionsgrundlage. Die Teilnehmenden konnten dadurch sehr konkret über Wohnqualität, Dichte, öffentlichen Raum, Begrünung, Klimaanpassung, Mobilität, soziale Infrastruktur und mögliche Umsetzungsschritte sprechen.
Ein zentraler Mehrwert des Formats lag in der gemeinsamen Arbeit an den Bildern. Die Visualisierungen machten abstrakte Planungsfragen sichtbar und ermöglichten eine kreative, aber zugleich kritische Diskussion: Welche Zukunftsbilder entstehen? Welche Annahmen stehen dahinter? Welche Chancen und Risiken werden sichtbar? Welche sozialen, räumlichen, ökologischen, institutionellen und finanziellen Voraussetzungen müssten geprüft werden, damit aus einem Bild ein realistischer Planungsschritt werden kann?
Die Session wurde von Prof. Hilmar von Lojewski, Deutscher Städtetag, moderiert. Jelena Karamatijevic, Connective Cities / GIZ, führte in den fachlichen Rahmen ein und stellte den Bezug zur kommunalen Praxis sowie zum Peer-Learning-Ansatz von Connective Cities her. CoPlan AI, vertreten durch Damiano Cerrone und Sampo Ruoppila, begleitete den partizipativen KI-basierten Visualisierungsprozess.
Kommunale Fallbeiträge und Reflexionen kamen unter anderem aus Nairobi, Huye, Mariental, Hebron, Berlin sowie vom Urban Development Fund in Ägypten. Beteiligt waren Godfrey Ngugi, Richard Ndicunguye, Sunday Haimbodi, Husam Shweiki, Lars Loebner und Dr. Marwa Ahmed. Sie brachten ihre jeweiligen lokalen Perspektiven ein und diskutierten, welche planerischen, sozialen, institutionellen und finanziellen Rahmenbedingungen hinter den Visualisierungen geprüft werden müssten.
Aus Berlin brachte Lars Loebner von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen eine wichtige Perspektive ein: Bilder können öffentliche Debatten über Wohnungsbau und Quartiersentwicklung stark prägen. Verantwortungsvolle Visualisierung kann daher helfen, nicht nur abstrakte Pläne zu vermitteln, sondern positive und realistische Zukunftsbilder für lebendige, sozial gemischte und grüne Quartiere sichtbar zu machen.
Ein methodischer Impuls kam zudem von Ruvi Y. Suárez Subirana, GIZ / ProUrbano, Santa Cruz, Bolivien. Unter dem Titel „From AI Visualisation to Scenario Assessment“ zeigte sie, wie KI-gestützte Visualisierung mit Szenariodenken und Wirkungsreflexion verbunden werden kann. Ihre Botschaft ergänzte die Diskussion: KI-Bilder sind keine Pläne. Ihr Wert entsteht vor allem dann, wenn sie genutzt werden, um Auswirkungen, Zielkonflikte und mögliche Umsetzungspfade gemeinsam zu reflektieren.
Die Diskussion zeigte, dass KI-gestützte Visualisierung ein hilfreiches Instrument sein kann, um Planungsoptionen anschaulicher darzustellen und gemeinsames Lernen zu unterstützen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass solche Bilder verantwortungsvoll eingesetzt werden müssen. Sie können Erwartungen wecken und dürfen daher Planung, Beteiligung, Machbarkeitsprüfungen, Kostenabschätzungen und politische Entscheidungen nicht ersetzen.
Aus Sicht von Connective Cities bietet die Academy Session einen wichtigen Ausgangspunkt für eine vertiefte Beschäftigung mit bezahlbarem Wohnen, informeller Siedlungsentwicklung und umsetzungsorientierten kommunalen Projektansätzen. Der Mehrwert liegt nicht in der Technologie selbst, sondern darin, kommunale Lernprozesse zu stärken und den Schritt von Visualisierung und Kartierung hin zu realistischen, inklusiven und finanzierbaren Umsetzungspfaden vorzubereiten.
Bilddokumentation: Ist-Zustand / nach der KI-gestützten Visualisierung
Die folgenden Visualisierungen wurden im Rahmen der WUF13 Academy Session als Diskussionsgrundlage entwickelt. Ausgangspunkt waren reale kommunale Bilder; die KI-generierten Szenarien dienten dazu, Fragen zu bezahlbarem Wohnen, informellem Siedlungs-Upgrading, öffentlichem Raum, Klimaresilienz und Umsetzungsschritten besser diskutierbar zu machen. Die Bilder sind keine finalen Planungen. Quelle: Connective Cities, generiert mit CoPlan AI.
Ruanda, Huye — suburbanes Gebiet für bezahlbaren Wohnraum
Vom erschlossenen Grundstück zu einem lebenswerten Quartier für bezahlbaren Wohnraum mit öffentlichem Raum, Schatten und gemeinschaftlichen Einrichtungen.
Ausgangsszenario (links) und KI-generiertes Diskussionsszenario (rechts)
Kenia, Nairobi County — Mji wa Huruma
Von einer informellen Siedlung zu einem sichereren öffentlichen Raum und klimasensible Wohnentwicklung
Ausgangsszenario (links) und KI-generiertes Diskussionsszenario (rechts)
Kisumu, eine Hafenstadt am Ufer des Viktoriasees und eine der größten Städte Kenias, gewinnt zunehmend an Bedeutung für den Waren- und Handelsverkehr zwischen Kenia und seinen Nachbarländern Tansania und Uganda. Mit einem jährlichen Bevölkerungswachstum von knapp 4 Prozent hat sich die Einwohner*innenzahl von etwa 205.000 in 2001 auf mindestens 422.000 in 2025 in 15 Jahren mehr als verdoppelt. Dies führte zu einer Reihe großer Infrastrukturprojekte, die allerdings primär auf den motorisierten Verkehr fokussiert waren, obwohl 53 Prozent der täglichen Wege der Einwohner*innen zu Fuß zurückgelegt werden.
Ein Projekt im Rahmen des „Kisumu Sustainable Mobility Plan“ ist das „Walkable Triangle“: die fußgängerfreundliche Umgestaltung der drei Hauptstraßen Oginga Odinga, Ang’awa Ave und Jomo Kenyatta Ave. in einem Geschäftsviertel im Zentrum der Stadt. Diese umschließen in Form eines Dreiecks eine Sport- und Parkanlage und werden täglich von über 2.200 Fußgänger*innen genutzt. Ziel ist es, den nicht-motorisierten Transport auf den insgesamt 1,5 Kilometern zu fördern, sicherer, angenehmer und barrierefrei zu gestalten sowie den bereits bestehenden Baumbestand zu erhalten und zu integrieren.
Zudem fördert die Stadt E-Mobilität beim öffentlichen Transport durch ein Batterietauschsystem für Motorradtaxis, sogenannten „Boda-Bodas“, und Dreiradtaxis, sogenannten „Tuk-Tuks“.
Die Dokumentation beschreibt die Herangehensweise wie auch die erzielten Wirkungen dieser Guten Praktik.
Das zweite Africa Urban Forum (AUF), organisiert von der Afrikanischen Union mit der Unterstützung von UN-Habitat und UNECA, fand vom 8. bis zum 10. April 2026 im Kenyatta International Conference Centre in Nairobi, Kenia, statt. Das AUF brachte politische Entscheidungsträger*innen, den Privatsektor, Zivilgesellschaft und Entwicklungspartner aus ganz Afrika zusammen, um über das Thema „Angemessener Wohnraum für alle: Förderung des sozioökonomischen und ökologischen Wandels zur Umsetzung der Agenda 2063“ zu diskutieren.
Im Rahmen der Konferenz organisierte Connective Cities gemeinsam mit den GIZ-Partnerprojekten Covenant of Mayors Sub Sahara Africa (CoMSSA) und Resilience Initiatve Africa (RIA) am 9. April ein Side-Event, welches internationale Experten, Finanzierungsinstitutionen und Planungsdepartments zusammenbrachte. Die Teilnehmenden gewannen Einblicke aus den Diskussionen mit Vertreter*innen der lokalen Behörden aus Embu (Kenia) und eThekwini (Südafrika) darüber, wie kooperative Regierungsführung mit technischem Fachwissen für eine klimaresiliente Infrastruktur verbunden werden kann. In diesem Zusammenhang verdeutlichte die Vorstellung der technischen Pre-Feasibility Studie von Embu zur Infrastruktur für die Abfallwirtschaft die Notwendigkeit einer umfassenden Datenerhebung vor der Projektumsetzung.
Neben den Fallstudien diskutierten die Fachleute auf dem Podium institutionelle Regelungen und politische Ansätze im Zusammenhang mit der Finanzierung nachhaltiger städtischer Infrastruktur. So betonte etwa ein Vertreter der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, dass Städte die Digitalisierung der Einnahmenerhebung nutzen müssen, um den stetig steigenden finanziellen Anforderungen gerecht zu werden und potenziellen Geldgebern zu zeigen, dass sie über die notwendigen Kapazitäten verfügen, um finanzielle Mittel effektiv einzusetzen.
Darüber hinaus betonte eine Vertreterin der Europäischen Investitionsbank, dass für eine effiziente Umsetzung von Entwicklungsprojekten die nationale und subnationale Regierungsebene kooperative Governance-Modelle eingehen müssen, bei denen diese sich gegenseitig bei der Beschaffung von Mitteln von potenziellen Geldgebern unterstützen. Die Programmmanagerin sprach sich so gegen institutionell-fragmentierte Ansätze bei der Infrastrukturentwicklung aus, um Verschwendung sowie Doppelarbeit und Ressourcenverschwendung vorzubeugen.
Im Ergebnis lieferte die von der GIZ organisierte AUF-Nebenveranstaltung durch die Zusammenführung von Finanzinstituten und Führungskräften lokaler Verwaltungen wertvolle Einblicke in die Frage, wie nachhaltige Stadtentwicklung ganzheitlich als Grundlage für den erfolgreichen Aufbau klimaresilienter Infrastruktur in afrikanischen Städten und darüber hinaus gedacht werden kann.
Kommunen in Deutschland und in Nordafrika und im Nahen Osten stehen vor ähnlichen Herausforderungen angesichts des Klimawandels. Sie sind gefordert allgemeine Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und zum Klimaschutz in konkrete lokale Maßnahmen umsetzen. Eine Möglichkeit ist die Entwicklung von grünen Korridoren – z.B. als begrünten Gehwegen in Stadtzentren oder als grüne Korridore im Umland und neuen Quartieren. Diese ermöglichen verbesserte Frischluftzufuhr, Aufenthaltsqualität und ein effizienteres Wassermanagement. Die grünen Korridore können zudem für Naherholung und den Hitzeschutz in Kommunen genutzt werden.
Vor diesem Hintergrund bietet Connective Cities Fachleute aus Kommunalverwaltungen in Deutschland, Nordafrika und dem Nahen Osten die Möglichkeit im Rahmen eines einjährigen Lernprozesses konkrete Lösungsmaßnahmen für den eigenen Kontext zu entwickeln und sich gegenseitig auszutauschen.
Der strukturierte Lernprozess wird sich mit drei Schwerpunkten beschäftigen:
Grüne Korridore als Frischluftschneisen zwischen Stadt und Umland
Grüne Wege in Städten und alten Stadtzentren
Grüne Neubau- und Bestands-Quartiere
Die Methodik
Der Lernprozess verfolgt einen modularen Ansatz mit folgenden Zielen:
Unterstützung der teilnehmenden Kommunen bei der Ausarbeitung von Lösungsmaßnahmen durch Peer-Learning und maßgeschneiderte technische Beratung, um Lösungen zu grünen Korridoren voranzubringen.
Kompetenzentwicklung der Teilnehmer, um organisatorische Veränderungen, Verbesserung von Verfahren und Methoden besser in der eigenen Kommune umsetzten zu können.
Unterstützung der teilnehmenden Kommunen bei der methodischen Vorgehensweise und der Entwicklung von finanzierbaren Lösungsmaßnahmen.
Im Rahmen des Lernprozesses werden bewährte Verfahren für grüne Korridore und klimafreundliche Stadtplanung vorgestellt. Die teilnehmenden Kommunen werden sich im Peer-Learning-Prozess mit anderen austauschen, um konkrete Lösungen für ihre individuellen Kontexte zu entwickeln. Diese Lösungen können organisatorische Veränderungen zur Verbesserung von Verfahren, Methoden und Datenverfügbarkeit bewirken als auch konkrete Umsetzung von Pilotmaßnahmen.
Unter Anwendung eines ko-kreativen Ansatzes werden die Teilnehmer in einen strukturierten kreativen Problemlösungsprozess eingebunden. Dazu gehören
die Beobachtung und das Verständnis der laufenden kommunalen Praktiken, um Herausforderungen und Lücken zu identifizieren;
die Ideenfindung und Ausarbeitung von konkreten Lösungsansätzen und
die Erprobung der Lösungen mit einer Gruppe von Interessierten, darunter Bürger und Experten, um Feedback zu erhalten.
Dauer
Der Lernprozess erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr und beginnt mit einem Auftakt-Workshop im April 2026 in Ägypten. Insgesamt werden zwei deutsche und ca. 10 Kommunen aus der MENA-Region an dem Lernprozess teilnehmen.
Teilnahme und Kontakt
Gesucht werden Fachleute aus Kommunalverwaltungen in Deutschland, Nordafrika und dem Nahen Osten (Landkreisämtern, Stadtverwaltungen, kommunalen Unternehmen etc.), die ein Projekt oder eine Idee für einen Lösungsansatz für grüne Korridore in den Lernprozess einbringen können. Idealweise bewerben sich zwei Fachleute aus einer Kommune und den Veränderungsprozess nachhaltig in der Verwaltung verankern zu können. Die Teilnahmekosten (Unterbringung und Verpflegung) werden übernommen. Die Konferenzsprache ist Englisch und Französisch.
Internationale Community of Practice für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 92, Februar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
„Wasserstoff und Sauerstoff werden auf absehbare Zeiten hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“, so prophezeite es bereits 1875 Jules Verne in seinem Roman „Die geheimnisvolle Insel“ und nahm damit die Bedeutung der Wasserstoff-Elektrolyse und Brennstoffzellentechnologie vorweg.
Mit Technik lassen sich neue Welten erschließen. In dieser Ausgabe zeigen wir, wie KI-Visualisierungen die Neugestaltung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum unterstützen können. Außerdem zeigen wir, wie das ländlich gelegene Borgholzhausen ein neuartiges und einzigartiges Linien-E-Carsharing für die letzte Meile vom oder zum Bahnhof entwickelt hat.
Wasserstoff ist auch Thema zweier geplanter Insight Sessions, zu denen wir Sie herzlich einladen. Wir stellen das Heilbronner Wasserstoffmodell und die Hamburger Wasserstoffstrategie vor.
In der letzten Märzwoche widmen wir uns in zwei weiteren virtuellen Veranstaltungen der Frage, wie sich Fachkräfteeinwanderung auf kommunaler Ebene gestalten lässt. Und wie lassen sich im Rahmen der urbanen Mobilitätsplanung Mobilitätsdaten effektiv managen?
Darüber hinaus sind bei zwei unserer neuen, einjährigen regionalen Lernprozesse noch Plätze frei: „Naturbasierte Lösungen zur Stärkung kommunaler Resilienz” und „Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung”. Wir laden insbesondere deutsche Kommunen ein, sich zu bewerben, und haben die Bewerbungsfristen dafür noch etwas verlängert.
Gerne erschließen wir gemeinsam mit Ihnen neue Welten einer nachhaltigen und sozialen Stadtentwicklung
Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
KI-basierte Visualisierung für nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum
Am 22. Januar 2026 brachte Connective Cities Kommunen aus Subsahara-Afrika, Europa und der MENA-Region zusammen. Mithilfe KI-basierter Visualisierungen entwickelten Praktiker*innen aus Städten wie Nairobi, Huye, Hebron, Berlin und Windhoek gemeinsam Zukunftsszenarien für inklusiven Wohnraum, öffentliche Räume und klimaresistente Stadtviertel. Diese basierten auf lokalen Kontexten und waren von den Prinzipien des New European Bauhaus inspiriert. Der Workshop markierte den Beginn einer neuen Phase der Connective Cities-Arbeitsgruppe für nachhaltiges und bezahlbares Wohnen.
Innovatives Mobilitätskonzept für den ländlichen Raum in Borgholzhausen und Halle-Künsebeck, das sich trägt.
Das ländlich gelegene Borgholzhausen hat ein neuartiges Linien-E-Carsharing für die letzte Meile vom oder zum Bahnhof entwickelt. Wer über ein gültiges ÖPNV-Ticket verfügt, kann ein Elektrofahrzeug kostenfrei auf festgelegten Linien zwischen bestimmten Haltepunkten für maximal eine halbe Stunde hinzubuchen. Die Nachbargemeinde Halle-Künsebeck beteiligt sich an diesem innovativen in Deutschland einzigartigen Mobilitätskonzept.
Insight Session zum Aufbau eines regionalen Ökosystems am 26. Februar 2026 von 11:00 – 12:30 Uhr MEZ
Im Fokus steht, wie sich die Region Heilbronn-Franken durch den Aufbau eines koordinierten regionalen Ökosystems strategisch im Bereich grüner Wasserstoff positioniert.
Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands trägt die Initiative zur Klimaneutralität bei – durch den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, den Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz. Nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in den Aufbau regionaler Wasserstoffstrukturen zu erhalten.
Insight Session über den Internationalen Hub für die Wasserstoffwirtschaft am 18. März 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ)
In einer weiteren Insight-Session zum Thema Wasserstoff wird die Metropolregion Hamburg vorgestellt, welche sich als international führender Standort der Wasserstoffwirtschaft positioniert. Als bedeutender Hafen- und Logistikstandort übernimmt Hamburg eine strategische Rolle bei der Verknüpfung globaler Wasserstoff-Lieferketten mit der nationalen Nachfrage. Die Strategie verfolgt einen integrierten Ansatz zur Skalierung von Produktion, Import, Infrastruktur und industriellen Anwendungen. Ziel ist es, Hamburg als Tor für Wasserstoff nach Deutschland und Europa sowie als Zentrum für industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum zu etablieren. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!
Kommunale Wirtschaftsförderung durch Fachkräfteeinwanderung und migrantisches Unternehmertum
Insight Session über Praxisansätze aus Kommunen
am 25. März 2026 von 10:00 -12:30 Uhr MEZ (tbc)
Wie können Kommunalverwaltungen eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in ihren Kommunen übernehmen?
Diese interaktive Online-Veranstaltung bringt deutsche und internationale kommunale Fachleute zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, aus praktischen Beispielen zu lernen und innovative Ansätze für die Steuerung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte auf lokaler Ebene zu diskutieren. Weitere Informationen zu den vorgestellten Guten Praktiken folgen in Kürze. Merken Sie sich den Termin vor!
Einladung zum Lernprozess zu naturbasierten Lösungen
Zunehmende Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, Biodiversitätsverlust und Flächenversiegelung setzen urbane Infrastrukturen und Governance-Systeme zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund stellen naturbasierte Lösungen einen kosteneffizienten Ansatz mit vielfältigem Mehrwert dar, um die Klimaanpassung zu stärken und zugleich Vorteile wie Kohlenstoffbindung, Regenwassermanagement sowie Regulierung des urbanen Binnenklimas zu erzielen. Der einjährige Lernprozess bringt kommunale Praktiker*innen, Fachleute und politische Entscheidungsträger*innen in drei Präsenzworkshops sowie über eine kontinuierliche virtuelle Zusammenarbeit zusammen.
Verlängerung der Bewerbungsfrist: 08. März 2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
Folgeaktivität im Rahmen des Lernprozesses „Nachhaltige Mobilität. Zusammenspiel zukünftiger Mobilitätsformen“
Die 2,5-stündige Online-Veranstaltung „Mobility Data Management“ ist sowohl an den Teilnehmendenkreis des Lernprozesses adressiert, als auch an alle interessierte Kommunalexpert*innen aus Deutschland und dem Globalen Süden, die sich in ihrer Kommune mit Datenmanagement für eine nachhaltige Mobilitätsplanung befassen. Die Veranstaltung ist für die letzte Märzwoche angesetzt. Das Veranstaltungsprogramm folgt in Kürze. Interessierte können sich gerne an die Projektkoordinatorin Marcella Sobisch wenden: marcella.sobisch@engagement-global.de.
Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung
Teilnahmeaufruf zum Lernprozess zur Planung für urbane Resilienz in Südosteuropa / Südkaukasus
Klimabedingte Extremereignisse, technische Störungen, wachsende Abhängigkeiten zwischen Infrastruktursystemen sowie neue sicherheitspolitische Herausforderungen gefährden die Funktionsfähigkeit urbaner Räume. Der Schutz kritischer Infrastrukturen – Energie, Wasser, Verkehr, Kommunikation und Gesundheit – ist damit zu einer zentralen Aufgabe moderner kommunaler Governance geworden. Im Fokus des einjährigen Lernprozesses stehen integrierte Planung, Multi-Risiko-Governance und die Entwicklung umsetzbarer Projektansätze zum Schutz und zur Stärkung kritischer Infrastrukturen.
Verlängerung der Bewerbungsfrist: 15. März 2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Arbeitsgruppe: Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum – Connective Cities
Bezahlbarer und nachhaltiger Wohnraum bleibt eine der drängendsten Herausforderungen für Städte weltweit. In der nächsten Phase der Arbeitsgruppe „Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum” von Connective Cities stellt dieser Online-Workshop Visualisierungsmethoden als praktisches Instrument zur Unterstützung der Planung, Kommunikation und des gegenseitigen Lernens zwischen Städten vor.
Aufbauend auf früheren Austauschrunden der Arbeitsgruppe integriert die Sitzung die Prinzipien des New European Bauhaus und untersucht, wie KI-basierte Visualisierung Städten dabei helfen kann, strategische Wohnungsbauziele in konkrete Raumkonzepte umzusetzen.
Foto: Connective CitiesMit Hilfe von KI neugestalteter Platz in Bukarest
Der Workshop kombiniert praktische Visualisierung mit einem Kurzformat für den kollegialen Erfahrungsaustausch unter den teilnehmenden Städten, in dem diese über konkrete Fälle im Zusammenhang mit Gebäudesanierung, öffentlichen Räumen, Nachverdichtung und Nachbarschaftsaufwertung nachdenken.
Ziele:
Einführung von KI-gestützten Visualisierungsansätzen für bezahlbaren und nachhaltigen Wohnraum
Anwendung der NEB-Prinzipien (Nachhaltigkeit, Inklusion, Ästhetik) auf reale Fälle in Städten
Stärkung der Peer-Beratung und des kollektiven Lernens unter den Alumni von Connective Cities
Überbrückung der Kluft zwischen visuellen Konzepten und Umsetzungsplanung
Format:
Kurze Expertenbeiträge
Live-Visualisierungssitzung auf KI-Basis anhand ausgewählter städtischer Fälle
Von Städten geleitete Peer-Beratung mit Feedback von Kollegen, Experten und dem Connective-Cities-Team
Alternative Visualisierungsmodelle
Praktische Informationen:
Datum: 22. Januar 2026
Uhrzeit: 10:00–13:00 Uhr MEZ
Ort: Online (Connective-Cities-Plattform)
Sprache: Englisch
Teilnahme: kostenlos, hier anmelden
Der Workshop ist öffentlich. Die aktive Teilnahme an der KI-basierten Visualisierung (einschließlich des Hochladens eigener Fotos) ist jedoch Mitgliedern der „Connective Cities Sustainable & Low-Cost Housing Alumni Group” vorbehalten.
INTERNATIONALE STÄDTE-PLATTFORM FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 89, November 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“, stellte einst Albert Einstein fest. Getreu diesem Prinzip fördern wir den Austausch zu innovativen Lösungsansätzen.
In dieser Ausgabe berichten wir über den erfolgreichen Abschluss unseres Lernprozesses zur Nutzung erneuerbarer Energien in Kommunen der Region Südosteuropa und des Kaukasus. Zudem freuen wir uns über die erneute Zusammenkunft unserer Arbeitsgruppe Hydrogen Cities, die die Potenziale der grünen Transformation für die lokale Wirtschaftsentwicklung – sowohl in deutschen Kommunen als auch in Städten Subsahara-Afrikas – weiter erschließen wird.
Darüber hinaus laden wir Sie herzlich zu unserem virtuellen Fachaustausch am 2. Dezember zum Thema „Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der kommunalen Verwaltung“ ein.
Wir wünschen Ihnen eine anregende und inspirierende Lektüre.
Herzlichst Ihr Connective Cities Team
EINBLICK
Städte für eine erneuerbare Zukunft stärken
Dokumentation des Connective Cities Lernprozesses in Südosteuropa
Beim Abschluss des Connective Cities Lernprozesses in Südosteuropa trafen sich Kommunen, Geber und Fachleute in Podgorica, um konkrete Projektvorschläge und Umsetzungskonzepte für erneuerbare Energien zu finalisieren. Nach fast zwei Jahren Zusammenarbeit ebnete der Workshop den Weg für stärkere Partnerschaften und finanzierbare, umsetzbare Energieprojekte in der Region.
Das Potenzial der grünen Transformation für die lokale Wirtschaftsentwicklung erschließen
Weiterer Workshop vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia
Städte in Afrika und Europa verstärken ihre Rolle als Vorreiter der globalen grünen Transformation und treiben Innovation, Investitionen und Klimaresilienz von Grund auf voran. Nach dem erfolgreichen Start der Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ Anfang dieses Jahres in Naivasha, Kenia, wird Connective Cities vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia, den zweiten Peer-Learning-Workshop veranstalten.
Künstliche Intelligenz in der kommunalen Verwaltung: Chancen und Herausforderungen im internationalen Vergleich
Virtueller Fachaustausch am 02. Dezember 2025 von 10:00 bis 12:30 Uhr
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung für die kommunale Verwaltung. Von effizienteren Verwaltungsabläufen bis hin zu datengestützten Entscheidungen in Stadtentwicklung, Ressourcennutzung oder Bürgerbeteiligung eröffnet KI neue Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig stellen sich Fragen zu ethischen Standards, Transparenz und sozialer Inklusion. Diskutieren Sie mit in unserem internationalen Erfahrungsaustausch anhand konkreter Praxisbeispiele!
Connective Cities ist ein gemeinsames Projekt von:
Deutscher Städtetag: Gereonstraße 18 – 32, 50670 Köln | Deutschland Kontakt: Sabine Drees Email: sabine.drees@staedtetag.de
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
INTERNATIONALE STÄDTE-PLATTFORM FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 88, Oktober 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen.“ ist ein Statement von Walter Gropius, Gründer der deutschen Kunst-, Design- und Architekturschule „Bauhaus“.
Das muss jedoch nicht so bleiben. Diese Ausgabe steht ganz im Zeichen der nachhaltigen Stadtentwicklung. Wir berichten, wie wir syrische Stadtplaner*innen im Rahmen unseres MENA-Netzwerkes nach Beendigung des Bürgerkrieges unterstützen. Gute Praktiken aus Assuan, Ägypten, und Constantine, Algerien, zeigen, wie Klimaschutzmaßnahmen Schritt für Schritt umgesetzt wurden.
Wir geben Einblicke, wie Kommunen und ihre Verbände weltweit mittels einer Nachhaltigkeitsberichterstattung, den sogenannten Voluntary Local Reviews, die Umsetzung der Agenda 2030 in ihren Kommunen beschleunigen und zugleich auf nationaler wie internationaler Ebene hierfür ihre Stimme erheben. Zudem haben wir unsere praktischen Erfahrungen aus weiteren Lernprozessen zum Ende dieser Projektphase in zwei Leitfäden strukturiert: (1.) Wie Verantwortliche in Zeiten des Klimawandels einen risikobewussten Ansatz verfolgen und die Anpassung an Hitze in ihre Planungsprozesse integrieren können. (2.) Wie eine Gender-Perspektive in Planungsprozesse und alle kommunalen Dienstleistungen integriert werden kann.
Im November werden wir zudem die Lernerfahrungen, innovativen Ansätze und erfolgreiche Projektarbeit des Lernprozesses der „Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden der Moderne“ für Sie zusammenfassen.
Vom 25. Bis 27. November bildet die Dialogveranstaltung „Nachhaltige Mobilität – Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen“ den Auftakt eines neuen Lernprozesses, der Fachleute aus diesem Bereich Gelegenheit zu einem intensiven Erfahrungsaustausch gibt.
Außerdem möchten wir sie zu unserem Connective Cities Netzwerktreffen von 9. Bis 10. Dezember 2025 in Bonn wie auch zur virtuellen Ad Hoc Veranstaltung am 2. Dezember 2025 „Künstliche Intelligenz in der kommunalen Verwaltung: Chancen und Herausforderungen im internationalen Vergleich“ herzlich einladen und Sie bitten, die entsprechenden Termine im Dezember bei Interesse schon mal freizuhalten. Weitere Informationen folgen in Kürze auf unserer Website sowie in der kommenden Newsletter-Ausgabe.
Wir wünschen inspiriende Lektüre Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Städte als Vorreiter für eine nachhaltige, inklusive und resiliente Zukunft
U20 Mayor Summit in Johanneburg vom 12. Bis 14. September 2025
Die diesjährige Urban 20 wurde von den Städten Johannesburg und Tshwane ausgerichtet. Auf Einladung von SALGA nahmen Vertreter*innen der Stadt Bonn und von Connective Cities an einer Podiumsdiskussion teil. Sie betonten die Relevanz verfügbarer Daten sowie von Partnerschaften und fachlichem Austausch.
Verbesserung der lokalen Regierungsführung für Klimaschutzmaßnahmen in der MENA-Region
Rückblick auf die Insight- Session vom 13. Oktober 2025
Im Mittelpunkt der Insight Session: Rahmenplanung, mehrstufige Umsetzungsschritte standen die guten Praktiken „Entwicklung eines integrierten Maßnahmenrahmens gegen Hitze in Assuan, Ägypten” sowie „Verbesserung der Fußgängerfreundlichkeit und der Übergang zu einer transit-orientierten Entwicklung in Constantine, Algerien”. Die dezentrale Zusammenarbeit und der Wissensaustausch im Rahmen globaler Partnerschaften trugen dabei zum Projekterfolg bei.
Neue Brücken bauen: Integration syrischer Städte in das regionale Netzwerk von Connective Cities
Am 18. und 19. August 2025 organisierte Connective Cities einen Workshop in Amman
Unter dem übergreifenden Thema „Kommunaler Wissensaustausch zu integrierter Stadtplanung, nachhaltiger Infrastruktur und digitalen kommunalen Dienstleistungen“ berichteten Vertreter*innen der Provinzen Damaskus und Rif Damaskus über den aktuellen Stand ihrer Stadtplanung. Dabei hoben sie die Herausforderungen hervor, die mit der Verfolgung einer langfristigen Vision für nachhaltige Entwicklung verbunden sind.
Die Stimme der Städte stärken und die Umsetzung der SDGs beschleunigen
Dokumentation des Connective cities Lernprozesses zur lokalen und regionalen Nachhaltigkeitsberichterstattung vom 2. Dezember 2024 bis 25. September 2025
Ziel des Lernprozesses war es, durch einen internationalen Erfahrungsaustausch die Erstellung von VLRs und VSRs zu verbessern, die Umsetzung der SDGs zu beschleunigen und letztendlich den Dialog zwischen lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu fördern. Die regionale Vielfalt der Teilnehmenden, die Perspektiven und Praxisbeispiele aus Südamerika, Subsahara-Afrika, Deutschland, Südosteuropa und Asien einbrachten, belebte die Diskussion und trug zum Erfolg des Prozesses bei.
A Guidebook on Risk-Informed Planning and Heat Mitigation
Städte spielen beim Klimawandel eine doppelte Rolle: Einerseits tragen sie maßgeblich zu ihm bei, andererseits sind sie besonders anfällig für seine Auswirkungen. Der Leitfaden zeigt gute Beispiele auf und richtet sich an kommunale Akteure, Stadtplaner und politische Entscheidungsträger , die einen risikobewussten Ansatz verfolgen und die Anpassung an Hitze in ihre Planungsprozesse integrieren möchten.
Aufbauend auf dem von der Nationalen Föderation tunesischer Gemeinden und ihren Partnern entwickelten Modell bietet dieser Leitfaden einen einheitlichen, praktischen Rahmen, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, indem eine Gender-Perspektive in alle kommunalen Dienstleistungen integriert wird. Über politische Maßnahmen und Projekte hinaus zielt er darauf ab, einen kulturellen Wandel anzustoßen, in dessen Verlauf Gender Mainstreaming nicht länger als Zusatzleistung betrachtet wird, sondern als grundlegende Säule einer gerechten und effektiven lokalen Regierungsführung.
Teilnahmeaufruf: Connective Cities Dialogveranstaltung vom 25. bis 27. November 2025 in Bonn
Die globale Verkehrswende ist für eine nachhaltige Zukunft unerlässlich. Die Veranstaltung bringt Expert*innen aus Städten, Landkreisen und Gemeinden zusammen und unterstützt sie beim internationalen Fachaustausch zum Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen. Sie bildet den Auftakt zu einem einjährigen Lernprozess, bei dem die teilnehmenden Kommunen auch eingeladen sind, sich an weiteren optionalen Aktivitäten zu beteiligen.
Paradigmenwechsel im Bausektor: Nachnutzen statt Abreißen
Was ist aus dem früheren, leerstehendem Hilton Hotel in Nairobi geworden?
Öffentliche Gebäude aus den 1960er- und 1970er-Jahren zu sanieren oder für einen neuen Zweck umzubauen anstatt sie abzureißen – dieser Paradigmenwechsel birgt viel Potenzial. Dies ist eines der Ergebnisse des einjährigen Lernprozesses von Connective Cities „Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden der Moderne“. Erfahren Sie mehr über innovative Ansätze und erfolgreiche Projektarbeit in fünf Ländern für einen nachhaltigen, zirkulären Bausektors in unserer Zusammenfassung im November.
Künstliche Intelligenz in der kommunalen Verwaltung : Chancen und Herausforderungen im internationalen Vergleich
Virtueller Fachaustausch am 02. Dezember 2025
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung für die kommunale Verwaltung. Von effizienteren Verwaltungsabläufen bis hin zu datengestützten Entscheidungen in Stadtentwicklung, Ressourcennutzung oder Bürgerbeteiligung eröffnet KI neue Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig stellen sich Fragen zu ethischen Standards, Transparenz und sozialer Inklusion. Diskutieren Sie mit in unserem internationalen Erfahrungsaustausch!
Einladung zum Netzwerktreffen vom 09. bis 10. Dezember 2025
Sie haben schon an einer Veranstaltung von Connective Cities teilgenommen oder haben Interesse daran, unserem Netzwerk beizutreten? Dann melden Sie sich gerne für unser nächstes Netzwerktreffen an.
Sie haben die Möglichkeit, die neuen Themen und Formate von Connective Cities zu entdecken, sich für diese zu engagieren und neue thematische Impulse zu setzen. Wir freuen uns auf den regen Austausch mit Ihnen!
Connective Cities ist ein gemeinsames Projekt von:
Deutscher Städtetag: Gereonstraße 18 – 32, 50670 Köln | Deutschland Kontakt: Sabine Drees Email: sabine.drees@staedtetag.de
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de