From Challenge to Practice: Wie Kommunen lokale Pläne in öffentliche Dienstleistungen umsetzen

Connective Cities nahm an der Generalversammlung des Weltverbandes United Cities and Local Governments (UCLG) vom 22. bis 25. Juni in Tanger Marokko teil. Der UCLG World Congress 2026 stand unter dem Leitthema „A New Generation of Universal Local Public Services“ und brachte über 3000 lokale und regionale Entscheidungsträger*innen, kommunale Praktiker*innen, Städtenetzwerke und Entwicklungspartner aus aller Welt zusammen.

„From Challenge to Practice: How Municipalities Turn Local Plans into Public Services“ lautete der Titel der eineinhalbstündigen Session, die von Connective Cities gemeinsam mit dem Deutschen Städtetag im Rahmen des Local4Action Tracks organisierte.

Von der Planung zur Umsetzung

Im Mittelpunkt des Labs stand eine Herausforderung, die Kommunen weltweit teilen: Strategien und Entwicklungspläne liegen vor – doch ihre Umsetzung in wirksame, inklusive und nachhaltige öffentliche Dienstleistungen ist häufig komplex. Die Session setzte daher bewusst nicht nur auf Erfolgsgeschichten, sondern auf konkrete Umsetzungserfahrungen, Herausforderungen und gemeinsames Lernen.

Gabi Schock von der Stadt Krefeld eröffnete den fachlichen Austausch mit einem Einblick in die kommunale Abfallwirtschaft und zeigte, wie Bürgerbeteiligung zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor bei der Planung und Umsetzung kommunaler Dienstleistungen werden kann. Am Beispiel des Krefelder Abfallwirtschaftskonzepts erläuterte sie, wie Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft bereits frühzeitig in strategische Entscheidungsprozesse eingebunden wurden. Dabei wurde deutlich, dass Partizipation nicht nur die Akzeptanz neuer Maßnahmen erhöht, sondern auch dazu beiträgt, lokales Wissen systematisch in Planungsprozesse einzubringen, Zielkonflikte frühzeitig sichtbar zu machen und langfristig tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die Erfahrungen aus Krefeld verdeutlichten, dass erfolgreiche kommunale Dienstleistungen auf transparenten Entscheidungsprozessen, kontinuierlicher Kommunikation und einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern aufbauen.

Anschließend stellte H.E. Governor Issa Timamy aus Lamu County (Kenia) die Kiunga Solar-Powered Desalination Initiative vor. Ausgangspunkt war die Herausforderung, die Bevölkerung einer abgelegenen Grenzregion dauerhaft mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Durch den Einsatz solarbetriebener Meerwasserentsalzung konnte nicht nur der Zugang zu einer verlässlichen Wasserversorgung geschaffen werden, sondern gleichzeitig auch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert und die Resilienz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels gestärkt werden. Der Governor machte deutlich, dass der Erfolg des Projekts auf einer engen Zusammenarbeit zwischen County Government, lokalen Gemeinden und Entwicklungspartnern beruhte. Das Beispiel zeigte eindrucksvoll, wie integrierte kommunale Planung mehrere Entwicklungsziele gleichzeitig adressieren kann – von der Verbesserung grundlegender öffentlicher Dienstleistungen über Gesundheitsvorsorge bis hin zur Förderung des sozialen Friedens und wirtschaftlicher Entwicklung. Für dieses Projekt hat Lamu County außerdem den UCLG- Friedenspreis in Höhe von 20.000 € gewonnen.

Das Fazit lautete:  Erfolgreiche kommunale Dienstleistungserbringung entsteht dort, wo technische Lösungen mit guter Governance, aktiver Beteiligung und starken lokalen Partnerschaften verbunden werden.

Peer-to-Peer Consultation: Gemeinsam Lösungen entwickeln

Im zweiten Teil des Labs wechselte der Fokus von Inputs zu aktiver Beratung.

Ein Redner steht neben einem großen bildschirm und erklärt den an runden Tischen sitzenden Teilnehmenden die Methodik.
Einführung in die Methodik der Peer-to-Peer Consultation | Foto: Connective Cities

Ein Vertreter der Kommune Pékine in Senegal brachte eine konkrete Herausforderung aus der kommunalen Praxis ein: Komplexe Beschaffungsverfahren, lange administrative Prozesse und Personalwechsel erschweren die Umsetzung von Infrastrukturprojekten und verzögern die Bereitstellung kommunaler Dienstleistungen.

Die Teilnehmenden analysierten die Herausforderung gemeinsam im Rahmen einer moderierten Peer-to-Peer Consultation (kollegiale Beratung) und entwickelten praxisnahe Lösungsvorschläge. Diskutiert wurden unter anderem:

  • besseres Wissensmanagement zur Sicherung institutioneller Erfahrung,
  • klarere Beschaffungsfahrpläne und Prozessübersichten,
  • stärkere Koordination zwischen kommunalen Abteilungen,
  • eindeutige Zuständigkeiten und Verantwortungsmechanismen,
  • Erfahrungsaustausch mit Nachbarkommunen,
  • kontinuierliche Qualifizierung kommunaler Mitarbeitender,
  • Datenbanken mit qualifizierten Dienstleistern,
  • Mindeststandards für Auftragnehmer und Dienstleister,
  • sowie eine frühzeitige Analyse politischer und institutioneller Rahmenbedingungen.

 

Die Diskussion zeigte, dass Kommunen trotz unterschiedlicher regionaler Kontexte häufig vor ähnlichen Umsetzungsproblemen stehen. Genau hier setzt der Connective Cities Ansatz an: Durch strukturierten kommunalen Austausch entstehen praktische Ideen, die an lokale Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt werden können.

Das Lab machte deutlich, wie internationaler kommunaler Austausch über klassische Good-Practice-Präsentationen hinausgehen kann. Indem Kommunen offen über Herausforderungen sprechen und gemeinsam an Lösungen arbeiten, wird Peer Learning zu einem konkreten Instrument für bessere lokale öffentliche Dienstleistungen.

Das Team von Connective Cities und Beteiligte des Lab | Foto: Connective Cities

Siehe auch: Highlights des UCLG World Congress

Von der Problembeschreibung zur konkreten Umsetzung: Naturbasierte Lösungen in kommunalen Kontexten

Der Lernprozess zum Thema „Natur im Zentrum urbaner Resilienz“ wurde mit einem dreitägigen Auftaktworkshop vom 21. bis 23. April 2026 in Naivasha, Kenia, offiziell eingeleitet. An dem Workshop nahmen 20 Kommunen und Städte aus ganz Subsahara-Afrika und Deutschland mit über 40 Stadtplanern, Fachleuten und institutionelle Partnern teil.

Der Workshop markierte den Startpunkt eines längerfristigen Engagements, das darauf abzielt, Kommunalverwaltungen durch strukturierten Austausch und technische Hilfe dabei zu unterstützen, konkrete, nachhaltige Lösungen zu ihren kommunalen Herausforderungen zu entwickeln.

die Teilnhmenden des Lernprozesses | © Connective Cities

Städte an vorderster Front: Klimawandelfolgen und die Notwendigkeit naturbasierter Lösungsansätze

In städtischen Gebieten sind die Auswirkungen des Klimawandels nicht nur am deutlichsten sichtbar, sondern oft auch am folgereichsten. In ganz Subsahara-Afrika sehen sich Städte und Gemeinden mit einer Vielzahl von Belastungen konfrontiert: rapide Urbanisierung, Umweltzerstörung und zunehmende Gefährdung durch Klimarisiken wie Überschwemmungen, Dürren und Hitzestress. Diese Belastungen treten nicht isoliert auf; sie wirken auf komplexe Weise zusammen, verstärken die Anfälligkeit und belasten die ohnehin begrenzten infrastrukturellen und institutionellen, kommunalen Kapazitäten.

Gleichzeitig sind Kommunalverwaltungen keine passiven Akteure. Wie zu Beginn des Workshops hervorgehoben wurde, sind diese maßgeblich, wenn es darum geht, in lokalen Kontexten klimatische Herausforderungen anzugehen. Andreas Wolter, Vorsitzender des Klima-Bündnis e.V. und Stadtrat in Köln, betonte, wie entscheidend es sei, sicherzustellen, dass Städte im globalen Klimadiskurs aktiver vertreten sind, und wies darauf hin, dass die Auswirkungen des Klimawandels in den Kommunen am unmittelbarsten zu spüren sind und dass Lösungen letztendlich dort umgesetzt werden müssen.

Vortrag von Andreas Wolter | © Connective Cities

Ergänzend  hob Dr. Nelson Maara, Repräsentant der Region Nakuru, die Bedeutung der Erhaltung von Ökosystemleistungen als Resilienzgrundlage hervor und veranschaulichte anhand lokaler Erfahrungen, wie sich die Degradation natürlicher Systeme direkt in einer erhöhten urbanen Anfälligkeit für Klimarisiken niederschlägt.

Zusammen untermauern diese Perspektiven die wachsende Erkenntnis, dass Kommunen eine stärkere Rolle bei der Gestaltung des Klimaschutzes spielen müssen, da sie dafür verantwortlich sind, politische Verpflichtungen in praktische, lokal verankerte Lösungen zu übersetzen. Hier bieten naturbasierte Lösungen (NbL) entscheidende Ansätze, indem sie Städten ermöglichen, ökologische, soziale und wirtschaftliche Herausforderungen durch die Wiederherstellung und nachhaltige Bewirtschaftung von Ökosystemen umfassend anzugehen.

Obgleich die Relevanz von NbL zunehmend anerkannt wird, bleibt die Fähigkeit, vom Konzept zur Umsetzung zu gelangen, ein komplexes Thema. Hier kommt der Connective Cities Lernprozess ins Spiel, indem er kommunalen Praktikern durch strukturierte Austauschformate die erforderlichen technischen Fähigkeiten und Kenntnisse vermittelt.

Vom Austausch zur Umsetzung: Die Bedeutung des Lernprozesses

Der Lernprozess basiert auf dem Prinzip, dass Städte und Kommunen am effektivsten lernen, wenn sie sich direkt miteinander über reale, gemeinsame Herausforderungen austauschen. Anstatt sich auf den abstrakten Wissenstransfer zu konzentrieren, schafft er einen strukturierten Raum, in dem Praktiker*innen ihre Probleme gemeinsam analysieren, Erfahrungen austauschen und schrittweise Reformmaßnahmen entwickeln können – konkrete Aktionen oder Projektkonzeptionen, die in ihrem lokalen Kontext Anwendung finden.

Ein weiterer zentraler Baustein der Lernprozess-Methodik ist es, die Fähigkeiten kommunaler Praktiker*innen zu stärken, diese Maßnahmen innerhalb ihres institutionellen Umfelds zu entwerfen, zu planen und letztlich umzusetzen. Der Peer-to-Peer-Ansatz ist angesichts der Vielfalt der teilnehmenden Kommunen besonders wichtig, da er unterschiedliche Governance-Strukturen, Kapazitäten und Erfahrungen zusammenbringt und gleichzeitig deutlich macht, dass viele der zugrunde liegenden Herausforderungen im Grunde genommen gemeinsam sind.

Entsprechend geht es beim Lernprozess nicht darum, Lösungsansätze einfach von einem Kontext auf einen anderen zu übertragen, sondern eher, Städte in die Lage zu versetzen, Ideen im Dialog anzupassen und zu verfeinern, um sicherzustellen, dass diese sowohl kontextspezifisch als auch praktisch umsetzbar sind.

Von der Rahmung zur Praxis: Expertenbeiträge und Erkenntnisse aus der Podiumsdiskussion

Aufbauend auf den übergeordneten Zielen und der Struktur des Lernprozesses markierte der Auftakt-Workshop in Naivasha den ersten Schritt zur Umsetzung des Peer-Learning Ansatzes in die Praxis. Im Laufe von drei Tagen nahmen die teilnehmenden Städte und Gemeinden an einem strukturierten Austausch teil, der Expertenbeiträge, Podiumsdiskussionen und Peer-Learning-Sitzungen kombinierte und es ihnen ermöglichte, NbS in den kommunalen Realitäten zu verankern.
Die Fachbeiträge bildeten die theoretische Grundlage für die Teilnehmer um die Bedeutung von NbS für eine nachhaltige kommunale Entwicklung besser einordnen zu können:

Prof. Johanes Belle stellte NbL unter dem Gesichtspunkt der Ökosystemleistungen vor und betonte, wie natürliche Systeme wesentliche Funktionen wie Hochwasserregulierung, Wasserreinigung und Klimamoderation erfüllen. Zusätzlich zu ihren zentralen infrastrukturellen Funktionen schaffen naturbasierte Lösungen auch sekundäre Mehrwerte, darunter Verbesserungen des psychischen Wohlbefindens der lokalen Bevölkerung, steigende Bodenqualität und Möglichkeiten zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Prof. Johanes Belle | © Connective Cities

Indem Dr. Belle NbL im Kontext dieser Leistungen darstellte, betonte Dr. Belle, dass Ökosysteme als funktionale Infrastrukturen –und nicht lediglich als ‚Umweltvorteile‘– verstanden werden sollten, die für die städtische Resilienz von zentraler Bedeutung sind.

So können etwa Feuchtgebiete und städtische Grünflächen überschüssiges Regenwasser aufnehmen, wodurch das Hochwasserrisiko verringert und gleichzeitig die Wasserqualität in schnell wachsenden städtischen Gebieten verbessert wird.

Diese Perspektive war für die teilnehmenden Städte besonders relevant, von denen viele die direkten Folgen der Ökosystemdegradation in Form von erhöhtem Hochwasserrisiko, sinkender Wasserqualität und gesteigerter Klimavulnerabilität selbst erleben.

Der Beitrag des stellvertretenden Bürgermeisters William Wolfgramm vom Klimareferat der Stadt Köln zeigte anhand des kommunalen „Masterplans für städtische Grünflächen“, wie NbL-Konzepte innerhalb eines strukturierten, umfassenden Planungsrahmens umgesetzt werden können. Anhand konkreter Beispiele verdeutlichte die Präsentation, wie NbL in langfristige Planungsinstrumente eingebettet und durch institutionelle Koordination, Datenanalysen sowie zugeschnittene Finanzierungsmechanismen gestützt werden.

Bürgermeister William Wolfgramm © Connective Cities

Maßnahmen wie die Entsiegelung städtischer Flächen, der Ausbau von grünen Korridoren sowie die Förderung von Gründächern und Regenwasserauffangsystemen veranschaulichten, wie NbL systematisch und in großem Maßstab umgesetzt werden können, wenn sie in Governance-Strukturen verankert, durch langfristige Planungsprozesse gesteuert und unter Einbeziehung der gesamten Bevölkerung gestaltet werden.

Die Podiumsdiskussion untermauerte diesen Wandel vom Konzept zur Anwendung weiter. Ausgehend von Städten, die bereits über entsprechendes Erfahrungswissen verfügen, zeigten die Podiumsteilnehmer*innen anhand früherer Connective Cities Lernprozesse, wie sich erste Ideen, die durch den Austausch unter Gleichgesinnten entstanden sind, zu greifbaren Ergebnissen entwickeln können – sei es durch Machbarkeitsstudien, Planungsinstrumente oder Pilotmaßnahmen.

Die Diskussion hob verschiedene konkrete Erkenntnisse hervor:

  • eThekwini (Südafrika): Betonte die Bedeutung eines gesamtgesellschaftlichen Ansatzes für das Katastrophenrisikomanagement, bei dem lokale Regierungsstellen, technische Experten und Gemeinden zusammengebracht werden. Besonderes Augenmerk wurde auf die Stärkung der Kommunikationskanäle mit der lokalen Bevölkerung gelegt und darauf, sicherzustellen, dass NbL in langfristige, stadtweite Programme und institutionelle Rahmenbedingungen eingebettet werden.
  • Abelkuma, Accra (Ghana): Es wurde herausgestellt, wie wichtig es sei, institutionelle ‚Silos‘ aufzubrechen und die abteilungsübergreifende Koordination bei der Entwicklung grundlegender Instrumente wie Richtlinien zur Stadtbegrünung und Umsetzungspläne sicherzustellen. In dem Beitrag wurde zudem die Notwendigkeit unterstrichen, die technische Ausarbeitung, die lokale Eigenverantwortung und die Finanzierungswege zu stärken, um den Übergang vom Konzept zur Umsetzung zu vollziehen.
  • Berlin (Deutschland): Ein Vertreter des Berliner Senats betonte, wie wichtig es sei, technische Herausforderungen klar abzugrenzen, sie in geeigneten institutionellen Rahmenbedingungen zu verankern und klare Verantwortlichkeiten festzulegen. Weiterhin wurde hervorgehoben, wie inklusive, partizipative Prozesse –die verschiedene Interessengruppen, einschließlich lokaler Gemeinschaften, zusammenbringen– die Umsetzung stärken können, unterstützt durch robuste Kontrollmechanismen wie Datensysteme, kontinuierliche Überwachung und regulatorische Rahmenbedingungen.
  • Lusaka (Sambia): Unterstrichen wurde die entscheidende Rolle von Datenerhebung und Machbarkeitsstudien bei der Weiterentwicklung von Projekten vom Konzept zur Umsetzung. Es wurde die Bedeutung von internationaler Vernetzung bei der Mobilisierung von Finanzmitteln hervorgehoben und der Wert von Städtenetzwerken bei der Bereitstellung technischer Unterstützung und der Erleichterung des Zugangs zu Finanzierungsmöglichkeiten angemerkt.

 

Die Panelisten während der Diskussion | © Connective Cities

Trotz der unterschiedlichen Hintergründe und Rahmenbedingungen der teilnehmenden Städte kristallisierten sich in der Podiumsdiskussion gemeinsame Themen heraus: Während Ideen oft aus dem Austausch entstehen, hängt ihr Erfolg von einer starken Eigenverantwortung ab – sowohl im Hinblick auf die institutionelle Verankerung als auch auf die Einbindung aller relevanten Akteure –, gepaart mit technischer Ausgereiftheit und der Fähigkeit, Konzepte in strukturierte, finanzierbare Maßnahmen umzusetzen.

Städte im Dialog: Von individuellen Herausforderungen zu gemeinsamen Mustern

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse ging der Workshop in die Phase des Peer-Learning über, in der die teilnehmenden Städte und Gemeinden begannen, ihre eigenen Herausforderungen detaillierter zu erörtern. Um einen gezielten Austausch zu ermöglichen, wurden die Teilnehmer in fünf moderierte Arbeitsgruppen eingeteilt:

  • Gruppe 1: Babadjou (Kamerun), Méagui (Elfenbeinküste), Natitingou (Benin), Commune de Nanga-Eboko (Kamerun)
  • Gruppe 2: Douala (Kamerun), Maputo (Mosambik), Huye (Ruanda), Cape Coast (Ghana)
  • Gruppe 3: Tanga City (Tansania), Köln (Deutschland), Mazabuka (Sambia), Ilemela (Tansania)
  • Gruppe 4: Embu (Kenia), Nakuru (Kenia), Mwanza (Tansania), Tarkwa-Nsuaem (Ghana)
  • Gruppe 5: Bosaso (Somalia), Sinda Town Council (Sambia), Kimberley (Südafrika), Berlin (Deutschland)

 

Gruppenarbeit © Connective Cities
© Connective Cities

Innerhalb dieser Gruppen stellten die Städte ihre Herausforderungen vor, erhielten Feedback von den anderen Teilnehmenden und begannen, mögliche Handlungsansätze zu konkretisieren. Während die Diskussionen zunächst die unterschiedlichen lokalen Kontexte widerspiegelten, zeichnete sich schnell ein klares Muster gemeinsamer Herausforderungen ab.

In allen Gruppen hoben die Städte wiederholt Probleme im Zusammenhang mit der Verschlechterung der Ökosysteme, der Wasserwirtschaft, den Abfallsystemen und der raschen Urbanisierung hervor. Diese Herausforderungen waren oft eng miteinander verknüpft. So wurde beispielsweise eine unzureichende Abfallwirtschaft als wesentlicher Faktor für Überschwemmungen identifiziert, da verstopfte Entwässerungssysteme die Wasseransammlung bei starken Regenfällen verschlimmern. Ebenso wurde festgestellt, dass eine ungeplante Stadterweiterung in Feuchtgebiete und Flussufer die Gefährdung durch Klimarisiken erhöht. Dies bestärkte die Erkenntnis, dass städtische Herausforderungen nicht isoliert, sondern systemischer Natur sind und integrierte Antworten erfordern, die ökologische, institutionelle und soziale Dimensionen gleichzeitig berücksichtigen.

Von Herausforderungen zu Maßnahmen: Empfehlungen und Fachaustausch

Über den strukturierten Austausch in den Kleingruppen arbeiteten die Teilnehmenden daran, potenzielle Lösungen zu verfeinern und zu priorisieren. Anstatt gänzlich neue Ideen einzubringen, half dieser Prozess den Städten, ihre Überlegungen zu klären und weit gefasste Konzepte in konkretere Richtungen zu leiten.

Zu den wichtigsten Empfehlungen, die sich aus den Diskussionen ergaben, gehörte die Notwendigkeit, die Faktengrundlage für die Planung durch Basisstudien, Risikobewertungen und Machbarkeitsanalysen zu stärken. Die Städte wurden zudem dazu ermutigt, naturbasierte Lösungen (NbS) in die Stadtplanungs- und Verwaltungsrahmen zu integrieren, um sicherzustellen, dass Maßnahmen in langfristige Strategien eingebettet sind und nicht als isolierte Projekte umgesetzt werden.

© Connective Cities

Ein weiteres wichtiges Thema war die Bedeutung der Einbindung der Bevölkerung und die Veränderung individueller und kollektiver Verhaltensweisen, insbesondere in den Bereichen Abfallwirtschaft und Umweltschutz. Viele Städte erkannten, dass technische Lösungen allein ohne lokale Eigenverantwortung und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung nicht ausreichen würden.

Schließlich wurde deutlich, dass ein Übergang zu einer strukturierten Projektentwicklung erforderlich ist, einschließlich Kosten-Nutzen-Analysen, einer klareren Projektdefinition und der Vorbereitung der Finanzierung.

Von der Idee zur Umsetzung: Wie geht es weiter?

Während sich die ersten Phasen des Workshops auf das Verständnis der Herausforderungen und die Identifizierung potenzieller Lösungen konzentrierten, wurde auch Zeit darauf verwendet, in Voraussicht des einjährigen Lernprozesses einen Blick in die Zukunft zu werfen. Der Schwerpunkt lag dabei darauf, wie Ideen zu umsetzbaren und finanzierbaren Maßnahmen weiterentwickelt werden können.

Dafür wurden Beiträge vom City Climate Finance Gap Fund und dem Covenant of Mayors in Subsahara-Afrika (CoM SSA) in den Workshop integriert. Beide Initiativen stellten ihre Ansätze zur Unterstützung von Städten bei der Entwicklung von Klimaprojekten vor, einschließlich ihrer Auswahlkriterien, Unterstützungsmechanismen und Antragsverfahren. Der Schwerpunkt lag auf der Bedeutung einer soliden technischen Vorbereitung, eines klaren Projektumfangs und der Ausrichtung auf Klima- und Entwicklungsprioritäten.

Diese Beiträge gingen direkt auf die von den Städten geäußerten Bedürfnisse ein, insbesondere im Hinblick darauf, über Ideen im Frühstadium hinauszukommen und Zugang zu Finanzmitteln zu erhalten. Darauf aufbauend endete der Workshop mit einer zukunftsorientierten Übung, in der die Städte erste Konzepte für Reformmaßnahmen vorstellten und begannen, konkretere Projektideen und mögliche Wege zur Umsetzung zu formulieren.

© Connective Cities

Abschließende Reflexion

Der Workshop hat gezeigt, dass es den Kommunen nicht an Lösungen mangelt. Über verschiedene Kontexte hinweg gibt es bereits eine solide Grundlage aus Ideen, Erfahrungen und sich entwickelnden Praktiken. Die zentrale Herausforderung besteht darin, diese Ideen zu strukturieren, das förderliche Umfeld zu stärken und sie in Richtung Umsetzung voranzubringen.

Der Lernprozess von „Connective Cities“ bietet eine Plattform, um genau das zu tun –den Austausch in Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.

Der Digitalisierungsstand in der Abfallwirtschaft: Einsichten aus Deutschland und dem Libanon

Am 28. Mai 2025 veranstaltete das Team von Connective Cities die Online-Ad-hoc-Veranstaltung „Abfallwirtschaft und Digitalisierung”. Die Ad-hoc-Veranstaltungen sind Online-Treffen, bei denen Expertinnen und Experten aus Deutschland und dem Globalen Süden zusammenkommen, um sich über spezifische, gemeinsame Themen auszutauschen. Beim letzten Event ging es um den Digitalisierungsstand im Abfallwirtschaftssektor und die Voraussetzungen für die Entwicklung einer kommunalen Abfallwirtschaft zu diskutieren.

Während der Veranstaltung stellten zwei Experten ihre Erfahrungen zum Thema Digitalisierung der Abfallwirtschaft in Deutschland und im Libanon vor. Besonders interessant war, dass im Libanon das private Sozialunternehmen Nadeera als vorbildliches Beispiel dient, während in Deutschland die Abfallwirtschaft in einem klaren rechtlichen Rahmen verankert ist, der die Zusammenarbeit zwischen den relevanten Akteuren – Ministerien, Kommunen, privaten Unternehmen und der Öffentlichkeit – streng regelt.

Herr Michel Mokbel erklärte, wie Nadeera mit Hilfe digitaler Tools Kunststoffabfälle im Libanon, in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten recycelt. Über ihre Smartphone haben die Bürger*innen Zugang zu einer App, mit der sie die verschiedenen recycelbaren Kunststoffabfälle kennenlernen und sich über die richtige Entsorgung in intelligenten Behältern, Rücknahmeautomaten oder Sammelstellen informieren können. Die Container erkennen beispielsweise Flaschen mithilfe künstlicher Intelligenz. Für korrekt recycelte Abfälle erhalten die Bürger*innen Belohnungen. Die spielerische Interaktion mit den Bürger*innen fördert deren Engagement und Loyalität und steigert gleichzeitig die Recyclingquoten. Mehr als 100 Gemeinden in der MENA-Region nutzen bereits die Plattform.

Im Gegensatz dazu betonte PD Dr.-Ing. habil. Abdallah Nassour, der seit über dreißig Jahren den Abfallwirtschaftssektor in Deutschland und der MENA-Region erforscht, dass eine nachhaltige Abfallwirtschaft eher durch Politik, Verantwortung und Organisation als durch technische Lösungen vorangetrieben wird. Seiner Meinung nach hat Deutschland ein erfolgreiches Modell, in dem die Kommunen eine zentrale Rolle spielen, unterstützt durch einen klaren rechtlichen Rahmen und ein gut strukturiertes Finanzierungssystem. Abfallgebühren, erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und die Einbeziehung des privaten Sektors gewährleisten die Kostendeckung und die operative Nachhaltigkeit. Das Land betreibt Tausende von Behandlungsanlagen und hat eine starke Arbeitskraft und Bildungsgrundlage für Kreislaufwirtschaftspraktiken aufgebaut. Die MENA-Region steht vor Herausforderungen wie schwachen Vorschriften, unzureichender Finanzierung und begrenztem technischem Fachwissen. Deponierung ist nach wie vor die billigste Option, und nachhaltige Abfallstrategien fehlen oft. Allerdings besteht ein erhebliches Potenzial für Kompostierung, Energiegewinnung und Ersatzbrennstoffe (eine Art Brennstoff, der aus nicht recycelbaren Abfallstoffen hergestellt wird), insbesondere in Zusammenarbeit mit der Zementindustrie. Die Einführung von EPR-Systemen und eine optimierte Abfallsammlung sind wesentliche nächste Schritte. Die Gemeinden sollten den Übergang mit Unterstützung des Privatsektors und internationaler Partnerinnen und Partner vorantreiben. Letztendlich sind Bildung, Finanzierung und Zusammenarbeit das Rückgrat einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Die anschließenden Fragen und Diskussionen zeigten großes Interesse an dem innovativen Ansatz von Nadeera. Auch viele Aspekte des Vortrags von Professor Nassour wurden kommentiert und weiter vertieft. Es zeigte sich ein Interesse am Austausch über Lösungen für organische Abfälle und Kompostierung. Im Anschluss an die Vorträge bot das Team von Connective Cities zwei Kollegiale Beratungen an, in denen die teilnehmenden Expertinnen und Experten individuelle Herausforderungen in laufenden Digitalisierungsprojekten diskutierten. Die Kollegiale Beratungen zeigten zwei zentrale Herausforderungen der Digitalisierung in der Abfallwirtschaft auf: In Kommunen, in denen Entscheidungen zentral beim Bürgermeister getroffen werden, spielt die Interessenvertretung für die digitale Transformation eine zunehmende Rolle; wenn die digitale Transformation bereits läuft, werden neue Herausforderungen meistens mit mit der Beteiligung aller Teammitglieder*innen bewältigt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter connective-cities@engagement-global.de.

Gemeinden stärken: Multiplikatoreneffekte weiblicher Führungsrollen

Die Initiative „Making My School More Beautiful“ ist ein erfolgreiches Modell zur Förderung der Demokratie und Stärkung von Mädchen durch Schulparlamente. Sie wird geleitet von fünf Frauen, die in den Gemeinderat der jordanischen Gemeinde Yarmouk al-Jadida gewählt wurden. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften, Schulen und Müttern hat das Projekt nicht nur das schulische Umfeld verbessert, sondern auch das staatsbürgerliche Bewusstsein sowie die aktive Beteiligung junger Frauen gefördert. Sein strukturierter Ansatz bietet einen nachahmenswerten Rahmen für ähnliche Initiativen in anderen Gemeinden.

Urbane Resilienz voranbringen

Vom 18. bis 20. März 2025 trafen sich zwölf Städte aus der ECOWAS-Region in Lomé, Togo, zu einer zukunftsweisenden Workshopreihe mit dem Titel „Risk-Informed Urban Development in West Africa and the ECOWAS Region“. Die Veranstaltung, die von der GIZ Resilience Initiative Africa (RIA) und Connective Cities in Zusammenarbeit mit dem Good Governance Programm der GIZ Togo organisiert wurde, fand mit Unterstützung der Kommission der Afrikanischen Union (AUC), der ECOWAS-Kommission, des Deutschen Städtetages und der SKEW – Servicestelle Kommunen in der Einen Welt statt. Dieser Workshop war ein wichtiger Schritt zur Stärkung der urbanen Resilienz in der gesamten Region, indem er lokale Regierungen, technische Expertinnen und Experten und Finanzierungsinstitutionen zusammenbrachte und vor allem das gegenseitige Lernen über Grenzen hinweg förderte.

Die Dringlichkeit, sich mit der Widerstandsfähigkeit von Städten angesichts des Klimawandels zu befassen, ist offensichtlich. Es wird prognostiziert, dass klimabedingte Katastrophen in Westafrika bis zum Jahr 2030 jährlich bis zu drei Prozent des regionalen BIP kosten werden. In Verbindung mit dem rasanten Wachstum der Städte, dem wachsenden Druck auf die Infrastruktur und der zunehmenden sozialen Anfälligkeit stehen die Städte in der Region an vorderster Front der Klimakrise. Als Reaktion darauf konzentrierte sich der Workshop auf ein grundlegendes Prinzip: Städte lernen am besten von anderen Städten.

Gemeinsam Wissen aufbauen: Kollegiale Beratung als Katalysator

Der Workshop wurde um thematische Peer-Learning-Gruppen konzipiert, in denen die Teilnehmenden spezifische Herausforderungen der städtischen Resilienz in einem kollaborativen Umfeld angehen konnten. Dieser Ansatz ermöglichte es Kommunen, die mit ähnlichen Problemen konfrontiert sind, Strategien auszutauschen, übertragbare Lösungen zu finden und Solidarität über Grenzen hinweg aufzubauen.

Eine Gruppe brachte Küstenstädte wie Rufisque (Senegal), Ouidah (Benin) und Lacs 1 / Aného (Togo) zusammen, die mit Erosion, Meeresspiegelanstieg und häufigen Überschwemmungen zu kämpfen haben. In den Diskussionen wurde betont, wie wichtig es ist, Infrastrukturmaßnahmen mit naturbasierten Lösungen, der Sensibilisierung der Bevölkerung und regionalen Programmen wie WACA zu kombinieren. Trotz unterschiedlicher lokaler Gegebenheiten fanden die Städte Gemeinsamkeiten in der Art und Weise, wie sie die Bevölkerung einbeziehen und traditionelles Wissen in Klimaanpassungsstrategien integrieren.

Eine weitere Gruppe mit Teilnehmenden aus Golfe 1 (Togo), Mopti (Mali) und Kongoussi (Burkina Faso) konzentrierte sich auf städtische Überschwemmungen und Infrastrukturlücken. Diese schnell wachsenden Städte untersuchten, wie datengestützte Planung, ressortübergreifende Koordination und dezentrale Infrastrukturen dazu beitragen können, Überschwemmungsrisiken einzudämmen. Besonders inspiriert war die Gruppe von den Erkenntnissen der Stadt Berlin, die über die Bewältigung von Regenwasser durch langfristige Planung und innovative Stadtgestaltung diskutierte.

Together for a cleaner city: improvements in waste management

Dabola is a dynamic city in Guinea, with a population of 47,200. Located approximately 430 km from the capital Conakry, it is a vibrant hub for traditional agricultural activities, trade, and craftsmanship. However, the city faces significant challenges due to rapid population growth and inadequate waste management, which negatively impact public health and the environment. Insufficient infrastructure and the accumulation of waste in public spaces threaten the well-being of residents and the local ecosystem.

In response to these challenges, a partnership between Dabola and Dortmund was established in 2019, focusing on solid waste collection and treatment as well as environmental education.

Since August 2022, a local expert has been assisting the municipality of Dabola in developing a sustainable waste management system and strengthening the capacities of local actors.

The implementation of a waste management plan, developed in consultation with all relevant stakeholders, marked a significant turning point in Dabola. This initiative not only strengthened cooperation between the municipal administration and external actors but also established fruitful partnerships with private companies specializing in the field. As a result of these collaborative efforts, Dabola has seen a notable decrease in street waste.

Version française: Ensemble pour une ville plus propre: améliorations dans la gestion des déchets

Ukraine-Konferenz der Landesregierung Nordrhein-Westfahlen (Deutschland) mit der Oblast Dnipropetrowsk (Ukraine)

Seit der russischen Aggression in der Ukraine haben sich die Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine intensiviert. Am 18. November 2024 veranstaltete das Land Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Stadt Köln eine Konferenz zur Zusammenarbeit mit der Ukraine. Ziel der Konferenz war die Vernetzung von nordrhein-westfälischen und ukrainischen Akteuren aus Landes- und Kommunalverwaltung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie horizontale Kooperationen zur Stärkung der Resilienz, zum Wiederaufbau und zur EU-Integration der Ukraine beitragen können. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Regionalpartnerschaft zwischen Nordrhein-Westfalen und der Oblast Dnipropetrowsk.

Mit 300 deutschen und 100 ukrainischen Gästen war die Konferenz ein Erfolg. Offiziell eröffnet wurde sie vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst und der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker.

Überreichung der Klimasensitiven Stadtentwicklungsstrategie für Garowe

Am 25. September 2024 erhielt die Stadtverwaltung von Garowe, Puntland, Somalia, offiziell die Klimasensitive Stadtentwicklungsstrategie (CSCD), die in Zusammenarbeit mit der GIZ und der RACCA-Arbeitsgruppe entwickelt wurde. Diese Strategie bietet praxisnahe Lösungen für drängende klimatische Herausforderungen in den Bereichen Mobilität, Abfallwirtschaft, Wassermanagement und Grünflächen.

Highlights der Veranstaltung:

  • Vorstellung der Schlüsselsektoren für die klimafreundliche Stadtentwicklung in Garowe
  • Diskussion über nachhaltige Maßnahmen zur Verbesserung der städtischen Infrastruktur
  • Übergabe des Strategieplans an die Stadtverwaltung, der die Umsetzung klimafreundlicher Projekte in Garowe fördert
  • Fachaustausch und gemeinsame Überlegungen zur Sicherstellung einer resilienten Zukunft für die Stadt

Die Veranstaltung markierte den Übergang von der Planung zur Umsetzung und stärkt Garowe in seinen Bestrebungen, eine nachhaltige und klimaresiliente Stadt zu werden.

Wir laden Sie ein, die vollständige Publikation und Dokumentation der Veranstaltung zu lesen, um die diskutierten Erkenntnisse und Strategien im Detail zu erkunden.

Jerash in Jordanien: Schritt für Schritt zum Erfolg

Das als „Pompeji des Nahen Ostens“ bekannte Jerash in Jordanien ist aufgrund seiner gut erhaltenen griechisch-römischen Ruinen ein beliebtes Touristenziel. Jerash ist eine sich schnell entwickelnde Stadt, die ein Bevölkerungswachstum erlebt, das mit Herausforderungen wie Wohnungsnot, Verkehrsstaus, Umweltzerstörung und der Integration von Flüchtlingen einhergeht. Während die Stadt mit diesen komplexen Problemen kämpft, hat die Stadtverwaltung innovative und nachhaltige Lösungen verfolgt, die das Wohlergehen ihrer Einwohner in den Vordergrund stellen und gleichzeitig den Umweltschutz und den wirtschaftlichen Wohlstand fördern. Vertreten durch das Referat für lokale Entwicklung hat die Stadtverwaltung aktiv an vielen regionalen und globalen Aktivitäten von Connective Cities teilgenommen und konnte so Ideen für lokale Projekte in den Bereichen geschlechtersensible lokale Wirtschaftsentwicklung, Abfallwirtschaft und Kunststoffrecycling mitnehmen und den Weg zu einer abfallfreien Stadt ebnen. Im Jahr 2021 richtete die Gemeinde mit finanzieller und technischer Unterstützung durch die GIZ eine Müllsortieranlage ein. Das Team der kommunalen Abfallwirtschaft hat die Mülltrennung in den letzten Jahren erfolgreich durchgeführt. Der Betrieb ist nachhaltig und die Einnahmen aus dem Verkauf der getrennten Produkte decken die Betriebskosten.

Die Herausforderungen der kommunalen Abfallwirtschaft meistern

Padang ist eine Stadt mit über einer Million Einwohner*innen auf der Insel Sumatra, Indonesien. Der Fluss Arau, der durch das Stadtzentrum von Padang fließt, ist durch große Mengen an Haushaltsabfällen verschmutzt. Zudem werden Abwässer ungeklärt in den Arau geleitet. Um Padang für Tourist*innen attraktiver und für seine Einwohner*innen lebenswerter zu machen, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, den Fluss Arau mithilfe einer Fachkraft für Wasserwirtschaft zu regenerieren.