Treiber Grüner Transformation: Connective Cities Expertenmission in Waterberg

Vom 8. bis 12. Juni 2026 veranstaltete Connective Cities in Partnerschaft mit dem südafrikanischen Kommunalverband (SALGA) und der Bezirksverwaltung Waterberg eine internationale Expertenmission. Im Mittelpunkt standen die Unterstützung des wirtschaftlichen Wandels und der grünen Industrieentwicklung auf kommunaler Ebene. Die Veranstaltung brachte Kommunalpolitiker*innen, Forscher*innen und Branchenexpert*innen aus Südafrika (SALGA, Bezirksverwaltung Waterberg sowie die Kommunen Lephalale und Mogalakwena), Deutschland (Regionalentwicklungsinitiativen Karlsruhe, Heilbronn und Baden-Württemberg), Namibia (Stadtverwaltung Lüderitz) und Kenia (Bezirksverwaltung Nakuru) zusammen, um Wissen auszutauschen und wirtschaftliche Potentiale von Grünem Wasserstoff zu ermitteln.

Besuch bei SALGA, Foto Grace Karanja

Die Mission war eingebettet in breitere Ziele einer gerechten Energiewende und ergänzte die Arbeit des südafrikanischen Just Energy Transition Municipal Council (JETMC), der die dortigen Kommunen auf den Übergang zu saubereren und nachhaltigeren Energiesystemen vorbereitet. Durch politische Diskussionen, Fachvorträge und Besuche strategischer Infrastrukturen wie dem Eskom-Kraftwerk Matimba und dem Exxaro-Solarkraftwerk gewannen die Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Chancen, denen Regionen bei der Abkehr von kohleabhängigen Industrien gegenüberstehen.

Zentrale Themen der Mission war die Rolle von grünem Wasserstoff für die lokale Wirtschaftsentwicklung, die Diversifizierung der Industrie und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Bezirksverwaltung von Waterberg betonte, wie wichtig es ist, einen ökologisch nachhaltigen und sozial inklusiven Übergang zu gewährleisten. Die Teilnehmenden erfuhren mehr über die Fortschritte, die die Waterbergs Verwaltung in Zusammenarbeit mit den Kommunen Lephalale und Mogalakwena erzielt hat. Dazu gehören kommunale Initiativen zur Kompetenzentwicklung, der Aufbau von Verwaltungsstrukturen, Bemühungen zur Mittelbeschaffung und Partnerschaften zum Aufbau von Kapazitäten für grünen Wasserstoff.

Die Waterberg Development Initiative (WDI) präsentierte ihre Vision für ein koordiniertes regionales Entwicklungsmodell, das Kommunen, Industrie und Bevölkerung auf gemeinsame wirtschaftliche und Nachhaltigkeitsziele ausrichtet. Auch Vertreter*innen der nationalen Regierung, Entwicklungspartner und Kommunen, die bereits Wasserstoffprojekte vorantreiben, trugen zu den Diskussionen bei und verdeutlichten die wachsende Dynamik der südafrikanischen Wasserstoffwirtschaft.

Finaler Workshop in Waterberg, Foto Elwin Gaoseb

Die Mission schloss mit einem Strategieworkshop ab, in dem die Teilnehmenden gemeinsam einen 36-monatigen Fahrplan für die regionale Entwicklung erarbeiteten. Dieser Fahrplan legte Prioritäten für Infrastrukturentwicklung, Qualifizierung von Fachkräften, Investitionsförderung und Partnerschaftsbildung fest, um die Schaffung eines zukünftigen „Wasserstoffkorridors Waterberg“ zu unterstützen. Die Ergebnisse ergänzten die Diskussionen der Arbeitsgruppe „Wasserstoffstädte“ zur Entwicklung kommunaler Kapazitäten, zur Mobilisierung von Finanzmitteln und zum Zugang zu Energie und befassten sich gleichzeitig mit Herausforderungen wie Finanzierungsengpässen und uneinheitlicher kommunaler Vorbereitung.

Die Expertenmission unterstrich die entscheidende Rolle der Kommunen im südafrikanischen Energiewandel. Durch internationale Zusammenarbeit, Wissensaustausch und praxisorientierte Planung demonstrierte die Initiative, wie grüne Industrialisierung nachhaltiges Wirtschaftswachstum fördern und gleichzeitig sicherstellen kann, dass die Gemeinden im Zentrum des Übergangs zu einer nachhaltigeren und resilienteren Zukunft stehen.

Besuch bei der Gemeinde Lephalale, Foto Elwin Gaoseb

Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung

Kommunen und Regionen aus Südosteuropa, dem Südkaukasus und Deutschland sind eingeladen, am regionalen Lernprozess „Planung für kommunale Resilienz“ teilzunehmen und gemeinsam Ansätze zum Schutz kritischer Infrastrukturen weiterzuentwickeln.

Kommunen stehen zunehmend vor komplexen Risiken: klimabedingte Extremereignisse, technische Störungen, wachsende Abhängigkeiten zwischen Infrastruktursystemen sowie neue sicherheitspolitische Herausforderungen gefährden die Funktionsfähigkeit urbaner Räume. Der Schutz kritischer Infrastrukturen – Energie, Wasser, Verkehr, Kommunikation und Gesundheit – ist damit zu einer zentralen Aufgabe moderner kommunaler Governance geworden.

Der Lernprozess bringt Kommunen aus Südosteuropa, dem Südkaukasus und Deutschland zusammen, um praxisnahes Wissen auszutauschen, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und lokale Kapazitäten für risikoinformierte Entwicklung zu stärken. Im Fokus stehen integrierte Planung, Multi-Risiko-Governance und die Entwicklung umsetzbarer Projektansätze zum Schutz und zur Stärkung kritischer Infrastrukturen.

An wen richtet sich der Teilnahmeaufruf?

  • Fach- und Führungskräfte aus Kommunalverwaltungen, kommunalen Unternehmen und regionalen Behörden
  • Mitarbeitende aus Planung, Infrastruktur, Katastrophenvorsorge und kommunalem Management
  • Städte, Gemeinden, Landkreise und Regionen aus Südosteuropa, dem Südkaukasus und Deutschland

 

Zeitplan und Format

  • Virtuelles Kick-off-Meeting: Ende April 2026
  • Erster Präsensworkshop (3 Tage): Anfang Juni
  • Dauer: ca. 1 Jahr
  • Formate: Präsenzworkshops, digitale Austauschmodule und kurze Expert*innenmissionen („Peer Visits“)

 

Der Lernprozess ist in drei Phasen gegliedert:

  1. Risiko- und Vulnerabilitätsanalyse,
  2. integrierte Planung und Lösungsentwicklung sowie
  3. Umsetzungsreife und Finanzierung.

 

Thematische Schwerpunkte liegen u. a. auf urbanen Systemen und Infrastrukturresilienz, integrierter Risikogovernance sowie Daten-, Frühwarn- und Kontinuitätsmanagement. Der strukturierte Prozess fördert kollegiale Beratung und technische Zusammenarbeit zwischen Kommunen in Europa und den Partnerregionen.

Teilnahme und Kontakt

Die Teilnahmekosten (Unterbringung und Verpflegung) werden übernommen. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Interessenbekundung bis: 13. April 2026
Zur Bewerbung: https://community.connective-cities.net/en/form/connective-cities-see-learning-p

Weitere Informationen: Teilnahmeaufruf [pdf, 3 Seiten ]

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
Paulina Koschmieder – paulina.koschmieder@giz.de
Jimmy Yoedsel – jimmy.yoedsel@giz.de

Die Hamburger Wasserstoffstrategie

Am 18. März 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ) stellt die Wasserstoffwirtschaftseinheit der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg in einer Insight Session die Hamburger Wasserstoffstrategie vor. Im Fokus steht, wie sich die Metropolregion Hamburg als international führender Standort der Wasserstoffwirtschaft positioniert.

Als bedeutender Hafen- und Logistikstandort übernimmt Hamburg eine strategische Rolle bei der Verknüpfung globaler Wasserstoff-Lieferketten mit der nationalen Nachfrage. Die Strategie verfolgt einen integrierten Ansatz zur Skalierung von Produktion, Import, Infrastruktur und industriellen Anwendungen und leistet damit einen zentralen Beitrag zur Klimaneutralität.

Durch gezielte Investitionen, politische Koordination und internationale Partnerschaften stärkt Hamburg sein Wasserstoff-Ökosystem – von Importkorridoren über wasserstofffähige Infrastruktur bis hin zu Innovationsclustern. Ziel ist es, Hamburg als Tor für Wasserstoff nach Deutschland und Europa sowie als Zentrum für industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum zu etablieren.

Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit, wie internationale Kooperation, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Transformation zusammenwirken können.

Weitere Informationen und Anmeldung: Hamburg Green Hydrogen Strategy: Catalysing Private Sector Involvement | Connective Cities Platform

Das Heilbronner Wasserstoffmodell

Am 26. Februar 2026 von 11:00 – 12:30 Uhr MEZ stellt die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH in einer Insight Session das Heilbronner Wasserstoffmodell vor. Im Fokus steht, wie sich die Region Heilbronn-Franken durch den Aufbau eines koordinierten regionalen Ökosystems strategisch im Bereich grüner Wasserstoff positioniert.

Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands trägt die Initiative zur Klimaneutralität bei – durch den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, den Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz.

Im Rahmen des regionalen Transformationsprogramms ANTRIEB HNF geben die Strategien RegioStrat und H2 Transform HNF die langfristige Ausrichtung bis 2040 vor. Mit H2-Impuls werden über 100 Akteurinnen und Akteure aus 60 Institutionen vernetzt, konkrete Teilprojekte initiiert und der Austausch strukturiert begleitet.

Nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in den Aufbau regionaler Wasserstoffstrukturen zu erhalten und sich mit Expertinnen und Experten auszutauschen.

Weitere informationen und Registrierung: The Heilbronn Hydrogen Model Building a Regional Ecosystem | Connective Cities Network

Projekte zum Ausbau erneuerbarer Energien

Version française

Der Regionale Workshop zu Erneuerbaren Energien in Städten fand vom 23. bis 25. Oktober 2024 in Tunis, Tunesien, statt und wurde von Connective Cities, RoAid, dem Global Covenant of Mayors (GCoM) und dem City Climate Finance Gap Fund (Gap Fund) organisiert. Die Veranstaltung war Teil des Projekts Renforcement de la Gouvernance Locale et Modernisation des Services Locaux (REMO) der GIZ Tunesien, das eng mit tunesischen Kommunen und dem Innenministerium zusammenarbeitet.

Die regionale Konferenz zielte darauf ab, Initiativen für erneuerbare Energien in städtischen Gebieten zu stärken, technisches Fachwissen bereitzustellen und den Austausch zwischen Städten in Nord- und Westafrika zu fördern.

Tunesische Städte, die am Workshop teilnahmen, zeigen großes Engagement für die Verbesserung der Lebensqualität ihrer Bürger*innen, die Erhöhung der Sicherheit und die Senkung der Energiekosten durch Investitionen in grüne Energielösungen. Prioritäten sind dabei die öffentliche Beleuchtung mit Photovoltaik sowie nachhaltige Energieversorgung öffentlicher Gebäude wie Krankenhäuser, Schulen und Freizeiteinrichtungen.

Unabhängig von Größe oder Charakter verfolgen die Städte das Ziel, nachhaltige Entwicklung zu fördern und sich als attraktiver Lebensraum für Einwohnende, Investoren und Touristen zu positionieren.

Tunesische Städte stehen beim Übergang zu grünen Energiesystemen vor mehreren Hindernissen:

  • Eingeschränkter Zugang zu nicht rückzahlbaren Fördermitteln.
  • Mangel an technischer und finanzieller Vorbereitung.
  • Politisch-administrative Hürden.
  • Fehlende technische Expertise im Umweltbereich.

Trotz dieser Herausforderungen bieten Initiativen wie der Gap Fund Unterstützung, beispielsweise durch Machbarkeitsstudien, Kosten-Nutzen-Analysen und die Sicherung internationaler Finanzierungen. Entwicklungsbanken legen dabei besonderen Wert auf Projekte, die Umweltgesundheit, das Wohlbefinden der Gemeinschaft und grüne Technologien fördern, was den lokalen Gemeinschaften erheblichen Nutzen bringt.

Mit einem enormen Potenzial für Solarenergie und einem günstigen Modernisierungskontext sollten tunesische Städte auf Zusammenarbeit mit anderen Kommunen oder Regionen setzen, um größere Fördermittel zu sichern. Die Expertise von Institutionen wie der GIZ, der Europäischen Investitionsbank (EIB) und anderen Entwicklungsbanken ist dabei von zentraler Bedeutung.

Der Fokus auf bewährte, kosteneffiziente Lösungen aus erfolgreichen globalen Projekten kann helfen, Maßnahmen an die spezifischen Bedürfnisse anzupassen. Durch die Ausrichtung ihrer Initiativen an internationalen Standards können tunesische Städte ihren Übergang zu nachhaltigen grünen Energiesystemen beschleunigen und ein gesünderes sowie attraktiveres Umfeld für Bürger, Investoren und Touristen schaffen.

Tag 1: Fokus auf Projektvorbereitung, Finanzierung und Expertenvorträge

Der Workshop begann mit einer Begrüßungsrede von Frau Samira Abidi, Präsidentin der Instance Générale de Prospective et d’Appui à la Décentralisation, Innenministerium, Tunesien. Sie betonte, wie wichtig es sei, die Städte bei ihren Bemühungen, um erneuerbare Energien zu unterstützen, und wies darauf hin, dass das Ministerium über Mittel zur Förderung von Projekten verfüge. Madame Abidi betonte die Notwendigkeit kombinierter Finanzierungsmöglichkeiten, um die Wirkung zu maximieren, und begrüßte alle Teilnehmenden, gemeinsam an nachhaltigen Lösungen zu arbeiten.

Fachwissen und bewährte Praktiken rumänischer Städte

Die Fachvorträge begannen mit einer Präsentation von RoAid, die sich auf die Erfahrungen der rumänischen Städte konzentrierte und darauf, wie sie ähnliche Herausforderungen wie die Städte in Tunesien und anderen afrikanischen Ländern gemeistert haben. Die rumänischen Expert*innen erörterten konkrete Beispiele für die Integration von Solarenergie, intelligente Netztechnologien und energieeffiziente Infrastruktur. Diese Erkenntnisse waren besonders relevant, da die städtischen Energieprojekte Rumäniens eng mit denen der teilnehmenden Städte übereinstimmen. Die rumänischen Städte zeigten innovative städtische Lösungen für solare Straßenbeleuchtung, kommunale Energiemodelle und energieeffiziente öffentliche Infrastrukturen.

Kragujevac – renewable energy in district heating

Die „ENERGETIKA“ Kragujevac, ein staatliches Unternehmen, das auf Dampferzeugung und Klimatisierung spezialisiert ist, hat einen wichtigen Schritt in Richtung Umweltschutz gemacht. Im Jahr 2021 wurden die alten Kohlekessel durch moderne Gaskessel ersetzt, die seit der Heizsaison 2022/2023 in Betrieb sind. Dieser Umbau hat die Umweltbelastung der Anlage erheblich verringert.

In einem weiteren Projekt für die kommenden drei Jahre ist nun geplant, die Abwärme eines Rechenzentrums, dass sich in der Nähe des Heizkraftwerks Kesselhaus „Aerodrom“ befindet, zu nutzen und mittels einer Wärmepumpe in das Fernwärmenetz einzuleiten. Das Rechenzentrum ist für 2 Ausbaustufen geplant und die erste ist seit weniger als zwei Jahren in Betrieb. Die derzeit installierte Kühlleistung der 2 Module beträgt 4,4 MW. Durch die Erweiterung des Rechenzentrums auf 4 Module wird sich die Kühlleistung voraussichtlich verdoppeln, was für die kommenden Jahre geplant ist. Das Kühlsystem ist für einen redundanten Betrieb ausgelegt.

Durch die Nutzung der Abwärme des Datenzentrums in Kragujevac und weitere Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Warmwassersystem wird eine deutliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen erreicht werden.

Das Projekt unterstreicht die Bedeutung kontinuierlicher Verbesserung durch den Austausch von Fachwissen und Erfahrungen, um mittel- bis langfristige Erfolge zu erzielen.

Vorstellung des Amman Urban Observatory

Die Insight Session zur „Vorstellung des Amman Urban Observatory“ fand am 24. April 2024 statt und wurde von Herrn Akram Khreisat von der Stadtverwaltung der Stadt Amman durchgeführt. Die Sitzung wurde von Connective Cities organisiert und der globalen Gemeinschaft von Stadtpraktiker*innen im Rahmen des Connective Cities Netzwerks präsentiert. Zu den Teilnehmenden gehörten Stadtpraktiker*innen, Akteur*innen aus lokalen und nationalen Regierungen, akademische Forscher*innen, Nichtregierungsorganisationen und Mitglieder*innen der lokalen Gemeinschaft.

Herr Akram Khreisat, Direktor des Amman Urban Observatory, führte die Teilnehmenden in die Arbeitsmechanismen und die Aktionsfelder des Amman Urban Observatory ein und erläuterte seine Rolle bei der Bewältigung von Planungsherausforderungen in der jordanischen Hauptstadt.

Das Amman Urban Observatory generiert „Stadtindikatoren“, um verschiedene Aspekte der Stadt zu überwachen, die für die Stadtentwicklung wichtig sind. Durch die Echtzeitüberwachung dieser Stadtindikatoren werden Planungsprozesse in der Stadtentwicklung verbessert, da Planer*innen und Entwickler*innen in die Lage versetzt werden, fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei arbeitet das Observatorium mit Ministerien, Regierungsabteilungen, nationalen Organisationen, NGOs und Unternehmen aus dem privaten Sektor zusammen. Das Observatorium kooperiert mit über 40 Partner*innen und Interessengruppen.

Die Stadtindikatoren umfassen wesentliche Merkmale zur Messung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, wie die Arbeitslosenquote, die Bodenbedeckung oder den Prozentsatz der Menschen, die in Armut leben. Das Amman Urban Observatory hat sich als effektives Instrument für strategische und städtische Planung erwiesen. Herr Akram Khreisat beschrieb das Observatorium nicht als Werkzeug, sondern als „Prozess zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung“. Im Fall des Amman Urban Observatory liegt der Schwerpunkt der geschaffenen Indikatoren in den thematischen Bereichen der folgenden SDGs: Gesundheit und Wohlergehen (3); Bezahlbare und saubere Energie (7); Industrie, Innovation und Infrastruktur (9); Nachhaltige Städte und Gemeinden (11); Maßnahmen zum Klimaschutz (13) und Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (17).

Nach der Präsentation von Dr. Akram Khreisat stellten die Teilnehmenden Fragen zum Amman Urban Observatory. Auf die Frage nach den Herausforderungen und Schwierigkeiten, denen das Observatorium gegenübersteht, erläuterte er den großen Zustrom von Geflüchteten, den Amman erhält, und die damit verbundenen Herausforderungen für die Messung von Stadtindikatoren. Da die Stadt kürzlich viele Geflüchtete aufgenommen hat, müssen die Indikatoren eine gewisse Flexibilität aufweisen, um die unbeständige Veränderung der Einwohnerzahl zu berücksichtigen. Außerdem wurde Herr Khreisat gefragt, ob das Observatorium die gesammelten Daten für räumliche Analysen oder 3D-Katasterzwecke nutzt. In seiner Antwort erläuterte er, dass sie mit der GIS-Abteilung der Stadt zusammenarbeiten, um Szenarienpläne für das räumliche Wachstum zu erstellen.

Das Connective Cities Netzwerk beabsichtigt, eine Arbeitsgruppe zu schaffen, um verschiedene Best Practices für die Beobachtung städtischer Parameter zu identifizieren. Darüber hinaus sollen interessierte Städte durch die Entwicklung von Vorlagen unterstützt werden, die in einem ähnlichen Prozess wie in Amman implementiert werden können. Stadtvertreter, die an der Arbeitsgruppe teilnehmen möchten, sind herzlich eingeladen, Dr. Muna Shalan (muna.shalan@giz.de) und Herrn Jimmy Yoedsel (jimmy.yoedsel@giz.de) für weitere Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme zu kontaktieren.

Connective Cities dankt Dr. Akram Khreisat und allen Teilnehmern für die Präsentation des Amman Urban Observatory, den fruchtbaren Austausch und die thematische Diskussion.

Resilienz in Zeiten des Krieges – Kommunaler Austausch zwischen der Ukraine und Deutschland

Entdecken Sie innovative Strategien für den Wiederaufbau der Infrastruktur und die Förderung der Resilienz in ukrainischen Kommunen inmitten der Folgen des russischen Angriffskrieges. Erkunden Sie mit uns die Ergebnisse des Connective Cities Projektplanungsworkshops „Resilienz in Zeiten des Krieges – kommunaler Austausch zwischen der Ukraine und Deutschland“. Dieser Workshop, der vom 28. bis 29. November 2023 in München stattfand, brachte über 35 Teilnehmende zusammen, darunter Vertretende von 12 ukrainischen Kommunen. Im Rahmen des Dialogs und des Erfahrungsaustauschs befassten sich die Teilnehmenden mit Schwerpunktthemen wie nachhaltige Energieentwicklung, lokales und regionales Wirtschaftswachstum und strategische/städtische Planung. Erfahren Sie von den Erkenntnissen geschätzter Gastredner*innen und Delegierten aus Kosovo-Gemeinden, die ihre Perspektiven auf deutsche und internationale kommunale Erfahrungen darlegen und so den Weg für gemeinsame Anstrengungen zum Wiederaufbau und zur Stärkung ukrainischer Kommunen ebnen.  

Alle Präsentationen können hier abgerufen werden: https://community.connective-cities.net/en/group/215/topics

Optionen für erneuerbare Energien auf kommunaler Ebene

Entdecken Sie die Höhepunkte der Dialogveranstaltung Connective Cities, die vom 10. bis 12. Oktober 2023 stattfand und sich mit dem Thema „Optionen für erneuerbare Energien auf kommunaler Ebene“ befasste. Bei diesem aufschlussreichen Treffen in Tiflis, Georgien, trafen sich 35 städtische Praktiker aus 19 Kommunen aus 8 Ländern zum Erfahrungsaustausch. Vertreter aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Deutschland, Moldawien, Montenegro, Serbien und der Ukraine arbeiteten zusammen, tauschten wertvolle Erkenntnisse aus und erarbeiteten gemeinsam innovative Lösungen für nachhaltige Energiepraktiken auf kommunaler Ebene. Tauchen Sie ein in die dynamischen Diskussionen und gemeinsamen Bemühungen, die während dieser Veranstaltung stattfanden und die positive Veränderungen im Bereich der erneuerbaren Energien in verschiedenen städtischen Umgebungen vorantreiben.

Video auf YouTube ansehen:

https://youtu.be/uc1SMXGdHvs

[Videosprache ist Englisch]