Partnerschaften für die Kreislaufwirtschaft

Durch strategische Partnerschaften gelang es der jordanischen Stadt Jerash, Hindernisse bei der Bewirtschaftung fester Abfälle zu überwinden und einen Weg der Kreislaufwirtschaft einzuschlagen.  Durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Interessengruppen gelang es der Stadtverwaltung, Strategien für eine wirksame Abfallbewirtschaftung zu entwickeln und die Herausforderungen zu bewältigen, die mit einem unzureichenden Betriebsbudget, einer geringen Sammelquote, Abfallablagerungen und den damit verbundenen Problemen für die Umwelt und die öffentliche Gesundheit verbunden sind.

Stimmen von Connective Cities – Die Gemeinde Jerash

Vertreter der jordanischen Gemeinde Jerash erzählen, wie sie vom Austausch mit anderen Experten bei den von Connective Cities organisierten Veranstaltungen und Workshops profitiert haben. Sie konnten viele Ideen für ihre eigenen Projekte in den Bereichen geschlechtersensible lokale Wirtschaftsentwicklung, Abfallmanagement und Plastikrecycling mitnehmen, mit dem Ziel eine Zero-Waste-Gemeinde zu werden.

Video auf YouTube ansehen:

https://youtu.be/bxT5L_mJ4ZQ

Mit Pony und Corgis humorvoll durch die Krise

Mit Corona kriselte es auch im Berliner öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV): Fahrgastzahlen gingen um 70% zurück – die BVG stellte sich der kommunikativen Herausforderung mit Humor. Passagiere und Beschäftigte sollten überzeugt werden, dass sicheres Bus- und Bahnfahren unter Berücksichtigung der Corona-Regeln möglich ist.                                                                      

Green Urban Development: Lernen von inspirierenden Umsetzungsbeispielen

Wie fördern wir eine grüne Stadtentwicklung?

Die Welt muss ihre CO2-Emissionen bis 2050 drastisch senken, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Weltweit erleben wir in den vergangenen 30 Jahren einen Zuzug in die Städte. Städte sind eine der wesentlichen Räume, in denen der CO2-Ausstoss direkt verursacht wird. Dies geschieht durch Bauvorhaben, durch Verkehrsströme, dem erhöhten Energieverbrauch der Bevölkerung, der Herstellung von Müll und weiteren Faktoren. „Der Stadtraum ist aber auch zugleich der Lösungsraum für die Klimawende“, so einer der Teilnehmenden der Arbeitsgruppen zu Green Urban Development. Und dies wird auch von internationalen Studien bestätigt (z.B. der Studie des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen, „The Transformative Power of Cities“).

Zu städtischen Lösungsansätzen zählt beispielsweise die Nutzung von neuen Mobilitätsformaten wie verkehrsberuhigte Stadträume, die Nutzung von E-Mobility- und Fahrradwege-Lösungen, der Bau von nachhaltigen Gebäuden und Gebäudesanierungen mit zirkulären Produktions- und Produktansätzen, die Entwicklung von Stadträumen zur Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe und Gemeinwohlaktivitäten, dezentrale Energieversorgungs- und Abfallkonzepte.

Ziel der Arbeitsgruppen zu Green Urban Development

Das Programm beinhaltete drei Arbeitsgruppen und jeweils drei bis vier Städte und deren Vertreterinnen und Verteter, meist Fachleute von lokalen Stadtverwaltungen oder Forschungseinrichtungen. Die drei Arbeitsgruppen hatten die folgenden Schwerpunkte:

  • Arbeitsgruppe 1: Mobilitätslösungen in Städten
  • Arbeitsgruppe 2: Die Transformation von Stadträumen und Neunutzung des „Urban Space“ durch neue Gemeinschaftsformate und Mobilitätslösungen
  • Arbeitsgruppe 3: eine gemischte Gruppe, die städtische Energie-, Mobilitäts- und Raumansätze miteinander verknüpft.

Bereits bei der Bildung der Arbeitsgruppen wurde deutlich, dass sich Lösungsansätze häufig überschneiden bzw. verschiedene Lösungsansätze sich miteinander verbinden lassen. Dies ermöglichte auch einen Austausch von Erfahrungen zwischen den Arbeitsgruppen des Clusters.  Die teilnehmenden Städte an dem Programm waren Bhuj/Ahmedabad, Belo Horizonte, Kochi, Lalitpur, Dortmund, Buenos Aires, Quito, Montevideo, Hamburg, Kigali, Kisumu and Bremen.

Erste, zweite und dritte Prozess-Schritte des Clusters: Von Ideen zu konkreten Projektvorschlägen

In einem ersten Schritt wurden in der jeweiligen Arbeitsgruppe Projektideen entwickelt:

  • Erstellung eines Fahrradverkehrskonzepts am Beispiel der Fahrradwege in Lalitpur
  • Die Schaffung einer kinderfreundlichen Umweltzone im Quartier und die Gestaltung von geschwindigkeitsreduzierten Erholungsgebieten
  • Begrünung von Dächern zur Schaffung einer nachhaltigen und grünen städtischen Umwelt und der Kombination mit Lösungen für erneuerbare Energien und städtischen Gartenaktivitäten
  • Kommunale Bioabfallbewirtschaftung auf Stadtteilebene in Zusammenarbeit mit lokalen Bürgern
  • Förderung von verkehrsberuhigten Zonen in Kigali
  • Vergrößerung von Grün-, Retentions- und Versickerungsflächen in Städten
  • Anwendung von Sensortechnologien zur Analyse von Stadtteilen und Orten mit hohem Co2-Ausstoss
  • Planung von Pop-up-Fahrradwegen und den Aufbau von sicheren Fahrradwegen
  • Last-Mile-Connectivity Lösungen und elektrobasierte Logistiklösungen im Zentrum von Städten

In bilateralen Treffen mit den Fokusstädten und weiteren interessierten und erfahrenen Städten wurden die Interessensthemen ausgelotet und Städteerfahrungen miteinander vernetzt.

In einem zweiten Schritt des Vorhabens wurde in jeder Arbeitsgruppe ein größeres Netzwerktreffen organisiert, in denen die Städte in der Arbeitsgruppe ihre Erfahrungen austauschten und inspirierende Umsetzungsansätze vorstellten. Eine Vielzahl von Lösungsansätzen und Erfahrungsberichte wurden hier ausgetauscht, u.a. die Erstellung eines Umweltverschmutzungs-Mapping und das E-Mobilitätskonzept von Kigali, erste Last Mile-Connectivity-Ansätze in Buenos Aires, der Aufbau des E-Mobility Hubs in Quito, Pop-up Lanes in Berlin, Umweltzonen und Fahrradwege-Ansätze in Belo Horizonte, der Aufbau von ersten Fahrradwegen und App-Sharing-Konzepten in Lalitpur, etc.. 

Auf der Basis dieses konkreten Austauschs wurden weitere bilaterale Erfahrungsaustauschtreffen angebahnt, um erste Ideen von Prototypen weiterzuentwickeln. Die Prototypen waren u.a.  

  • Zuliefer-/ und Entladungsflächen und elektronischer Transport über Hubs in der Altstadt von Buenos Aires
  • Kinderfreundliche und verkehrsberuhigte Räume in Bhuj
  • Ausweitung von Fahrradinfrastrukturprojekten und App-Sharing-Lösungen in Lalitpur.

Auf der Basis erster Prototypen wurden konkrete Projektvorschläge entwickelt, die im Anschluss an das Programm Finanzmittel für die Umsetzung eingeworben werden. In der Arbeitsgruppe “Urbaner Raum“ wird Bhuj das Projekt „Sicherer Zugang zu Schulen für Kinder durch kinderfreundliche und verkehrsberuhigte Zonen“ umsetzen. Aus der Arbeitsgruppe Mobilität-Stadtraum- Energie entwickelte sich das Projekt für Belo Horizonte, der Aufbau eines stadtökologischen Labors. Der Austausch in der Arbeitsgruppe Mobilität führte schließlich zum Projekt „Angewandte Technologie zum Be- und Entladen öffentlicher Zonen in Buenos Aires“.

Umsetzung von Green City Pioneer of Change Events

Neben dem internen Netzwerkaustausch in den Arbeitsgruppen wurden weitere Akteure aus anderen Städten weltweit in den Reflexionsprozess für neue klimaneutrale Städtelösungen eingebunden. Hierzu wurden zwei große „Green City Pioneer of Change-Workshops“ organisiert, an dem jeweils mehr als 50 Teilnehmende gute Praktiken vorgestellt bekamen als aber auch in virtuellen Arbeitsgruppen über wesentliche Erfolgsfaktoren und Herausforderungen reflektierten. 

Detailinformationen

Eine Vielzahl von Input-Reden, Videopräsentationen, Präsentationen, Workshopergebnissen und Guten Praktiken finden sich auf der Connective Cities-Webseite

Connective Cities Lab- Experteninput
vom Clusterexperten Oliver Lah (Wuppertal Institut) am 11. 112021: https://community.connective-cities.net/en/node/968

Teilnahme der Arbeitsgruppen an dem Angebot der Design Thinking Workshops
und dessen Dokumentation (15-17.11 2021)

https://community.connective-cities.net/en/node/959

https://community.connective-cities.net/en/node/960

https://community.connective-cities.net/en/node/961

Netzwerktreffen mit Austausch von guten Praktiken
der AG Mobility (31.11.21)

https://community.connective-cities.net/en/node/1102

Netzwerktreffen mit Austausch von guten Praktiken
der AG Urban Space und der AG urban Space, Mobility, Energy (03.12.21)

https://community.connective-cities.net/en/node/1095

Erster Green City Pioneers of Change Event (19.01.2022)
https://community.connective-cities.net/en/node/1111

Zweiter Green City Pioneers of Change Event (25.02.22)

https://community.connective-cities.net/en/node/1130

Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Lindau

Da das Radfahren in der Freizeit und als Alternative zum Auto immer beliebter wird, müssen die Kommunen ihre Radverkehrsinfrastruktur anpassen. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess eingebunden werden.

Kommunale Abfallwirtschaftssysteme in Stadtvierteln mit niedrigem bis mittlerem Einkommen in Accra

Accra, die tropische Hauptstadt Ghanas, ist mit Umwelt- und Abfallmanagementproblemen konfrontiert. Ursprünglich war die Stadtverwaltung von Accra für die Abfallwirtschaft zuständig. Aufgrund der unzureichenden Kapazitäten für die Abfallbewirtschaftung führte die Stadtverwaltung das Hutalapi-Prinzip ein, das andere Anbieter von Abfallsammeldiensten einbezog, die auf die Stadtteile mit geringem bis mittlerem Einkommen in Accra zugeschnitten sind.

Ein Stadt für und mit Kindern gestaltet: Quelimane, Mosambik

Die Wirtschaft von Quelimane ist abhängig von Regenfeldbau und Fischerei. Das hat dazu geführt, dass einige Familien aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels in extreme Armut geraten sind. Auch Kinder, ein wichtiger Teil der Bevölkerung, sind davon betroffen. Die gute Praxis zielt darauf ab, die Beteiligung von Kindern an der Verwaltung und Planung der Stadt Quelimane zu fördern.

Vom Abfall zur Ressource

Die Stadt Bizerte (Tunesien) führte in Kooperation mit der Stadt Rostock die Trennung und Kompostierung von organischen Abfällen ein. Auf einer Dialogveranstaltung und zwei gegenseitigen Delegationsreisen wurde die Projektidee von Fachleuten aus Rostock und Bizerte gemeinsam ausgearbeitet. Mittels einer Finanzierung des Projekts „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte (Nakopa)“ der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) wurde eine Kompostierungsanlage gebaut und Ende 2020 in Betrieb genommen.