Wie können Kommunalverwaltungen eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und der Unterstützung migrantischen Unternehmertums in ihren Kommunen übernehmen?
Die interaktive Online-Veranstaltung von Connective Cities findet am 25. März 2026 von 10:00 -12:30 Uhr MEZ statt. Sie bringt deutsche und internationale kommunale Fachleute zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, aus praktischen Beispielen zu lernen und innovative Ansätze für kommunale Wirtschaftsförderung durch die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und migrantisches Unternehmertum zu diskutieren.
Die Teilnehmenden profitieren von Präsentationen und Diskussionen Guter Praktiken, anhand derer sie:
effektive kommunale Strategien zur Förderung einer erfolgreichen und fairen Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und migrantischen Unternehmertums kennenlernen,
das Bewusstsein für Problemstellungen und Chancen von Fachkräfteeinwanderung auf lokaler Ebene schärfen,
übertragbare Lösungen für unterschiedliche lokale Kontexte erleben und
darin gestärkt werden, kommunale Handlungsspielräume zu nutzen, um die lokale Wirtschaft durch Fachkräfteeinwanderung und migrantisches Unternehmertum voranzubringen.
Die Veranstaltungssprache ist Englisch.
Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich:
Internationale Community of Practice für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 92, Februar 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
„Wasserstoff und Sauerstoff werden auf absehbare Zeiten hinaus die Energieversorgung der Erde sichern“, so prophezeite es bereits 1875 Jules Verne in seinem Roman „Die geheimnisvolle Insel“ und nahm damit die Bedeutung der Wasserstoff-Elektrolyse und Brennstoffzellentechnologie vorweg.
Mit Technik lassen sich neue Welten erschließen. In dieser Ausgabe zeigen wir, wie KI-Visualisierungen die Neugestaltung von nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum unterstützen können. Außerdem zeigen wir, wie das ländlich gelegene Borgholzhausen ein neuartiges und einzigartiges Linien-E-Carsharing für die letzte Meile vom oder zum Bahnhof entwickelt hat.
Wasserstoff ist auch Thema zweier geplanter Insight Sessions, zu denen wir Sie herzlich einladen. Wir stellen das Heilbronner Wasserstoffmodell und die Hamburger Wasserstoffstrategie vor.
In der letzten Märzwoche widmen wir uns in zwei weiteren virtuellen Veranstaltungen der Frage, wie sich Fachkräfteeinwanderung auf kommunaler Ebene gestalten lässt. Und wie lassen sich im Rahmen der urbanen Mobilitätsplanung Mobilitätsdaten effektiv managen?
Darüber hinaus sind bei zwei unserer neuen, einjährigen regionalen Lernprozesse noch Plätze frei: „Naturbasierte Lösungen zur Stärkung kommunaler Resilienz” und „Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung”. Wir laden insbesondere deutsche Kommunen ein, sich zu bewerben, und haben die Bewerbungsfristen dafür noch etwas verlängert.
Gerne erschließen wir gemeinsam mit Ihnen neue Welten einer nachhaltigen und sozialen Stadtentwicklung
Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
KI-basierte Visualisierung für nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum
Am 22. Januar 2026 brachte Connective Cities Kommunen aus Subsahara-Afrika, Europa und der MENA-Region zusammen. Mithilfe KI-basierter Visualisierungen entwickelten Praktiker*innen aus Städten wie Nairobi, Huye, Hebron, Berlin und Windhoek gemeinsam Zukunftsszenarien für inklusiven Wohnraum, öffentliche Räume und klimaresistente Stadtviertel. Diese basierten auf lokalen Kontexten und waren von den Prinzipien des New European Bauhaus inspiriert. Der Workshop markierte den Beginn einer neuen Phase der Connective Cities-Arbeitsgruppe für nachhaltiges und bezahlbares Wohnen.
Innovatives Mobilitätskonzept für den ländlichen Raum in Borgholzhausen und Halle-Künsebeck, das sich trägt.
Das ländlich gelegene Borgholzhausen hat ein neuartiges Linien-E-Carsharing für die letzte Meile vom oder zum Bahnhof entwickelt. Wer über ein gültiges ÖPNV-Ticket verfügt, kann ein Elektrofahrzeug kostenfrei auf festgelegten Linien zwischen bestimmten Haltepunkten für maximal eine halbe Stunde hinzubuchen. Die Nachbargemeinde Halle-Künsebeck beteiligt sich an diesem innovativen in Deutschland einzigartigen Mobilitätskonzept.
Insight Session zum Aufbau eines regionalen Ökosystems am 26. Februar 2026 von 11:00 – 12:30 Uhr MEZ
Im Fokus steht, wie sich die Region Heilbronn-Franken durch den Aufbau eines koordinierten regionalen Ökosystems strategisch im Bereich grüner Wasserstoff positioniert.
Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands trägt die Initiative zur Klimaneutralität bei – durch den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, den Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz. Nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in den Aufbau regionaler Wasserstoffstrukturen zu erhalten.
Insight Session über den Internationalen Hub für die Wasserstoffwirtschaft am 18. März 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ)
In einer weiteren Insight-Session zum Thema Wasserstoff wird die Metropolregion Hamburg vorgestellt, welche sich als international führender Standort der Wasserstoffwirtschaft positioniert. Als bedeutender Hafen- und Logistikstandort übernimmt Hamburg eine strategische Rolle bei der Verknüpfung globaler Wasserstoff-Lieferketten mit der nationalen Nachfrage. Die Strategie verfolgt einen integrierten Ansatz zur Skalierung von Produktion, Import, Infrastruktur und industriellen Anwendungen. Ziel ist es, Hamburg als Tor für Wasserstoff nach Deutschland und Europa sowie als Zentrum für industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum zu etablieren. Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!
Kommunale Wirtschaftsförderung durch Fachkräfteeinwanderung und migrantisches Unternehmertum
Insight Session über Praxisansätze aus Kommunen
am 25. März 2026 von 10:00 -12:30 Uhr MEZ (tbc)
Wie können Kommunalverwaltungen eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte in ihren Kommunen übernehmen?
Diese interaktive Online-Veranstaltung bringt deutsche und internationale kommunale Fachleute zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, aus praktischen Beispielen zu lernen und innovative Ansätze für die Steuerung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte auf lokaler Ebene zu diskutieren. Weitere Informationen zu den vorgestellten Guten Praktiken folgen in Kürze. Merken Sie sich den Termin vor!
Einladung zum Lernprozess zu naturbasierten Lösungen
Zunehmende Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen, Biodiversitätsverlust und Flächenversiegelung setzen urbane Infrastrukturen und Governance-Systeme zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund stellen naturbasierte Lösungen einen kosteneffizienten Ansatz mit vielfältigem Mehrwert dar, um die Klimaanpassung zu stärken und zugleich Vorteile wie Kohlenstoffbindung, Regenwassermanagement sowie Regulierung des urbanen Binnenklimas zu erzielen. Der einjährige Lernprozess bringt kommunale Praktiker*innen, Fachleute und politische Entscheidungsträger*innen in drei Präsenzworkshops sowie über eine kontinuierliche virtuelle Zusammenarbeit zusammen.
Verlängerung der Bewerbungsfrist: 08. März 2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
Folgeaktivität im Rahmen des Lernprozesses „Nachhaltige Mobilität. Zusammenspiel zukünftiger Mobilitätsformen“
Die 2,5-stündige Online-Veranstaltung „Mobility Data Management“ ist sowohl an den Teilnehmendenkreis des Lernprozesses adressiert, als auch an alle interessierte Kommunalexpert*innen aus Deutschland und dem Globalen Süden, die sich in ihrer Kommune mit Datenmanagement für eine nachhaltige Mobilitätsplanung befassen. Die Veranstaltung ist für die letzte Märzwoche angesetzt. Das Veranstaltungsprogramm folgt in Kürze. Interessierte können sich gerne an die Projektkoordinatorin Marcella Sobisch wenden: marcella.sobisch@engagement-global.de.
Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung
Teilnahmeaufruf zum Lernprozess zur Planung für urbane Resilienz in Südosteuropa / Südkaukasus
Klimabedingte Extremereignisse, technische Störungen, wachsende Abhängigkeiten zwischen Infrastruktursystemen sowie neue sicherheitspolitische Herausforderungen gefährden die Funktionsfähigkeit urbaner Räume. Der Schutz kritischer Infrastrukturen – Energie, Wasser, Verkehr, Kommunikation und Gesundheit – ist damit zu einer zentralen Aufgabe moderner kommunaler Governance geworden. Im Fokus des einjährigen Lernprozesses stehen integrierte Planung, Multi-Risiko-Governance und die Entwicklung umsetzbarer Projektansätze zum Schutz und zur Stärkung kritischer Infrastrukturen.
Verlängerung der Bewerbungsfrist: 15. März 2026. Werden Sie Teil des Prozesses!
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Sich updaten, aus der kommunalen Praxis berichten, Austausch pflegen – darum geht es beim jährlichen Netzwerktreffen von Connective Cities für die aktiven deutschen Akteur*innen. Auch in diesem Jahr fanden rund 30 Teilnehmer*innen den Weg nach Bonn und tauschten sich über Geschafftes, Geplantes und auch ein wenig über Visionäres aus.
Die Gruppe der Teilnehmer*innen war bunt gemischt. Mit dabei waren Connective-Cities-Erfahrene wie etwa Lidia Perico, Leiterin der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, die mit einer ganz konkreten Idee für einen thematischen Schwerpunkt anreiste. Oder auch Michael Leischner aus Dortmund, der als Mitglied des Steuerungskreises mit Blick auf das gesamte Programm teilnahm. „Ich bin schon gefühlte 100 Jahre bei Connective Cities und jetzt im Steuerungskreis. Für mich ist es wichtig zu sehen, was sich in den Kommunen tut und wie die Situation bezüglich internationaler Zusammenarbeit ist“ – so seine Motivation, kurz vor Jahresende zwei Tage zu investieren. Wiederum andere kamen zum Netzwerktreffen, um sich mit dem Angebot von Connective Cities grundsätzlich vertraut zu machen.
Foto: Connective Cities
Für diese vielfältigen Erwartungen gab es ein breites Programm:
Zunächst einmal standen das Sondieren und Einbringen von Themen im Mittelpunkt und damit die Gelegenheit für die Teilnehmer*innen, Themen aufzuzeigen, die in ihrer kommunalen Praxis relevant sind.
Hierzu stellte das Team der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und der GIZ zunächst die schon gereiften Pläne für das kommende Jahr vor: Seitens der GIZ werden in den Partnerregionen unter anderem die Renaturierung urbaner Räume sowie die Stärkung der lokalen Wirtschaftsentwicklung als wichtige thematische Schwerpunkte verfolgt, neben weiteren inhaltlichen Feldern. Für die Fokusregion Subsahara-Afrika stehen naturbasierte Lösungen und das wirtschaftliche Potenzial von grünem Wasserstoff im Mittelpunkt. Mit den Kommunen der Region Südosteuropa und Südkaukasus wird an urbaner Resilienz und der Sicherung kritischer Infrastruktur sowie an wirtschaftsfreundlicher Regionalentwicklung gearbeitet. In der Fokusregion Nahost und Nordafrika stehen Grüne Korridore zwischen Stadt und Umland, und das Thema Building Back Better – vor allem mit Blick auf Syrien und Gaza – auf dem Plan. Darüber hinaus werden die Themen aus vergangenen Lernprozessen in Alumni-Gruppen weitergeführt, um das generierte Wissen im Netzwerk zu verankern und den fachlichen Austausch nachhaltig aufrechtzuerhalten. Die Alumni-Gruppen arbeiten unter anderem zu den Themen Hitze in der Stadt, risiko-informierte Stadtentwicklung sowie Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die SKEW ihrerseits wird für Lernprozesse in Deutschland die Schwerpunkte unter anderem auf Nachhaltige Mobilität und Wasserresilienz legen. Themenvorschläge für zwei weitere Lernprozesse in Deutschland können noch bis zum 8. Februar 2026 eingereicht werden.
Die entsprechenden Teilnahmeaufrufe wurden zum Teil bereits veröffentlicht oder werden Anfang 2026 im Newsletter, auf der Website und bei LinkedIn und Facebook erscheinen. Die Lernformate bleiben die bewährten: länger angelegte Lernprozesse über ein Jahr mit Auftakttreffen, Fachaustauschreisen und digitalem Austausch, Deep Dives in kleinen Gruppen über zwei Jahre hinweg sowie verschiedene agile Formate – offen für alle und auf akute Bedarfe zugeschnitten (Ad-hoc-Sessions, Insight-Sessions).
Themenschwerpunkte von Connective Cities
Im zweiten Schritt wurden Themen, zu denen sich die Kommunen und kommunalen Unternehmen weiteren Austausch wünschen, gesammelt und dabei auch die Themen aus dem aktuellen Themenspeicher von Connective Cities gewichtet. Die entstandene Pinnwand liest sich spannend und vielfältig: Katastrophenvorsorge, (Cyber-)Sicherheit und Resilienz, (legale) Migration und Integration, Stadtentwicklung und neue Stadtquartiere, Energieparks, Energie aus Biomasse, Entwässerung, Nachhaltigkeitsberichterstattung, Nachhaltigkeitskonzepte bei Großveranstaltungen, Start-ups und lokale Wirtschaftsförderung, Bildung und Bildungsmaterialien zu nachhaltiger Entwicklung, demografischer Wandel, inklusive Stadt, Umweltschutz in der Stadt, digitale Daseinsvorsorge, attraktive Innenstädte und noch weitere Themen sammelten sich dort. Auch Lidia Pericos Idee ist dort zu lesen. Ob dies ein Thema für Connective Cities werden wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich nicht klar. Aber: „Wir wollten die Chance kurz vor Jahresende nutzen, um unsere Planung für 2026 in die Spur zu bringen, egal ob es jetzt im Format von Connective Cities klappt oder nicht. Wenn man von eigenen Ideen berichtet, entwickelt man diese ja im Kopf weiter und das ist immer ein Mehrwert“, so Pericos Bilanz.
Wie Lernprozesse im Rahmen von Connective Cities konkret aussehen können, zeigten zwei Beispiele aus vergangenen Lernzyklen.
Angelika Schweimnitz vom Institut für Schutz und Rettung der Kölner Feuerwehr stellte den Lernzyklus von Feuerwehren zu den Themen „Unterkünfte für Evakuierte und der Einsatz von Ehrenamtlichen“ vor. Für die Kölner Feuerwehr mündete dieser in einen intensiveren Austausch mit den Feuerwehren aus Makati und Quezon City auf den Philippinen, die laut Schweimnitz aufgrund der Vielzahl der dortigen Klimaereignisse eine weit höhere Einsatzdichte haben. Schweimnitzs Bilanz war dabei durchweg positiv: Beeindruckend sei die Nähe zwischen Rathaus und Bevölkerung gewesen sowie die Übersicht über die Stadt durch Kameraüberwachung. Die philippinischen Partner seien vor allem am Modell der freiwilligen Feuerwehr interessiert gewesen, die in Deutschland einen bedeutenden Anteil der Einsatzkräfte ausmacht. Der Austausch habe außerdem eine Vielzahl konkreter Ideen für die qualitätsvolle Unterbringung von Evakuierten hervorgebracht – vom Pop-up Zelt bis zum Intimitätsraum. „Es wurde einfach die Sprache der Instrumente gesprochen“, so ihre Beschreibung. Und: „Wir haben das Internationale und vernetztes Denken in der Katastrophenvorsorge in unsere Feuerwehr getragen.“
Ein ähnlich positives Bild eines Connective Cities-Austauschs zeichnete Sven Robert Ganschow von der Stadtreinigung Hamburg. Trotz Hürden wie der Corona-Pandemie, Personalwechseln und grundsätzlich veränderten Rahmenbedingungen wie dem Kriegsbeginn in der Ukraine sei der internationale Austausch zu den Themen Integrierte Abfallwirtschaft und Kunststoffrecycling von hohem Nutzen und wertgeschätzt gewesen. Er habe dabei auch stets die politische Rückendeckung aus der eigenen Stadt gemerkt: „Ich spürte immer Verständnis dafür, dass die Probleme nicht im eigenen Land enden, sondern dass es wichtig ist, dass wir unser Wissen weitergeben“, so seine Erfahrung.
Teilnehmende des Netzwerktreffens | Foto: Connective Cities
Ein dritter Schwerpunkt des Netzwerktreffens war die kollegiale Beratung – zum einen, um diese als Kernmethode von Connective Cities vorzustellen, zum anderen, um den Luxus der versammelten Expertise zu nutzen. Einige Teilnehmer*innen brainstormten dabei zu der Frage, wie sich Kolleg*innen in der eigenen Kommune oder im eigenen kommunalen Unternehmen für die Teilnahme an einem Connective-Cities-Austausch gewinnen lassen. Eine zweite Gruppe beschäftigte sich damit, wie die Umsetzung eines Projekts gelingen kann, auch wenn sich die Rahmenbedingungen seit Bewilligung diametral verändert haben. Und auch das Team von Connective Cities selbst nutzte die Chance und fragte nach Strategien für eine erfolgreiche Ansprache kommunaler Expert*innen für die Aktivitäten des Vorhabens. Alle Gruppen erwiesen sich als äußerst produktiv und machten die Idee von Connective Cities greifbar: Expertise zusammenbringen – die Vielfalt der Perspektiven nutzen – gemeinsam Lösungen generieren. Oder mit den Worten einer Teilnehmerin: „Es tut gut zu sehen, dass andere Kommunen ähnliche Herausforderungen haben und es oft schon Lösungen gibt. Man muss nicht alles neu anfangen.“
Und schließlich ging es beim Netzwerktreffen darum, was schon der Titel verrät: Kontakte knüpfen, sich zusammenschließen – Netzwerken eben. Die lebhaften Gespräche von der ersten Kaffeepause an ließen erahnen, dass dieses Ziel zufriedenstellend erreicht wurde. „Mein Impuls für den Heimweg ist auf jeden Fall, 2026 häufiger an solchen Netzwerktreffen teilzunehmen. Raus aus Berlin und in den Austausch gehen“, so noch einmal Lidia Perico aus Berlin.
„Ich bin wirklich begeistert vom Netzwerktreffen, weil ich das ganze System hinter Connective Cities noch einmal tiefer verstanden habe, obwohl wir schon zusammengearbeitet haben. Und dass man sich so stark mit eigenen Themen in das Programm einbringen kann, finde ich klasse.“
(Daniela Wiedenhaupt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Berlin)
Internationale Community of Practice für nachhaltige Kommunalentwicklung
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 90, Dezember 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Nur die Natur kann uns Schöpfung, kann uns Kreativität lehren. Unser wahres Analphabetentum ist die Unfähigkeit, schöpferisch tätig zu sein“, schrieb der Künstler, Maler und Architekt Friedensreich Hundertwasser im Jahr 1983 in seinem Manuskript „Konkrete Utopien für die grüne Stadt“.
In dieser Ausgabe schauen wir, inspiriert von diesem Zitat, zurück auf eine Dialogveranstaltung in Bonn, bei der sich kreative Köpfe zusammengetan haben, um verschiedene CO₂-freie Mobilitätsformen innovativ miteinander zu verknüpfen. Sie ist zudem der Start eines neuen Lernprozesses zum Thema, den wir in 2026 fortsetzen werden.
Wir geben Einblicke wie Städte in Deutschland und Subsahara Afrika dabei sind, ihre Infrastruktur für grünen Wasserstoff um- und auszubauen und dadurch die lokale Wirtschaft voranzubringen.
Mit der Natur als Vorbild können Sie sich mit Ihrer Kommune an unserem zweijährigen Lernprozess beteiligen, in dem wir die kreativsten Optionen zum Schutz vor Trockenheit und Starkregen ausloten. Und herzlich möchten wir Sie auch zu unserem Lernprozess über „Grüne Korridore in Deutschland und der MENA-Region“ einladen.
Zudem startet Connective Cities mit drei weiteren starken Partnern ins neue Jahr. Wir stellen sie kurz vor und skizzieren die Themen, die wir dann gemeinsam mit Ihnen vertiefen möchten.
Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Start ins neue Jahr.
Herzlichst Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Zusammenspiel nachhaltiger Mobilitätsformen
Auftakt des neuen Lernprozesses zu nachhaltiger Mobilität in Bonn
Connective Cities hat vom 25. bis 27. November zu einer Dialogveranstaltung in Bonn eingeladen. 38 Expert*innen aus 20 Kommunen in 11 Ländern waren diesem Aufruf gefolgt, um ihre innovativen Projektansätze mit ihren Kolleg*innen zu diskutieren und gemeinsam an neuen Umsetzungsideen zu arbeiten. Vertreten waren kleine Gemeinden wie Schlangen im Teutoburger Wald mit gut 9.000 Einwohner*innen bis hin zu Millionenmetropolen wie Rio de Janeiro oder München. Ebenso vielfältig waren die innovativen Ansätze.
Grüner Wasserstoff für die lokale Wirtschaftsentwicklung
Das Potenzial neuer Technologien auf lokaler Ebene erschließen
Grüner Wasserstoff gewinnt weltweit rasch an Bedeutung als wichtiger Energieträger der Zukunft. Für viele afrikanische Länder bieten die reichlich vorhandenen Solar- und Windressourcen den Städten einen einzigartigen Vorteil, da sie sie nicht nur zu Innovationszentren, sondern auch zu Zentren für Technologietransfer, Arbeitskräfteausbildung und industrielle Diversifizierung machen. Durch die Integration der nachhaltigen Nutzung von grünem Wasserstoff in die Stadtplanung können Kommunen die Energiesicherheit verbessern, langfristige Investitionen anziehen und widerstandsfähigere, klimafreundlichere lokale Wirtschaftssysteme aufbauen.
Wasserresilienz – Kommunen stärken sich gegen Trockenheit und Starkregen
Teilnahmeaufruf: Connective Cities Deep Dive: Ein vertiefter Lernprozess mit Auftaktveranstaltung in Deutschland im März 2026
Kommunen stehen wegen des Klimawandels und Bodenversiegelung vor Herausforderungen durch häufigere Dürre, starke Regenfälle und Überschwemmungen. In Deutschland und im Globalen Süden werden aktuell innovative Lösungen gefördert und schnell erprobt. Daher bietet Connective Cities zu diesem aktuellen und hochrelevanten Thema einen vertieften Lernprozess an, zudem wir interessierte Kommunen herzlich einladen.
Einladung zum Kickoff-Workshop vom 7.–9. April 2026 (TBC) in Ägypten
Grüne Korridore verbessern das Mikroklima, steigern die Aufenthaltsqualität und unterstützen Kommunen dabei, sich an den Klimawandel anzupassen. Im neuen einjährigen Connective Cities Lernprozess MENA entwickeln Fachleute aus Deutschland und der MENA-Region gemeinsam konkrete Lösungen für grüne Korridore in ihren Städten – praxisnah, ko-kreativ und umsetzungsorientiert. Wir laden Sie herzlich ein, am Kickoff-Workshop teilzunehmen und Ihre Projektidee oder Herausforderung in den Lernprozess einzubringen.
Gemeinsam stärker: Die neuen Partner von Connective Cities
Der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund und der Verband kommunaler Unternehmen sind jetzt Teil des Steuerungskreises
Mehr kommunale Stimmen, mehr Austausch, mehr gemeinsame Gestaltungskraft – Connective Cities geht mit einem erweiterten Partnerkreis in die nächste Phase. Wir stellen unsere Partner vor und skizzieren die thematischen Schwerpunkte für das kommende Jahr. Schauen Sie mal rein!
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Grüner Wasserstoff gewinnt weltweit rasch an Bedeutung als wichtiger Energieträger der Zukunft. Obwohl sich die aktuelle Diskussion vor allem auf die Wasserstoffproduktion und ihr Exportpotenzial konzentriert, bietet der inländische Verbrauch von grünem Wasserstoff ebenso bedeutende Chancen für die lokale Wirtschaftsentwicklung – durch die Stärkung der kommunalen Infrastruktur, die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und die Förderung neuer wirtschaftlicher Aktivitäten entlang verschiedener Wertschöpfungsketten. Für viele afrikanische Länder bieten die reichlich vorhandenen Solar- und Windressourcen den Städten einen einzigartigen Vorteil, da sie sie nicht nur zu Innovationszentren, sondern auch zu Zentren für Technologietransfer, Arbeitskräfteausbildung und industrielle Diversifizierung machen. Durch die Integration der nachhaltigen Nutzung von grünem Wasserstoff in die Stadtplanung können Kommunen die Energiesicherheit verbessern, langfristige Investitionen anziehen und widerstandsfähigere, klimafreundlichere lokale Wirtschaftssysteme aufbauen – und so letztlich zu wichtigen Triebkräften für den globalen Übergang zu sauberer Energie werden.
Die Teilnehmenden der Konferenz | Foto: Connective Cities
Um den Austausch bewährter Verfahren zu fördern und die Strategieentwicklung zwischen afrikanischen und deutschen Städten zu beschleunigen, veranstaltete Connective Cities vom 25. bis 27. November 2025 in Mombasa seinen zweiten Workshop zum Thema „Erforschung des Potenzials der grünen Wende für die lokale Wirtschaftsentwicklung”. Vertreterinnen und Vertreter aus Mauretanien, Kenia, Südafrika und Deutschland nahmen daran teil. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen unter anderem die Verbesserung der technologischen Voraussetzung für die Produktion von grünem Wasserstoff, die Bewältigung lokaler Herausforderungen bei der Umsetzung und die Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. In den Diskussionen wurde außerdem betont, wie wichtig es ist, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Start-ups als wichtige Triebkräfte für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovation einzubeziehen und zu integrieren.
Die Stadt Nakuru in Kenia stellte ihre Benchmark-Strategie vor, mit der sie sich als vorbildliche grüne Stadt und führender Standort für die Produktion von grünem Dünger im Blumenzuchtsektor positionieren will, um die Importabhängigkeit zu verringern und die Entstehung neuer grüner Industrien zu fördern. Dank ihrer Nähe zu den geothermischen Quellen des Rift Valley ist Nakuru gut positioniert für die kostengünstige Produktion von grünem Wasserstoff. Die Stadt möchte Pilotprojekte, angewandte Forschungsinitiativen sowie lokale und internationale Start-ups anziehen, die entlang der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff tätig sind, und damit ihre langfristige Vision als regionales Zentrum für saubere Energie und Innovation stärken.
Feldbesuch im Hafen von Mobasa | Foto: Connective Cities
Kenia hat eine nationale Strategie für grünen Wasserstoff verabschiedet und beteiligt sich an regionalen afrikanischen Wasserstoffinitiativen. Mombasa hat als wichtige Hafenstadt strategische Bedeutung für die Exportlogistik und die Ansiedlung von Küstenprojekten. Während sich die frühen nationalen Aktivitäten auf Potenzialanalysen und Pilotstandorte konzentrierten, werden Küstenstandorte wie Mombasa zunehmend als Drehscheiben für Logistik, exportorientierte Wasserstoffproduktion und Küstenprojekte im Bereich erneuerbare Energien angesehen. Die Stadt möchte nun ihre strategische Lage nutzen, um sich als globaler Akteur in der wasserstoffbetriebenen Logistik zu etablieren und den Hafen zu einem Logistikcluster zu entwickeln, der innovative lokale und internationale Investitionen anzieht und von qualifizierten Arbeitskräften unterstützt wird.
In Südafrika ist die Region Waterberg in Limpopo Teil des nationalen „Hydrogen Valley“, das sich über Limpopo, Gauteng und KwaZulu-Natal erstreckt. Der Bergbau und die Industrie im Korridor Waterberg–Mokopane werden in die Wertschöpfungsketten für Wasserstoff und Platinmetalle integriert. Jüngste Machbarkeitsstudien und nationale Planungen für grünen Wasserstoff haben die Region für Investoren zunehmend attraktiv gemacht. Die lokale Entwicklungsvision sieht vor, die Erzeugung erneuerbarer Energien mit dem Bergbau und nachgelagerten Anwendungen für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak zu verbinden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Dekarbonisierung der Industrie und neue Exportmöglichkeiten mit der Schaffung lokaler Arbeitsplätze und Investitionen zu verknüpfen. Waterberg strebt außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit mit Universitäten an, indem lokale und internationale Forschungspartnerschaften gefördert werden, um Pilotprojekte anzustoßen und grüne Start-ups in aufstrebenden Wertschöpfungsketten zu fördern.
Aufgrund seiner außergewöhnlichen Wind- und Solarressourcen sowie seiner günstigen Exportlage gegenüber Europa hat sich Mauretanien zu einem Land mit hohem Potenzial für grünen Wasserstoff entwickelt. Es wurden bereits mehrere groß angelegte, exportorientierte Wasserstoff- und Ammoniakprojekte angekündigt oder befinden sich in der Entwicklung. Die nationale Strategie legt zwar den Schwerpunkt auf die exportorientierte Produktion von grünem Wasserstoff, betont aber auch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Unterstützung der heimischen Stromnetze und Industrie. Während die nationalen Projekte voranschreiten, sehen sich die Gemeinden innerhalb von Nouakchott, insbesondere Sebkha und Ksar, jedoch weiterhin mit hohen Stromkosten, Umweltverschmutzung, begrenzter Infrastruktur und dem Fehlen klarer kommunaler Wasserstoffstrategien konfrontiert. Sie wollen nicht nur Wasserstoffprojekte beherbergen, sondern sich auch sinnvoll an der Gestaltung einer gerechten, gemeinschaftsorientierten Wertschöpfung innerhalb der aufstrebenden grünen Wasserstoffwirtschaft Mauretaniens beteiligen. Die Stadt Nouakchott möchte sich durch ihre Partnerschaften mit dem privaten Sektor und internationalen Partnern nun als aktiver Akteur in diesem Wandel positionieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Modernisierung der städtischen Dienstleistungen, der Stärkung der Regierungsführung und dem Aufbau lokaler Kapazitäten im privaten Sektor, um letztendlich zu einem regionalen Zentrum für grüne Stadtentwicklung, Logistik und Industrieunternehmen im Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff zu werden.
Die teilnehmenden deutschen Städte tauschten sich auch über wichtige Erkenntnisse und Neuigkeiten zu ihren aktuellen Initiativen aus. Karlsruhe stellte seinen Wasserstoff-Hub rund um die Rheinhäfen (H2iPortKA) und sein starkes Forschungsökosystem in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie und den Fraunhofer-Instituten vor. Besonders hervorzuheben ist das dynamische Umfeld für Start-ups und Spin-offs, das zeigt, wie die grüne Wende neue Arbeitsplätze und Investitionen für eine ganze Region schaffen kann.
Heilbronn, bekannt als Zentrum für Technologie und Wasserstoffinnovation innerhalb der deutschen Automobil- und Maschinenbaucluster, will mit grünem Wasserstoff seine industrielle Basis diversifizieren, die Qualifikationen der Arbeitskräfte verbessern und forschungsorientierte Unternehmen in der Region ansiedeln. Die Universität Heilbronn und nahegelegene Fraunhofer-Initiativen bauen Zentren für angewandte Forschung und Innovation aus – darunter auch solche, die sich auf Wasserstofftechnologien konzentrieren – und nutzen dabei ihre starken Verbindungen zur Industrie für Pilotprojekte und die Entwicklung von Kompetenzen.
Feldbesuch im Hafen von Mombasa | Foto: Connective Cities
Der Workshop unterstrich die enormen Chancen, die sich rund um die Produktion von grünem Wasserstoff in Regionen mit reichlich vorhandenen erneuerbaren Energiequellen ergeben. Allerdings werden Städte und Regionen, in denen diese neuen Industrien angesiedelt sind, in nationalen Strategien, die hochkarätige Investitionen und Exportambitionen in den Vordergrund stellen, oft übersehen. Viele Kommunen sind sich nach wie vor unsicher, wie sie und ihre Bevölkerung direkt an diesen Entwicklungen teilhaben können. Es bestehen weiterhin erhebliche technologische und institutionelle Lücken und es ergeben sich nicht automatisch Synergien zwischen internationalen Hightech-Initiativen und lokalen Gegebenheiten. Infolgedessen suchen Kommunen zunehmend nach Modellen, internationalen Erfahrungen, Fachwissen und Partnerschaften, um ihre Kapazitäten zu stärken und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Diese Bedingungen ermöglichen eine prosperierende, innovative und gerechte lokale Wirtschaft, von der Nationen, Investoren und Gemeinden gleichermaßen profitieren, während gleichzeitig der technologische Fortschritt vorangetrieben wird.
Afrikanische und deutsche Städte treiben eine gemeinsame Vision für eine gerechte, klimafreundliche Wasserstoffzukunft voran.
Städte in Afrika und Europa verstärken ihre Rolle als Vorreiter der globalen grünen Transformation und treiben Innovation, Investitionen und Klimaresilienz von Grund auf voran. Nach dem erfolgreichen Start der Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ Anfang dieses Jahres in Naivasha, Kenia, wird Connective Cities vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia, den zweiten Peer-Learning-Workshop veranstalten.
Diese Leitveranstaltung bringt Stadtverantwortliche, Praktiker*innen, Brancheninnovator*innen, Forscher*innen und Entwicklungspartner zusammen, um kommunale Wasserstoffstrategien auszuweiten und neue Wege für eine grüne Industrialisierung, integratives Wachstum und einen gerechten Übergang auf lokaler Ebene zu erschließen.
Von Naivasha nach Mombasa: Ideen in Wirkung umsetzen
Der erste Workshop in Naivasha brachte über 30 Vertreter*innen von Kommunen und technische Fachleute zusammen, um zu erörtern, wie Städte die aufkommende grüne Wasserstoffwirtschaft in der lokalen Wertschöpfung und der Schaffung von Arbeitsplätzen verankern können. Dabei wurde die Rolle von Wasserstoff nicht nur als Träger sauberer Energie, sondern auch als Katalysator für klimaneutrale industrielle Ökosysteme, die Entwicklung von Kompetenzen und eine innovationsgetriebene städtische Transformation hervorgehoben.
Fallstudien zeigten, wie sich Kommunen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette positionieren – von der Produktion und Speicherung bis hin zu Endanwendungen in den Bereichen Mobilität, Fertigung und Hafenlogistik. Die Beispiele reichten von den sich entwickelnden Wasserstoffzentren in Namibia bis hin zu den Regionen Heilbronn und Karlsruhe in Deutschland, wo lokale Behörden Innovationscluster, F&E-Partnerschaften und Marktverbindungen für den Einsatz von Wasserstoff aufbauen.
Fachvortrag im Rahmen des Treffens in Naivasha | Foto: Connective Cities
Die Teilnehmenden betonten auch die Bedeutung einer integrierten Stadtverwaltung – die Raumplanung, transparente Landbewirtschaftung und eine starke Einbindung der Interessengruppen kombiniert –, um sicherzustellen, dass Wasserstoffprojekte greifbare Vorteile für die Gemeinschaft bringen.
Zu den wichtigsten key takeaways aus Naivasha gehörten:
Kommunale Führung als treibende Kraft für Innovation, Investitionen und politische Abstimmung.
Lokale Wertschöpfung durch die Beteiligung von KMU, Qualifizierungsmaßnahmen und grünes Unternehmertum.
Institutionelle Kapazitäten und Humankapital als Voraussetzungen für die Wasserstoffbereitschaft.
Peer-to-Peer-Zusammenarbeit als Katalysator für die Skalierung von Lösungen und den Wissenstransfer.
Seit Naivasha haben die Städte ihre Projektkonzepte aktiv weiterentwickelt, regionenübergreifende Partnerschaften geschlossen und bankfähige Einstiegspunkte identifiziert, um ihre Agenda für die ökologische Transformation voranzutreiben.
Grüner Wasserstoff: Energie für eine nachhaltige, inklusive urbane Zukunft
Das enorme Solar- und Windpotenzial Afrikas macht seine Städte zu einem Zentrum der globalen Transformation hin zu sauberer Energie. Grüner Wasserstoff – und seine Derivate wie grünes Ammoniak und E-Methanol – bieten eine einmalige Chance für eine kohlenstoffarme Industrialisierung, Klimaresilienz und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.
Für die Kommunen bedeutet dieser Wandel:
Entwicklung von Innovationsclustern und Wasserstoffkorridoren, die private Investitionen anziehen.
Ausbau der Infrastruktur für erneuerbare Energien und intelligenter städtischer Netze.
Verbesserung der Wasserversorgungssicherheit und ressourceneffizienter Technologien wie Entsalzung und Wiederverwendung von Abwasser.
Schaffung grüner Arbeitsplätze in den Bereichen Ingenieurwesen, Bauwesen, Logistik und Forschung.
Förderung von Start-ups, Inkubatoren und Technologiepartnerschaften.
Aufbau von Qualifikationspipelines, die auf die zukünftigen Wasserstoffmärkte abgestimmt sind.
Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen – von Infrastrukturdefiziten und komplexen Vorschriften bis hin zu Finanzierungsengpässen und lokaler Eigenverantwortung. Die Arbeitsgruppe „Wasserstoffstädte“ bietet eine Kooperationsplattform, auf der Städte gemeinsam Lösungen entwickeln, Investitionsrisiken mindern und sicherstellen können, dass der grüne Wandel inklusiv, gerecht und lokal verankert bleibt.
Was Sie in Mombasa erwartet: Skalierung und Vertiefung
Der bevorstehende Workshop in Mombasa markiert einen entscheidenden Wandel von der strategischen Vision zur Operationalisierung und Projektumsetzung. An drei Tagen werden die Teilnehmenden:
Projektfortschritte präsentieren und Konzepte durch strukturierte Peer-Reviews und Coaching verfeinern.
an interaktiven Sitzungen zu Landnutzung, Wasser-Energie-Nexus und der Gestaltung von Industrieclustern teilnehmen
innovative Finanzierungsinstrumente, darunter Blended Finance und PPP-Modelle, erkunden.
an praktischen Peer-Coaching-Seminaren teilnehmen, um die Projektreife voranzutreiben.
sich mit internationalen Experten über politische Rahmenbedingungen, Investitionspipelines und Marktintegration austauschen.
an einer Besichtigung des Hafens von Mombasa und der Sonderwirtschaftszone teilnehmen, um reale Möglichkeiten für grüne Wasserstoffanwendungen zu identifizieren.
Die Veranstaltung umfasst Keynotes von Führungskräften aus Regierung und Privatwirtschaft, Expertenrunden und Networking-Sessions zur Stärkung der Partnerschaften zwischen afrikanischen und deutschen Kommunen.
Zu den bereits bestätigten Teilnehmenden gehören Städte wie Mombasa, Naivasha, Lüderitz, Arandis, Nouakchott, Waterberg District, Hamburg, Karlsruhe, Heilbronn und Freudenstadt, die eine wachsende Allianz von Kommunen bilden, die sich für dezentrale, klimafreundliche Wasserstoff-Ökosysteme einsetzen.
Ausblick: Städte als Katalysatoren einer gerechten grünen Wirtschaft
Angesichts des globalen Wandels in der Energielandschaft werden Städte, die heute entschlossen handeln, zu den Motoren des grünen Wohlstands von morgen. Der Workshop in Mombasa ist ein weiterer Meilenstein, um Kommunen zu befähigen, die wasserstoffbasierte Transformation der Städte voranzutreiben – und damit Klimaschutz, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und soziale Inklusion gleichermaßen zu fördern.
Durch die Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ baut Connective Cities weiterhin Brücken zwischen Kontinenten, verbindet Fachwissen und setzt Ambitionen in die Tat um – damit die Wasserstoffrevolution zu einer nachhaltigen, lokal verankerten und zukunftsfähigen städtischen Wirtschaft führt.
Von Naivasha bis Mombasa zeigen Städte, dass der grüne Wandel lokal beginnt – und sich global ausbreitet.
INTERNATIONALE STÄDTE-PLATTFORM FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 89, November 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind“, stellte einst Albert Einstein fest. Getreu diesem Prinzip fördern wir den Austausch zu innovativen Lösungsansätzen.
In dieser Ausgabe berichten wir über den erfolgreichen Abschluss unseres Lernprozesses zur Nutzung erneuerbarer Energien in Kommunen der Region Südosteuropa und des Kaukasus. Zudem freuen wir uns über die erneute Zusammenkunft unserer Arbeitsgruppe Hydrogen Cities, die die Potenziale der grünen Transformation für die lokale Wirtschaftsentwicklung – sowohl in deutschen Kommunen als auch in Städten Subsahara-Afrikas – weiter erschließen wird.
Darüber hinaus laden wir Sie herzlich zu unserem virtuellen Fachaustausch am 2. Dezember zum Thema „Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz in der kommunalen Verwaltung“ ein.
Wir wünschen Ihnen eine anregende und inspirierende Lektüre.
Herzlichst Ihr Connective Cities Team
EINBLICK
Städte für eine erneuerbare Zukunft stärken
Dokumentation des Connective Cities Lernprozesses in Südosteuropa
Beim Abschluss des Connective Cities Lernprozesses in Südosteuropa trafen sich Kommunen, Geber und Fachleute in Podgorica, um konkrete Projektvorschläge und Umsetzungskonzepte für erneuerbare Energien zu finalisieren. Nach fast zwei Jahren Zusammenarbeit ebnete der Workshop den Weg für stärkere Partnerschaften und finanzierbare, umsetzbare Energieprojekte in der Region.
Das Potenzial der grünen Transformation für die lokale Wirtschaftsentwicklung erschließen
Weiterer Workshop vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia
Städte in Afrika und Europa verstärken ihre Rolle als Vorreiter der globalen grünen Transformation und treiben Innovation, Investitionen und Klimaresilienz von Grund auf voran. Nach dem erfolgreichen Start der Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ Anfang dieses Jahres in Naivasha, Kenia, wird Connective Cities vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia, den zweiten Peer-Learning-Workshop veranstalten.
Künstliche Intelligenz in der kommunalen Verwaltung: Chancen und Herausforderungen im internationalen Vergleich
Virtueller Fachaustausch am 02. Dezember 2025 von 10:00 bis 12:30 Uhr
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) gewinnt zunehmend an Bedeutung für die kommunale Verwaltung. Von effizienteren Verwaltungsabläufen bis hin zu datengestützten Entscheidungen in Stadtentwicklung, Ressourcennutzung oder Bürgerbeteiligung eröffnet KI neue Handlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig stellen sich Fragen zu ethischen Standards, Transparenz und sozialer Inklusion. Diskutieren Sie mit in unserem internationalen Erfahrungsaustausch anhand konkreter Praxisbeispiele!
Connective Cities ist ein gemeinsames Projekt von:
Deutscher Städtetag: Gereonstraße 18 – 32, 50670 Köln | Deutschland Kontakt: Sabine Drees Email: sabine.drees@staedtetag.de
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
In Zeiten multipler Krisen müssen Städte zunehmend resilienter werden. Sie müssen sich aufstellen gegenüber Stressoren, die Kriegshandlungen, die Auswirkungen des Klimawandels und wirtschaftliche Entwicklungen umfassen. Auf der siebten deutsch-ukrainische kommunale Partnerschaftskonferenz ist Connective Cities am 18.06.2025 mit einem Fachforum zum Thema „Resiliente Städte in Zeiten multipler Krisen – Strategien für widerstandsfähige Kommunen“ vertreten.
Im Fachforum wird der Begriff der urbanen Resilienz thematisiert und Aspekte der resilienten Stadtentwicklung in ukrainischen und deutschen Kommunen beispielhaft aufgegriffen und eingeordnet. Christian Rauch vom Bundesinstitut für Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) wird das Konzept urbaner Resilienz vorstellen und vom „Stresstest Stadt“ mit deutschen Kommunen berichten. Wie zeigt sich urbane Resilienz in der Praxis? Geladene Panelist*innen aus deutschen und ukrainischen Kommunen werden anhand mitgebrachtem Bildmaterial ihre Strategien der nachhaltigen Stadtentwicklung zu verschiedensten Aspekten urbaner Resilienz präsentieren. Angeleitet von der Moderation wird auch das Publikum in die anschließende Paneldiskussion einbezogen werden.
Die siebte deutsch-ukrainische kommunale Partnerschaftskonferenz wird vom 16. bis zum 18. Juni 2025 in Münster stattfinden. Sie richtet sich an Kommunalvertretende sowie weitere Engagierte aus dem deutsch-ukrainischen kommunalen Partnerschaftsnetzwerk und bietet Raum für den fachlichen und persönlichen Austausch, Einblicke in Unterstützungsangebote sowie Fachforen und Paneldiskussionen zu drängenden aktuellen Fragen. Mehr Informationen zur Partnerschaftskonferenz finden Sie hier.
Naivasha, Kenia | 14.–17. April 2025 – Grüner Wasserstoff gewinnt weltweit als zentraler Energieträger der Zukunft an Bedeutung. Während sich viele Diskussionen auf Exportpotenziale konzentrieren, bietet die Produktion von grünem Wasserstoff auch erhebliches Potenzial für die lokale Entwicklung – durch den Ausbau kommunaler Infrastrukturen und die Ankurbelung lokaler Wirtschaften. Besonders in Afrika, wo das hohe Potenzial für Solar- und Windenergie die Städte in eine einzigartige Position bringt, Innovationszentren und treibende Kräfte der globalen Energiewende zu werden.
Um den Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren zwischen afrikanischen und deutschen Städten zu fördern, organisierte Connective Cities den Workshop „Potenziale der grünen Transformation für lokale wirtschaftliche Entwicklung erschließen“, an dem über 30 kommunale Fachkräfte aus beiden Regionen teilnahmen.
Rolle der Städte bei der Förderung von grünem Wasserstoff
Der Workshop, der sich auf die Rolle der Städte bei der Förderung von grünem Wasserstoff als Hebel für nachhaltiges Wirtschaftswachstum konzentrierte, bot kommunalen Akteuren einen Raum zum Peer-to-Peer-Learning, zum Erfahrungsaustausch, zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen und zur Erkundung lokaler Umsetzungswege.
Kommunale Strategien und gemeinsame Herausforderungen
Foto: Connective Cities
Ein zentraler Fokus des Austauschs war die Frage, wie technologische Innovationen mit den lokalen Entwicklungsbedürfnissen in Einklang gebracht werden können. Die Diskussionen reichten von dezentralen Wasserstoffproduktionssystemen und Meerwasser-Elektrolyse bis hin zur Nutzung organischer Abfälle als erneuerbare Energiequelle. Gerade für Küstenstädte oder wasserarme Regionen Afrikas wurden solche Technologien als vielversprechende Lösungen angesehen.
Gleichzeitig herrschte Einigkeit darüber, dass Technologie allein nicht ausreicht. Effektive lokale Wasserstoffstrategien erfordern strategische Stadtplanung, transparente Bodenverwaltung und starke Beteiligung der Bevölkerung. Mehrere Städte stellten inklusive Planungsprozesse vor, in denen traditionelle Autoritäten und lokale Universitäten in die Entwicklung zukunftsorientierter Flächennutzungs- und Infrastrukturpläne eingebunden wurden.
Peer Learning Session | Foto: Connective Cities
Teilnehmende aus Namibia, Südafrika, Mauretanien, Kenia und Deutschland präsentierten konkrete Initiativen, wie Wasserstoffprojekte lokale Wertschöpfung erzeugen können. Das Beispiel Arandis (Namibia) zeigte, wie gezielte Investitionen und strategische Partnerschaften die Stadt als Produktionsstandort für grünen Wasserstoff positionieren. Die Region Heilbronn (Deutschland) hingegen konzentriert sich auf Anwendung und industrielle Nutzung von Wasserstoff, etwa durch den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und die Ansiedlung von Anwenderbranchen und Technologieanbietern.
Darüber hinaus stellte Karlsruhe (Deutschland) ein erfolgreiches Start-up-Ökosystem im Bereich Wasserstofftechnologien vor, unterstützt von Forschungseinrichtungen und öffentlich-privaten Partnerschaften. In allen Beispielen wurde deutlich: Kommunale Masterpläne und strategisch abgestimmte Planung sind unerlässlich, um vom entstehenden Wasserstoffmarkt umfassend zu profitieren.
Die Diskussionen unterstrichen die wachsende Rolle der Städte – nicht nur als Umsetzer nationaler Energieziele, sondern als aktive Gestalter der grünen Transformation. Ziel des Workshops war es, Kommunen zu befähigen, sich als Testfelder, Innovationsplattformen und Investitionsstandorte im zukünftigen grünen Wasserstoffsektor zu positionieren.
Ausblick und nächste Schritte
Der Workshop endete mit einem klaren Appell an die kommunale Führung, lokale Wasserstoffstrategien zu entwickeln, die sowohl ökologische Zielsetzungen als auch sozioökonomische Prioritäten berücksichtigen. Die Teilnehmenden identifizierten drei zentrale Handlungsfelder:
Lokale Wertschöpfung: Vorrang für die Nutzung von Wasserstoff in heimischen Industrien (z. B. Düngemittel- oder Baustoffproduktion) statt ausschließlicher Exportorientierung.
Bildung und Qualifizierung: Anpassung beruflicher Bildung und akademischer Programme an die zukünftigen Anforderungen des Wasserstoffarbeitsmarkts.
Partnerschaften und Wissensaustausch: Stärkung des Peer-to-Peer-Learnings und der Zusammenarbeit zwischen Städten über Plattformen wie Connective Cities.
Die Teilnehmenden betonten zudem, dass grüner Wasserstoff mehr als nur eine Energielösung ist – er kann zukunftsorientierte Arbeitsplätze schaffen, Innovationen fördern und städtische Lebensqualität verbessern. Durch die Verknüpfung sauberer Energieproduktion mit wirtschaftlicher Entwicklung können Kommunen sowohl Resilienz als auch Inklusion fördern.
Der Workshop in Naivasha bestätigte: Grüner Wasserstoff kann zu einer tragenden Säule nachhaltiger Stadtentwicklung werden – vorausgesetzt, Städte übernehmen eine aktive Rolle. Dort, wo politisches Engagement, technische Kompetenz und gesellschaftliche Teilhabe zusammenkommen, hat grüner Wasserstoff das Potenzial, langfristigen Wohlstand und gemeinsames Wachstum zu ermöglichen.
Foto: Export-Akademie Baden-Württemberg
„Ob Peer-Learning-Sessions, inspirierende Impulse oder praxisnahe Einblicke in Wasserstoffstrategien, nachhaltige Mobilität und lokale Projektentwicklung – die Vielfalt der Formate zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial in partnerschaftlicher Zusammenarbeit steckt.“
– Felix Sossalla, Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH (LinkedIn)
„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit weiteren Städten, Unternehmen und Veränderungsakteuren, die unsere Vision einer grüneren, inklusiveren Zukunft teilen. Lasst uns gemeinsam die grünen Städte von morgen gestalten.“
Auf dem großen Areal des früheren Hauses der Statistik im Zentrum Berlins entsteht ein neues Quartier für Verwaltung, Wohnen, Soziales und Kultur. Eine zivilgesellschaftliche Initiative hatte den Abriss des Bestandsgebäudes aus den 1960er-Jahren verhindert und erarbeitete gemeinsam mit der Verwaltung und anderen Akteuren das Konzept für die Umnutzung – ein Leuchtturm für alternative Wege der Stadtentwicklung.