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Grüner Wasserstoff gewinnt weltweit rasch an Bedeutung als wichtiger Energieträger der Zukunft. Obwohl sich die aktuelle Diskussion vor allem auf die Wasserstoffproduktion und ihr Exportpotenzial konzentriert, bietet der inländische Verbrauch von grünem Wasserstoff ebenso bedeutende Chancen für die lokale Wirtschaftsentwicklung – durch die Stärkung der kommunalen Infrastruktur, die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und die Förderung neuer wirtschaftlicher Aktivitäten entlang verschiedener Wertschöpfungsketten. Für viele afrikanische Länder bieten die reichlich vorhandenen Solar- und Windressourcen den Städten einen einzigartigen Vorteil, da sie sie nicht nur zu Innovationszentren, sondern auch zu Zentren für Technologietransfer, Arbeitskräfteausbildung und industrielle Diversifizierung machen. Durch die Integration der nachhaltigen Nutzung von grünem Wasserstoff in die Stadtplanung können Kommunen die Energiesicherheit verbessern, langfristige Investitionen anziehen und widerstandsfähigere, klimafreundlichere lokale Wirtschaftssysteme aufbauen – und so letztlich zu wichtigen Triebkräften für den globalen Übergang zu sauberer Energie werden.

Um den Austausch bewährter Verfahren zu fördern und die Strategieentwicklung zwischen afrikanischen und deutschen Städten zu beschleunigen, veranstaltete Connective Cities vom 25. bis 27. November 2025 in Mombasa seinen zweiten Workshop zum Thema „Erforschung des Potenzials der grünen Wende für die lokale Wirtschaftsentwicklung”. Vertreterinnen und Vertreter aus Mauretanien, Kenia, Südafrika und Deutschland nahmen daran teil. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen unter anderem die Verbesserung der technologischen Voraussetzung für die Produktion von grünem Wasserstoff, die Bewältigung lokaler Herausforderungen bei der Umsetzung und die Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit. In den Diskussionen wurde außerdem betont, wie wichtig es ist, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Start-ups als wichtige Triebkräfte für die Schaffung von Arbeitsplätzen und Innovation einzubeziehen und zu integrieren.
Die Stadt Nakuru in Kenia stellte ihre Benchmark-Strategie vor, mit der sie sich als vorbildliche grüne Stadt und führender Standort für die Produktion von grünem Dünger im Blumenzuchtsektor positionieren will, um die Importabhängigkeit zu verringern und die Entstehung neuer grüner Industrien zu fördern. Dank ihrer Nähe zu den geothermischen Quellen des Rift Valley ist Nakuru gut positioniert für die kostengünstige Produktion von grünem Wasserstoff. Die Stadt möchte Pilotprojekte, angewandte Forschungsinitiativen sowie lokale und internationale Start-ups anziehen, die entlang der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff tätig sind, und damit ihre langfristige Vision als regionales Zentrum für saubere Energie und Innovation stärken.

Kenia hat eine nationale Strategie für grünen Wasserstoff verabschiedet und beteiligt sich an regionalen afrikanischen Wasserstoffinitiativen. Mombasa hat als wichtige Hafenstadt strategische Bedeutung für die Exportlogistik und die Ansiedlung von Küstenprojekten. Während sich die frühen nationalen Aktivitäten auf Potenzialanalysen und Pilotstandorte konzentrierten, werden Küstenstandorte wie Mombasa zunehmend als Drehscheiben für Logistik, exportorientierte Wasserstoffproduktion und Küstenprojekte im Bereich erneuerbare Energien angesehen. Die Stadt möchte nun ihre strategische Lage nutzen, um sich als globaler Akteur in der wasserstoffbetriebenen Logistik zu etablieren und den Hafen zu einem Logistikcluster zu entwickeln, der innovative lokale und internationale Investitionen anzieht und von qualifizierten Arbeitskräften unterstützt wird.
In Südafrika ist die Region Waterberg in Limpopo Teil des nationalen „Hydrogen Valley“, das sich über Limpopo, Gauteng und KwaZulu-Natal erstreckt. Der Bergbau und die Industrie im Korridor Waterberg–Mokopane werden in die Wertschöpfungsketten für Wasserstoff und Platinmetalle integriert. Jüngste Machbarkeitsstudien und nationale Planungen für grünen Wasserstoff haben die Region für Investoren zunehmend attraktiv gemacht. Die lokale Entwicklungsvision sieht vor, die Erzeugung erneuerbarer Energien mit dem Bergbau und nachgelagerten Anwendungen für grünen Wasserstoff und grünes Ammoniak zu verbinden. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Dekarbonisierung der Industrie und neue Exportmöglichkeiten mit der Schaffung lokaler Arbeitsplätze und Investitionen zu verknüpfen. Waterberg strebt außerdem eine verstärkte Zusammenarbeit mit Universitäten an, indem lokale und internationale Forschungspartnerschaften gefördert werden, um Pilotprojekte anzustoßen und grüne Start-ups in aufstrebenden Wertschöpfungsketten zu fördern.
Aufgrund seiner außergewöhnlichen Wind- und Solarressourcen sowie seiner günstigen Exportlage gegenüber Europa hat sich Mauretanien zu einem Land mit hohem Potenzial für grünen Wasserstoff entwickelt. Es wurden bereits mehrere groß angelegte, exportorientierte Wasserstoff- und Ammoniakprojekte angekündigt oder befinden sich in der Entwicklung. Die nationale Strategie legt zwar den Schwerpunkt auf die exportorientierte Produktion von grünem Wasserstoff, betont aber auch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Unterstützung der heimischen Stromnetze und Industrie. Während die nationalen Projekte voranschreiten, sehen sich die Gemeinden innerhalb von Nouakchott, insbesondere Sebkha und Ksar, jedoch weiterhin mit hohen Stromkosten, Umweltverschmutzung, begrenzter Infrastruktur und dem Fehlen klarer kommunaler Wasserstoffstrategien konfrontiert. Sie wollen nicht nur Wasserstoffprojekte beherbergen, sondern sich auch sinnvoll an der Gestaltung einer gerechten, gemeinschaftsorientierten Wertschöpfung innerhalb der aufstrebenden grünen Wasserstoffwirtschaft Mauretaniens beteiligen. Die Stadt Nouakchott möchte sich durch ihre Partnerschaften mit dem privaten Sektor und internationalen Partnern nun als aktiver Akteur in diesem Wandel positionieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Modernisierung der städtischen Dienstleistungen, der Stärkung der Regierungsführung und dem Aufbau lokaler Kapazitäten im privaten Sektor, um letztendlich zu einem regionalen Zentrum für grüne Stadtentwicklung, Logistik und Industrieunternehmen im Zusammenhang mit der Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff zu werden.
Die teilnehmenden deutschen Städte tauschten sich auch über wichtige Erkenntnisse und Neuigkeiten zu ihren aktuellen Initiativen aus. Karlsruhe stellte seinen Wasserstoff-Hub rund um die Rheinhäfen (H2iPortKA) und sein starkes Forschungsökosystem in Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie und den Fraunhofer-Instituten vor. Besonders hervorzuheben ist das dynamische Umfeld für Start-ups und Spin-offs, das zeigt, wie die grüne Wende neue Arbeitsplätze und Investitionen für eine ganze Region schaffen kann.
Heilbronn, bekannt als Zentrum für Technologie und Wasserstoffinnovation innerhalb der deutschen Automobil- und Maschinenbaucluster, will mit grünem Wasserstoff seine industrielle Basis diversifizieren, die Qualifikationen der Arbeitskräfte verbessern und forschungsorientierte Unternehmen in der Region ansiedeln. Die Universität Heilbronn und nahegelegene Fraunhofer-Initiativen bauen Zentren für angewandte Forschung und Innovation aus – darunter auch solche, die sich auf Wasserstofftechnologien konzentrieren – und nutzen dabei ihre starken Verbindungen zur Industrie für Pilotprojekte und die Entwicklung von Kompetenzen.

Der Workshop unterstrich die enormen Chancen, die sich rund um die Produktion von grünem Wasserstoff in Regionen mit reichlich vorhandenen erneuerbaren Energiequellen ergeben. Allerdings werden Städte und Regionen, in denen diese neuen Industrien angesiedelt sind, in nationalen Strategien, die hochkarätige Investitionen und Exportambitionen in den Vordergrund stellen, oft übersehen. Viele Kommunen sind sich nach wie vor unsicher, wie sie und ihre Bevölkerung direkt an diesen Entwicklungen teilhaben können. Es bestehen weiterhin erhebliche technologische und institutionelle Lücken und es ergeben sich nicht automatisch Synergien zwischen internationalen Hightech-Initiativen und lokalen Gegebenheiten. Infolgedessen suchen Kommunen zunehmend nach Modellen, internationalen Erfahrungen, Fachwissen und Partnerschaften, um ihre Kapazitäten zu stärken und gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Diese Bedingungen ermöglichen eine prosperierende, innovative und gerechte lokale Wirtschaft, von der Nationen, Investoren und Gemeinden gleichermaßen profitieren, während gleichzeitig der technologische Fortschritt vorangetrieben wird.
Afrikanische und deutsche Städte treiben eine gemeinsame Vision für eine gerechte, klimafreundliche Wasserstoffzukunft voran.
Städte in Afrika und Europa verstärken ihre Rolle als Vorreiter der globalen grünen Transformation und treiben Innovation, Investitionen und Klimaresilienz von Grund auf voran. Nach dem erfolgreichen Start der Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ Anfang dieses Jahres in Naivasha, Kenia, wird Connective Cities vom 24. bis 27. November 2025 in Mombasa, Kenia, den zweiten Peer-Learning-Workshop veranstalten.
Diese Leitveranstaltung bringt Stadtverantwortliche, Praktiker*innen, Brancheninnovator*innen, Forscher*innen und Entwicklungspartner zusammen, um kommunale Wasserstoffstrategien auszuweiten und neue Wege für eine grüne Industrialisierung, integratives Wachstum und einen gerechten Übergang auf lokaler Ebene zu erschließen.
Der erste Workshop in Naivasha brachte über 30 Vertreter*innen von Kommunen und technische Fachleute zusammen, um zu erörtern, wie Städte die aufkommende grüne Wasserstoffwirtschaft in der lokalen Wertschöpfung und der Schaffung von Arbeitsplätzen verankern können. Dabei wurde die Rolle von Wasserstoff nicht nur als Träger sauberer Energie, sondern auch als Katalysator für klimaneutrale industrielle Ökosysteme, die Entwicklung von Kompetenzen und eine innovationsgetriebene städtische Transformation hervorgehoben.
Fallstudien zeigten, wie sich Kommunen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette positionieren – von der Produktion und Speicherung bis hin zu Endanwendungen in den Bereichen Mobilität, Fertigung und Hafenlogistik. Die Beispiele reichten von den sich entwickelnden Wasserstoffzentren in Namibia bis hin zu den Regionen Heilbronn und Karlsruhe in Deutschland, wo lokale Behörden Innovationscluster, F&E-Partnerschaften und Marktverbindungen für den Einsatz von Wasserstoff aufbauen.

Die Teilnehmenden betonten auch die Bedeutung einer integrierten Stadtverwaltung – die Raumplanung, transparente Landbewirtschaftung und eine starke Einbindung der Interessengruppen kombiniert –, um sicherzustellen, dass Wasserstoffprojekte greifbare Vorteile für die Gemeinschaft bringen.
Seit Naivasha haben die Städte ihre Projektkonzepte aktiv weiterentwickelt, regionenübergreifende Partnerschaften geschlossen und bankfähige Einstiegspunkte identifiziert, um ihre Agenda für die ökologische Transformation voranzutreiben.
Das enorme Solar- und Windpotenzial Afrikas macht seine Städte zu einem Zentrum der globalen Transformation hin zu sauberer Energie. Grüner Wasserstoff – und seine Derivate wie grünes Ammoniak und E-Methanol – bieten eine einmalige Chance für eine kohlenstoffarme Industrialisierung, Klimaresilienz und die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft.
Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen – von Infrastrukturdefiziten und komplexen Vorschriften bis hin zu Finanzierungsengpässen und lokaler Eigenverantwortung. Die Arbeitsgruppe „Wasserstoffstädte“ bietet eine Kooperationsplattform, auf der Städte gemeinsam Lösungen entwickeln, Investitionsrisiken mindern und sicherstellen können, dass der grüne Wandel inklusiv, gerecht und lokal verankert bleibt.
Der bevorstehende Workshop in Mombasa markiert einen entscheidenden Wandel von der strategischen Vision zur Operationalisierung und Projektumsetzung. An drei Tagen werden die Teilnehmenden:
Die Veranstaltung umfasst Keynotes von Führungskräften aus Regierung und Privatwirtschaft, Expertenrunden und Networking-Sessions zur Stärkung der Partnerschaften zwischen afrikanischen und deutschen Kommunen.
Zu den bereits bestätigten Teilnehmenden gehören Städte wie Mombasa, Naivasha, Lüderitz, Arandis, Nouakchott, Waterberg District, Hamburg, Karlsruhe, Heilbronn und Freudenstadt, die eine wachsende Allianz von Kommunen bilden, die sich für dezentrale, klimafreundliche Wasserstoff-Ökosysteme einsetzen.
Angesichts des globalen Wandels in der Energielandschaft werden Städte, die heute entschlossen handeln, zu den Motoren des grünen Wohlstands von morgen. Der Workshop in Mombasa ist ein weiterer Meilenstein, um Kommunen zu befähigen, die wasserstoffbasierte Transformation der Städte voranzutreiben – und damit Klimaschutz, wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und soziale Inklusion gleichermaßen zu fördern.
Durch die Arbeitsgruppe „Hydrogen Cities“ baut Connective Cities weiterhin Brücken zwischen Kontinenten, verbindet Fachwissen und setzt Ambitionen in die Tat um – damit die Wasserstoffrevolution zu einer nachhaltigen, lokal verankerten und zukunftsfähigen städtischen Wirtschaft führt.
Von Naivasha bis Mombasa zeigen Städte, dass der grüne Wandel lokal beginnt – und sich global ausbreitet.
Naivasha, Kenia | 14.–17. April 2025 – Grüner Wasserstoff gewinnt weltweit als zentraler Energieträger der Zukunft an Bedeutung. Während sich viele Diskussionen auf Exportpotenziale konzentrieren, bietet die Produktion von grünem Wasserstoff auch erhebliches Potenzial für die lokale Entwicklung – durch den Ausbau kommunaler Infrastrukturen und die Ankurbelung lokaler Wirtschaften. Besonders in Afrika, wo das hohe Potenzial für Solar- und Windenergie die Städte in eine einzigartige Position bringt, Innovationszentren und treibende Kräfte der globalen Energiewende zu werden.
Um den Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren zwischen afrikanischen und deutschen Städten zu fördern, organisierte Connective Cities den Workshop „Potenziale der grünen Transformation für lokale wirtschaftliche Entwicklung erschließen“, an dem über 30 kommunale Fachkräfte aus beiden Regionen teilnahmen.
Der Workshop, der sich auf die Rolle der Städte bei der Förderung von grünem Wasserstoff als Hebel für nachhaltiges Wirtschaftswachstum konzentrierte, bot kommunalen Akteuren einen Raum zum Peer-to-Peer-Learning, zum Erfahrungsaustausch, zur Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen und zur Erkundung lokaler Umsetzungswege.

Ein zentraler Fokus des Austauschs war die Frage, wie technologische Innovationen mit den lokalen Entwicklungsbedürfnissen in Einklang gebracht werden können. Die Diskussionen reichten von dezentralen Wasserstoffproduktionssystemen und Meerwasser-Elektrolyse bis hin zur Nutzung organischer Abfälle als erneuerbare Energiequelle. Gerade für Küstenstädte oder wasserarme Regionen Afrikas wurden solche Technologien als vielversprechende Lösungen angesehen.
Gleichzeitig herrschte Einigkeit darüber, dass Technologie allein nicht ausreicht. Effektive lokale Wasserstoffstrategien erfordern strategische Stadtplanung, transparente Bodenverwaltung und starke Beteiligung der Bevölkerung. Mehrere Städte stellten inklusive Planungsprozesse vor, in denen traditionelle Autoritäten und lokale Universitäten in die Entwicklung zukunftsorientierter Flächennutzungs- und Infrastrukturpläne eingebunden wurden.

Teilnehmende aus Namibia, Südafrika, Mauretanien, Kenia und Deutschland präsentierten konkrete Initiativen, wie Wasserstoffprojekte lokale Wertschöpfung erzeugen können. Das Beispiel Arandis (Namibia) zeigte, wie gezielte Investitionen und strategische Partnerschaften die Stadt als Produktionsstandort für grünen Wasserstoff positionieren. Die Region Heilbronn (Deutschland) hingegen konzentriert sich auf Anwendung und industrielle Nutzung von Wasserstoff, etwa durch den Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten und die Ansiedlung von Anwenderbranchen und Technologieanbietern.
Darüber hinaus stellte Karlsruhe (Deutschland) ein erfolgreiches Start-up-Ökosystem im Bereich Wasserstofftechnologien vor, unterstützt von Forschungseinrichtungen und öffentlich-privaten Partnerschaften. In allen Beispielen wurde deutlich: Kommunale Masterpläne und strategisch abgestimmte Planung sind unerlässlich, um vom entstehenden Wasserstoffmarkt umfassend zu profitieren.
Die Diskussionen unterstrichen die wachsende Rolle der Städte – nicht nur als Umsetzer nationaler Energieziele, sondern als aktive Gestalter der grünen Transformation. Ziel des Workshops war es, Kommunen zu befähigen, sich als Testfelder, Innovationsplattformen und Investitionsstandorte im zukünftigen grünen Wasserstoffsektor zu positionieren.
Der Workshop endete mit einem klaren Appell an die kommunale Führung, lokale Wasserstoffstrategien zu entwickeln, die sowohl ökologische Zielsetzungen als auch sozioökonomische Prioritäten berücksichtigen. Die Teilnehmenden identifizierten drei zentrale Handlungsfelder:
Die Teilnehmenden betonten zudem, dass grüner Wasserstoff mehr als nur eine Energielösung ist – er kann zukunftsorientierte Arbeitsplätze schaffen, Innovationen fördern und städtische Lebensqualität verbessern. Durch die Verknüpfung sauberer Energieproduktion mit wirtschaftlicher Entwicklung können Kommunen sowohl Resilienz als auch Inklusion fördern.
Der Workshop in Naivasha bestätigte: Grüner Wasserstoff kann zu einer tragenden Säule nachhaltiger Stadtentwicklung werden – vorausgesetzt, Städte übernehmen eine aktive Rolle. Dort, wo politisches Engagement, technische Kompetenz und gesellschaftliche Teilhabe zusammenkommen, hat grüner Wasserstoff das Potenzial, langfristigen Wohlstand und gemeinsames Wachstum zu ermöglichen.

„Ob Peer-Learning-Sessions, inspirierende Impulse oder praxisnahe Einblicke in Wasserstoffstrategien, nachhaltige Mobilität und lokale Projektentwicklung – die Vielfalt der Formate zeigte eindrucksvoll, wie viel Potenzial in partnerschaftlicher Zusammenarbeit steckt.“
– Felix Sossalla, Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn GmbH (LinkedIn)
„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit weiteren Städten, Unternehmen und Veränderungsakteuren, die unsere Vision einer grüneren, inklusiveren Zukunft teilen. Lasst uns gemeinsam die grünen Städte von morgen gestalten.“
– Export-Akademie Baden-Württemberg (LinkedIn, übersetzt)
Weltweit gibt es immer mehr soziale Unternehmer*innen, die ihre Geschäftstätigkeit mit einem am Gemeinwohl orientierten Engagement verbinden – sei es zum Klima- oder Umweltschutz, zur gesellschaftlichen Teilhabe oder zur Reduzierung von Armut.
Für Kommunen hat diese recht neue Zielgruppe der lokalen Wirtschaftsförderung viel Potenzial, um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Doch viele Städte, Gemeinden und Landkreise stehen bei der Förderung von sozialem Unternehmertum noch ganz am Anfang. Kampala in Uganda, Karlsruhe im Südwesten Deutschlands und das französische Straßburg haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam das soziale Unternehmertum in ihren Städten voranzubringen und die Unternehmer*innen miteinander zu vernetzen.
„Ich sehe viel Potenzial zur Zusammenarbeit“, sagt Khasalamwa Lucia von der Kampala Capital City Authority (KCCA). Die Vertreter*innen aus den drei Städten haben erkannt, dass die Herausforderungen für Sozialunternehmen in Kampala, Karlsruhe und Straßburg – trotz aller sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede – sehr ähnlich sind: Es fehlen für die (potenziellen) Unternehmer*innen bedarfsgerechte Schulungen, Mentoring-Programme, Möglichkeiten zum Austausch sowie Startfinanzierungen. Auch die politischen Rahmenbedingungen wie Steuererleichterungen und geeignete Rechtsformen für die Unternehmen sind noch nicht ausgereift.
Ziel des Workshops ist die Entwicklung von Projekten für erneuerbare Energien in afrikanischen Städten. Am Workshop nahmen 30 Praktiker*innen aus den Stadtverwaltungen, Verbänden und der Privatwirtschaft teil, die 7 Länder und 20 Städte aus Afrika vertraten.
An dem Workshop nahmen hochrangige Gäste teil, darunter der Landesdirektor der GIZ, das kenianische Energieministerium, die Leiterin der rumänischen Entwicklungsagentur (RoAid), die Stadt Gersthofen aus Deutschland sowie Beamt*innen der Europäischen Investitionsbank (EIB) und der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB). Vertreter*innen aus verschiedenen Städten in Ghana, Kenia, Malawi, Nigeria, Senegal, Tansania, Tunesien und Senegal trugen mit ihren Präsentationen der Rahmenbedingungen und Projektbeispiele ebenfalls zum Erfolg der Konferenz bei.
Seien Sie am 12. November 2022 von 18:30 bis 20:00 Uhr (UTC+2) virtuell oder im Deutschen Pavillon auf der COP27 dabei und diskutieren Sie mit uns über Herausforderungen und Lösungen für die Energieversorgung und Energieeffizienz in Städten.
Weltweit sind Städte mit der Abhängigkeit von Energieimporten und der Energieversorgung sowie mit hohen Preisen und Preisschwankungen aufgrund von Kriegen, Konflikten und unsicheren Situationen konfrontiert. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz in der Stadtentwicklung gewinnt daher derzeit weiter an Dynamik.
Wie können Städte auf Energieautarkie hinarbeiten? Welche Rolle können Städte bei der Vermeidung von Energieimporten spielen? Inwieweit können Städte und Gemeinden ihre eigene Energie produzieren?
Das Side-Event von Connective Cities und Deutschem Städtetag im Deutschen Pavillon auf der Klimakonferenz COP27 im ägyptischen Sharm-El-Sheikh befasst sich mit Herausforderungen und Beispielen guter Praxis in den Bereichen:
Die Keynote für die Veranstaltung übernimmt Lea Ranalder von UN-Habitat. Danach diskutieren
Moderiert wird die Diskussionsrunde von Sabine Drees vom Deutschen Städtetag.
Die virtuelle Teilnahme ist über die Webseite des German Pavilion möglich: Side Event | Responding Russia´s war: Towards Energy Autarky on a local level (german-climate-pavilion.de)
Der Bürgermeister der Gemeinde Ras el-Matn spricht darüber, wie die Gemeinde der libanesischen Hauptstadt Beirut als grüne Lunge dient, vor allem aufgrund ihrer weitreichenden Ökotourismusprojekte. Er beschreibt auch die Partnerschaft der Gemeinde mit dem privatwirtschaftlichen Partner „Green Mount Recycling – GMR“ für eine nachhaltige Abfallwirtschaft. Der Generaldirektor von GMR lobte die Gemeinde Ras el-Matn und erläuterte ihr Partnerschaftsprojekt zur Förderung der Abfalltrennung an der Quelle, wobei er insbesondere darauf einging, wie geschlechtsspezifische Aspekte in die Planung und Durchführung der Projektaktivitäten einbezogen wurden. Darüber hinaus beschreibt der Bürgermeister, wie die Gemeinde zusammen mit Connective Cities eine Geodatenbank entwickelt hat, um die Mülltrennung zu fördern. Beide Redner bestätigten die Vorteile einer Mitgliedschaft im Connective Cities Netzwerk und des Peer-Learnings, insbesondere zum Thema Abfallwirtschaft, da sie von neuen Verfahren erfuhren, die andere Unternehmen in verschiedenen Ländern wie den Philippinen und Brasilien unter Einsatz von Öffentlich-privaten Partnerschaften anwenden.
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Gründerinnen und Gründer von sozialunternehmerischen Projekten – sogenannte Social Entrepreneurs – haben in Schleswig-Holstein mit dem Programm yooweedoo eine zentrale Anlaufstelle. An der Universität Kiel angesiedelt, fördert yooweedoo soziales Unternehmertum mit Workshops, Projektberatung, einem Ideenwettbewerb und einem aktiven Netzwerk zum Erfahrungsaustausch.
Über 45 Teilnehmende aus 10 Ländern nahmen bei der virtuellen Dialogveranstaltung am 20., 21. und 23. September 2021 soziales Unternehmertum aus unterschiedlichen kommunalen Perspektiven in den Blick. Sie stellten fest, dass diese recht neue Zielgruppe der lokalen Wirtschaftsförderung für Kommunen viel Potenzial hat. Innovative Beispiele aus Kiel, der virtuellen Gastgeberkommune, aber auch aus Großbritannien oder aus Uganda zeigten die vielfältigen Fördermöglichkeiten und den großen Nutzen auf, der entstehen kann, wenn Kommunen und soziale Unternehmerinnen und Unternehmer zusammenarbeiten.
Viele Kommunen haben sich bislang kaum mit sozialem Unternehmertum befasst. Die Dialogveranstaltung gab ihnen einen guten ersten Eindruck und der internationale Austausch und die Beispiele aus aller Welt inspirierten viele Teilnehmende zu konkreten Aktivitäten, um soziales Unternehmertum zu fördern.