Verbesserung kommunaler Dienstleistungen auf lokaler Ebene

Connective Cities Dialogveranstaltung in Harare, Simbabwe

Übersicht

Connective Cities versammelte kommunale Praktiker aus Subsahara-Afrika und Deutschland zu der Dialogveranstaltung "Improving public service delivery at local level - solutions for participatory and accountable management" vom 20. bis 22. August 2019 in Harare, Simbabwe.

Vor allem in Subsahara-Afrika stellen die dynamische Urbanisierung und der bedeutende ökologische und demografische Wandel neue Herausforderungen an die Grundversorgung. Daher lag der Schwerpunkt auf der Entwicklung von Ansätzen zur Verbesserung der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen durch Beteiligung der Öffentlichkeit, um die soziale Verantwortung in den Bereichen Wasser, Abwasser, Abfallentsorgung und Verkehr zu erreichen.

21 Vertreter aus simbabwischen Gemeinden sowie eine Reihe von kommunalen Praktikern aus Südafrika, Lesotho, Sambia, Kenia und kommunalen Experten aus Deutschland tauschten ihre Erfahrungen anhand von Beispielen für bewährte Praktiken bei der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen aus und definierten Lösungsansätze zur Verbesserung des Managements öffentlicher Dienstleistungen.

Die Dialogveranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem GIZ-Projekt in Simbabwe "Stärkung des simbabwischen Städtetags UCAZ zur Förderung von interkommunalem Wissenstransfer und Capacity Development " organisiert.

Programm

 

Zu Beginn des Workshops wurde ein Gesamtüberblick über die aktuelle Situation der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen anhand von Gute Praktiken-Beispielen jeder anwesenden Gemeinde gegeben. Anschließend wurden die Teilnehmer entsprechend ihrem thematischen Fokus in Arbeitsgruppen eingeteilt - innerhalb dieser Gruppen setzten die Teilnehmer den Austausch von Guten Praktiken und deren vertiefte Analyse fort, die sich auf die verwendete Strategie, die gewonnenen Erkenntnisse und ihr Transferpotenzial konzentrierte.

In den folgenden Peer-to-Peer-Beratungssitzungen wurden spezifische Herausforderungen identifiziert und mögliche Optionen zur Bewältigung dieser Herausforderungen formuliert. Um die Bedeutung von Guten Praktiken zu unterstreichen und das Bild der bereits gesammelten Erfahrungen zu ergänzen, wurde eine Exkursion zu einer lokalen Wertstoffsammelstelle (betrieben von Harare City in Zusammenarbeit mit den lokalen Gemeinden) in den Workshop aufgenommen.

Am dritten Tag des Workshops schlugen die Teilnehmer Ideen für zukünftige Projekte in ihren Gemeinden vor und analysierten den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zwischen den Problemen bei der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen, überprüften die Zusammensetzung der Interessengruppen für jeden lokalen Kontext und definierten Strategien zur Verbesserung der öffentlichen Dienstleistungen, die in Aktionsplänen zur Umsetzung der Projektideen münden.

Veranstaltungsprogramm

 

 

Präsentationen

Good Practices

Working Group 1: Water & Sanitation

Community Engagement for Sustainable Service Delivery - Harare Water Department
H. Chisango
Harare City

Best Practices to achieve continuous water supply in a city,
L. Mkandhla & J. Mhike /
Kwekwe City

Wastewater Treatment and Recycling Project powered by Earthworms
L. Ramakgapola & N. Muleya /
Beitbridge Municipality

Applying Multi-approaches to Promote Public Participation in Water and Sanitation Services
S. Kamau
Kenya

Involvement of the Community in Katanda Water Reticulation System Upgrade
M. Kaitano & A. Gotora
Chinhoyi Municipality

GIS-based Cadastral and Infrastructure Mapping
J. Maligwa & M. Kerith
Mutare City

Working Group 2: Waste Management

Community engagement in Solid Waste Management for Sustainable Service Delivery
Clerk Eng. Hosiah Abraham Chisango
Harare City

Participation in Integrated Solid Waste Management System
G. Schock
Düsseldorf

Solid Waste Management in Nairobi
D. Makori
Nairobi Municipality

Waste Management Programmes within Maseru District Council
T. Sekike
Maseru District

Waste Management Project Thaba Tseka Urban Council
T. Tlali
Thaba-Tseka District

Refuse Collection by Community Vehicles
C. Dube & S. Dube
Bulawayo City

Ward Community Health Clubs
V. Shonhai & T. Gozo
Masvingo City

Kariba Integrated Solid Waste Management Plan/Project
M. Tawedzera
Kariba Town

Community Participation in Governance and Youth Empowerment in Choma District
George Mulenga
Choma Municipal Council

Working Group 3: Urban Transport

Bus acceleration programme in the City of Hamburg
Dr. T. Becker
Hamburg

Public Service Delivery Innovation at Municipal level - Find&Fix App
B. Peters-Scheepers
Johannesburg Road Agency, City of Johannesburg

Working Group 4: Other Topics

Thematic Committees Based Budgeting Method
H. Mutanga & O. Masimba
Gweru City

Urbanization in the context of public service delivery in Sub-Saharan Africa
R. Dube & K. Mangena
Victoria Falls Municipality

Ergebnisse

Die Aktionspläne der Projekte hatten folgende Schwerpunkte:

  • die Entwicklung eines funktionalen Informationsmanagementsystems durch die Urban Councils Association of Zimbabwe (UCAZ);
  • die Erhöhung der Einnahmen durch die Reduzierung von Wasser, das keine Einnahmen erzielt, um 80 Prozent;
  • ein integriertes Projekt zur Entsorgung fester Abfälle, das Abfalltrennungsanlagen und die Beseitigung der illegalen Abfallverbrennung umfasst;
  • die Reduzierung der in die Gewässer eingeleiteten Abwässer um fünfzig Prozent innerhalb der nächsten fünf Jahre;
  • und eine verbesserte Sammlung von festen Abfällen durch die Einrichtung von Übergabestationen und den Kauf von Müllwagen.

 

Im Rahmen der Dialogveranstaltung fanden ebenfalls Beratungsgespräche des Deutschen Städtetages mit dem Stadtratsverein Simbabwe (UCAZ) und dem Kommunalverband Sambia (LGAZ) statt.

In diesen Peer-to-Peer-Beratungen wurden Fragen zu den Satzungen der jeweiligen Parteien diskutiert und Unterschiede in den Arbeitsstrukturen mit ihren Vor- und Nachteilen identifiziert. Ein wesentlicher Unterschied zwischen den beiden afrikanischen Verbänden betrifft das Management. Während die LGAZ von einem Geschäftsführer geleitet wird, der mit seinem Mandat relativ weitreichende Entscheidungen selbstständig treffen kann, hat die UCAZ einen Generalsekretär, der viel stärker von den Bürgermeistern und Gemeindeverwaltern abhängig ist. In der Sitzung wurde auch die Erfahrung der LGAZ mit der Integration einer kommunalen Fachkraft diskutiert - diese geteilte Erfahrung war eine Bereicherung für UCAZ, die nun auch auf die Zusammenarbeit mit einer Fachkraft abzielt.

Alle drei Parteien - UCAZ, LGAZ und der Deutsche Städtetag - einigten sich auf den Mehrwert eines Folgetreffens, das während des UCLG-Weltkongresses in Durban/Südafrika unter der Leitung von Connective Cities stattfinden wird. Während dieses Workshops werden die Verfassungen eingehend geprüft, um Reformvorschläge für UCAZ zu formulieren.

Bericht

Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung ist hier voraussichtlich Ende Oktober/Anfang November als Download verfügbar.

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Ort

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