Auftakt in Tirana: Kommunale Resilienz gemeinsam stärken
Dialogveranstaltung zum Start des regionalen Lernprozesses in Südosteuropa/ Südkaukasus
Mit einer Dialogveranstaltung in Tirana (16.–18. Juni 2026) startet der neue regionale Lernprozess für Südosteuropa und den Südkaukasus. Im Mittelpunkt steht das Thema: „Planung für kommunale Resilienz – Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung“
Die Veranstaltung bringt Fachleute aus Kommunen sowie aus kommunalen Unternehmen aus neun Ländern zusammen: Albanien, Armenien, Georgien, Deutschland, Kosovo, Montenegro, Serbien, Türkei und Ukraine. Bereits im Vorfeld stieß der Lernprozess auf großes Interesse seitens kommunaler Verwaltungen und Betriebe, was den hohen Handlungsdruck und die Relevanz des Themas in der Region unterstreicht.
Vertreten sind Kommunen unterschiedlicher Größe und Struktur sowie verschiedene Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge. Dazu zählen unter anderem Kommunen wie Gjirokastër, Roskovec und Mat in Albanien, Gavar und Noyemberyan in Armenien, Poti und Gori in Georgien, Drenas im Kosovo, Cetinje in Montenegro, Priboj und Kraljevo in Serbien, İznik in der Türkei sowie Dnipro, Drohobytsch und in der Ukraine. Aus Deutschland beteiligen sich unter anderem kommunale Akteure aus der Stadt Leipzig sowie aus den Stadtentwässerungsbetrieben Köln.
Diese Vielfalt ermöglicht einen besonders praxisnahen Austausch zu unterschiedlichen Rahmenbedingungen, institutionellen Strukturen und Herausforderungen der Kommunalentwicklung.
Ausgangspunkt: Wachsende Risiken für kritische Infrastrukturen
Kommunen stehen zunehmend vor komplexen Herausforderungen: Klimabedingte Extremereignisse, Urbanisierungsdruck sowie technologische und hybride Bedrohungen erhöhen die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen wie Energie-, Wasser-, Verkehrs- oder IT-Systeme.
Gleichzeitig fehlt es häufig an strukturierten Möglichkeiten, vorhandene Erfahrungen und Lösungsansätze systematisch auszutauschen und weiterzuentwickeln. Der Lernprozess setzt genau hier an und verbindet kommunale Praxis mit einem strukturierten, anwendungsorientierten Austausch.
Dialogveranstaltung in Tirana: Vom Austausch zur gemeinsamen Priorisierung
Die Auftaktveranstaltung bildet den Einstieg in den mehrstufigen Lernprozess und legt die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit. Ziel ist es, bestehende Analysen zu Risiken und Verwundbarkeiten zu vertiefen und vergleichbar zu machen sowie erste gemeinsame Handlungsschwerpunkte zu definieren.
Im Fokus stehen dabei:
- der Austausch zu bestehenden Risiko- und Vulnerabilitätsanalysen in den Kommunen
- der Vergleich unterschiedlicher Ansätze im Peer-to-Peer-Format
- die Identifikation zentraler Schwachstellen in kritischen Infrastrukturen
- die Festlegung prioritärer Handlungsfelder und erster konkreter Schritte
Darüber hinaus werden verbleibende Datenlücken sichtbar gemacht und Ansätze entwickelt, wie diese im weiteren Verlauf des Lernprozesses geschlossen werden können.
Ein strukturierter Lernprozess mit Umsetzungsfokus
Die Dialogveranstaltung ist der erste Baustein eines insgesamt einjährigen Lernprozesses. Dieser kombiniert Präsenzformate mit virtuellen Austauschformaten und verfolgt das Ziel, von der Analyse zur konkreten Umsetzung zu kommen.
Der methodische Rahmen basiert auf einem integrierten Ansatz der risiko-informierten Kommunalentwicklung, bei dem Risikoanalysen systematisch in Planungs- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
Mit Tirana wurde bewusst ein Standort gewählt, der exemplarisch für dynamische Transformationsprozesse in der Region steht. Die Stadt bietet einen geeigneten Rahmen, um Herausforderungen und Lösungsansätze im Bereich Resilienz und kritische Infrastrukturen praxisnah zu diskutieren und voneinander zu lernen.
Bei Fragen oder Interesse an einer Mitwirkung im Lernprozess wenden Sie sich bitte an Paulina Koschmieder paulina.koschmieder@giz.de oder Jimmy Yoedsel jimmy.yoedsel@giz.de

