Natur im Zentrum kommunaler Resilienz: Gemeinsam den Weg nach vorne gestalten
Von Stadtparks und Straßenbäumen bis hin zur Wiederherstellung von Mangroven und naturbasierten Geschäftsmodellen: Städte, Kreise und Gemeinden in Subsahara-Afrika entwickeln im Rahmen des Connective-Cities-Lernprozesses konkrete Ansätze, um ihre lokale Resilienz zu stärken.
Im Lernprozess „Nature at the Heart of Municipal Resilience“ bringt Connective Cities Kommunen aus verschiedenen Ländern Subsahara-Afrikas zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und lokal angepasste Lösungen zu entwickeln. Aufbauend auf den bisherigen gemeinsamen Arbeitsphasen konkretisieren die teilnehmenden Kommunen derzeit ihre Reformmaßnahmen in digitalen Austauschen und mit fachlicher Unterstützung.
Dabei nehmen naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) zunehmend konkrete Formen an.
In Bosaso, Somalia, entwickelt die Kommune Leitlinien für die Pflanzung von Straßenbäumen, um den langfristigen Erhalt des städtischen Grüns zu unterstützen. Sinda Town in Sambia hat gemeinschaftlich genutzte Flächen für die Entwicklung eines Stadtparks identifiziert, der neue Erholungsmöglichkeiten schaffen und die lokale Bevölkerung einbeziehen soll.
In Méagui, Côte d’Ivoire, entstehen kleine Parks im Stadtzentrum. Parallel beschäftigt sich die Kommune mit der Auswahl geeigneter Baumarten für die lokalen Bedingungen. Babadjou in Kamerun entwickelt Informations- und Kommunikationsmaßnahmen, um für den Schutz einheimischer Bäume und die Wiederaufforstung entwaldeter Gebiete zu sensibilisieren.
Nanga-Eboko in Kamerun verbindet die Einbindung der lokalen Bevölkerung in den Schutz vor Entwaldung mit Ansätzen für eine naturbasierte lokale Wirtschaftsentwicklung – beispielsweise durch Honigproduktion und den diversifizierten Anbau von Obstbäumen.
Andere Kommunen verbinden die Wiederherstellung von Ökosystemen mit weitergehenden Ansätzen für Resilienz und Finanzierung. In Cape Coast, Ghana, werden öffentlich-private Partnerschaften zur Wiederherstellung von Mangroven geprüft, um Küstenüberschwemmungen entgegenzuwirken und zugleich Möglichkeiten der Kohlenstofffinanzierung zu erschließen. In Nakuru, Kenia, soll eine Pilotmaßnahme zur Baumpflanzung entlang des Flusses Njoro dazu beitragen, die durch Überschwemmungen verursachte Bodenerosion zu reduzieren.
Die Beispiele zeigen, wie sich der Lernprozess zunehmend vom Erfahrungsaustausch hin zu lokal angepassten und umsetzbaren Maßnahmen entwickelt. In den laufenden digitalen Austauschformaten können die Kommunen ihre Ansätze weiter konkretisieren, offene Fragen bearbeiten und vom Feedback anderer Kommunen und Fachleute profitieren.
Der nächste Meilenstein führt die Teilnehmenden nach Kigali. Dort werden die Kommunen ihre bisherigen Fortschritte vorstellen, voneinander lernen und ihre Maßnahmen mit Blick auf die weitere Umsetzung weiterentwickeln.
Mit dem Lernprozess unterstützt Connective Cities Städte, Kreise und Gemeinden dabei, naturbasierte Lösungen in konkrete Antworten auf lokale Herausforderungen zu übersetzen – angepasst an die jeweiligen Bedingungen vor Ort, gestärkt durch internationalen Austausch und mit Blick auf die praktische Umsetzung.

