Die Laufzeit des Projektes beträgt drei Jahre, wobei die E-Busse immer autonomer werden sollen, bis sie 2021 – anlässlich des ITS-Weltkongresses in Hamburg – ohne Beifahrer im realen Stadtverkehr integriert sein sollen und den ÖPNV ergänzen.
Nicht nur die finale Umsetzung, sondern die gesamte Entwicklung, Tests und begleitende Untersuchung sind Teil des Projektes, das im Wesentlichen drei Fragen beantworten soll:
Demnach ist der Versuchsbetrieb in drei aufeinander folgende Phasen unterteilt:
Phase 1: Erprobung des autonomen Fahrzeuges auf einem Teilstück der zukünftigen Fahrstrecke ohne Fahrgäste mit Fahrzeugbegleiter ab Anfang 2019
Phase 2: Autonomer Betrieb auf einer festgelegten Fahrstrecke und mit festen Haltestellen, mit Fahrgästen und Fahrzeugbegleiter – ab voraussichtlich Mitte 2019
Phase 3: Autonomer Betrieb auf der gleichen Fahrstrecke ohne Anwesenheit eines Fahrzeugbegleiters.
Zunächst werden drei der fünf Meter langen Kleinbusse getestet. Die Kleinbusse bieten Platz für maximal 16 Fahrgäste und weiteren Stauraum z.B. für Fahrräder oder einen Rollstuhl. Zum autonomen Betrieb wird das Fahrzeug u.a. mit Kameras, Radar und Laserentfernungsmessung ausgestattet und erkennt seine Umgebung auch dank aktuellstem Kartenmaterial. Sensorikelemente und digitale Kommunikationssysteme werden überall entlang der Strecke eingebaut. Dazu wird entsprechende Software entwickelt, die für das Flotten- und Verkehrsmanagement zum Einsatz kommen soll. Im Ergebnis kommunizieren so Fahrzeug und Strecke miteinander und sollen ermöglichen, dass das Fahrzeug ohne Fahrer fahren kann.
Das Vorhaben schließt unmittelbar an das vom BMUB geförderte Projekt Optimized Transportation System Based on Self Driving Electric Vehicles (OTS 1.0) an. Es überführt die dort entwickelnden Systeme (Fahrzeug, Schnittstellen, Infrastruktur) von der ersten Erprobung in einem abgegrenzten Laborumfeld in den frei zugänglichen Verkehr mit allen seinen bislang noch weitgehend unbekannten Alltagsanforderungen.
Insgesamt würden die Investitionen für das Pilotprojekt 5,2 Mio. Euro betragen. Von dieser Summe würden 3,7 Mio. Euro auf die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, die Hamburg Verkehrsanlagen sowie den Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer entfallen. Seitens des Bundesumweltministeriums werde diese Summe jedoch erstattet. Die Hamburger Hochbahn AG wird 1,5 Millionen Euro aus dem eigenen Budget zahlen.
Weitere Informationen:
<link https: dialog.hochbahn.de bus-in-zukunft autonome-e-busse-fuer-hamburg-das-projekt-heat>
dialog.hochbahn.de/bus-in-zukunft/autonome-e-busse-fuer-hamburg-das-projekt-heat/
<link https: www.erneuerbar-mobil.de projekte heat>
www.erneuerbar-mobil.de/projekte/heat