Stärkung des Vertrauens der Bürger durch digitale Transformation in der Stadtverwaltung von Sfax in Tunesien

Die Gemeinde Sfax tritt dem nationalen Informationssystem zur Überwachung und Bewertung öffentlicher Projekte bei.

Übersicht

In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Information ist die Gemeinde Sfax dem nationalen System "INJAZ" zur Überwachung und Evaluierung von öffentlichen Programmen und Projekten beigetreten, das es der Gemeinde ermöglicht, Echtzeitdaten über die Umsetzung von Projekten und Programmen bereitzustellen. Dieses System zielt darauf ab, die besten Wege zu identifizieren, um Dezentralisierung, Machtübertragung und Bürgerbeteiligung zu erleichtern.

Hintergrund

Die technische Abteilung der Stadtverwaltung von Sfax beaufsichtigt die Umsetzung zahlreicher struktureller, infrastruktureller Projekte sowie den Bau öffentlicher Einrichtungen, was zu vielfältigen Überschneidungen auf lokaler und nationaler Ebene führt. Dadurch wird die Überwachung dieser Prozesse sehr komplex.

Diese Komplexität behinderte in vielen Fällen die effektive Umsetzung von kommunalen Projekten. Infolgedessen hat das Vertrauen der Bürger in die kommunale Verwaltung abgenommen, trotz der großen Anstrengungen und des Kapitals, das in die Umsetzung von kommunalen Projekten investiert wird.

Um diese herausfordernde Situation zu überwinden, hat sich die Gemeinde Sfax in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Information dem nationalen System "INJAZ" für die Überwachung und Bewertung öffentlicher Programme und Projekte angeschlossen. INJAZ wird als ideales Werkzeug angesehen, um Probleme zu antizipieren, die die Umsetzung von kommunalen Projekten behindern könnten. Darüber hinaus trägt dieses System zur transparenten Kommunikation öffentlicher Daten an die Öffentlichkeit und die Beteiligten auf den verschiedenen Verwaltungsebenen bei und etabliert so die Prinzipien einer offenen Verwaltung.

Ein nationales Dekret wurde mit Bezug auf die Entwicklung des Nationalen Informationssystems zur Überwachung öffentlicher Programme und Projekte "INJAZ" erlassen und richtete sich an das Nationale Medienzentrum, die Zentralregierung und die Gemeinden, um den Übergang zur Digitalisierung der öffentlichen Dienste zu vollziehen. Verschiedene Interessengruppen und Freiwillige haben zur Entwicklung von Echtzeitdaten beigetragen.

Im gleichen Sinne wurden zahlreiche lokale Workshops organisiert, um die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Überwachung und Bewertung des Fortschritts kommunaler Projekte zu diskutieren. An diesen Workshops nahm ein breites Spektrum an Stakeholdern teil, darunter sowohl Vertreter der Kommunen als auch der Zivilgesellschaft. Der hochgradig partizipative Prozess führte zur Entwicklung eines digitalisierten Systems, das von allen Stakeholdern der öffentlichen Verwaltung angenommen wurde. Dieses digitalisierte System zielt darauf ab, öffentliche Projekte besser zu steuern und so die kommunale Leistung zu verbessern und das Vertrauen der Bürger in die lokalen Behörden zu stärken.

Ziele

  • Etablierung eines Open-Source-Systems zur Überwachung und Bewertung öffentlicher Projekte und Programme
  • Entwicklung und Modernisierung von Verwaltungsprozessen und kommunalen Dienstleistungen durch Digitalisierung

Aktivitäten

  1. Vorbereiten und Identifizieren von Projektbeteiligten und Arbeitsgruppen
  2. Bereitstellung der notwendigen Projektmanagement-Schulungen
  3. Darstellung einer einheitlichen Wahrnehmung von Projekten, Projektfortschrittsberichten und Klärung der Rollen und Verantwortlichkeiten bei der Projektdurchführung
  4. Beschleunigung von Energiesparprogrammen und Projekten für erneuerbare Energien
  5. Vorhersage von Problemen, die die Ausführung von Projekten behindern könnten, und deren präventive Lösung

Wirkungen

  • Gute Governance für kommunale Projekte und damit ein Beitrag zum Erreichen der "offenen Verwaltung"
  • Beschleunigung des Fortschritts von kommunalen Projekten
  • Erhöhung der kommunalen Einnahmen und Verringerung der Treibhausgasemissionen durch die Beschleunigung von Energiesparprogrammen und Projekten für erneuerbare Energien
  • Modernisierung von Verwaltungsprozessen und kommunalen Dienstleistungen durch Digitalisierung
  • Verbesserung des Vertrauens der Bürger in die lokalen Behörden und Stärkung der monetären Rolle der Bürger und der sozialen Inklusion

 

Fazit

Eine effektive Vorbereitung und das Engagement aller Stakeholder ist der Schlüssel, um die Akzeptanz und Durchführbarkeit eines solchen Reformprojekts deutlich zu erhöhen. Die genaue Einbeziehung der Gender-Komponente durch die Berücksichtigung der unterschiedlichen Bedürfnisse von Frauen und Männern, zusätzlich zu den gefährdeten Gruppen, ist ein Anreiz, Fortschritte zu machen und Herausforderungen präventiv anzugehen.

Stand: 31.01.2021

Kontakt

Ms. Imen karoui
Head of Works and Projects Follow-up Committee, Rapporteur of the Participatory Democracy and Open Governance Committee and Head of Energy and Renewable Energies Control Projects in the Municipality of Sfax
Imenkaroui1806(at)gmail.com

 

Ms. Dhouha Bouzid
Chair of the Information, Communication and Evaluation Committee and Rapporteur of the Tourism Committee
bouzidhouha(at)gmail.com

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Kategorien:Connective CitiesGood Urban GovernanceDemokratie und BürgerbeteiligungManagement von Stadt und VerwaltungSmart Cities / Digitalisierung
Regionen:AfrikaTunesienSfaxNaher Osten

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