Städtische Resilienz und Hochwasserrisikomanagement

Städtische Resilienz in Bezug auf ein verbessertes Hochwasserrisikomanagement

ExpertInnen-Austausch vom 27. - 29. Oktober 2015 in Santa Leopoldina, Brasilien und vom 25. - 27. November 2015 in Manaus, Brasilien

Die Internationale Städteplattform „Connective Cities“ organisierte in Kooperation mit dem United Nations Office for Disaster Risk Reduction (UNISDR) vom 27. bis 29. Oktober sowie vom 25. bis 27. November 2015 zwei ExpertInnenaustausche zum Thema „Capacity Buildung and Capacity Development for Resilience“ zwischen drei brasilianischen Städten (Curitiba, Manaus, Santa Leopoldina) und einer deutschen Stadt (Köln). 

Diese Treffen sind eine Fortsetzung der 6. Dialogveranstaltung (Februar 2015) in Köln und dem Workshop “Developing Flood Vulnerability and Risk Analysis for Local Flood Management Planning” (August 2015) in Curitiba. Bestimmte TeilnehmerInnen der Zivilschutzämter aus Manaus, Curitiba, Santa Leopoldina und der Stadtentwässerungsbetriebe aus Köln wünschten sich in diesem Zusammenhang einen weiteren ExpertInnenaustausch zum Thema urbane Resilienz.

Im Mittelpunkt dieser Treffen stand ein intensiver Austausch durch kollegiale Beratung, Fachvorträge und Feldbesuche. Insbesondere wurden Themen wie das Hochwasserrisikomanagement, die Entwicklung von Infrastrukturprojekten zur Risikominderung, die Verbesserung der Hochwasserrisikoanalyse sowie der Warnalarmsysteme gemeinsam diskutiert. Im Vordergrund der Fragestellungen stand die Gestaltung einer engen Kooperation zwischen den involvierten Stadtverwaltungen, Zivilschutzämtern und der betroffenen Bevölkerung. 

Wie bereits im Rahmen der Projektwerkstatt zur Planung im Bereich des lokalen Hochwassermanagements in Curitiba wurde die zentrale Bedeutung der Verfügbarkeit von relevanten Daten sowie das soziale Engagement zur Entwicklung und Anwendung von Vulnerabilitäts- und Risikoanalysen besonders hervorgehoben.

Die Kommunikation zwischen Gemeinden und Entscheidungsträgern wurde als ebenso wichtig identifiziert, um auf die Wirksamkeit von Vulnerabilitäts- und Risikoanalysen und deren Integration in Stadtplanungsprozessen hinzuweisen. In Santa Leopoldina wurden sogenannte „Community Centers of Civil Defense“ gegründet, die die Sensibilisierung in Schulen im Vordergrund stellen. Die TeilnehmerInnen  nahmen in diesem Zusammenhang an der Eröffnung der 3. städtischen Katastrophenpräventionswoche in Santa Leopoldina teil, wo die zentrale Rolle von SchülerInnen und Jugendlichen in der Kommunikation zwischen Zivilgesellschaft und öffentlichen Institutionen betont wurde.

In Manaus besuchten die TeilnehmerInnen das inklusive Stadtentwicklungsprogramm (PROURBIS), welches sich insbesondere durch die Verbindung von ökologischen und sozialen Interessen auszeichnet. Öffentliche Räume in ausgewählten Risikogebieten werden zu linearen Parks umgestaltet und als Sportanlagen von der lokalen Bevölkerung genutzt.

Die ExpertInnen waren sich darüber einig, dass solche Veranstaltungen mit kleineren Teilnehmerzahlen die Intensität der Gespräche, die Qualität der Beratung und die Effizienz der Zusammenarbeit in Zukunft weiter fördern werden.

Interview mit Dr. Marlene Willkomm

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