Bremen: gutes Krisenmanagement zahlt sich während COVID-19 aus

Abläufe schnell und effizient an die neuen Notwendigkeiten anpassen

Übersicht

Seit vielen Jahren investiert das Bremer Abwasser-Unternehmen hanseWasser in ein effizientes Krisen- und Notfallmanagement. Während der COVID-19-Pandemie zahlt sich diese Vorsorge nun aus. Das Unternehmen kann seine Abläufe schnell und effizient an die neuen Notwendigkeiten anpassen.

Hintergrund

hanseWasser ist für die Stadtentwässerung und Abwasserreinigung in Bremen zuständig, betreibt das dortige Kanalnetz und übernimmt damit eine wichtige Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Daher muss hanseWasser mit seinen etwa 400 Mitarbeitenden auch in Krisenzeiten funktionsfähig bleiben.

Das Unternehmen engagiert sich seit Langem intensiv für den Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit seiner Mitarbeitenden. Es will Unfälle im Unternehmen verhindern, die Gesundheit des Personals verbessern und damit auch den Krankenstand reduzieren. Jährlich finden Trainings etwa zur Vermeidung von Unfällen oder zu besserer Ernährung statt. hanseWasser begann bereits 2004, ein Krisenmanagement für Arbeitssicherheit und betriebliche Sicherheit einzurichten.

Ziele

Um in Krisen wie der COVID-19-Pandemie handlungsfähig zu bleiben, benötigt hanseWasser ein Krisenmanagement, das schnell und effektiv bei Katastrophen und Notfällen agieren kann. Den Kern des Systems, das bereits im Vorfeld vorsorglich aufgebaut und langfristig handlungsfähig ist bildet ein Krisen- und Notfallmanagement-Team.

Aktivitäten

hanseWasser begann 2012, sein langjähriges Engagement für Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit auch auf das Krisenmanagement auszuweiten. So finden bei hanseWasser jährlich Übungen statt, bei denen verschiedene Krisen- und Notfallszenarien simuliert wurden, unter anderem schwere Unfälle oder die Havarie eines Schiffs. Teil der Übung 2019 war zufällig eine Simulation, bei der ein Teil des Teams plötzlich ohne Vorankündigung ausfiel und nicht mehr einsatzfähig war.

Der Ansatz von hanseWasser sieht vor, für das Katastrophenmanagement keine neuen parallelen Strukturen zu etablieren, sondern hierfür die existierenden Firmenstrukturen zu nutzen. Dieses Vorgehen kam auch zu Beginn der COVID-19-Pandemie zum Einsatz.

Das Krisennotfallmanagement folgt während der Pandemie einer Reihe von Eskalationsstufen. Je nach aktuellem Infektionsgeschehen bewertet das Krisennotfallmanagement-Team die Lage neu und passt sein Vorgehen entsprechend an.

Wirkungen

hanseWasser hat sich schon lange um ein möglichst optimales Management von Krisen und Notfällen gekümmert. Somit war das seit Jahren etablierte Krisen- und Notfallmanagement zu Beginn der COVID-19-Pandemie bereits gut im Unternehmen verankert. Dies ermöglichte es, für den Umgang mit der Pandemie auf bestehende Regeln, Handbücher und Informationen zurückzugreifen und so sehr schnell die Betriebsabläufe grundlegend umzustellen. Dazu gehörte, dass die Belegschaft in räumlich und zeitlich komplett getrennten Schichten arbeitete. 300 Mitarbeitende waren im Homeoffice tätig, während in den Büros vor Ort nur noch das Mindestpersonal von 65 Personen verkehrte, deren Anwesenheit als zwingend erforderlich angesehen wurde.

Fazit

Die Strategie, die es vorsieht für das Management von Ausnahmesituationen wie der COVID-19-Pandemie keine parallelen Managementstrukturen einzuführen, sondern nach wie vor die regulären Unternehmensprozesse und -strukturen zu nutzen, hat sich bei hanseWasser bewährt.

Eine Krise erfordert Flexibilität im Handeln. Ändert sich die Lage, so müssen auch die Maßnahmen des Krisenmanagements angepasst werden. Dafür ist es hilfreich, auf die Expertise eines im Unternehmen fest etablierten Krisen- und Notfallmanagement-Teams zurückgreifen zu können.

weitere Informationen

www.hanseWasser.de

 

Stand: 03.03.2021

Kontakt

Peter Fahsing

hanseWasser Bremen GmbH

fahsing(at)hanseWasser.de

 

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Kategorien:COVID-19KrisenmanagementGood Urban GovernanceKrisenmanagementKommunale DienstleistungenWasserversorgung / Abwasserentsorgung
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