Lebensqualität durch Baumrigolen in Hagen

Hagen liegt am Rande des Mittelgebirges Sauerland und verfügt über eine hügelige Topografie. Mit Ruhr, Volme, Lenne und Ennepe durchziehen gleich vier Flüsse das Stadtgebiet. Dadurch sind weite Teile der Stadt besonders bei Starkregenereignissen durch Überflutung gefährdet. Im Rahmen eines Pilotprojektes werden nun speziell entwickelte innovative Baumrigolen gepflanzt. Sie sollen die Stadt sicherer, klimaresilienter und somit lebenswerter gestalten.

„Bairro Maravilha“ – wundervolle Nachbarschaften in Rio de Janeiro

Das Programm „Bairro Maravilha“, auf Deutsch „Wundervolle Nachbarschaft“, das bereits an mehr als 90 Orten in Brasiliens zweitgrößter Stadt Rio de Janeiro umgesetzt wurde, setzt Urbanisierungs- und Infrastruktursysteme für die Bevölkerung in einigen der ärmsten Viertel der Stadt. Das Programm umfasst die Asphaltierung der Straßen, die Schaffung sicherer Gehwege, die Wiederherstellung der öffentlichen Beleuchtung mit LEDs und die Einrichtung eines professionellen Kanalisations- und Entwässerungsnetzes vor, um Überschwemmungen zu vermeiden. An Orten, an denen kein Platz für eine geordnete Urbanisierung vorhanden ist, werden im Rahmen des Programms neue Wohnungen gebaut, um den städtischen Raum neu zu ordnen. Im Rahmen des Programms wurden bereits über sechs Millionen Quadratmeter im gesamten Stadtgebiet urbanisiert und die Entwässerung und die Lebensbedingungen in allen betroffenen Gebieten verbessert.

Dream City Festival in Tunis

Das Dream City Festival findet in der Medina und im Stadtzentrum von Tunis statt und bringt Künstler*innen aus Tunesien, der MENA-Region, Afrika und Europa zusammen. Die Veranstaltung schafft einen einzigartigen Schmelztiegel von Kunstwerken und Visionen für die städtische Zukunft. Im Laufe der Zeit wurde das Festival zu einem wichtigen Teil des kulturellen Lebens in Tunis und zu einem interessanten Element der Stadtentwicklung.

Mangrovenwald als Schutzwall in der Stadt Quelimane, Mosambik

Die Stadt Quelimane ist anfällig für natürliche und vom Menschen verursachte Katastrophen. Um auf Ereignisse wie Wirbelstürme und starke Winde zu reagieren, hat die Stadt die Vergrößerung des Mangrovenwaldes als Schutzmechanismus eingeführt. Dazu wurden Sensibilisierungskampagnen durchgeführt, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Mangrovenökosysteme als einzigartiges, besonderes und empfindliches Ökosystem zu schärfen und Lösungen für ihre nachhaltige Bewirtschaftung, Erhaltung und Nutzung zu fördern. Außerdem wurden die Gemeinden mit Mangroven-Setzlingen versorgt und darin geschult, wie sie diese pflanzen und pflegen können. Die jahrelange natürliche Küstenerosion und die Veränderung der Landschaft durch landwirtschaftliche Nutzung sowie die Verstädterung haben die Ausdehnung des Mangrovenwaldes in bestimmten Gebieten verringert. Dadurch sind die Küstengemeinden den verheerenden negativen Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere dem Anstieg des Meeresspiegels, ausgesetzt.

Die Bevölkerung von Quelimane, deren wirtschaftliche Aktivitäten größtenteils an der Küste angesiedelt sind, ist heute mehr denn je einer großen Bedrohung durch den steigenden Meeresspiegel ausgesetzt. Der Anstieg des Meeresspiegels, Überschwemmungen, das Eindringen von Salzwasser, die Landerosion und der Rückgang der biologischen Vielfalt sind Phänomene, die durch die Auswirkungen des Klimawandels verstärkt auftreten.

In Quelimane wachsen Mangroven an den Flussufern, in den Flussmündungen und im Landesinneren sowie entlang der gesamten schlammigen Küste. Die am häufigsten vorkommende Mangrovenart ist Avicenia marina. Da sich der Verlust der Mangroven negativ auf ihren Lebensstandard auswirkt, hat sich die Gemeinschaft aktiv an der Wiederaufforstung der Mangroven beteiligt und in einigen Vierteln in der Nähe der Mangroven lokale Mangrovenmanagementausschüsse gebildet, die die Nutzung der Mangroven überwachen. Einige Komitees schlugen vor, die Mangroven für die Bienenzucht zu nutzen, was einen zusätzlichen Nutzen für das ursprüngliche Projekt darstellte. Auch die Angst, von Bienen gestochen zu werden, hält die Menschen von den Mangroven fern.

Eine Stadtentwicklung für alle in Wien

Im Bereich der Geschlechtersensiblen Planung wird Wien sowohl in der konzeptionellen Tiefe als auch in der thematischen Breite der Aktivitäten eine Spitzenposition auf europäischer Ebene eingeräumt. Dies zeigt sich auch am großen internationalen Interesse an den Erfahrungen „made in Vienna“.

Mit dem Wasser leben, anstatt es zu fürchten

Bangkoks erstes bedeutendes Stück grüner Infrastruktur, der Chulalongkorn Centenary Park (CCP), soll das Risiko von Überschwemmungen in der Stadt und andere ökologische Problemen verringern. Dieser kann in Zeiten starker Regenfälle über vier Million Liter Wasser speichern. Der Park ist ein Beispiel für alternative Landschaftsstrategien zur Verringerung von Überschwemmungen in Städten und eine Erinnerung an die Fähigkeit der Stadt, angesichts des Klimawandels mit dem Wasser zu leben, anstatt es zu fürchten.

India Urban Data Exchange (IUDX)

Um die Städte der Zukunft zu bauen, die eine gute Lebensqualität, eine verbesserte wirtschaftliche Robustheit und Harmonie mit der Natur bieten, braucht Indien einzigartige Lösungen, die nicht nur effizient sind, sondern auch Dienstleistungen und Vorteile für alle Teile der Gesellschaft bieten. Indien hat sich dafür entschieden, bei der Entwicklung dieser Lösungen Daten zu nutzen, indem es den Echtzeit-Austausch von Daten zwischen den Beteiligten über eine offene, neutrale und sichere Plattform, den India Urban Data Exchange (IUDX), erleichtert.  Bei IUDX geht es um die Nutzung von Daten zum Wohle der Allgemeinheit und darum, Datenanbieter in die Lage zu versetzen, innovative Dienste zu entwickeln und Mehrwert zu schaffen.

Sozialer Wohnungsbau für sozial Benachteiligte

Die Kapazitäten der Gemeinde Plovdiv, um einkommensschwachen Mitbürgerinnen und Mitbürgern angemessenen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, reichen nicht aus. Durch den Bau von Sozialwohnungen werden sozial benachteiligte Menschen nun in der Gemeinde Plovdiv unterstützt, und es wird erwartet, dass das Projekt selbst die Integration der Zielpersonen in die Gesellschaft fördert.