Auf Anregung der UN und im Rahmen eines umfassenden Multi-Stakeholder-Ansatzes hat die Regierung Südafrikas gemeinsam mit der South African Local Government Association (SALGA) und 14 Kommunen einen beachtlichen Prozess zur Lokalisierung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 initiiert, aus dem in nur acht Monaten zehn Voluntary Local Review (VLRs) mit vielen weiteren sehr positiven nachgelagerten Wirkungen erstellt wurden.
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Der Voluntary Local Review (VLR) von Amman: Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beschleunigen
Mit vier Millionen Einwohner*innen leben in der jordanischen Hauptstadt circa 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes. 2021 beschloss Ammans Stadtverwaltung, die Greater Amman Municipality (GAM), einen VLR zu erstellen – den ersten in der arabischen Region. Im Sommer 2022 wurde der VLR fertiggestellt und gemeinsam mit dem Voluntary National Review (VNR) auf dem High-Level Political Forum der UN in New York vorgestellt.
Der VLR hat sich als voller Erfolg erwiesen – sowohl als Analysewerkzeug wie als Prozess:
- Ein „Ökosystem“ für die Erhebung validierter Daten wurde entwickelt.
- Nachhaltigkeitsziele (SDGs) wurden in verschiedene Bereiche von Politik, Strategieentwicklung und Verwaltungshandeln integriert.
- Neue Formate der Bürgerbeteiligung wurden ausprobiert.
- Neue Projekte und Partnerschaften wurden initiiert und laufende strategisch verzahnt;
- Die Digitalisierung der Verwaltung ist sehr weit entwickelt.
Die zeitgleiche Erstellung von VNR und VLR sorgte für Politikkohärenz und gegenseitige Unterstützung zwischen beiden Ebenen.
Das Rathaus Hebron – immer wieder neu erfunden
Das 1965 erbaute heutige Rathaus von Hebron in den Palästinensischen Gebieten wurde immer wieder umgebaut und umgenutzt – damit es den steigenden Anforderungen einer wachsenden Stadt und ihrer Verwaltung gerecht wird. Dabei standen Ressourceneffizienz, technische Modernisierung und die Anforderungen an die Arbeitsorganisation im Mittelpunkt.
Lörrach plant erstes Gewerbegebiet Deutschlands in Holzbauweise
Holz ist in der Stadt Lörrach und ihrer Nähe zum Schwarzwald mehr als ausreichend verfügbar. Es entstand die Idee, auf dem Gelände der Lauffenmühle ein klimaneutrales Gewerbegebiet in Holzbauweise zu errichten. Bisher gibt es in Deutschland nur einzelne aus Holz errichtete Gewerbegebäude, aber kein Gewerbegebiet mit einem vergleichbaren Konzept. Teile der historischen Fabrikgebäude auf dem Gelände mit ihren Natursteinfassaden sollen dabei in die neue Nutzungsstruktur integriert werden.
Banepa bewahrt traditionelle Bauweisen unter Verwendung biobasierten Materialien
In dieser guten Praktik wird beschrieben, wie die Stadt Banepa ihr historisches Zentrum und ein Altenheim mit traditionellen Baumethoden restauriert. Biobasierte Baumaterialien wie Holz, Bambus, Ziegel und Lehm sind wesentlich nachhaltiger und erdbebensicherer als Zement oder Beton.
Die Herausforderungen der kommunalen Abfallwirtschaft meistern
Padang ist eine Stadt mit über einer Million Einwohner*innen auf der Insel Sumatra, Indonesien. Der Fluss Arau, der durch das Stadtzentrum von Padang fließt, ist durch große Mengen an Haushaltsabfällen verschmutzt. Zudem werden Abwässer ungeklärt in den Arau geleitet. Um Padang für Tourist*innen attraktiver und für seine Einwohner*innen lebenswerter zu machen, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, den Fluss Arau mithilfe einer Fachkraft für Wasserwirtschaft zu regenerieren.
Ahrtal: Flutopfer erhielten in 25 Tiny Houses vorübergehende Bleibe
Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 fanden inzwischen knapp 100 wohnungslos gewordene Opfer der Flutwelle in temporären Tiny Houses eine vorübergehende Unterkunft. Mit dem Bau eines Gemeinschaftshauses wurde auch ihren sozialen Bedürfnissen Rechnung getragen.
Makati: Notunterkünfte sind im Katastrophenfall schnell einsatzbereit
In Makati auf den Philippinen sind im Falle einer Katastrophe Notunterkünfte schnell einsatzbereit und erfüllen die zentralen Bedürfnisse der Menschen, die dort unterkommen. Das umfassende Katastrophenmanagement der Kommune setzt zudem auf eine gute Vorbereitung auf den Ernstfall und eine intensive Kommunikation mit der Bevölkerung.
KOTOR – Jahrhunderte junge Stadt auf der Landkarte der Regenbogenstädte
Kotor ist eine von der UNESCO geschützte Kleinstadt mit reicher Geschichte und kulturellem Erbe und ein attraktives Reiseziel, das eine Menge zu bieten hat.
Der Name selbst, in der griechischen Variante Decaterum, taucht in Aufzeichnungen aus dem 7. Jahrhundert auf und ist seither als Stadt der Multi-Harmonie, der Offenheit und der Akzeptanz von Unterschieden in allen Fragen bekannt.
Im Jahr 2014 war die Gemeinde Kotor die erste Gemeinde in Montenegro, die eine Kooperationsvereinbarung mit dem Ministerium für Menschen- und Minderheitenrechte unterzeichnet hat, um den Status und die Rechte von LGBTQIA+-Personen zu verbessern. Seit 2020 ist sie stolzes Mitglied des Rainbow Cities Network, eines globalen Netzwerks für LGBTQIA+-Gleichstellung.
Wissenschaftsstadt Heidelberg: mehr Kooperation und Austausch mit wissenschaftlichen Einrichtungen
Heidelberg ist eine historische Universitätsstadt und verfügt über ca. 200 Forschungseinrichtungen. Durch einen regelmäßigen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Wissenschaft wird das gegenseitige Verständnis gefördert, die Bedarfe der wissenschaftlichen Einrichtungen, Forschenden und Studierenden besser berücksichtigt. Die Stadt Heidelberg profitiert letztendlich selbst davon, wenn sie sich so als internationaler renommierter Wissenschaftsstandort weiterentwickelt.
