Die Stimme der Städte stärken und die Umsetzung der SDGs beschleunigen

Auf freiwilliger Basis berichten immer mehr Kommunen über den Umsetzungsstand der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 auf lokaler Ebene in sogenannten Voluntary Local Reviews (VLR) beziehungsweise Voluntary Sub-National Reviews (VSR) auf regionaler Ebene. Diese ergänzen die nationalen Berichte (VNR) der Regierungen und werden jedes Jahr beim sogenannten High Level Political Forum (HLPF) der Vereinten Nationen in New York präsentiert. Dadurch wird die lokale Ebene auf der internationalen Ebene sichtbarer. Allerdings wird in vielen Ländern auf nationaler Ebene mehr über als mit den lokalen Regierungen gesprochen, wenn es um die Erstellung von nationalen Nachhaltigkeitsstrategien geht. Dabei ist es die lokale Ebene, auf der über 65% der SDGs umgesetzt werden (müssen).

Anfang Dezember 2024 hat Connective Cities daher einen Lernprozess zur nachhaltigen Berichterstattung auf lokaler und regionaler Ebene gestartet. Ziel war es, durch einen internationalen Erfahrungsaustausch die Erstellung von VLRs und VSRs zu  verbessern, die Umsetzung der SDGs zu beschleunigen und letztendlich den Dialog zwischen lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu fördern. Zum ersten Mal berieten sich in einem Lernprozess von Connective Cites Vertreter*innen kommunaler Verbände mit ihren Kolleg*innen aus den Stadtverwaltungen. Die regionale Vielfalt mit Perspektiven und Praxisbeispielen aus Südamerika, Subsahara Afrika, Deutschland, Südosteuropa und Asien belebte die Diskussion und trug zum Erfolg des  Prozesses bei.

Autor: Burkhard Vielhaber

Städte als Vorreiter für eine nachhaltige, inklusive und resiliente Zukunft

Vom 12. bis 14. September 2025 fand im Rahmen der G20-Präsidentschaft Südafrikas in Johannesburg der Urban 20 (U20) Mayor Summit statt. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der C40-Städte kamen zusammen, um die Stimme der Städte auf globaler Ebene zu stärken. Die U20 ist eine diplomatische Initiative, die gemeinsam von C40 Cities und United Cities and Local Governments (UCLG) getragen wird. Den Vorsitz übernahmen in diesem Jahr die Städte Johannesburg und Tshwane.

Connective Cities und die Stadt Bonn nahmen an der von SALGA (South African Local Government Association) organisierten Paneldiskussion zum Thema „From Goals to Impact: Advancing Urban Sustainability and Resilience through the SDGs“ teil. In der Diskussion wurde die zentrale Rolle lokaler Regierungen bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) hervorgehoben: Mehr als 65 % der SDG-Ziele sind direkt mit kommunalen und regionalen Zuständigkeiten verbunden, wie SALGAs Vizepräsidentin Flora Mabea-Baltman betonte.

Die Panelteilnehmenden lieferten vielfältige Einblicke: Aaron Maluleka von der Stadt Tshwane stellte Energieprogramme und Partnerschaften im Bereich nachhaltige Energie vor, während Dr. Angela aus São Paulo auf die Bedeutung philanthropischer Initiativen und die Sicherung der SDG-Ziele einging. Verena Schwarte von der Stadt Bonn unterstrich die Relevanz von Daten und internationalen Kooperationen und Sibylle Loyeau von Connective Cities betonte die Bedeutung von Partnerschaften, dem fachlichen Austausch und Peer-Learning.

Im Communiqué, dem gemeinsamen Ergebnisdokument des Gipfels, wird die lokale Perspektive als wichtiger Bestandteil der G20-Agenda anerkannt. Es werden vier prioritäre Handlungsfelder definiert: wirtschaftliche Chancen und Finanzierung, Klimaschutz und urbane Resilienz, soziale Inklusion und Gerechtigkeit sowie digitale Transformation und Innovation.

Der Urban 20 Summit 2025 hat eindrucksvoll bestätigt, dass Städte an vorderster Front stehen, wenn es darum geht, globale Herausforderungen lokal zu lösen – für eine nachhaltige, inklusive und resiliente Zukunft.

Vertretung lokaler und regionaler Verwaltungen beim High Level Political Forum 2025

Im Rahmen des Connective Cities Lernprozesses „Sustainability Reporting and Voluntary Local Review fand am 07.08. online ein Arbeitstreffen mit dem Titel „Representation of local and regional governments at the High-Level Political Forum on Sustainable Development 2025 (HLPF 2025)” statt. Teilgenommen haben 19 Personen, die sich über die Ereignisse beim HLPF Forum, das vom 14.07.-23.07.2025 in New York City stattgefunden hat, und der abgeleiteten Learnings austauschen wollten.

Vertreten waren aus Deutschland die Stadt Bonn, Stuttgart, Mannheim, Enzkreis und der Kreis Oldenburg, sowie der Rat für Nachhaltige Entwicklung. Aus dem Globalen Süden waren Vertreter*innen aus Lusaka, LGA Zambia, SALGA, Cuenca und La Paz anwesend. Anna Calvete Moreno (Head of Research) und Matteo Fabris (Research Officer) von United Cities and Local Governments (UCLG) haben in einem einführenden Input ihre Arbeit als internationale Interessenvertretung präsentiert und erste Einblicke über die Abläufe des Forums vorgestellt.

Positiv hervorgehoben wurden von Matteo Fabris (UCLG) vier Benefits, die eine Teilnahme am Forum mit sich brachte: Die Sichtbarkeit und Möglichkeit der eigenen Darstellung im Austausch mit anderen Teilnehmenden, das Forum als Plattform für Interessensvertretung, der Aufbau von (langfristigen) Partnerschaften und die Nutzung als Lernplattform zur Verankerung der Agenda 2030.

Das HLPF 2025 befasste sich mit den SDGs 3, 5, 8, 14 und 17, wobei 36 Länder ihre Voluntary National Reviews vorstellten. Dennoch wurden in weniger als der Hälfte dieser nationalen Nachhaltigkeitsberichte lokale Behörden als Bündnispartner einbezogen, was die anhaltende Herausforderung um wirklich integrative Ansätze im Rahmen der Implementierung von SDGs unterstreicht. Zudem wurden durch Kürzungen im UN-Budget die Möglichkeiten für Nebenveranstaltungen stark eingeschränkt, was einen niedrigschwelligen Zugang zur Zusammenarbeit außerhalb des offiziellen Rahmens erschwerte. Inhaltlich konnte beobachtet werden, dass das Wort „localization“ nun in den allgemeinen Sprachgebrauch von einflussreichen Persönlichkeiten und relevanten Entscheidungsträgern aufgenommen sei und dies das wachsende, sensibilisierte Bewusstsein für die Thematik verdeutliche. Die local governments seien das „beating heart“ hinter dem Gelingen dieses Ansatzes, so Anna Calvete Moreno von UCLG. Es bräuchte jedoch eine stärkere Einheit mit den nationalen Regierungen, die zu oft die lokalen Regierungen und ihre Perspektiven von wichtigen Prozessen ausschließen würden.

Im Anschluss haben die Teilnehmenden über Erfolge, Herausforderungen und Ideen diskutiert, vor allem wie lokale Realitäten effektiver mit internationalen Entscheidungsprozessen verknüpft werden können.

Gerade in Hinblick auf das nächste Jahr, wo das SDG 11 „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ als ein Fokusthema behandelt wird, sollte ein Anreiz geschaffen werden, die lokalen Stimmen noch präsenter und öffentlichkeitswirksamer in die Agenden zu integrieren. Stefan Wagner von der Stadt Bonn betonte hierbei die Rolle der jeweiligen nationalen Delegation und die Notwendigkeit klarer Orientierungshilfen und Leitlinien für Repräsentanten kleinerer Städte und Kommunen. Es sei wichtig, so Dr. Bettina Bunk, dass eine gemeinsame Stimme trotz unterschiedlicher Interessen gefunden werde, etwa in Form von koordinierten Stellungnahmen und das im besten Fall in Form einer frühen strategischen Planung.

Starke Zustimmung unter den Teilnehmenden fand die Aussage von Martin Tebogo Matlou von der South Africa Local Government Association (SALGA), es würde mehr über die lokalen Regierungen gesprochen als mit ihnen. Vertreter*innen von nationalen Regierungen würden den Dialog beherrschen, anstatt die lokalen Vertreter*innen in den Fokus zu rücken, die meist unmittelbarer von Herausforderungen betroffen seien. Lokale Regierungen und Communities würden zurzeit eher wie Stakeholder behandelt werden, obwohl sie die eigentlichen Shareholder seien, da 65-70 % der SDG-Maßnahmen auf einem lokalen Level implementiert würden.

Zudem würden es viele begrüßen, wenn die Nachhaltigkeitsberichterstattungen in Form von Voluntary Local und Voluntary National Reviews nicht nur auf einer freiwilligen Basis angefertigt, sondern in einem nächsten Schritt, eine größere Verbindlichkeit erfahren und strategisch in die Agenden der lokalen sowie nationalen Regierungen eingebettet würden. Martin Tebogo Matlou bekräftigte hierzu: „Poverty is not voluntary, climate shocks are not voluntary“, also sollten es die Nachhaltigkeitsberichte perspektivisch auch nicht sein.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Francesco Schapira unter francesco.schapira@engagment-global.de.

Die landesweite SDG-Lokalisierung aus der Perspektive der Kommunalverwaltungen

Am 7. Mai 2025 um 15 Uhr fand online ein internationaler Expertenaustausch zum Thema „Voluntary Subnational Review (VSR)“ statt. Vertreter aus Südafrika und Deutschland stellten ihre jeweiligen Bemühungen zur Lokalisierung der SDGs vor. Ziel eines VSR ist es, einen landesweiten Überblick über die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu geben und dabei die Unterschiede und Stärken der einzelnen Kommunen zu berücksichtigen.

Der deutsche Voluntary Local Government Review wurde von Frau Dr. Bettina Bunk aus der Abteilung Außenbeziehungen der Landeshauptstadt Stuttgart, Frau Verena Schwarte aus dem Referat für Internationale Angelegenheiten und Globale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn und Herrn Oliver Peters vom Deutschen Institut für Urbanistik vorgestellt. Die Experten haben gezeigt, dass der Voluntary Subnational Review agil und effizient vorbereitet werden kann, wenn die Daten verfügbar sind. Besonders wichtig ist dabei eine Liste nationaler Indikatoren, die mit den lokalen Indikatoren verglichen werden können. So lassen sich die Besonderheiten jeder Gemeinde hervorheben und gleichzeitig ein Gesamtbild erstellen.

Tebogo Matlou, International Project Manager bei der South African Local Government Association, zeigte ebenfalls, wie die VSR unter guter Koordination und Einbindung aller Akteure agil und effektiv erstellt werden kann. In Südafrika wurde der VSR im Rahmen der Ausarbeitung von zehn Voluntary Local Reviews erstellt. Diese Lokalisierung der SDGs auf mehreren Ebenen ermöglichte auch die Abstimmung der Politik für nachhaltige Entwicklung auf nationaler Ebene, unter anderem im Hinblick auf die nationale Agenda 2063. Der Schlüssel zum Erfolg in Südafrika war die Bereitstellung einer digitalen Plattform für die Überwachung der SDGs. Dank einer standardisierten Struktur konnten die verschiedenen Berichte gleichzeitig erstellt werden.

Durch dieses Treffen erhielten die Teilnehmer weitere Anregungen zur Lokalisierung der SDGs. Der Dialog machte insbesondere deutlich, dass eine agile Ausarbeitung des VSR möglich ist, wenn

  • gemeinsame Daten als Orientierungshilfe für die lokalen Verwaltungen vorliegen;
  • eine überkommunale Organisation zur Koordinierung des Prozesses vorhanden ist;
  • eine digitale Plattform zur Standardisierung der Datenverarbeitung vorhanden ist;
  • der politische Wille vorhanden ist, die eigene Gemeinde auf internationaler Ebene zu vertreten.

Das Treffen wurde dank der Bereitschaft einer Reihe von Kommunen und Verbänden ermöglicht, die sich mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, die Umsetzung der Voluntary Local and Subnational Review zu beschleunigen. Durch die Bereitstellung von Arbeitsmodellen und Präsentationen der Ergebnisse soll der Prozess für alle, die solche Nachhaltigkeitsberichte erstellen möchten, erleichtert werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Francesco Schapira unter francesco.schapira@engagment-global.de.

Zehn auf einen Streich

Auf Anregung der UN und im Rahmen eines umfassenden Multi-Stakeholder-Ansatzes hat die Regierung Südafrikas gemeinsam mit der South African Local Government Association (SALGA) und 14 Kommunen einen beachtlichen Prozess zur Lokalisierung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 initiiert, aus dem in nur acht Monaten zehn Voluntary Local Review (VLRs) mit vielen weiteren sehr positiven nachgelagerten Wirkungen erstellt wurden.

Der Voluntary Local Review (VLR) von Amman: Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele beschleunigen

Mit vier Millionen Einwohner*innen leben in der jordanischen Hauptstadt circa 40 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes. 2021 beschloss Ammans Stadtverwaltung, die Greater Amman Municipality (GAM), einen VLR zu erstellen – den ersten in der arabischen Region. Im Sommer 2022 wurde der VLR fertiggestellt und gemeinsam mit dem Voluntary National Review (VNR) auf dem High-Level Political Forum der UN in New York vorgestellt.

Der VLR hat sich als voller Erfolg erwiesen – sowohl als Analysewerkzeug wie als Prozess:

  • Ein „Ökosystem“ für die Erhebung validierter Daten wurde entwickelt.
  • Nachhaltigkeitsziele (SDGs) wurden in verschiedene Bereiche von Politik, Strategieentwicklung und Verwaltungshandeln integriert.
  • Neue Formate der Bürgerbeteiligung wurden ausprobiert.
  • Neue Projekte und Partnerschaften wurden initiiert und laufende strategisch verzahnt;
  • Die Digitalisierung der Verwaltung ist sehr weit entwickelt.

Die zeitgleiche Erstellung von VNR und VLR sorgte für Politikkohärenz und gegenseitige Unterstützung zwischen beiden Ebenen.

Aktionsplanung für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

Bei der Verabschiedung der Agenda 2030 haben sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (VN) verpflichtet, bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eng mit lokalen und regionalen Regierungen zusammenzuarbeiten. Seit 2015 engagieren sich Städte, Regionen und ihre Verbände zunehmend, die globalen sozialen und ökologischen Herausforderungen zu bewältigen, um die SDGs vor Ort zu lokalisieren.

Vom 02. bis 04. Dezember 2024 trafen sich in den Räumen des Deutschen Städtetages in Berlin 37 Praktiker*innen aus 25 Institutionen und 15 Ländern, um sich über ihre Erfahrungen in der Berichterstattung auszutauschen. Zum ersten Mal berieten sich in einer Dialogveranstaltung von Connective Cites Vertreter*innen kommunaler Verbände mit ihren Kolleg*innen aus den Stadtverwaltungen. Die regionale Vielfalt mit Perspektiven und Praxisbeispielen aus Südamerika, Subsahara Afrika, Deutschland, Südosteuropa und Asien belebte die Diskussion und trug zum Erfolg der Veranstaltung bei. Fünf Projektideen wurden im Rahmen der Aktionsplanung entwickelt und werden voraussichtlich in 2025 umgesetzt.

Eine kürze Zusammenfassung und eine Fotogallerie befindet sich auf unserer Microsite: „Aktionsplanung für die Nachhhaltigkeitsberichterstattung

Deutsche Kommunen initiieren Voluntary Local Government Review (VLGR)

Anlässlich der Connective Cities Dialogveranstaltung zu Nachhaltigkeitsberichterstattung und Voluntary Local Reviews, die vom 03. bis 05.12.2024 in Berlin stattfand, haben die Städte Bonn, Hamburg, Mannheim und Stuttgart die Erstellung eines Voluntary Local Government Review initiiert. In einer Sonderveröffentlichung des Deutschen Instituts für Urbanistik (Difu) in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden werden die Nachhaltigkeitsbemühungen von 15 deutschen Städten zusammengefasst. Ziel des Berichts ist es, den Kommunen eine starke, koordinierte Stimme im nationalen Nachhaltigkeitsdiskurs zu geben. Denn die lokale Ebene wird 2025 zum ersten Mal maßgeblich in den Voluntary National Review (VNR) der Bundesregierung berücksichtigt.

Die Publikation ist derzeit nur in deutscher Sprache verfügbar. Sobald eine englische Übersetzung veröffentlicht wurde, wird diese auf unserer Website verlinkt. 

Manizales: Grundstein für die Lokalisierung der SDGs gelegt

Für die kolumbianische Stadt Manizales waren die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) im Jahr 2020 mehr als nur ein Zielkatalog für eine bessere Zukunft. Gerade hatte die Stadt ihren Stadtentwicklungsplan „Manizales + Grande“ verabschiedet und die Verwaltung wollte nun die SDGs in die Gesellschaft tragen und sie im Alltag der Bevölkerung lebendig werden lassen. Die SDGs werden als globale Ziele in Kommunen weltweilt umgesetzt. Was lag da näher als sich mit engagierten Kommunen auszutauschen und sich gegenseitig Tipps und Anregungen zu geben?

Die virtuelle Dialogveranstaltung „Stärkung der lokalen Umsetzung der SDGs durch Berichterstattung und Monitoring“ im April 2021 – veranstaltet unter anderem von Connective Cities in Kooperation mit der Stadt Bonn – kam für Manizales gerade zur rechten Zeit. Knapp 60 kommunale Praktiker*innen aus 19 Ländern in Europa, Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika tauschten sich über ihre Ansätze und Erfahrungen zur Lokalisierung der SDGs aus – ein wichtiger Meilenstein für Manizales.

Aktionsplanung für die Nachhhaltigkeitsberichterstattung

Bei der Verabschiedung der Agenda 2030 haben sich die Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (VN) verpflichtet, bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) eng mit lokalen und regionalen Regierungen zusammenzuarbeiten. Seit 2015 engagieren sich Städte, Regionen und ihre Verbände zunehmend, die globalen sozialen und ökologischen Herausforderungen zu bewältigen, , um die SDGs vor Ort zu lokalisieren.

Auf freiwilliger Basis berichten immer mehr Kommunen über den Umsetzungsstand in sogenannten Voluntary Local Reviews (VLR) beziehungsweise Voluntary Sub-National Reviews (VSR) auf regionaler Ebene. Diese ergänzen die nationalen Berichte (VNR) der Regierungen und werden jedes Jahr beim sogenannten High Level Political Forum (HLPF) der VN präsentiert.

Vom 02. bis 04. Dezember 2024 trafen sich in den Räumen des Deutschen Städtetages in Berlin 37 Praktiker*innen aus 25 Institutionen und 15 Ländern, um sich über ihre Erfahrungen in der Berichterstattung auszutauschen. Zum ersten Mal berieten sich in einer Dialogveranstaltung von Connective Cites Vertreter*innen kommunaler Verbände mit ihren Kolleg*innen aus den Stadtverwaltungen.

Neben dem Erfahrungsaustausch zu guten Praktiken und unterschiedlichen Ansätzen bei der Berichterstattung ging es auch darum VLRs und VSRs miteinander zu harmonisieren und in einem weiteren Schritt die Berichte zu nutzen, um die Umsetzung der SDGs auf lokaler und regionaler Ebene zu beschleunigen.