Green Corridors: Inklusive und zugängliche Städte in der MENA-Region

Connective Cities bringt in Zusammenarbeit mit GIZ-Projekten in der Region Vertreterinnen und Vertreter aus Constantine (Algerien), Hebron und Gaza (Palästina) zusammen und knüpft dabei an Erfahrungen weiterer Städte der MENA-Region an.

Im Mittelpunkt des Workshops stehen Zugänglichkeit und Inklusion in der Stadtentwicklung. Wie können Städte sicherstellen, dass Straßen, Parks und öffentliche Grünflächen für alle Menschen sicher, einladend und nutzbar sind – insbesondere für Kinder, ältere Menschen und Personen mit unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen?

Durch kollegialen Austausch und KI-gestützte Visualisierungen entwickeln die teilnehmenden Städte praxisorientierte Lösungsansätze für grünere, inklusivere und klimaresilientere Stadträume.

Der Workshop ist Teil des laufenden Green-Corridors-Lernprozesses und fördert die kommunale Zusammenarbeit sowie den Wissensaustausch innerhalb der Region.

Insight Session: Natur zurück in Bhutans urbane Zukunft

Mit dem Wachstum der Städte und Gemeinden Bhutans stellt sich zunehmend die Frage, wie urbane Entwicklung mit dem besonderen ökologischen Erbe des Landes verbunden werden kann. Städtische Hitze, Überschwemmungen, der Verlust von Lebensräumen und ein sich wandelndes Verhältnis zwischen Mensch und Natur machen neue Ansätze der Stadtentwicklung immer wichtiger.

In dieser virtuellen Insight Session von Connective Cities zeigt die Bhutan Ecological Society (BES), wie naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions) und öko-regenerative Entwicklung dazu beitragen können, grünere, gesündere und klimaresilientere urbane Räume zu schaffen.

Anhand konkreter und neuer Ansätze aus Bhutan wird die Session zeigen, wie Biodiversitätsschutz, ökologische Wiederherstellung, grün-blaue Infrastruktur, Erholung und lokale Entwicklung miteinander verbunden und in die Stadtentwicklung integriert werden können.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem geplanten Eco-Regenerative Park in Rinchending, Phuentsholing. Dort sollen Biodiversitätsschutz, Grünflächen, Naturvermittlung, nachhaltige Erholungsangebote, Wellness, regenerativer Tourismus und Vorteile für die lokale Bevölkerung miteinander verbunden werden. Weitere Beispiele aus Samdrup Jongkhar und der Gelephu Mindfulness City zeigen, wie ökologische Wiederherstellung und naturbasierte Angebote zu resilienteren und lebenswerteren urbanen Räumen beitragen können.

Mit Beiträgen von

  • Nawang Norbu, Executive Director, Bhutan Ecological Society
    Nature, Climate Resilience and Bhutan’s Urban Future
  • Namgay Dendup, Nature-based Solutions Specialist, Bhutan Ecological Society
    Nature-Based Solutions in Practice

 

Im Anschluss an die Beiträge bietet eine offene Diskussion mit den Teilnehmenden Raum für den internationalen Erfahrungsaustausch. Städte, Kreise und Gemeinden sowie weitere Fachakteure sind eingeladen, die Erfahrungen aus Bhutan gemeinsam zu reflektieren und sich darüber auszutauschen, wie naturbasierte Lösungen in unterschiedlichen lokalen Kontexten praktisch umgesetzt werden können.

Datum: Donnerstag, 22. Oktober 2026
Uhrzeit: 10:00–11:00 Uhr (CEST)
Format: Online
Sprache: Englisch

Weitere Informationen und Anmeldung: https://community.connective-cities.net/en/node/1616

Voluntary Local Reviews als Steuerungsinstrument für nachhaltige Kommunen

Wie können Kommunen ihre Fortschritte bei der nachhaltigen Entwicklung systematisch erfassen und gleichzeitig voneinander lernen? Dieser Frage gingen 23 südafrikanische und deutsche Kommunen bei zwei einwöchigen Workshops im Juni 2026 in Frankfurt und im September 2026 in Durban, Südafrika, im Rahmen des Projekts „VLR Knowledge Transfer South Africa – Germany“ gemeinsam nach.

Auf südafrikanischer Seite waren Bergrivier Local Municipality, Buffalo City Metropolitan, City of Cape Town Metropolitan, City of Tshwane Metropolitan, eThekwini Metropolitan (Durban), Lephalale Local Municipality, Matzikama Local Municipality, Moses Kotane Local Municipality, Mossel Bay Local Municipality und Waterberg District Municipality verteten; auf deutscher Seite die Freie und Hansestadt Hamburg, Gemeinde Spiesen-Elversberg, Hansestadt Bremen, Hansestadt Buxtehude, Hansestadt Lüneburg, Landkreis Böblingen, Stadt Aschaffenburg, Stadt Bonn, Stadt Geestland, Stadt Neustadt in Holstein, Stadt Köln und die Stadt Pirmasens.

Kommunen spielen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Um Fortschritte messbar zu machen und transparent zu kommunizieren, nutzen immer mehr Städte und Gemeinden Voluntary Local Reviews (VLRs) oder in Deutschland auch den Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune (BNK) – freiwillige, von Kommunen selbst erstellte Berichte über den Stand der SDG-Umsetzung vor Ort.

In der Praxis stehen Kommunen dabei häufig vor ähnlichen Herausforderungen: Es fehlen verlässliche Daten und geeignete Indikatoren, Monitoringsysteme befinden sich noch im Aufbau und die Erstellung eines VLR erfordert eine gute ämterübergreifende Zusammenarbeit sowie einen klaren methodischen Ansatz.

Genau hier setzt das Projekt an. In den beiden Workshops tauschten die teilnehmenden Kommunen Erfahrungen und Lösungsansätze aus und entwickelten gemeinsam Ideen, wie Nachhaltigkeitsberichterstattung als kommunales Steuerungsinstrument genutzt werden kann. Das Projekt wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) gemeinsam mit der South African Local Government Association (SALGA) umgesetzt. Der im Jahr 2025 durchgeführte Connective Cities Lernprozess „Nachhaltige Berichterstattung und Voluntary Local Reviews“ legte den Grundstein für diese Zusammenarbeit. Unterstützt wird das Projekt weiterhin durch die Agentur Creative Climate Cities. Finanziert wird es vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Für die Teilnahme wurden Anfang 2026 Kommunen angesprochen, die sich bereits mit den SDGs und der kommunalen Nachhaltigkeitsberichterstattung beschäftigen. Darüber hinaus nahmen auch Kommunen teil, die eher am Anfang stehen und von den Erfahrungen in der Gruppe profitieren. Vorbehaltlich einer Mittelzusage ist für 2027 ein weiterer Teilnahmeaufruf geplant.

Ein zentrales Ergebnis des Projekts wird ein praxisorientiertes Handbuch sein, das schrittweise durch den Prozess führt. Die Publikation soll Kommunen dabei unterstützen, einen eigenen Voluntary Local Review strukturiert zu planen und umzusetzen. Die Veröffentlichung ist für Anfang 2027 vorgesehen.

Impressionen

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Teilnahmeaufruf – Global Green Sports: Umsetzung von Nachhaltigkeitsstrategien für Sportgroßveranstaltungen

Große Sportereignisse begeistern Milliarden – und stehen zugleich im Zentrum der globalen Nachhaltigkeitsdebatte. Wie können Kommunen Sportgroßveranstaltungen so gestalten, dass sie ökologische, soziale und wirtschaftliche Mehrwerte schaffen? Welche Lösungen funktionieren bereits in der Praxis – und was lässt sich voneinander lernen?

In Berlin befasst man sich intensiv mit diesen Fragen und nun laden der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und die Senatsverwaltung für Inneres und Sport zusammen mit Connective Cities 5 weitere deutsche und 6 internationale Kommunen ein, sich in einer Dialogveranstaltung zu Nachhaltigkeitsstrategien für Sportgroßveranstaltungen – von der politischen Verankerung bis zur praktischen Umsetzung und begleitenden Bildungsarbeit – auszutauschen.

An wen richtet sich der Teilnahmeaufruf?

Wir freuen uns auf die Teilnahme von jeweils 2 Fachleuten aus Ihrer Kommune, insbesondere aus den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Sport, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) oder Ordnungsämtern.

Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Reisekosten werden von Connective Cities übernommen.

Wie kann man teilnehmen?

Wenn Sie an der Dialogveranstaltung teilnehmen möchten, senden Sie uns bitte folgende Infos per E-Mail:

  • Angabe Ihrer Kommune oder Organisation (auch Hochschulen oder NROs) und Ihrer Funktion,
  • eine kurze Beschreibung eines Projekts Ihrer Kommune, das Sie den anderen Teilnehmenden als gute Praktik vorstellen möchten. Gerne können Sie auch eine lokale Herausforderung ergänzen, vor der Sie zurzeit stehen und zu der Sie sich mit den anderen kommunalen Fachleuten austauschen möchten.

Frist und Kontakt:

Eine Bewerbung ist leider nicht mehr möglich.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung:

Nikola Krause, Projektkoordinatorin Connective Cities (nikola.krause@engagement-global.de); +49 (0)228 20717 2922 und connective-cities@engagement-global.de.

Weitere Informationen finden Sie im Teilnahmeaufruf (Download rechts).

Teilnahmeaufruf: Lokale Wirtschaft stärken – global wettbewerbsfähig, profitabel und zukunftsfähig

Steigende Energie- und Rohstoffkosten, veränderte Lieferketten, die Folgen des Klimawandels und neue Technologien verändern lokale Wirtschaftsstrukturen weltweit. Gleichzeitig eröffnen neue Märkte, innovative Technologien und neue Formen der Zusammenarbeit Kommunen große Chancen, ihren Wirtschaftsstandort zu stärken, Investitionen anzuziehen und neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigung zu schaffen.

Connective Cities lädt Kommunen und weitere Akteure der lokalen Wirtschaftsförderung zur Teilnahme am neuen internationalen Deep Dive „Lokale Wirtschaft stärken – global wettbewerbsfähig, profitabel und zukunftsfähig“ ein.

Über einen Zeitraum von rund 1,5 Jahren tauschen sich die teilnehmenden Kommunen international aus, analysieren ihre lokalen Wirtschaftsstrukturen, Herausforderungen und Potenziale und entwickeln konkrete Strategien, Partnerschaften und Projekte für eine resilientere, innovativere und zukunftsfähige lokale Wirtschaft.

Abhängig von den Prioritäten der teilnehmenden Kommunen können unter anderem folgende Themen im Mittelpunkt stehen:

  • Lokale Wettbewerbsfähigkeit und Strukturwandel
  • Wirtschafts- und investitionsfreundliche Kommunen
  • Innovationsökosysteme und Zukunftstechnologien, darunter KI und nachhaltige Energien
  • Kooperationen zwischen Kommunen, Unternehmen, Hochschulen und weiteren lokalen Akteuren
  • Finanzierung von Wachstum und die Umsetzung von Ideen in konkrete Projekte

 

Das Programm verbindet Präsenzworkshops, digitale Austauschformate, fachliche Inputs und Peer Learning und bietet zudem Möglichkeiten für kurze Experteneinsätze und Peer Visits.

Die wichtigsten Informationen auf einen Blick

  • Virtueller Kick-off: Ende November 2026
  • Erster Präsenzworkshop: Anfang Februar 2027 (3 Tage)
  • Dauer: ca. 1,5 Jahre
  • Zielgruppe: Kommunal- und Regionalverwaltungen, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, kommunale Unternehmen und weitere relevante Institutionen
  • Regionen: Deutschland, Südosteuropa und Südkaukasus, Subsahara-Afrika sowie Nahost und Nordafrika
  • Arbeitssprache: Englisch
  • Frist für die Einreichung der Interessenbekundung ist der 31. Oktober 2026

 

Interesse an einer Teilnahme?

Ausführliche Informationen zu Zielen, Themenschwerpunkten, Teilnahmebedingungen und Bewerbungsverfahren finden Sie im vollständigen Teilnahmeaufruf [PDF].

Hier bewerben: https://community.connective-cities.net/en/form/connective-cities-deep-dive-de

 

Grüne Korridore in Ägypten: Von städtischen Herausforderungen zu konkreten Lösungen

Am 28. und 29. September 2026 veranstaltete Connective Cities in Zusammenarbeit mit dem Urban Development Fund (UDF) und der GIZ Ägypten einen zweitägigen hybriden Peer-Learning-Workshop. Vertreterinnen und Vertreter aus Aswan, Port Said und Alexandria erarbeiteten gemeinsam mit internationalen Fachleuten praxisorientierte Lösungen für Stadtbegrünung und klimaresiliente öffentliche Räume.

Im Mittelpunkt stand die Frage: Wie können Städte bestehende Straßen und wenig genutzte Flächen in grüne Korridore verwandeln, die Lebensqualität verbessern und die Klimaresilienz stärken?

Drei Städte, drei städtische Herausforderungen

Aswan untersuchte Möglichkeiten, in einem Wohngebiet mit hohen Temperaturen und wenig Vegetation Schatten, Grünflächen und fußgängerfreundliche Räume zu schaffen.

Straßenkreuzung vor gelben, teils verfallenen Mehrfamilienhäusern mit Satellitenschüsseln. Ein Auto parkt vor einer Apotheke, wenige Menschen gehen den Gehweg entlang. Grüne und orangefarbene Pinselstriche markieren Stellen für eine Umgestaltung.
Wohnviertel im derzeitigen Zustand. Grüne und orangefarbene Pinselstriche markieren Bereiche für eine Umgestaltung.
Eine KI-Visualisierung für die Umgestaltung des Wohnquartiers. Vorteile: Anwohner und Kinder profitieren von schattigen, grüneren Gemeinschafts- und Spielplätzen. Nachteile: Autofahrer müssen mit einer Verengung der Straße rechnen und können sie nur langsam duchfahren.

Port Said konzentrierte sich auf die Begrünung öffentlicher Räume trotz salzhaltiger Böden, Wasserknappheit und begrenzter finanzieller Mittel.

Blick von oben auf eine große, sandige Brachfläche mit verstreutem Müll neben einer Straße. Dahinter liegen eine ummauerte Freifläche mit einem mehrstöckigen Gebäude sowie Wohnhäuser.
Ungenutzte Freifläche in Port Said
KI-Visualisierung der zuvor kahlen Brachfläche als Stadtpark: Zwischen Wohnhäusern verlaufen Wege durch Beete, Bäume und Sträucher, Menschen spazieren, Bänke laden zum Sitzen ein.
KI-Visualisierung der zuvor kahlen Brachfläche als Stadtpark. Vorteile: Anwohner und Fußgänger profitieren von Schatten, Erholungsmöglichkeiten und sichereren, stufenlosen Wegen. Nachteile: Autofahrer verlieren Durchfahrtskapazität und eine schnellere Zufahrt.

Alexandria befasste sich mit der Aufwertung von Straßenräumen und geeigneter Bepflanzung unter schwierigen Bodenbedingungen und angesichts von Fragen der Wasserverfügbarkeit und Pflege.

Breite, fast leere Straße zwischen mehrstöckigen Wohnblöcken unter blauem Himmel. Mitten auf der Fahrbahn steht ein Fußballtor. Rechts parkt ein gelbes Tuk-Tuk,
Versiegelte Flächen verschlechtern das Stadtklima in Alexandria.
KI-Visualisierung der zuvor leeren Straße als begrünter Gemeinschaftsraum: Unter einem Sonnensegel pflegen Menschen Hochbeete, Ältere sitzen auf Bänken, im Hintergrund liegt ein Spielplatz. Bäume spenden Schatten
KI-Visualisierung der zuvor leeren Straße als begrünter Gemeinschaftsraum. Vorteile: Die Anwohner erhalten schattige Sitzgelegenheiten, Spielflächen und Beete zum Anbau von Lebensmitteln. Nachteile: Anwohner*innen, verlieren Parkraum und haben weniger Möglichkeiten, ihre Fahrgäste schnell abzusetzen.

 

Im strukturierten Peer Advice entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam umsetzbare, an den örtlichen Kontext angepasste Maßnahmen – von schattigen Fußwegen und kleinen grünen Inseln über Bodenverbesserung und standortgerechte Baumarten bis hin zu Partnerschaften mit Schulen, Initiativen und lokalen Organisationen.

Peer Learning mit KI-gestützter Visualisierung verbinden

Eine Besonderheit des Workshops war die Integration KI-gestützter Visualisierungen in den Peer-Learning-Prozess. Anhand von Fotos bestehender Stadträume wurden alternative Zukunftsszenarien erarbeitet, die mögliche Veränderungen der ausgewählten Orte anschaulich machten.

Die Visualisierungen halfen, fachliche Empfehlungen in räumlich greifbare Konzepte zu übertragen sowie unterschiedliche Optionen gemeinsam zu diskutieren, zu vergleichen und weiterzuentwickeln. Die KI-Bilder waren keine fertigen Entwürfe, sondern ein gemeinsames Arbeitsinstrument, um Möglichkeiten auszuloten und sie an den lokalen Gegebenheiten zu prüfen.

Von Ideen zum Handeln: Backcasting, zurück von der Zukunft

Darüber hinaus führte der Workshop in die Methode des Backcasting ein: Ausgehend von einem gewünschten Zukunftsbild werden rückwärts die erforderlichen Schritte zu seiner Verwirklichung bestimmt. Aufbauend auf Peer Advice und KI-Szenarien diskutierten die Teilnehmenden, wie langfristige Visionen in konkrete Prioritäten, Partnerschaften und Umsetzungsschritte übersetzt werden können. Die Backcasting-Methode bereicherte so die Planungsaktivitäten.

Die Verbindung von Peer Advice, KI-gestützter Visualisierung und Backcasting zeigte, wie digitale Werkzeuge und strukturierter internationaler Austausch einander ergänzen und Städten helfen können, von gemeinsamen Herausforderungen zu lokal passenden Lösungen zu gelangen.

Internationale Expertise und regionaler Austausch

Prof. Dr. Heba Khalil und Stefan Scharfe brachten internationale Erfahrungen und fachliche Perspektiven zu nachhaltiger Stadtentwicklung, grüner Infrastruktur und Klimaresilienz ein.

Der Workshop wurde von Jelena Karamatijevic (Connective Cities) konzipiert und fachlich geleitet. Die Moderation übernahm Aida Tarhouni. Der Workshop entstand in enger Zusammenarbeit mit Dr. Marwa Ahmed vom Urban Development Fund (UDF) und der GIZ Ägypten. Besonderer Dank gilt Dr. Marwa Ahmed für die Zusammenarbeit mit den ägyptischen Partnern sowie den Kolleginnen des Connective-Cities-Projekts (CBUID) für ihre wertvolle Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung. Die positiven Rückmeldungen unterstrichen den Mehrwert der Verbindung von kommunaler Praxis, internationaler Expertise und innovativen digitalen Ansätzen.

Wie geht es weiter?

Der Workshop in Ägypten ist Teil des regionalen Connective-Cities-Lernprozesses zu grünen Korridoren in der MENA-Region. Weitere Austauschformate mit Kommunen der Region werden an die Ergebnisse anknüpfen, grenzüberschreitendes Lernen fördern und praxisnahe Ansätze für klimaresiliente Stadtentwicklung unterstützen.

Die Erfahrungen aus Ägypten zeigen, wie sich Peer Learning weiterentwickeln kann: vom Austausch von Ideen über die gemeinsame Visualisierung von Lösungen bis zur Identifizierung konkreter Umsetzungspfade.

Weitere Informationen:

Jelena Karamatijevic | Advisor on Sustainable Urban Development
Connective Cities · GIZ | jelena.karamatijevic@giz.de

 

Wenn Fakten unter Druck geraten: Kommunen wirksam gegen Desinformation stärken

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Desinformation und polarisierende Narrative stellen Kommunen zunehmend vor Herausforderungen. Falschinformationen können das Vertrauen in kommunale Institutionen schwächen, gesellschaftliche Spannungen verstärken und sich insbesondere in Krisensituationen innerhalb kürzester Zeit verbreiten. Umso wichtiger ist es für Kommunen, vorbereitet zu sein und schnell, glaubwürdig und wirksam kommunizieren zu können.

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Connective Cities Fachforums „Wenn Fakten unter Druck geraten: Kommunen wirksam gegen Desinformation stärken“ am 8. Oktober 2026 von 14:00 bis 16:30 Uhr in Berlin.

Das Fachforum findet im Rahmen der 8. Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz vom 7. bis 9. Oktober 2026 statt. Die Konferenz bringt deutsche und ukrainische Kommunalvertretende und weitere Engagierte aus dem Partnerschaftsnetzwerk zusammen, um Erfahrungen und erfolgreiche Ansätze auszutauschen, aktuelle Herausforderungen der Zusammenarbeit zu diskutieren und die kommunale Resilienz sowie die deutsch-ukrainischen Partnerschaften weiter zu stärken.

Von kommunaler Praxis lernen

Im Fachforum stehen die konkreten Herausforderungen für Städte und Gemeinden im Mittelpunkt: Wie erkennt eine Verwaltung, dass sich Desinformation verbreitet? Wann und wie sollte sie reagieren? Welche Rolle spielen Bürgermeister*innen, Pressestellen, lokale Medien und Zivilgesellschaft? Und wie lässt sich Vertrauen aufbauen, damit Bürger*innen gerade in Krisensituationen auf verlässliche kommunale Informationen zurückgreifen?

Dabei bringt das Fachforum deutsche und ukrainische Perspektiven und Erfahrungen zusammen. Ukrainische Kommunen sind unter den Bedingungen des russischen Angriffskrieges einem besonders hohen Informationsdruck ausgesetzt. Ihre Erfahrungen mit Krisenkommunikation, dem Umgang mit Gerüchten und Falschinformationen sowie dem Aufbau verlässlicher Informationskanäle bieten wichtige Anknüpfungspunkte für den gemeinsamen Austausch.

Neben fachlichen Impulsen und kommunalen Praxisbeispielen steht daher das gemeinsame Lernen im Vordergrund. In einem interaktiven Krisenszenario erarbeiten deutsche und ukrainische Teilnehmende gemeinsam, wie eine Kommune reagieren kann, wenn sich eine Falschinformation innerhalb kürzester Zeit verbreitet und unmittelbarer Handlungs- und Kommunikationsdruck entsteht.

Die Teilnehmenden erhalten praxisnahe Impulse und konkrete Ansätze für Prävention, Monitoring und Krisenkommunikation und tauschen sich darüber aus, welche Strategien Kommunen und ihre Partnerschaften resilienter gegenüber Desinformation und gesellschaftlicher Polarisierung machen können.

Weitere Informationen zu den Mitwirkenden und zum detaillierten Programm des Fachforums werden in Kürze veröffentlicht.

Auf einen Blick

  • Datum: Oktober 2026
  • Zeit: 14:00–16:30 Uhr
  • Ort: Berlin
  • Sprachen: Deutsch und Ukrainisch mit Verdolmetschung
  • Zielgruppe: Bürgermeister*innen, kommunale Mitarbeitende und Kommunalpolitiker*innen sowie weitere Akteure der deutsch-ukrainischen Partnerschaftsarbeit

 

Das Fachforum ist Teil der 8. Deutsch-Ukrainischen Kommunalen Partnerschaftskonferenz.

Weitere Informationen zur Konferenz und Anmeldung: https://skew.engagement-global.de/deutsch-ukrainische-kommunale-partnerschaftskonferenz.html

Green Corridors Learning Process: Vom Austausch zur Umsetzung

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Der Green Corridors Learning Process geht in die nächste Phase und stärkt den praxisorientierten Wissensaustausch zwischen Kommunen und Stadtentwicklungsexpert*innen in der MENA-Region.

Grüne Korridore gewinnen heute als integrierter Ansatz zur Bewältigung unterschiedlicher städtischer Herausforderungen zunehmend an Bedeutung. Sie können dazu beitragen, Hitze zu mindern, das Stadtklima und die Biodiversität zu verbessern, Regenwasser besser zu bewirtschaften und die Belastung durch Verkehr und Lärm zu reduzieren. Gleichzeitig schaffen sie attraktive Fuß- und Radverbindungen zwischen Quartieren, öffentlichen Räumen und wichtigen Alltagszielen und fördern damit nachhaltige Mobilität, Erreichbarkeit und Lebensqualität. So verbinden grüne Korridore Klimaresilienz und ökologische Nachhaltigkeit mit gesünderen, besser vernetzten und lebenswerteren Kommunen.

Am 28. und 29. September liegt ein besonderer Schwerpunkt auf den ägyptischen Kommunen, die in Kairo vor Ort zusammenkommen, während sich Peers und Expert*innen aus der Region online beteiligen. Gemeinsam mit Port Said, Assuan, Alexandria und UDF Egypt baut der Austausch auf lokaler und regionaler Expertise auf und bietet Raum, konkrete kommunale Herausforderungen zu grünen Korridoren, Klimaresilienz, öffentlichen Räumen und integrierter Stadtentwicklung gemeinsam zu bearbeiten.

Ein zentrales Element sind Peer Consultations zu konkreten kommunalen Fallbeispielen. Die teilnehmenden Kommunen profitieren von Erfahrungen und Expertise aus der Region, entwickeln gemeinsam mögliche Lösungsansätze und identifizieren Ansätze, die an den jeweiligen lokalen Kontext angepasst werden können. KI-gestützte Visualisierungen ergänzen den Peer-Austausch und unterstützen die Kommunen dabei, Ideen in anschauliche räumliche Szenarien zu übersetzen und mögliche Entwicklungspfade sichtbar zu machen.

Das Treffen in Kairo ist Teil des umfassenderen regionalen Learning Process. Weitere regionale Treffen folgen in Kürze und geben weiteren teilnehmenden Kommunen die Möglichkeit, ihre eigenen Fallbeispiele in den Mittelpunkt zu stellen und von grenzüberschreitendem Peer Learning und fachlicher Beratung zu profitieren.

Weitere Informationen zum Treffen am 28. und 29. September sowie zu den kommenden regionalen Aktivitäten werden in Kürze veröffentlicht.

Natur im Zentrum kommunaler Resilienz: Gemeinsam den Weg nach vorne gestalten

Im Lernprozess „Nature at the Heart of Municipal Resilience“ bringt Connective Cities Kommunen aus verschiedenen Ländern Subsahara-Afrikas zusammen, um Erfahrungen auszutauschen und lokal angepasste Lösungen zu entwickeln. Aufbauend auf den bisherigen gemeinsamen Arbeitsphasen konkretisieren die teilnehmenden Kommunen derzeit ihre Reformmaßnahmen in digitalen Austauschen und mit fachlicher Unterstützung.

Dabei nehmen naturbasierte Lösungen (Nature-based Solutions, NbS) zunehmend konkrete Formen an.

In Bosaso, Somalia, entwickelt die Kommune Leitlinien für die Pflanzung von Straßenbäumen, um den langfristigen Erhalt des städtischen Grüns zu unterstützen. Sinda Town in Sambia hat gemeinschaftlich genutzte Flächen für die Entwicklung eines Stadtparks identifiziert, der neue Erholungsmöglichkeiten schaffen und die lokale Bevölkerung einbeziehen soll.

In Méagui, Côte d’Ivoire, entstehen kleine Parks im Stadtzentrum. Parallel beschäftigt sich die Kommune mit der Auswahl geeigneter Baumarten für die lokalen Bedingungen. Babadjou in Kamerun entwickelt Informations- und Kommunikationsmaßnahmen, um für den Schutz einheimischer Bäume und die Wiederaufforstung entwaldeter Gebiete zu sensibilisieren.

Nanga-Eboko in Kamerun verbindet die Einbindung der lokalen Bevölkerung in den Schutz vor Entwaldung mit Ansätzen für eine naturbasierte lokale Wirtschaftsentwicklung – beispielsweise durch Honigproduktion und den diversifizierten Anbau von Obstbäumen.

Andere Kommunen verbinden die Wiederherstellung von Ökosystemen mit weitergehenden Ansätzen für Resilienz und Finanzierung. In Cape Coast, Ghana, werden öffentlich-private Partnerschaften zur Wiederherstellung von Mangroven geprüft, um Küstenüberschwemmungen entgegenzuwirken und zugleich Möglichkeiten der Kohlenstofffinanzierung zu erschließen. In Nakuru, Kenia, soll eine Pilotmaßnahme zur Baumpflanzung entlang des Flusses Njoro dazu beitragen, die durch Überschwemmungen verursachte Bodenerosion zu reduzieren.

Die Beispiele zeigen, wie sich der Lernprozess zunehmend vom Erfahrungsaustausch hin zu lokal angepassten und umsetzbaren Maßnahmen entwickelt. In den laufenden digitalen Austauschformaten können die Kommunen ihre Ansätze weiter konkretisieren, offene Fragen bearbeiten und vom Feedback anderer Kommunen und Fachleute profitieren.

Der nächste Meilenstein führt die Teilnehmenden nach Kigali. Dort werden die Kommunen ihre bisherigen Fortschritte vorstellen, voneinander lernen und ihre Maßnahmen mit Blick auf die weitere Umsetzung weiterentwickeln.

Mit dem Lernprozess unterstützt Connective Cities Städte, Kreise und Gemeinden dabei, naturbasierte Lösungen in konkrete Antworten auf lokale Herausforderungen zu übersetzen – angepasst an die jeweiligen Bedingungen vor Ort, gestärkt durch internationalen Austausch und mit Blick auf die praktische Umsetzung.

Weitere Informationen:
Auftaktworkshop des Connective Cities Lernprozesses in Naivasha, Kenia
Von der Problembeschreibung zur konkreten Umsetzung: Naturbasierte Lösungen in kommunalen Kontexten