Das Bokamoso-Unternehmerzentrum in Windhoek

Windhoek, Hauptstadt und Wirtschaftszentrum Namibias sowie Heimat von rund 500.000 Einwohner*innen, zieht junge Menschen aus allen Teilen des Landes an, die eine höhere Bildung und Ausbildung, eine Anstellung im öffentlichen Dienst oder in der Privatwirtschaft sowie unternehmerische Möglichkeiten suchen. Rund 40 Prozent der Bevölkerung der Hauptstadtregion Khomas sind zwischen 15 und 34 Jahre alt.

Die regionalen und lokalen Behörden haben daher Start-ups und Unternehmertum zu einer strategischen Priorität gemacht und die politischen und regulatorischen Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen erheblich verbessert. Das Bokamoso Entrepreneurial Centre unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere Start-ups, die von jungen Menschen geführt werden. In den vergangenen 16 Jahren hat das Zentrum schätzungsweise 1.200 junge Menschen im Alter von 18 bis 35 Jahren bei ihren unternehmerischen Aktivitäten erreicht und unterstützt.

Ursprünglich fungierte es in erster Linie als Gründerzentrum, das KMU eine grundlegende Infrastruktur zur Verfügung stellte. Als im Laufe der Zeit deutlich wurde, dass physische Räumlichkeiten allein nicht ausreichten, um Unternehmen zu ermöglichen, über ihre täglichen Aktivitäten hinaus zu agieren, führte das Zentrum Schulungen, Unterstützung bei der Geschäftsentwicklung und andere Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau ein, um ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu fördern.
Derzeit lotet das Zentrum seine zukünftige strategische Ausrichtung aus und durchläuft einen Organisationsentwicklungsprozess, der von der Partnerstadt Bremen unterstützt wird.

 

Ausschreibung: Goerdeler-Preis 2027

Connective Cities unterstützt erneut die Ausschreibung des Kommunalpolitischen Preises 2027 des Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftungsfonds (CAG), der nach dem Übergang in die Leipzigstiftung unter diesem Namen firmiert. Mit dem Preis werden herausragende Leistungen der kommunalen Verwaltung und Politik ausgezeichnet.

Im Jahr 2027 steht der Preis unter dem Thema „Resiliente Kommunen: Kommunale Partnerschaften für Bevölkerungsschutz, kritische Infrastruktur und Krisenvorsorge“. Gesucht werden innovative und übertragbare Gute Praktiken, die im Rahmen kommunaler Zusammenarbeit – insbesondere auch international – entwickelt wurden.

Voraussetzung ist die Beteiligung einer deutschen Kommune oder einer kommunalen Allianz.

Weltweit stehen Kommunen vor zunehmenden Herausforderungen, etwa durch Naturkatastrophen, technische Störungen, Cyberrisiken oder geopolitische Spannungen. Um ihre Bevölkerung wirksam zu schützen, braucht es nicht nur technische Lösungen, sondern auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, kommunalen Diensten, Zivilgesellschaft und weiteren lokalen Akteuren.

Die Ausschreibung richtet sich daher an grenzüberschreitende kommunale Kooperationen, die praxisnahe und innovative Ansätze in folgenden Bereichen aufzeigen:

  • Bevölkerungsschutz und Katastrophenvorsorge
  • Schutz und Weiterentwicklung kritischer Infrastruktur
  • digitale Sicherheit
  • Krisenkommunikation

 

Besonders berücksichtigt werden inklusive und partizipative Ansätze, die die Bedarfe unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen – insbesondere von Frauen, Kindern und weiteren vulnerablen Gruppen – einbeziehen.

Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert und umfasst eine öffentlichkeitswirksame Auszeichnung.

Bewerbungsfrist: 18. September 2026

Im Sinne seines Ansatzes zur Förderung des internationalen kommunalen Austauschs ruft Connective Cities Kommunen und kommunale Netzwerke dazu auf, sich zu bewerben und ihre Erfahrungen einzubringen.

Weitere Informationen zur Ausschreibung und zum Bewerbungsverfahren: CAG-Bekanntmachung [pdf, 3 Seiten]

Bewerbungen oder/und Fragen sind per E-Mail zu richten an:

Ricarda Meissner Ricarda.meissner@giz.de

Jelena Karamatijevic Jelena.karamatijevic@giz.de

Connective Cities beim 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

Vom 14. bis 16. September 2026 findet in Köln der 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik unter dem Motto „Gemeinsam handeln, schneller agieren, weiter denken: Städte für alle gestalten“ statt. Der Kongress bringt Akteurinnen und Akteure aus Kommunen, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um innovative Ansätze für eine nachhaltige, resiliente und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu diskutieren.

Connective Cities ist dieses Jahr erstmals auf einem Stand der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) vertreten. Der Kongress bietet eine hervorragende Gelegenheit, das internationale Städtenetzwerk und die Angebote der Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Kommunen sichtbar zu machen. Im Mittelpunkt stehen Gespräche mit kommunalen Fachleuten aus den Bereichen Stadtentwicklung, Mobilität, Klimaanpassung und nachhaltige Transformation.

Am SKEW-Stand möchten wir insbesondere Fachleute gezielt auf die Angebote von Connective Cities aufmerksam machen und mit ihnen über mögliche Beteiligungs- und Kooperationsmöglichkeiten ins Gespräch kommen. Darüber hinaus werden ausgewählte Gute Praktiken aus den vertretenen Fachbereichen sowie das Connective Cities Media Center als Wissensplattform vorgestellt. Netzwerkmitglieder, die am Bundeskongress teilnehmen, sind herzlich eingeladen, die Gelegenheit zu nutzen und mit dem Team am Stand ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf den Austausch, neue Kontakte und Impulse für die kommunale Entwicklungszusammenarbeit.

Weitere Informationen: 19. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik

Gründung und Innovation: Arbeitsmarktchancen und Perspektiven für junge Menschen

Start-ups und Unternehmertum bieten jungen Menschen Chancen für Existenzsicherung und berufliche Entwicklung und sind zugleich entscheidende Faktoren für das Wohlergehen lokaler Gemeinschaften und in der lokalen Wirtschaftsförderung.

Kommunen sind zentrale Akteure: Sie vernetzen Stakeholder, beraten und begleiten Gründer*innen, stellen Infrastruktur und Ressourcen zur Verfügung, vermitteln Fördergelder oder auch Kontakte zu Investor*innen. Kurz: Sie können  ein gründerfreundliches Klima und Ökosystem vor Ort schaffen.

Rund 25 Fachleute aus 11 Kommunen und sieben Ländern kamen vom 30. Juni bis 2. Juli 2026 in Bremen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam neue Lösungsansätze zu entwickeln. Im Mittelpunkt standen die Chancen von Start-ups und Unternehmertum für Beschäftigung, wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen ähneln sich die Herausforderungen in vielen Kommunen weltweit wie beispielsweise fehlende Vorbilder und Vernetzungsmöglichkeiten, bürokratische Hürden und eine unzureichende Infrastruktur. 13 Gute Praktiken zeigen jedoch auch, wie diese überwunden werden können. Die Veranstaltung bildete den Auftakt eines neuen Connective Cities-Lernprozesses. Diese sind hier genauer dokumentiert.

Kommunale Resilienz: Schutz kritischer Infrastruktur

Wenn der Strom ausfällt, stehen Wasserpumpen still. Wenn Kommunikationsnetze gestört sind, verlangsamt sich die Notfallreaktion. Kritische Infrastrukturen sind miteinander verknüpft – und ebenso die Risiken, denen Kommunen ausgesetzt sind.

Kommunen in Südosteuropa und im Südkaukasus sind zunehmend mit komplexen und miteinander verknüpften Risiken konfrontiert. Klimawandel, alternde Infrastruktur, Cyberbedrohungen und geopolitische Instabilität erhöhen den Druck auf die Systeme, die grundlegende öffentliche Dienstleistungen gewährleisten.

Um Kommunen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen, hat Connective Cities den regionalen Lernprozess „Planung für kommunale Resilienz: Schutz kritischer Infrastruktur durch risikoinformierte Entwicklung“ ins Leben gerufen. Beim Kick-off des regionalen Connective Cities Lernprozesses in Tirana arbeiteten 30 Expert*innen aus 13 Kommunen und neun Ländern daran, lokale Verwundbarkeiten zu identifizieren und konkrete Lösungsansätze zu entwickeln. Entstanden sind elf kommunale Aktionspläne – von Notstromlösungen und digitalem Infrastruktur-Monitoring bis zu Hochwasservorsorge, Krisenkommunikation und neuen Ansätzen für die kommunale Koordination.

Welche Herausforderungen verbinden die Kommunen, welche Lösungen entwickeln sie – und was können andere Kommunen daraus lernen? Mehr dazu lesen Sie in dieser Dokumentation

Wie können Kommunen die Hitze meistern?

Hitze betrifft uns alle. Sie ist eines der weltweit am schnellsten zunehmenden und tödlichsten Klimarisiken.
Doch wir sind ihr nicht hilflos ausgeliefert. Kommunen auf der ganzen Welt entwickeln umfassende Strategien und und tauschen sich aus. Diese reichen von Hitzeschutzplänen über die Planung grüner und blauer Infrastruktur bis hin zu intelligentem Regenwassermanagement, dem Einsatz von KI und der Erstellung digitaler Zwillinge für ein risikobasiertes Krisenmanagement.

Natürlich haben sich die Kommunen auch im Rahmen von „Connective Cities“ mit diesem entscheidenden Thema auseinandergesetzt. Wir haben für Sie eine Auswahl an Beispielen aus dem „Connective Cities“-Kontext sowie zusätzliche Ressourcen zusammengestellt.

Heat in the City – Der „Connective Cities Deep Dive“-Lernprozess
Von 2023 bis 2025 haben sich sechs Kommunen zusammengeschlossen, um die Auswirkungen von Hitzewellen und Wärmeinseln zu analysieren und auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnittene Lösungen zu entwickeln.
Ausführlicher Zwischenbericht: https://www.connective-cities.net/media-center/heat-in-the-city/

Cities Leading by Example
Dieses Handbuch (in Englisch) zur risiko-informierten Planung und zur Hitzebekämpfung, der im Rahmen des „Deep Dive“-Projekts von Connective Cities entwickelt wurde, dient als praktischer Leitfaden für kommunale Akteure, Stadtplaner*innen, politische Entscheidungsträger*innen und Führungskräfte in den Kommunen, die einen risiko-informierten Ansatz verfolgen und Maßnahmen zur Anpassung an die Hitze in ihre Planungsprozesse integrieren möchten. https://www.connective-cities.net/wp-content/uploads/2025/10/cities-leading_guidebook.pdf

Das „Walkable Triangle“ in Kisumu, Kenia
Das fußgängerfreundlich umgestaltete Geschäftsviertel ist heute ein herrlicher Ort zum Verweilen, an dem altgewachsene Bäume für angenehme Kühle und frische Luft sorgen. Eine gute Praktik zum Nachlesen:
https://www.connective-cities.net/media-center/das-walkable-triangle-in-kisumu-kenia/


Mehr Klimaschutz und Lebensqualität: Grüne Korridore in der MENA-Region,
um die Umgebungstemperaturen in Städten und deren Umgebung zu senken.
Eine KI-basierte Visualisierung mit Schwerpunkt auf grünen Korridoren und grünen Stadtvierteln, die darauf abzielt, verschiedene Perspektiven zur Stadtplanung aus den Bereichen Verwaltung, Politik und Wissenschaft zusammenzuführen. Hier gibt es Einblicke in den laufenden Lernprozess: https://www.connective-cities.net/en/media-center/greater-climate-protection-and-quality-of-life-green-corridors-in-the-mena-region/

Die Digital-Twin-Plattform von Bağcılar, Türkei
Wie eine Gemeinde in Istanbul Bürgerdienste mit datengestütztem städtischem Risikomanagement verbindet, auch im Hinblick auf Hitzebewertungen, können Sie hier nachlesen:
https://www.connective-cities.net/media-center/die-digitale-zwillingsplattform-von-bagcilar-tuerkei/

 

Literaturempfehlungen:

Ibero-American Urban Climate Atlas
Dieses Projekt umfasst 11 Städte in Spanien und Südamerika. Die Forschung zielt darauf ab, den lokalen Kontext jeder Stadt im Hinblick auf die Auswirkungen von Wärmeinseln zu analysieren. Ziel ist es, Veränderungen der Temperaturverläufe und deren räumliche Auswirkungen innerhalb der Städte zu bewerten. (in Englisch)
Union of Ibero-American Capital Cities (UCCI) and ICLEI South America
https://e-library.iclei.org/uploads/IBER_ATLAS_EN_2.pdf

Financing heat resilience
Wie Regierungen Hitzeresilienz durch risikobewusste Investitionen, innovative Finanzierungsmechanismen und resiliente Infrastruktur finanzieren können. (in Englisch)
United Nations Office for Disaster Risk Reduction (UNDRR), Centre for Disaster Protection, National Disaster Management Authority (India)
https://www.undrr.org/publication/documents-and-publications/financing-heat-resilience

Hitzeaktionspläne in der kommunalen Praxis
Anwendung der Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen in der kommunalen Praxis (Plan°C)
Deutsches Institut für Urbanistik (Difu)
https://repository.difu.de/items/c805c6fb-c3c1-4288-b1c9-eff356fb04bd

Smarte Schwammstadt und modernes Starkregenmanagement
Ideen, wie Städte ihre Klima- und Risikoresilienz weiter stärken und sich sowohl vor Starkregenereignissen als auch vor Dürren schützen können.
Deutscher Städtetag
https://www.staedtetag.de/positionen/positionspapiere/2026/diskussionspapier-smarte-schwammstadt-modernes-starkregenmanagement

Die Digitale Zwillingsplattform von Bağcilar, Türkei

Bağcılar ist einer der am dichtesten besiedelten Stadtbezirke Istanbuls mit rund 710.000 Einwohnern, gelegen an der Küste des Marmara-Meeres auf einer Fläche von rund 22 Quadratkilometern. Als Gemeinde in einer Region mit hohem Erdbebenrisiko steht Bağcılar vor der dringlichen Aufgabe, für den Krisenfall Vorkehrungen zu treffen, die seine Bevölkerung und urbane Systeme schützen. Dafür hat die Stadtverwaltung seit den 2000er Jahren die digitale Transformation vorangetrieben und eine umfassende Bestandaufnahme der bestehenden Gebäudestrukturen durchgeführt – Informationen die als Daten in ein digitales 3D Abbild der Gemeinde eingeflossen sind.

Mithilfe dieser ‚Digital Urban Twin Platform‘ zielt die Kommunalverwaltung auf die Befähigung, Lagen in Not- und Katastrophenfällen schneller einzuschätzen. So können über die digitale Simulation von Risikoszenarien – wie etwa Sturmfluten in Folge von Erdbeben – Maßnahmen des Bevölkerungsschutzes verbessert-, sowie notwendige Anpassungen urbaner Systeme vorgenommen werden. Darüber hinaus ermöglicht das fortwährende digitale Monitoring des Zustands des Gebäudebestands zielgerichtete Vor-Ort-Kontrollen hinsichtlich der Bauvorschriften und steigert so die Verwaltungseffizienz. Bürger*innen können in einer App über die Buchung einer Reihe von Serviceleistungen von der Plattform Gebrauch machen.

Zentrales Kriterium für die Anwendbarkeit der Plattform ist laut Cüneyt Yilmaz, Leiter des IT Departments von Bağcılar, dabei die Schaffung einer nachhaltigen Datengrundlage.

Die Dokumentation beschreibt detailliert den Entstehungsprozess, Aktivitäten und zukünftige Anwendungsfelder der sich fortwährend entwickelnden digitalen Zwillingsplattform.

Autor: Lennart Kreuzfeld

Copyright: Connective Cities

Highlights des UCLG World Congress 2026

Vom 22. bis 25. Juni 2026 fand in Tanger (Marokko) der Weltkongress des Weltverbands der Kommunen „United Cities and Local Governments“ (UCLG) statt. Unter dem Motto „A New Generation of Universal Local Public Services“ trafen sich über 3.000 Delegierte aus der ganzen Welt.

Der Verband vereint nationale Kommunalverbände sowie über 1.000 Kommunen als direkte Mitglieder aus sieben Weltregionen: Afrika, der asiatisch-pazifische Raum, Europa, Eurasien, der Nahe Osten und Westasien sowie Lateinamerika und Nordamerika. Damit repräsentiert UCLG etwa fünf Milliarden Menschen oder 70 Prozent der Weltbevölkerung.

Der UCLG Weltkongress wird alle drei Jahre zusammengerufen. Neben den fachlichen Diskussionen in zahlreichen Barcamps und Nebenveranstaltungen sowie den vielen Vernetzungsmöglichkeiten markierte der Kongress auch den Beginn eines neuen Governance-Zyklus der internationalen kommunalen Bewegung. Das Präsidium, das aus einem Präsidenten und sechs Co-Präsidenten besteht, die jeweils eine Region vertreten, wurde neu gewählt. Die Delegierten wählten Uğur İbrahim Altay, den Oberbürgermeister von Konya in der Türkei, zum neuen Präsidenten von UCLG für die Amtszeit 2026–2029.

Andreas Wolter, Stadtrat aus Köln, vertritt die deutsche Seite zu Menschenrechtsfragen | Foto: Connective Cities

Zudem wurden die UCLG-Gremien, darunter der World Council und das Executive Bureau, erneuert. Als deutsche Delegierte für das World Council wurden Dr. Ursula Sautter, Bürgermeisterin aus Bonn, Jörk Cardeneo, Stadtrat aus Düsseldorf und Andreas Wolter, Stadtrat aus Köln benannt. Die Wahlen spiegeln den Anspruch von UCLG wieder, eine ausgewogene regionale Repräsentation und gemeinsame politische Führung der weltweiten kommunalen Bewegung sicherzustellen.

Ein weiterer Meilenstein war die erste UCLG Women’s Assembly, die Bürgermeisterinnen, Gouverneurinnen und weitere kommunale Entscheidungsträgerinnen aus aller Welt zusammenbrachte. Im Mittelpunkt standen der Austausch über kommunale Gleichstellungspolitik, die Stärkung von Frauen in politischen Führungspositionen sowie die Weiterentwicklung der Feminist Municipal Movement innerhalb von UCLG. Damit unterstrich der Kongress die Bedeutung von Geschlechtergerechtigkeit als festen Bestandteil einer zukunftsfähigen kommunalen Governance und der Bereitstellung inklusiver öffentlicher Dienstleistungen. Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter brachte den Vorschlag einer gendergerechten Doppelspitze für die nächste Mandatsperiode ein, der innerhalb der UCLG Women’s Assembly begeistert aufgenommen wurde.

UCLG Women Assembly | Foto: Connective Cities

Mit dem „Tangier Outcome Document – A New Generation of Universal Local Public Services“ bekräftigten die Delegierten außerdem die zentrale Rolle lokaler und regionaler Regierungen bei der Bereitstellung inklusiver, zugänglicher und resilienter öffentlicher Dienstleistungen. Themen wie bezahlbares Wohnen, Klimaresilienz, digitale Transformation, soziale Inklusion und internationale kommunale Zusammenarbeit standen dabei im Fokus.

Das Connective Cities Lab „From Challenge to Practice: How Municipalities Turn Local Plans into Public Services“ zeigte in diesem Kontext, wie kollegiale Beratung (Peer Learning) ganz praktisch dazu beitragen kann, Kommunen von der Planung in die Umsetzung zu begleiten