KI-basierte Visualisierung für bezahlbaren Wohnraum und die Aufwertung informeller Siedlungen

Wie können KI-generierte Bilder Kommunen dabei helfen, über bezahlbaren Wohnraum und die Aufwertung informeller Siedlungen zu diskutieren – ohne die Herausforderungen der Umsetzung aus dem Blick zu verlieren?

Beim World Urban Forum 13 (WUF13) in Baku beteiligt sich Connective Cities am offiziellen WUF Academy-Programm mit einem interaktiven Event zu KI-basierter Visualisierung für bezahlbaren Wohnraum und die Aufwertung informeller Siedlungen. Das Event findet am 21. Mai 2026 von 09:30 bis 11:30 Uhr Baku-Zeit (UTC+4) statt.

Organisiert wird das Event vom Deutschen Städtetag in Kooperation mit Connective Cities und den beteiligten Kommunen. Es bringt kommunale Praktiker*innen aus verschiedenen Regionen zusammen, um mit realen städtischen Fallbeispielen zu arbeiten und zu diskutieren, wie digitale Visualisierung Dialog, Beteiligung und Peer Learning unterstützen kann.

Über das Event

Das Format baut auf dem jüngsten Austausch der Connective Cities Working Group zu bezahlbarem Wohnraum auf, einschließlich einer KI-basierten Visualisierungsübung unter dem Dach des New European Bauhaus.

Im Mittelpunkt steht ein praxisorientierter kommunaler Austausch: Teilnehmende Kommunen und Institutionen stellen Bildmaterial ausgewählter Wohngebiete, informeller Siedlungen und urbaner Transformationsräume zur Verfügung. Die WUF-Teilnehmenden arbeiten in Gruppen mit diesen vorbereiteten Fällen und nutzen KI-generierte visuelle Szenarien als Analyse- und Dialoginstrumente — nicht als fertige Planungsprodukte oder Umsetzungsversprechen.

Der Fokus liegt nicht auf der Technologie selbst, sondern auf den Fragen der Kommunalentwicklung, die durch die Bilder sichtbar werden. Wie werden Wohnraumbedarf, Bezahlbarkeit, Dichte, Flächennutzung, öffentlicher Raum, Infrastruktur und soziale Inklusion in unterschiedlichen Kontexten verhandelt? Wie können visuelle Szenarien die Kommunikation zwischen Stadtverwaltungen, Communities, technischen Expert*innen und Entscheidungsträger*innen unterstützen?

Das Event greift auch die Grenzen und Risiken KI-gestützter Visualisierung auf. Im Kontext von bezahlbarem Wohnraum und der Aufwertung informeller Siedlungen reichen attraktive Bilder allein nicht aus. Sie müssen mit Fragen der Finanzierung, des Betriebs, der Instandhaltung, der Klimaresilienz, der Eigentums- und Landfragen, sozialer Schutzmaßnahmen und klarer Umsetzungsverantwortlichkeiten verknüpft werden.

Das Format wurde von Jelena Karamatijevic, Connective Cities, im Rahmen des Connective Cities Peer-Learning-Ansatzes entwickelt und koordiniert.

Moderiert wird das Event von Prof. Hilmar von Lojewski, Deutscher Städtetag. Die praktische KI-Übung wird von Damiano Cerrone, Mitgründer von CoPlan AI, begleitet.

Ergänzend bringt das GIZ-Programm für nachhaltige Stadtentwicklung in Santa Cruz, Bolivien, vertreten durch Ruvi Suárez, eine kurze methodische Reflexion zu KI-gestütztem Szenariodenken und Wirkungsabschätzung ein.

City Exercise Examples

Ausgewählte Beispiele aus den City Exercises zeigen, wie reale städtische Situationen in KI-gestützte visuelle Szenarien für Diskussion, Reflexion und Peer Learning übersetzt werden können.

Das Academy Event umfasst praktische Stadtbeispiele aus:

  • Nairobi City County / Kenia – Godfrey Ngugi, Director of Urban Renewal
  • Huye District / Ruanda – Richard Ndicunguye, Senior Advisor / Adaptation and Green Cities
  • Mariental Municipality / Namibia – Sunday Haimbodi, Building Inspector
  • Urban Development Fund, Egypt / Kairo – Dr. Marwa Ahmed, General Manager, International Cooperation and Community Participation Department
  • Hebron Municipality / Palästina – Husam Shweiki, Head of the Architecture Department
  • Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen / Deutschland – Lars Loebner

 

City exercise example: Berlin © Connective Cities
City exercise example: Nairobi © Connective Cities
City exercise example: Hebron © Connective Cities
City exercise example: Huye © Connective Cities

Veranstaltungsdetails und Registrierung

  • Datum: 21. Mai 2026
  • Uhrzeit: 09:30–11:30 Uhr Baku-Zeit (UTC+4)
  • Format: Hybrides WUF Academy Event
  • Ort: WUF13, Baku, Raum AE 11-03, Area A
  • Online-Teilnahme: Registrierung über WUF13-Zoom Webinars & Events
  • Kalendereintrag: download

 

Weitere Informationen sind auf der offiziellen WUF13-Eventseite verfügbar: WUF13 event page

Bitte registrieren Sie sich über die offizielle WUF13-Plattform und laden Sie die WUF13 App im Voraus herunter, um Zugang zum Event zu erhalten und aktuelle Informationen zu bekommen.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:

Jelena Karamatijevic, Connective Cities – Konzept und inhaltliche Koordination, jelena.karamatijevic@giz.de

Moses Munuve, Connective Cities – Regional Coordinator Sub-Saharan Africa, organisatorische Koordination, moses.munuve@giz.de

Der Digitalisierungsstand in der Abfallwirtschaft: Einsichten aus Deutschland und dem Libanon

Am 28. Mai 2025 veranstaltete das Team von Connective Cities die Online-Ad-hoc-Veranstaltung „Abfallwirtschaft und Digitalisierung”. Die Ad-hoc-Veranstaltungen sind Online-Treffen, bei denen Expertinnen und Experten aus Deutschland und dem Globalen Süden zusammenkommen, um sich über spezifische, gemeinsame Themen auszutauschen. Beim letzten Event ging es um den Digitalisierungsstand im Abfallwirtschaftssektor und die Voraussetzungen für die Entwicklung einer kommunalen Abfallwirtschaft zu diskutieren.

Während der Veranstaltung stellten zwei Experten ihre Erfahrungen zum Thema Digitalisierung der Abfallwirtschaft in Deutschland und im Libanon vor. Besonders interessant war, dass im Libanon das private Sozialunternehmen Nadeera als vorbildliches Beispiel dient, während in Deutschland die Abfallwirtschaft in einem klaren rechtlichen Rahmen verankert ist, der die Zusammenarbeit zwischen den relevanten Akteuren – Ministerien, Kommunen, privaten Unternehmen und der Öffentlichkeit – streng regelt.

Herr Michel Mokbel erklärte, wie Nadeera mit Hilfe digitaler Tools Kunststoffabfälle im Libanon, in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten recycelt. Über ihre Smartphone haben die Bürger*innen Zugang zu einer App, mit der sie die verschiedenen recycelbaren Kunststoffabfälle kennenlernen und sich über die richtige Entsorgung in intelligenten Behältern, Rücknahmeautomaten oder Sammelstellen informieren können. Die Container erkennen beispielsweise Flaschen mithilfe künstlicher Intelligenz. Für korrekt recycelte Abfälle erhalten die Bürger*innen Belohnungen. Die spielerische Interaktion mit den Bürger*innen fördert deren Engagement und Loyalität und steigert gleichzeitig die Recyclingquoten. Mehr als 100 Gemeinden in der MENA-Region nutzen bereits die Plattform.

Im Gegensatz dazu betonte PD Dr.-Ing. habil. Abdallah Nassour, der seit über dreißig Jahren den Abfallwirtschaftssektor in Deutschland und der MENA-Region erforscht, dass eine nachhaltige Abfallwirtschaft eher durch Politik, Verantwortung und Organisation als durch technische Lösungen vorangetrieben wird. Seiner Meinung nach hat Deutschland ein erfolgreiches Modell, in dem die Kommunen eine zentrale Rolle spielen, unterstützt durch einen klaren rechtlichen Rahmen und ein gut strukturiertes Finanzierungssystem. Abfallgebühren, erweiterte Herstellerverantwortung (EPR) und die Einbeziehung des privaten Sektors gewährleisten die Kostendeckung und die operative Nachhaltigkeit. Das Land betreibt Tausende von Behandlungsanlagen und hat eine starke Arbeitskraft und Bildungsgrundlage für Kreislaufwirtschaftspraktiken aufgebaut. Die MENA-Region steht vor Herausforderungen wie schwachen Vorschriften, unzureichender Finanzierung und begrenztem technischem Fachwissen. Deponierung ist nach wie vor die billigste Option, und nachhaltige Abfallstrategien fehlen oft. Allerdings besteht ein erhebliches Potenzial für Kompostierung, Energiegewinnung und Ersatzbrennstoffe (eine Art Brennstoff, der aus nicht recycelbaren Abfallstoffen hergestellt wird), insbesondere in Zusammenarbeit mit der Zementindustrie. Die Einführung von EPR-Systemen und eine optimierte Abfallsammlung sind wesentliche nächste Schritte. Die Gemeinden sollten den Übergang mit Unterstützung des Privatsektors und internationaler Partnerinnen und Partner vorantreiben. Letztendlich sind Bildung, Finanzierung und Zusammenarbeit das Rückgrat einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft.

Die anschließenden Fragen und Diskussionen zeigten großes Interesse an dem innovativen Ansatz von Nadeera. Auch viele Aspekte des Vortrags von Professor Nassour wurden kommentiert und weiter vertieft. Es zeigte sich ein Interesse am Austausch über Lösungen für organische Abfälle und Kompostierung. Im Anschluss an die Vorträge bot das Team von Connective Cities zwei Kollegiale Beratungen an, in denen die teilnehmenden Expertinnen und Experten individuelle Herausforderungen in laufenden Digitalisierungsprojekten diskutierten. Die Kollegiale Beratungen zeigten zwei zentrale Herausforderungen der Digitalisierung in der Abfallwirtschaft auf: In Kommunen, in denen Entscheidungen zentral beim Bürgermeister getroffen werden, spielt die Interessenvertretung für die digitale Transformation eine zunehmende Rolle; wenn die digitale Transformation bereits läuft, werden neue Herausforderungen meistens mit mit der Beteiligung aller Teammitglieder*innen bewältigt.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte unter connective-cities@engagement-global.de.

Die landesweite SDG-Lokalisierung aus der Perspektive der Kommunalverwaltungen

Am 7. Mai 2025 um 15 Uhr fand online ein internationaler Expertenaustausch zum Thema „Voluntary Subnational Review (VSR)“ statt. Vertreter aus Südafrika und Deutschland stellten ihre jeweiligen Bemühungen zur Lokalisierung der SDGs vor. Ziel eines VSR ist es, einen landesweiten Überblick über die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu geben und dabei die Unterschiede und Stärken der einzelnen Kommunen zu berücksichtigen.

Der deutsche Voluntary Local Government Review wurde von Frau Dr. Bettina Bunk aus der Abteilung Außenbeziehungen der Landeshauptstadt Stuttgart, Frau Verena Schwarte aus dem Referat für Internationale Angelegenheiten und Globale Nachhaltigkeit der Stadt Bonn und Herrn Oliver Peters vom Deutschen Institut für Urbanistik vorgestellt. Die Experten haben gezeigt, dass der Voluntary Subnational Review agil und effizient vorbereitet werden kann, wenn die Daten verfügbar sind. Besonders wichtig ist dabei eine Liste nationaler Indikatoren, die mit den lokalen Indikatoren verglichen werden können. So lassen sich die Besonderheiten jeder Gemeinde hervorheben und gleichzeitig ein Gesamtbild erstellen.

Tebogo Matlou, International Project Manager bei der South African Local Government Association, zeigte ebenfalls, wie die VSR unter guter Koordination und Einbindung aller Akteure agil und effektiv erstellt werden kann. In Südafrika wurde der VSR im Rahmen der Ausarbeitung von zehn Voluntary Local Reviews erstellt. Diese Lokalisierung der SDGs auf mehreren Ebenen ermöglichte auch die Abstimmung der Politik für nachhaltige Entwicklung auf nationaler Ebene, unter anderem im Hinblick auf die nationale Agenda 2063. Der Schlüssel zum Erfolg in Südafrika war die Bereitstellung einer digitalen Plattform für die Überwachung der SDGs. Dank einer standardisierten Struktur konnten die verschiedenen Berichte gleichzeitig erstellt werden.

Durch dieses Treffen erhielten die Teilnehmer weitere Anregungen zur Lokalisierung der SDGs. Der Dialog machte insbesondere deutlich, dass eine agile Ausarbeitung des VSR möglich ist, wenn

  • gemeinsame Daten als Orientierungshilfe für die lokalen Verwaltungen vorliegen;
  • eine überkommunale Organisation zur Koordinierung des Prozesses vorhanden ist;
  • eine digitale Plattform zur Standardisierung der Datenverarbeitung vorhanden ist;
  • der politische Wille vorhanden ist, die eigene Gemeinde auf internationaler Ebene zu vertreten.

Das Treffen wurde dank der Bereitschaft einer Reihe von Kommunen und Verbänden ermöglicht, die sich mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, die Umsetzung der Voluntary Local and Subnational Review zu beschleunigen. Durch die Bereitstellung von Arbeitsmodellen und Präsentationen der Ergebnisse soll der Prozess für alle, die solche Nachhaltigkeitsberichte erstellen möchten, erleichtert werden.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Francesco Schapira unter francesco.schapira@engagment-global.de.

Kommunikation entscheidet mit über Erfolg lokaler Impfkampagnen

Stuttgart (Deutschland) und Bogotá (Kolumbien) nutzen den virtuellen Fachaustausch von Connective Cities „Die lokale Umsetzung von Impfstrategien und Impfkommunikation in Kommunen“ am 22. und 25. März 2021, um sich mit anderen Kommunen weltweit über deren Kommunikationsstrategien zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie auszutauschen und Lösungen für ihre lokalen Herausforderungen zu finden.

Mit Pony und Corgis humorvoll durch die Krise

Mit Corona kriselte es auch im Berliner öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV): Fahrgastzahlen gingen um 70% zurück – die BVG stellte sich der kommunikativen Herausforderung mit Humor. Passagiere und Beschäftigte sollten überzeugt werden, dass sicheres Bus- und Bahnfahren unter Berücksichtigung der Corona-Regeln möglich ist.                                                                      

The Development of Covid-19 recovery solutions at municipal level in the area of digitalisation and crisis management in the Southeast European region (SEE)

This report summarizes the activities developed under the project “The Development of COVID-19 Recovery Solutions at Municipal Level in the Areas of Digitalization and Crisis Management.” The project covered Southeast Europe and was conducted from September 2021 until December 2021.

The Report describes in detail the capacity-building processes conducted to support municipal resilience within the working groups of digitalization and crisis management over the course of several months, while also highlighting good practices that were identified and small urban initiatives that were developed together during the collaboration with urban practitioners from across the SEE region.

Additionally, the report covers processes and steps undertaken to support the expansion of the Connective Cities Network through encouraging more active and practical involvement of its current and new members.

—————

Weitere Informationen: Präsentationen und Erklärvideo:

Entwicklung von verbesserten Covid-19-Lösungen auf kommunaler Ebene im Bereich der Digitalisierung

Entwicklung von verbesserten Covid-19-Lösungen auf kommunaler Ebene im Bereich des Krisenmanagements

Die Gemeinde Kibera im Internet halten

Wir sprachen mit Josephine Miliza, Mitbegründerin von TunapandaNET, um herauszufinden, wie die NRO ihre Aktivitäten ausgeweitet hat, um sicherzustellen, dass die Menschen in Kibera, einer informellen Siedlung im Südwesten Nairobis, eine stabile Internetverbindung haben – und damit Zugang zu lebenswichtigen Informationen während der Pandemie.

Es wurde deutlich, dass das Internet eine der wichtigsten Informationsquellen ist. Hören Sie sich an, wie Kibera online bleibt und wie dies die digitale Kompetenz und die Gestaltung digitaler kommunaler Dienstleistungen in einer Post-COVID-19-Zukunft beeinflussen könnte! (Interview in Englisch)

Podcast auf YouTube anhören: https://youtu.be/oirb3zEsyXA

Effizientes integriertes Risikomanagement dank Digitalisierung

Gütersloh ist eine Stadt im Nordwesten Deutschlands und besitzt über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Angesichts der COVID-19-Pandemie war es für die Stadt unerlässlich, effiziente technologische Lösungen zu entwickeln, die die Ausbreitung des Virus kontrollieren und den Schutz der Bevölkerung gewährleisten sollen.

Municipal Response to the Covid-19 Pandemic – MENA region

In the wake of the Pandemic, municipalities in the MENA region in both urban and rural areas need to rethink their modes of operation and accelerate their shift towards building resilience during the recovery process. In an effort to support municipalities that are members of the Connective Cities network in the MENA region, four thematic working groups were established as part of Connective Cities program ‘Municipal Recovery from the Pandemic.’ Objectives of this working group include promoting practice–oriented knowledge exchange between municipal and urban practitioners, facilitating peer learning on sustainable and innovative approaches to build resilience in cities through biodiversity and environmental protection, digitalisation of municipal services, and promoting social entrepreneurship for circularity. The program has resulted in the development of concrete urban solutions. Another outcome was the creation of partnerships between municipalities as well as with private sector actors to articulate the proposed solutions and scale up the impact. This report summarizes the main achievements until February 2022.

Digitalisierung in Madaba, Jordanien

Im Einklang mit den Bemühungen in Jordanien, die wirtschaftliche Transformation und die Anwendung internationaler Qualitätsstandards voranzutreiben, entwickelte die Gemeinde Madaba eine Vision für ein gerechtes Wachstum und Nachhaltigkeit.  Integraler Bestandteil dieser Vision ist die digitale Transformation kommunaler Dienstleistungen.