Bonn profitiert langfristig vom Fachaustausch zum SDG-Monitoring

Die Stadt Bonn gilt als Vorreiterin in Sachen Berichterstattung zur lokalen Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Sie hat 2022 bereits ihren zweiten freiwilligen Umsetzungsbericht – einen Voluntary Local Review (VLR) – bei den Vereinten Nationen präsentiert. Ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg war eine Dialogveranstaltung, die die Stadt im April 2021 gemeinsam mit Connective Cities veranstaltet hatte.

Wachsende Aufmerksamkeit für Voluntary Local Reviews

Die Stadt Bonn hatte sich schon früh auf den Weg gemacht, die 2015 von den Vereinten Nationen beschlossenen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) umzusetzen. Sie war unter den ersten rund 40 Städten weltweit, die einen VLR vorlegten. Nach der Publikation ihres ersten VLR im Jahr 2020 gab es allerdings den Wunsch, die eigene Arbeit durch einen internationalen Austausch weiter voranzubringen und andere an den eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen.

Vorstellung des Amman Urban Observatory

Die Insight Session zur „Vorstellung des Amman Urban Observatory“ fand am 24. April 2024 statt und wurde von Herrn Akram Khreisat von der Stadtverwaltung der Stadt Amman durchgeführt. Die Sitzung wurde von Connective Cities organisiert und der globalen Gemeinschaft von Stadtpraktiker*innen im Rahmen des Connective Cities Netzwerks präsentiert. Zu den Teilnehmenden gehörten Stadtpraktiker*innen, Akteur*innen aus lokalen und nationalen Regierungen, akademische Forscher*innen, Nichtregierungsorganisationen und Mitglieder*innen der lokalen Gemeinschaft.

Herr Akram Khreisat, Direktor des Amman Urban Observatory, führte die Teilnehmenden in die Arbeitsmechanismen und die Aktionsfelder des Amman Urban Observatory ein und erläuterte seine Rolle bei der Bewältigung von Planungsherausforderungen in der jordanischen Hauptstadt.

Das Amman Urban Observatory generiert „Stadtindikatoren“, um verschiedene Aspekte der Stadt zu überwachen, die für die Stadtentwicklung wichtig sind. Durch die Echtzeitüberwachung dieser Stadtindikatoren werden Planungsprozesse in der Stadtentwicklung verbessert, da Planer*innen und Entwickler*innen in die Lage versetzt werden, fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei arbeitet das Observatorium mit Ministerien, Regierungsabteilungen, nationalen Organisationen, NGOs und Unternehmen aus dem privaten Sektor zusammen. Das Observatorium kooperiert mit über 40 Partner*innen und Interessengruppen.

Die Stadtindikatoren umfassen wesentliche Merkmale zur Messung einer nachhaltigen Stadtentwicklung, wie die Arbeitslosenquote, die Bodenbedeckung oder den Prozentsatz der Menschen, die in Armut leben. Das Amman Urban Observatory hat sich als effektives Instrument für strategische und städtische Planung erwiesen. Herr Akram Khreisat beschrieb das Observatorium nicht als Werkzeug, sondern als „Prozess zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung“. Im Fall des Amman Urban Observatory liegt der Schwerpunkt der geschaffenen Indikatoren in den thematischen Bereichen der folgenden SDGs: Gesundheit und Wohlergehen (3); Bezahlbare und saubere Energie (7); Industrie, Innovation und Infrastruktur (9); Nachhaltige Städte und Gemeinden (11); Maßnahmen zum Klimaschutz (13) und Partnerschaften zur Erreichung der Ziele (17).

Nach der Präsentation von Dr. Akram Khreisat stellten die Teilnehmenden Fragen zum Amman Urban Observatory. Auf die Frage nach den Herausforderungen und Schwierigkeiten, denen das Observatorium gegenübersteht, erläuterte er den großen Zustrom von Geflüchteten, den Amman erhält, und die damit verbundenen Herausforderungen für die Messung von Stadtindikatoren. Da die Stadt kürzlich viele Geflüchtete aufgenommen hat, müssen die Indikatoren eine gewisse Flexibilität aufweisen, um die unbeständige Veränderung der Einwohnerzahl zu berücksichtigen. Außerdem wurde Herr Khreisat gefragt, ob das Observatorium die gesammelten Daten für räumliche Analysen oder 3D-Katasterzwecke nutzt. In seiner Antwort erläuterte er, dass sie mit der GIS-Abteilung der Stadt zusammenarbeiten, um Szenarienpläne für das räumliche Wachstum zu erstellen.

Das Connective Cities Netzwerk beabsichtigt, eine Arbeitsgruppe zu schaffen, um verschiedene Best Practices für die Beobachtung städtischer Parameter zu identifizieren. Darüber hinaus sollen interessierte Städte durch die Entwicklung von Vorlagen unterstützt werden, die in einem ähnlichen Prozess wie in Amman implementiert werden können. Stadtvertreter, die an der Arbeitsgruppe teilnehmen möchten, sind herzlich eingeladen, Dr. Muna Shalan (muna.shalan@giz.de) und Herrn Jimmy Yoedsel (jimmy.yoedsel@giz.de) für weitere Informationen und die Möglichkeit zur Teilnahme zu kontaktieren.

Connective Cities dankt Dr. Akram Khreisat und allen Teilnehmern für die Präsentation des Amman Urban Observatory, den fruchtbaren Austausch und die thematische Diskussion.

Aufruf zur Ausrichtung einer SDG-Partnerschaftskonferenz 2024

Die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für Nachhaltigkeit (Sustainable Development Goals – SDGs) ist eine globale Aufgabe, bei der Kommunen weltweit eine zentrale Rolle zukommt. Kommunale Partnerschaften bieten dabei ein wichtiges Netzwerk, um sich über die vielfältigen Erfahrungen im Prozess der Umsetzung auszutauschen und sich gemeinsam für die Erreichung der 17 SDGs zu engagieren.

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global unterstützt im Jahr 2024 erneut bis zu drei deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise durch anteilige finanzielle Förderung und fachliche Begleitung bei der Ausrichtung einer SDG-Partnerschaftskonferenz. Dabei werden unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen zur Agenda 2030 mit Partnerkommunen aus aller Welt diskutiert, Ideen für die weitere Zusammenarbeit zur Agenda 2030 gemeinsam entwickelt und Aktivitäten für eine partnerschaftliche Umsetzung der SDGs erarbeitet.

Bei einer SDG-Partnerschaftskonferenz handelt es sich in der Regel um ein zwei- bis dreitägiges Veranstaltungsformat, welches sowohl in Präsenz als auch digital durchgeführt werden kann. Möglich ist auch die gemeinsame Ausrichtung an einem Veranstaltungsort durch einen Zusammenschluss mehrerer deutscher Kommunen.

Die Servicestelle freut sich über Ihre Bewerbung bis zum 31. Januar 2024!

Weitere Informationen auf der Website der SKEW

Mit kommunalem und bürgerschaftlichem Engagement für die SDGs

Wie lassen sich die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) am besten der Bevölkerung als lebensnahe Notwendigkeit näher bringen und in den Alltag der Menschen integrieren? Vor dieser Frage stand die kolumbianische Stadt Manizales und hat im Rahmen eines Connective-Cities-Lernprozesses ihren Weg gefunden – mithilfe vieler Anregungen aus dem internationalen Städtenetzwerk. Zu den Resultaten gehörte eine SDG-Woche in Manizales Mitte 2021 und die Erstellung eines Berichts zur Umsetzung der SDGs. Auch andere Städte wie Bonn profitierten von dem Austausch.

Ein Stadt für und mit Kindern gestaltet: Quelimane, Mosambik

Die Wirtschaft von Quelimane ist abhängig von Regenfeldbau und Fischerei. Das hat dazu geführt, dass einige Familien aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels in extreme Armut geraten sind. Auch Kinder, ein wichtiger Teil der Bevölkerung, sind davon betroffen. Die gute Praxis zielt darauf ab, die Beteiligung von Kindern an der Verwaltung und Planung der Stadt Quelimane zu fördern.

„Ein Tag auf der Welt“ – ein virtuelles Projekt, das Mut macht

Ein Videoprojekt ersetzte die pandemiebedingt ausgefallenen Begegnungsreisen der Schulpartnerschaft zwischen Osterode am Harz und Kaolack in Senegal. Die Schülerinnen und Schüler hielten Alltagsszenen und den Umgang mit der Covid-19-Pandemie per Video fest und produzierten daraus den Film „Ein Tag auf der Welt“.

Erfolgreicher Auftakt der Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“

Am 28 Juli 2021 startete die virtuelle Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: (Post-) COVID Urban Futures“ mit einer spannenden Eröffnungsveranstaltung zum Thema „COVID-19 Recovery & SDG 11“. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des diesjährigen Connective Cities COVID-19 Programms und ermöglicht einen wiederkehrenden Austausch zu verschiedenen Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung in der (Post-)COVID-19 Ära zwischen städtischen Praktikerinnen und Praktikernweltweit.  

Das Eröffnungsevent zu „COVID-19 Recovery & SDG 11“ fand virtuell in der Connective Cities Community mit über 80 Teilnehmenden, unter anderem aus Deutschland, Libanon, Georgien, Südafrika, Mozambik, Sambia, Jordanien und Palästina statt.

Programm

Zu Beginn der Veranstaltung wurde einen kurzen Überblick über das Connective Cities COVID-19 Programm 2021, einschließlich der Finanzierungsmöglichkeiten von Engagement Global/ SKEW, gegeben. Im Anschluss daran folgte eine Podiumsdiskussion über die Herausforderungen und Chancen der COVID-19 Krise für die Erreichung des Nachhaltigen Entwicklungsziels (SDG) 11, Städte nachhaltig, sicher, inklusiv und widerstandsfähig zu gestalten. Zu diesem Thema tauschten folgende städtische Praktiker*innen ihr Wissen und ihre Perspektiven aus:

  1. Faola Hodaj, Direktorin für Innovation, Stadtverwaltung von Tirana, Albanien
  2. Karim Elgendy, Sustainable City Strategist, London UK / MENA – Preisträger des Global Green Building Entrepreneurship Award 2013 des World Green Building Council
  3. Aditya Kumar, Geschäftsführender Direktor, Development Action Group, Kapstadt, Südafrika
  4. Hilmar von Lojewski, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr, Deutscher Städtetag, Berlin, Deutschland

Im Fokus der Podiumsdiskussion lagen einerseits die kommunalen Innovations- und Digitalisierungsprozesse als Reaktion auf die COVID-19 Pandemie sowie deren Beitrag zur Erreichung des SDG 11. Des Weiteren wurden die wichtigsten Lehren der Pandemie für eine resiliente Stadtplanung und einen nachhaltigen Wohnungsbau in deutschen und internationalen Kommunen erörtert. Darauf aufbauend diskutierten die Podiumsgäste die Herausforderungen, welche die Pandemie für die Bereitstellung von angemessenem Wohnraum und Basisdienstleistungen in informellen Siedlungen geschaffen hat. Neben der COVID-19 Pandemie war auch die jüngste Flutkatastrophe in Deutschland Teil der Podiumsdiskussion. So wurde erläutert, welche Strategien und Maßnahmen von Kommunen eingesetzt werden können, um ihre Widerstandsfähig gegenüber künftigen klimabedingten Krisen zu erhöhen. Im Anschluss an diese Diskussion folge eine Q&A Session, in der die Podiumsgäste die Fragen und Beiträge des Publikums beantworteten und kommentierten. Die Veranstaltung endete mit einer kurzen Befragung der Teilnehmenden zu den wichtigsten COVID-19-bedingten kommunalen Herausforderungen sowie den gewünschten Themen der nächsten Insight Sessions.

Ergebnisse

In der Podiumsdiskussion wurde betont, dass kommunale Innovations- und Digitalisierungsprozesse inklusiv, partizipativ und transparent gestaltet werden sollten, um den Beitrag zur städtischen Nachhaltigkeit und Resilienz zu maximieren. Es wurde auch hervorgehoben, dass agile und anpassungsfähige Kommunalverwaltungen und integrierte Arbeitsweisen erforderlich seien, um wirksame Antworten auf die COVID-19-Pandemie zu finden und das SDG 11 langfristig zu erreichen. Auch im Hinblick auf die jüngste Hochwasserkatastrophe in Deutschland und in anderen Teilen der Welt wurde darauf hingewiesen, dass ein evidenzbasiertes, agiles und reaktionsschnelles kommunales Krisenmanagement einer der Schlüssel zu einer widerstandsfähigen Stadtentwicklung sei. 

Darüber hinaus wurde aufgezeigt, dass die COVID-19-Pandemie tendenziell zu einem Suburbanisierungsprozess der Städte durch vermehrte Home-Office-Arbeitsmöglichkeiten und soziale Distanzierungsmaßnahmen beigetragen habe. Andererseits habe die Pandemie auch zu einer erhöhten Bedeutung der Nachbarschaft für das städtische Leben geführt, was wiederum die Grundlage für eine gemischte Stadtentwicklung und „15-Minuten-Städte“ geschaffen habe.

Am Beispiel von Kapstadt, Südafrika wurde außerdem hervorgehoben, dass die COVID-19-Pandemie tendenziell verheerende Auswirkungen auf informelle Siedlungen gehabt habe. Es wurde argumentiert, dass der COVID-19-bedingte Lockdown die sozioökonomische Situation vieler, vor allem informeller Stadtbewohner*innen untergraben habe, was wiederum zu einer Verschlechterung der Lebensmittel- und Wohnsicherheit dieser Bewohner*innen geführt habe. Um das sozioökonomische Wohlergehen und die Widerstandsfähigkeit dieser informellen Siedlungen zu verbessern, seien reaktionsfähige Kommunalverwaltungen und die Beteiligung der Bürger*innen an Entwicklungsprojekten erforderlich. 

Präsentation

Insight Session: COVID 19 Recovery & SDG 11  [pdf, 24 Seiten, 2mb]

Ausblick

Diese Veranstaltung war der Auftakt zur neuen Reihe von Insight Sessions: (Post-)COVID Urban Futures”, die alle drei Wochen stattfinden und zu der wir Sie herzlich einladen. In der kommenden Insight Session am Mittwoch, den 18. August 2021, beschäftigen wir uns mit dem Thema “Digitale Kompetenzen und Gestaltung digitaler kommunaler Dienstleistungen in (Post-)COVID-Städten”. Außerdem wird eine Sondersitzung am 25. August zum Thema „Die Bedeutung von Katastrophenschutzmaßnahmen in Städten und Kommunen: Erfahrungen und Lehren“ stattfinden. Informationen zum Programm der bevorstehenden Veranstaltungen finden Sie in Kürze auf unserer Webseite und in der Connective Cities Community.

Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme an unseren Veranstaltungen freuen!

Strengthening the local implementation of the Sustainable Development Goals (SDGs) through local reviews and monitoring

Connective Cities organised an international virtual dialogue event aimed to strengthen local implementation of the SDGs through local reviews and monitoring. The event was held in partnership with United Cities and Local Governments (UCLG) and PLATFORMA and co-hosted by the City of Bonn, which is a front runner in municipal SDG strategies and reporting and published its first Voluntary Local Review (VLR) in October 2020.
Almost 60 participants from 19 countries in Europe, Asia, Africa, North and Latin America were able to experience the benefits of working in a global learning community. Participants came from a broad variety of backgrounds, including municipalities, civil society, local government associations, international city networks, universities and United Nations agencies.
The dialogue event focused on three main thematic issues

  • data availability and data collection systems,
  • data-driven policy development and contribution to different levels of governance, and
  • quality citizen dialogue and stakeholder engagement.

During the sessions, participants had the opportunity to exchange on 15 good practice examples, discuss eight challenges related to the main topic and jointly develop pragmatic solutions for four sample cases: the National Association of Municipalities of Mozambique (ANAMM), Bonn (Germany), Lviv (Ukraine) and Manizales (Colombia). These solutions will be translated into projects and will be further developed in the next few months.

This report summarises the main results of the virtual dialogue event.

Weitere Informationen: Dokumentation: Stärkung der lokalen Umsetzung der SDGs durch Berichterstattung und Monitoring

Kommunal verankert, weltweit engagiert

Mit ihrer weltweit gefragten Expertise können kommunale Unternehmen auch das Gemeinwohl in Entwicklungs- und Schwellenländern mitgestalten.

Kommunale Unternehmen sind gefragte Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und leisten mit ihrer Expertise im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Klima- und Umweltschutz sowie zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in Ländern des Globalen Südens. Mit dieser Broschüre legt der VKU erstmal eine umfassende Handreichung für kommunale Unternehmen, Politik und interessierte Öffentlichkeit vor, die die Potenziale des Engagements kommunaler Entwicklungszusammenarbeit vorstellt.

Es stellt die relevanten rechtlichen und politischen Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit dar, weist auf globale Herausforderungen hin und beschreibt die Bedeutung und die Handlungsmöglichkeiten kommunaler Unternehmen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus werden bestehende Probleme und Herausforderungen für kommunale Betriebe verdeutlicht und Perspektiven der kommunalwirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit gezeichnet. Das Whitepaper soll nicht nur eine Grundlage für interessierte und engagierte Unternehmen darstellen, sondern auch zur Diskussion und zum unternehmens- und organisationsübergreifenden Ideenaustausch anregen.

Stärkung der lokalen Umsetzung der SDGs durch Berichterstattung und Monitoring

Lokale und regionale Regierungen sind wichtige Partner für das Monitoring und die Berichterstattung über die Fortschritte bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) vor Ort. Seit 2018 haben immer mehr Städte und Regionen damit begonnen, freiwillige lokale Berichte (Voluntary Local Reviews, VLRs) zu entwickeln, die auf lokalen Daten und Indikatoren basieren. Die Berichte zielen darauf ab, die lokalen Bemühungen zur Umsetzung der SDGs zu beleuchten, sowie Informationen und Daten beizutragen und zu ergänzen, die ihre nationalen Regierungen dem Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (HLPF) zur Verfügung stellen.

Die virtuelle Dialogveranstaltung von Connective Cities, die am 26., 27. und 29. April 2021 stattfand, ermöglichte den Erfahrungsaustausch zu diesem Thema mit 60 Teilnehmenden aus 19 Ländern aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika.

Die drei Hauptthemen der Veranstaltung befassten sich mit

  1. Datenverfügbarkeit und Datenerfassungssysteme für das SDG-Monitoring,
  2. Datengesteuerte Politikentwicklung und Beiträge zu verschiedenen Regierungsebenen, und
  3. Die Qualität des Bürgerdialogs sowie die Einbindung von Stakeholdern.

Die Dialogveranstaltung wurde in Partnerschaft mit United Cities and Local Governments (UCLG) und PLATFORMA durchgeführt und in Kooperation mit der Stadt Bonn ausgerichtet.