Leerstand durch Zwischennutzung vermeiden

Während der Neudefinition des Verwendungszwecks eines Gebäudes und der Festlegung des Verfahrens und der Finanzierung des Vorhabens können Gebäude leer stehen. Bei leerstehenden Gebäuden liegt Potential in vielerlei Hinsicht brach, sowohl für die Community als auch für die Stadtentwicklung. Darüber hinaus führt ein ungenutztes Gebäude aufgrund der Ansammlung von Abfall, des Eindringens von Wasser und des möglichen Wachstums von Schimmel oder giftigen Materialien häufig zu einer Zunahme der Umweltverschmutzung. Neben diesen ökologischen Folgen können auch Vandalismus und Sicherheitsrisiken in der Umgebung zunehmen. Daher kann die Revitalisierung leerstehender Gebäude für Kommunen und mögliche Investoren kostspielig werden.

Wie kann Leerstand vermieden werden? Die Öffnung öffentlicher Gebäude für eine Zwischennutzung war eines der Themen, auf die sich die Teilnehmer*innen des Lernprozesses „2nd Hands on Public Buildings“ während des einjährigen Lernprozesses zur Umnutzung öffentlicher Gebäude aus den 1960er- und 1970er-Jahren konzentrieren wollen. Daher kamen am 12.03.2025 Expert*innen aus Deutschland, Kenia, Palästina und Montenegro virtuell zusammen.

Fachaustausch über die Zwischennutzung von Gebäuden aus den ’60 und ’70 Jahren

Sind Sie Expert*in für die Zwischennutzung von Gebäuden? Dann freuen wir uns über Ihre Teilnahme an einem Connective Cities Fachaustausch, bei dem Teilnehmende des Connective Cities Lernprozesses „2nd Hands on Public Buildings“ sich über die Arbeit der ZwischenZeitZentrale Bremen und Transiträume Berlin e.V. informieren und gemeinsam mit anwesenden Expert*innen ihre Projektbeispiele diskutieren. Der Fachaustausch findet online und in englischer Sprache statt, am 12.03.2025, von 09:00 – 10:30 Uhr via WebEx (Ersatztermin des abgesagten Fachaustauschs im Februar).

Aus ökologischen und zunehmend auch ökonomischen Gründen ist die Nach- bzw. Umnutzung von Gebäuden der 1960er und 1970er Jahre interessant für Kommunen und ihren Gebäudebestand. Die Dialogveranstaltung von Connective Cities in Kooperation mit der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen vom 24. bis 27. September 2024 widmete sich diesem Paradigmenwechsel. Rund 30 kommunale Expert*innen aus Deutschland, Kenia, Montenegro, den Palästinensischen Gebieten, Sambia und der Ukraine tauschten sich über Lösungen und Herausforderungen für die nachhaltige Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden aus und entwickelten gemeinsam Projektideen. Der laufende einjährige Lernprozess von Connective Cities zur Nach- und Umnutzung von Gebäuden der Moderne bietet weitere Einblicke in die in Berlin diskutierten Themen und die Möglichkeit, durch Austausch und Delegationsreisen konkrete Lösungen zu entwickeln. Am 12.03.2025 widmen wir uns dem Interessensschwerpunkt „Zwischennutzung“, der sich während der Veranstaltung insbesondere für Teilnehmende aus Nairobi ergab. Alle Objekte bzw. Projektbeispiele der Teilnehmenden lassen sich dieser Publikation entnehmen.

Gerne können Sie mich bei Interesse kontaktieren: marcella.sobisch@engagement-global.de.

Deep Dive: Heat in the City

Der Deep Dive hat einen weiteren Meilenstein in dem zweijährigen Prozess erreicht: Der letzte Workshop fand vom 21. bis 23. Januar 2025 in Assuan (Ägypten) statt. Der Workshop markierte den Übergang von der Phase der Erprobung von Lösungen zur Optimierung und zum Upscaling. Die Teilnehmenden, die die Städte Nairobi, Aswan, Mombasa, Lüdenscheid, Heidelberg und Lviv (virtuell) vertraten, diskutierten die Ergebnisse der Umsetzung ihrer Pilotprojekte. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über Projekte und Initiativen im Gouvernement Assuan zu informieren, die für die nachhaltige Stadtentwicklung und den städtischen Klimaschutz von Bedeutung sind.

Programm

Die Workshop-Aktivitäten erstreckten sich über drei Tage und umfassten neben einer Exkursion in Assuan auch Peer-Advisory-Aktivitäten, Präsentationen und einen technischen Input von Prof. Jürgen Kropp vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Eine Reihe von Peer-to-Peer-Austausch zwischen den Teilnehmenden, die unter unterschiedlichen lokalen Bedingungen arbeiten, wurde ermöglicht.  Am ersten Tag diskutierten die Teilnehmenden ihre wichtigsten Erkenntnisse aus der Umsetzung ihrer Pilotprojekte und erläuterten die Maßnahmen, die sie ergriffen haben, um die Zusammenarbeit mit den relevanten Interessengruppen und die Nachhaltigkeit der Ergebnisse der Pilotprojekte zu gewährleisten. Darüber hinaus beleuchtete der stellvertretende Gouverneur von Assuan, Mr. Amr Lashin, in einer Grundsatzrede die Bemühungen um einen Übergang zu einer auf den Menschen ausgerichteten Stadtentwicklung im Gouvernorat. Die Einführung umfasste auch eine Präsentation des Generalmanagers für internationale Zusammenarbeit und Bürgerbeteiligung des Stadtentwicklungsfonds (UDF), Dr. Marwa Soliman, die die Rolle des Fonds und seine zahlreichen Projekte zur integrierten Stadtentwicklung und zum städtischen Klimaschutz erläuterte.

Am zweiten Tag folgten eine Reihe von Übungen, die die Teilnehmenden dazu anleiteten, Optimierungsbereiche für ihre Pilotprojekte und Methoden für die Hochskalierung zu identifizieren. Dazu gehörten 1) die Standardisierung des Designs und der Replikation, 2) die Planung der schrittweisen Hochskalierung, 3) die Zuweisung finanzieller und personeller Ressourcen, 4) die Neudefinition der zu erwartenden Risiken angesichts des größeren Umfangs der Umsetzung und 5) die Überwachung des Fortschritts einschließlich der Definition von Leistungsindikatoren.

Der letzte Tag beinhaltete eine Sitzung, in der die Teilnehmenden ihre Erfahrungen in den verschiedenen Phasen des Deep Dive reflektierten, sowie eine gemischte Sitzung mit Prof. Kropp, der ihre Fragen zu verschiedenen technischen Themen beantwortete, darunter 1) die Nutzung künstlicher Intelligenz in der Klimaforschung und die Entwicklung von Lösungen, 2) die Kanalisierung von Klimafinanzierung zur Umsetzung von Maßnahmen zur Abschwächung der städtischen Hitze, 3) bestehende erschwingliche Lösungen, die eine große Wirkung haben, 4) die Position von Städten und lokalen Regierungen in internationalen Klimaverhandlungen wie der COP29 und 5) der Aufbau klimaresistenter Gesundheitssysteme. Diese Themen werden im Mittelpunkt einer Reihe von virtuellen Sitzungen stehen, die in den kommenden Monaten mit Prof. Kropp und dem PIK stattfinden werden.

Aufbruch zu nachhaltigerem Bauen

Der Bausektor muss grüner werden: Weltweit ist er für bis zu 40 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich. Zudem verbraucht die Bauindustrie viele Ressourcen, denn wertvolle Baustoffe werden kaum wiederverwertet. Doch geht es nicht nur um die Bauphase: Die Bauweise eines Gebäudes trägt entscheidend dazu bei, wie viel Energie während der gesamten Lebenszyklus des Gebäudes für das Heizen oder Kühlen aufgewendet werden muss.

Um dem Klimawandel zu begegnen und die Umwelt zu schützen, muss der Bausektor also dringend dekarbonisiert werden. Hierfür gibt viele innovative Möglichkeiten, zum Beispiel mit biobasierten Materialien wie Holz, Lehm und Ziegel oder durch die Wiederverwertung von verbauten Materialien.

Kommunen spielen eine zentrale Rolle dabei, den Bausektor nachhaltiger zu gestalten – im Rahmen eigener Bauvorhaben als Innovationstreiberinnen sowie bei der Gestaltung von baulichen Rahmenbedingungen und Bauvorschriften.

Im Rahmen eines einjährigen Lernprozesses von Connective Cities tauschten sich Vertreter*innen von Kommunen und Forschungseinrichtungen sowie Planer*innen und Architekt*innen über ihre Erfahrungen und ihr Wissen zum klimagerechten Bauen aus und inspirierten sich gegenseitig zu ihrer Arbeit.

Dialogveranstaltung: Was müssen und was können wir tun?

Der Lernprozess startete mit einer Dialogveranstaltung vom 13. bis 15. November 2023 in Potsdam, bei der die Teilnehmenden aus Bhutan, Indonesien, Nepal, Südafrika sowie aus Berlin, Heidelberg, Lörrach, München, Stuttgart und Potsdam berichteten und diskutierten, wie sie eine Transformation hin zu klimafreundlichem Bauen gestalten. In Heidelberg und München soll beim Bau neuer Stadtquartiere auf ehemaligen Militärgeländen möglichst viel vorhandenes Baumaterial wiederverwendet werden. Der Architekt Nyoman Popo Priyatna Danes erläuterte, wie beim Bau einer Hotelanlage auf Bali traditionelle und moderne Technologien kombiniert wurden. Wichtig sei gewesen, die Bevölkerung für die Fragilität der Landschaft und für ökologisches wirtschaftliches Handeln zu sensibilisieren.

Laut Dr. Susanne Winter vom World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland und Peter Heuer, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung von Potsdam, gelte es hinsichtlich des Bauens mit Holz, eine nachhaltige Balance zwischen dem Schutz und der Nutzung von Wäldern zu finden. Holz für die Bauindustrie müsse aus nachhaltig bewirtschaften Wäldern stammen. Prof. Dr. Jürgen Kropp vom Bauhaus Erde und dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) wies darauf hin, dass biobasierte Baumaterialen die gefährliche Aufheizung der Städte abmildern könnten und Holz entgegen manchen Meinungen ein stabiler und langlebiger Baustoff sei.

Der Dialog fand in Kooperation mit der Stadt Potsdam, dem Bauhaus Erde und dem PIK statt.

-> Gute Praktik I: Lörrach plant erstes Gewerbegebiet Deutschlands in Holzbauweise
-> Gute Praktik II: Banepa bewahrt traditionelle Bauweisen unter Verwendung biobasierten Materialien

Aufruf zur Interessenbekundung: Workshop-Reihe zur risikoinformierten Stadtentwicklung in der ECOWAS-Region

Die Resilience Initiative Africa (RIA) lädt in Zusammenarbeit mit Connective Cities Städte und zivilgesellschaftliche Organisationen in der ECOWAS-Region zur Teilnahme an einer Workshop-Reihe zum Thema risikoinformierte Stadtentwicklung ein. Diese Initiative zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit von Städten und das Katastrophenrisikomanagement zu stärken, indem der Wissensaustausch, die Zusammenarbeit und innovative Ansätze gefördert werden.

Wichtigste Highlights:

  • Risikoinformierte Stadtentwicklung: Aufbau lokaler Kapazitäten für das Management städtischer Risiken.
  • Wissensaustausch: Förderung des Peer-Learning zwischen westafrikanischen und europäischen Städten.
  • Integrative Planung: Zusammenarbeit mit Bewohnern informeller Siedlungen, Frauen und Jugendgruppen u.a.m.
  • Bankfähige Lösungen: Entwicklung integrierter Ansätze, die Anpassungs- und Minderungsmaßnahmen für eine nachhaltige Finanzierung kombinieren.

Zeitplan für den Workshop:

    Workshop 1: Einführung in die risikoinformierte Stadtentwicklung (Februar 2025, Togo)
    Workshop 2: Partizipative Risikoanalyse und Finanzierung von Vorsorgemaßnahmen (April/Mai 2025)
    Workshop 3: Entwicklung von Aktionsplänen für integratives Katastrophenrisikomanagement (September/Oktober 2025)

Jetzt bewerben:

Die Städte sind aufgefordert, ihre Bewerbungen bis zum 12. Januar 2025 einzureichen.

Weitere Informationen finden Sie im Invitation to an Expression of Interest

Kontakt:

RIA@giz.de  und jelena.karamatijevic@giz.de

Vom Pilotvorhaben zum Reallabor für Kommunen

Als Connective Cities 2014 zur Auftaktveranstaltung nach Leipzig einlud, wusste man noch nicht, dass dieser neue Ansatz des internationalen Fachaustausches unter kommunalen Praktiker*innen angenommen werden und konkrete Ergebnisse liefern würde. Inzwischen hat sich ein Netzwerk aus circa 3.500 Fachleuten in über 700 Städten und 100 Ländern gebildet. Viele Projektideen wurden entwickelt und detailliert ausgearbeitet. Aus Arbeitsgruppen wurden Think Tanks und Kommunen zu Reallaboren für die Umsetzung innovativer Projekte.

Grund genug zu feiern! 65 kommunale Fachleute aus 15 Ländern kamen auf der Jubiläumsfeier von Connective Cities zusammen, die am 04. Dezember 2024 in den Räumen des Deutschen Städtetages in Berlin stattfand.

Erfahrungen mit der Restaurierung und Wiederverwendung von Gebäuden und dem Bau neuer Gebäude durch Wiederverwendung vorhandener Materialien

Im Rahmen des Lernprozesses „Klimagerechtes Bauen mit biobasierten und wiederverwertbaren Materialien“ sind Expert*innen der Landeshauptstadt München sowie der Technischen Universität München und der Stadt Heidelberg im Oktober 2024 nach Nepal gereist, um während der einwöchigen Delegationsreise die langjährigen Praktiken Nepals im Bereich des nachhaltigen Bauens und der Wiederverwendung von Baumaterialien kennenzulernen.

Die deutsche Delegation traf dort neben den kommunalen Akteuren Banepas die R.P. Foundation und die internationale Organisation ICIMOD und lernten die architektonische Landschaft und zirkuläre Bautechniken in Nepal kennen. Ziel der deutschen Delegation war es, Möglichkeiten zur Anwendung solcher nepalesischen Ansätze in München und Heidelberg zu erkunden. Auch der Austausch zu Bauen in Bergregionen und resilientes Bauen im Hinblick auf zunehmende Extremwetterereignisse war für die Delegation von Interesse.

Manizales: Grundstein für die Lokalisierung der SDGs gelegt

Für die kolumbianische Stadt Manizales waren die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) im Jahr 2020 mehr als nur ein Zielkatalog für eine bessere Zukunft. Gerade hatte die Stadt ihren Stadtentwicklungsplan „Manizales + Grande“ verabschiedet und die Verwaltung wollte nun die SDGs in die Gesellschaft tragen und sie im Alltag der Bevölkerung lebendig werden lassen. Die SDGs werden als globale Ziele in Kommunen weltweilt umgesetzt. Was lag da näher als sich mit engagierten Kommunen auszutauschen und sich gegenseitig Tipps und Anregungen zu geben?

Die virtuelle Dialogveranstaltung „Stärkung der lokalen Umsetzung der SDGs durch Berichterstattung und Monitoring“ im April 2021 – veranstaltet unter anderem von Connective Cities in Kooperation mit der Stadt Bonn – kam für Manizales gerade zur rechten Zeit. Knapp 60 kommunale Praktiker*innen aus 19 Ländern in Europa, Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika tauschten sich über ihre Ansätze und Erfahrungen zur Lokalisierung der SDGs aus – ein wichtiger Meilenstein für Manizales.

Renovierung der Grundschule „Lovćenski Partizanski Odred“

Wiederbelebung eines wichtigen Gemeinschaftszentrums

Die Grundschule „Lovćenski Partizanski Odred“ in Cetinje, Montenegro, ist seit 2004 ein Eckpfeiler der Bildung in der Gemeinde. Das Schulgebäude für 600 Schüler*innen wurde als Teil eines größeren Plans errichtet, der aufgrund von Budgetbeschränkungen nur teilweise fertiggestellt wurde. Das Hauptgebäude wurde zwar genutzt, aber das Fehlen einer Sporthalle und von Außenanlagen in Verbindung mit einer veralteten Infrastruktur beeinträchtigte das Lernerlebnis.

Im Jahr 2018 wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Innovation und der alten königlichen Hauptstadt Cetinje versucht, dies zu ändern. Ziel des Joint Ventures war es, die Schule mit einer neuen Sporthalle, verbesserten Außenbereichen und erheblichen Verbesserungen der Energieeffizienz zu modernisieren, um eine sicherere und nachhaltigere Umgebung zu schaffen. Diese Umgestaltung, die durch die Wissensaustauschplattform von Connective Cities unterstützt wurde, ist ein Beispiel für die Stärke der internationalen Zusammenarbeit bei der Förderung einer nachhaltigen Stadtentwicklung.

Connective Cities Lernprozess und Wissensaustausch

Das Netzwerk Connective Cities, das nachhaltige städtische Praktiken durch Peer-Learning und Zusammenarbeit fördert, war eine unschätzbare Ressource bei der Umgestaltung der Schule von Cetinje. Im Oktober 2023 nahmen Vertreter von Cetinje – Marija Mrvaljević, der Chefarchitekt der Stadt, und Marija Proročić, Sekretärin für Raumplanung und Umweltschutz – am Connective Cities Learning Process on Renewable Energy Options at the Municipal Level in Tiflis, Georgien, teil. Bei dieser Veranstaltung stellten sie das Schulsanierungsprojekt vor und erhielten wertvolle Einblicke und technisches Fachwissen von anderen europäischen und deutschen Städten, die vor ähnlichen urbanen Herausforderungen stehen. Dieser Austausch war entscheidend für die Anpassung des Projekts an internationale Standards für Energieeffizienz und nachhaltige Bauweise.

Über die Plattform Connective Cities hat Cetinje erfolgreich wichtige Lösungen für erneuerbare Energien in die Renovierung der örtlichen Schulen integriert. Die Gemeinde installierte Solarenergiesysteme auf den Schulgebäuden, wodurch die Energieeffizienz deutlich verbessert und die Stromkosten gesenkt werden konnten. Darüber hinaus wurden energieeffiziente Beleuchtung und verbesserte Isolierung eingeführt, um den Energieverbrauch weiter zu senken. Diese Initiativen bringen nicht nur die Nachhaltigkeitsziele von Cetinje voran, sondern dienen auch als Modell für andere Gemeinden, die ähnliche Lösungen umsetzen wollen.

Erste Schritte für die Nachnutzung öffentlicher Gebäude aus den 1960er- und 1970er Jahren

Im September 2024 begann der Lernprozess „2nd Hands on Public Buildings“ von Connective Cities. Über ein Jahr tauschen sich Vertreter*innen aus Kommunen sowie Fachleute aus den Bereichen Stadtplanung, Architektur und nachhaltige Stadtentwicklung jetzt darüber aus, wie Gebäude aus den 1960er- und 1970-Jahren sinnvoll nach- oder umgenutzt werden können. Sie kommen aus Deutschland, Kenia, Montenegro und Sambia sowie aus der Ukraine und aus den Palästinensischen Gebieten und sie vereint ein gemeinsames Ziel: öffentliche Gebäude, die heutigen Standards nicht mehr entsprechen, nicht direkt abzureißen und neu zubauen. Stattdessen durch klimafreundliche Sanierungen neue, nachhaltige Nutzungskonzepte zum Wohle der Bürger*innen zu schaffen. Dabei ließen sie sich von vielen guten Praxisbeispielen inspirieren – vom Haus der Statistik in Berlin oder vom Haus der Revolution in Niksic in Montenegro.