„Was gemessen wird, wird auch gemanagt.“ Dieses Sprichwort unterstreicht die Bedeutung der Verfolgung von Fortschritten, um sinnvolle Veränderungen zu erreichen. Für Kommunen, die sich für Gender Mainstreaming engagieren, bedeutet dies, strukturierte Datensysteme zu entwickeln, die Wissensbasis zu erweitern und eine genaue Überwachung sicherzustellen. Dies sind wesentliche Schritte hin zu einer wirklich inklusiven, geschlechtersensiblen lokalen Verwaltung.
Aufbauend auf dem von der Nationalen Föderation tunesischer Gemeinden (FNCT) und ihren Partnern entwickelten Modell bietet dieser Leitfaden einen einheitlichen, praktischen Rahmen, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, indem eine Gender-Perspektive in alle kommunalen Dienstleistungen integriert wird. Über politische Maßnahmen und Projekte hinaus zielt er darauf ab, einen kulturellen Wandel anzustoßen, in dessen Verlauf Gender Mainstreaming nicht länger als Zusatzleistung betrachtet wird, sondern als grundlegende Säule einer gerechten und effektiven lokalen Regierungsführung. Durch die Einrichtung einer kommunalen Beobachtungsstelle für Gender Mainstreaming, ein Municipal Observatory for Gender Mainstreaming, können Kommunen die Geschlechterperspektive in alle Aspekte ihrer Dienstleistungen integrieren. So wird ein Mentalitätswandel gefördert, bei dem Gender Mainstreaming als Kernelement einer fairen und inklusiven lokalen Regierungsführung anerkannt wird. Mithilfe des evidenzbasierten Ansatzes des Leitfadens können Kommunen den Dialog anregen, konkrete Lösungen vorschlagen und messbare geschlechtsspezifische Indikatoren entwickeln. Diese können die Kommunen anschließend anwenden und verfolgen.
Der Workshop trug zur Stärkung des Austauschs kommunaler Erfahrungen bei und ebnete den Weg für die Integration der syrischen Städte in das Netzwerk und ihre aktive Mitgliedschaft. Vertreter der Provinzen Damaskus und Rif Damaskus berichteten über den aktuellen Stand der umfassenden Planung und hoben dabei die Herausforderungen hervor, die mit der Verfolgung einer langfristigen Vision für nachhaltige Entwicklung verbunden sind.
Die Teilnehmenden während des Vortrags über die Planung in Damaskus | Foto: Muna Shalan, Connective CitiesPräsentation des Digitalisierungsprozesses in Amman | Foto: Muna Shalan, Connective Cities
Zudem diskutierten sie ihre Bestrebungen hinsichtlich der digitalen Transformation in ihrer Stadtverwaltung. Ihre Kollegen aus der Gemeinde Greater Amman vertieften sich in praktische Erfahrungen zu diesen Themenbereichen und teilten einen reichen Schatz an Wissen und Erfahrungen, die auf dem lokalen Kontext der Umsetzung basieren.
Im Rahmen interaktiver Peer-Learning-Aktivitäten stellten die Teilnehmer Beispiele für bewährte Praktiken vor und erörterten Erfolgsfaktoren und Hindernisse, mit denen kommunale Mitarbeiter bei der Stadtplanung, der Erbringung kommunaler Dienstleistungen und der digitalen Transformation konfrontiert sind. Die Diskussionen führten zu einem offenen und ehrlichen Austausch, bei dem beide Seiten von den Erfolgen und Hindernissen der anderen Seite lernen konnten.
Feldbesuch zum Al-Zuhour Green Triangle – einem Modell für grüne Infrastruktur | Foto: Muna Shalan, Connective Cities
Im Rahmen des Workshops wurde auch die Besichtigung eines Beispiels für bewährte Praktiken organisiert: des Al-Zuhour Green Triangle, einem Modell für grüne Infrastruktur. Auf einer Fläche von 2.300 m² demonstriert dieses von der Gemeinde Greater Amman und UN-Habitat Jordanien umgesetzte Pilotprojekt zwei Konzepte des grünen Regenwassermanagements: Regenwasser-Bioretention und Regenwasserrückhaltung.
Der Workshop mündete in einen Fahrplan für die künftige Zusammenarbeit und die Institutionalisierung des Wissensaustauschs. In diesem Fahrplan wurden vorrangige Handlungsbereiche skizziert. Zu den wichtigsten Schwerpunkten zählen Gesetzgebung und Regierungsführung. Dabei liegt der Fokus auf der raschen Verabschiedung eines fairen Wiederaufbaugesetzes in Syrien, der Einführung standardisierter Ausschreibungs- und Vergabeverfahren sowie der Aktivierung von Rahmenwerken für öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP), wo dies angemessen ist. Hinsichtlich der Dezentralisierung waren sich die Teilnehmer einig, dass ausgewählte Befugnisse, insbesondere im Bereich Verkehr und Verkehrsmanagement, an die Kommunen delegiert werden müssen. Dies soll durch technische Ausschüsse unterstützt werden, um sicherzustellen, dass die Masterpläne mit den sektoralen Strategien in Einklang stehen. Als entscheidend wurde auch die Stärkung der Ressourcen und Kapazitäten angesehen, einschließlich der Bereitstellung ausreichender personeller und finanzieller Ressourcen sowie der Investition in internes Fachwissen und kontinuierliche Weiterbildung. Ein weiteres wichtiges Prinzip war die Einbeziehung der Gemeinschaft in die Stadtplanung.
Gruppenbild der Teilnehmenden | Foto: Muna Shalan, Connective Cities
Die Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, die Beteiligung der Öffentlichkeit durch Bürgerzentren und Feedback-Mechanismen aufrechtzuerhalten, die sowohl die sozialen als auch die wirtschaftlichen Dimensionen des städtischen Lebens widerspiegeln. Unter dem Motto „Build Back Better“ forderten die Teilnehmenden schließlich, Datenlücken zu schließen, die sektorübergreifende Koordination zu verbessern und den Wiederaufbau als Plattform für eine langfristige, nachhaltige Entwicklung zu nutzen.
Dies war die zentrale Frage, die Expert*innen für städtische Risiken, lokale Führungskräfte und Vertreter*innen von Gemeinden aus Benin, Burkina Faso, Ghana, Mali, Niger, Senegal, Sierra Leone und Togo zusammenbrachte, um die Workshop-Reihe zum Thema „Risikobewusste Stadtentwicklung in Westafrika und der ECOWAS-Region” fortzusetzen.
Der zweite Workshop fand vom 2. bis 4. Juli in Accra, Ghana, statt. Dieser Workshop wurde gemeinsam von der German Projects Resilience Initiative Africa (RIA), Connective Cities und CIVIC in Zusammenarbeit mit der Afrikanischen Union und der ECOWAS-Kommission organisiert.
Die Workshop-Reihe
Westafrika steht aufgrund des Klimawandels und der raschen Urbanisierung vor wachsenden Herausforderungen. Der Weltklimarat (IPCC) prognostiziert einen Temperaturanstieg von 1,5 bis 2 Grad Celsius bis 2050, was bereits zu einem Anstieg klimabedingter Extremereignisse um 25 % zwischen 2011 und 2021 geführt hat. Diese Veränderungen bedrohen die Wasserressourcen, die biologische Vielfalt, die Ernährungssicherheit und die öffentliche Gesundheit. Darüber hinaus wird sich die städtische Bevölkerung in Afrika bis 2050 voraussichtlich verdoppeln, was die mit der raschen Urbanisierung verbundenen Risiken, insbesondere in informellen Siedlungen, noch verschärft. Klimabedingte Katastrophen könnten die Region bis 2030 jährlich zwischen 1,5 % und 3 % des BIP kosten, weshalb Investitionen in die Widerstandsfähigkeit der Städte für den Schutz der Infrastruktur, der Lebensgrundlagen und die Förderung eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums von entscheidender Bedeutung sind.
Podiumsteilnehmer*innen von links nach rechts – Isabel Njihia (UNDRR), Cédric Dzelu, Technischer Berater des Ministers, Ministerium für Klimawandel und Nachhaltigkeit, Ghana, Dr. Emmanuel Osuteye, AUC, Beatrice Owusu-Appiah, Planerin, Stadt Accra, Assouhan Jonas Atchade, ECOWAS-Sekretariat | Foto: GIZ – Resilience Initiative Africa
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, haben RIA und Connective Cities die Workshop-Reihe „Risikobewusste Stadtentwicklung in Westafrika und der ECOWAS-Region” ins Leben gerufen. Ziel der Workshop-Reihe ist es, den städtischen Akteuren in der Region die Instrumente und Kenntnisse zur Verfügung zu stellen, die sie für das Management städtischer Risiken benötigen, und gleichzeitig die Zusammenarbeit durch gegenseitiges Lernen und Austausch zu fördern. Die Workshop-Reihe unterstützt 12 Städte aus Westafrika bei der Ausarbeitung bankfähiger Projektideen zur Bewältigung der Risiken in ihren Städten und stärkt die Kapazitäten der teilnehmenden städtischen Akteure zur Verbesserung der städtischen Resilienz.
Workshop 2 – Inklusivität und partizipative Risikobewertungen
Vortrag von Dr. Benjamin Creutzfeldt, Stadt Berlin, zum Thema „Neue Impulse für das kommunale Regenwasserrisikomanagement: Kartierung der Auswirkungen von Starkregen auf verschiedene gefährdete Elemente“ | Foto: GIZ – Resilience Initiative Africa
Nach dem Auftakt-Workshop in Lomé, Togo, fand der zweite Workshop vom 2. bis 4. Juli in Accra, Ghana, statt. Drei Tage lang erhielten die Teilnehmenden Einblicke in partizipative Risikobewertungen und Konzepte der Inklusivität. Sie erhielten konkrete Instrumente und Ansätze, wie sie diese Konzepte in ihre Stadtplanungsarbeit integrieren können, um eine risikobewusste Stadtentwicklung zu erreichen. Expert*innen für Stadtplanung sowie Vertreter*innen der Afrikanischen Union, der ECOWAS und der Zivilgesellschaft teilten ihre Erfahrungen und lieferten eine Reihe von Perspektiven, von kontinentalen bis hin zu lokalen Ansätzen.
Der Workshop wurde durch fortlaufende Peer-to-Peer-Beratungssitzungen ergänzt, in denen die Städte ihre seit Workshop 1 entwickelten Projektideen präsentierten, konkrete Herausforderungen schilderten und praxisnahe Ratschläge von den anderen teilnehmenden Städten erhielten.
Ga Mashie-Projekt zur partizipativen Slumsanierung | Foto: GIZ – Resilience Initaitive AfricaRecyclingzentrum bei Bubuashie Cable and Wireless | Foto: GIZ – Resilience Initiative Africa
Am dritten Tag des Workshops besuchten die Teilnehmenden zwei Standorte in Accra, die mit dem Thema partizipative Risikobewertung und Inklusivität in Verbindung stehen: das Ga Mashie Participatory Slum Upgrading Project und das Recyclingzentrum bei Bubuashie Cable and Wireless. Die Besichtigungen vor Ort wurden gemeinsam von der Stadt Accra und Slum Dwellers International organisiert.
Nächste Schritte
Die Workshop-Reihe wird auch weiterhin Kommunalverwaltungen, Stadtplaner*innen und Gemeinden das Wissen und die Instrumente vermitteln, die sie benötigen, um risikobewusste Entscheidungen in der Stadtplanung und -verwaltung zu treffen. Der nächste Workshop ist für Oktober 2025 geplant und wird sich auf den Zugang zu Finanzmitteln und die Entwicklung von Aktionsplänen konzentrieren.
Gruppenfoto der Teilnehmenden | Foto: GIZ – Resilience Initiative Africa
INTERNATIONALE STÄDTE-PLATTFORM FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
NEWSLETTER – AUSGABE NR. 86, AUGUST 2025
Liebe Leserinnen und Leser,
„Du hast vielleicht nicht die Kontrolle über alles, was dir widerfährt, aber du kannst entscheiden, dich davon nicht unterkriegen zu lassen“, schrieb einmal die US-amerikanische Schriftstellerin, Professorin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou an ihre Tochter. Wenn sich Menschen mit dieser Grundhaltung zusammenschließen, ihre Energien und Expertisen bündeln und sich gemeinsam Krisen stellen, kann daraus eine große Resilienz erwachsen – in Gruppen wie auch in ganzen Kommunen.
Dies wurde sowohl im Connective Cities‘ Fachforum auf der siebten deutsch-ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Münster deutlich wie auch in unserem Lernprozess zur Inklusivität und partizipativen Risikobewertungen in westafrikanischen Städten. Bürgernähe und eine partizipative Verwaltung sind dabei ein wichtiges Element, das durch digitale Werkzeuge effizienter gestaltet werden kann, wie Beispiele aus Abu Dhabi und Ras el-Matn im Rahmen unserer Veranstaltung „Von der Offenen Kommune zur Smart City“ zeigten.
Wir berichten auch, wie sich lokale Verwaltungen und Städteverbände zusammengeschlossen haben und auf dem High Level Political Forum on Sustainable Development Committee in New York dafür stark gemacht, dass ihr Knowhow stärker in die Erstellung nationaler Nachhaltigkeitspläne einbezogen werden.
Und natürlich möchten wir Sie zu unseren beiden nächsten Online-Veranstaltungen herzlich einladen. Dort ziehen wir Bilanz zum einen über Strategien zur „Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden der 60er und 70er-Jahre“ und über die bisherigen Erfahrungen mit der lokalen Nachhaltigkeitsberichterstattung und dem „Voluntary Local Review“.
Wir wünschen inspiriende Lektüre Ihr Connective Cities Team
RÜCKBLICK
Von der Offenen Kommune zur Smart City
Lokalisierung guter Regierungsführung und Nutzung von GIS für Lebensqualität und Infrastrukturplanung
Durch Transparenz, Bürgerbeteiligung und datengestützter Entscheidungsfindung können Städte die Lebensqualität und Infrastrukturplanung verbessern. Während Technologie Effizienz ermöglicht, bleibt die Grundlage eine gute Regierungsführung: Zusammenarbeit, Rechenschaftspflicht und bürgernahe Politik. Anhand zweier Guter Praktiken – eine Geodatenlösungen in Abu Dhabi und eine partizipative Verwaltung in Ras el-Matn – wurden die Wege dorthin intensiv diskutiert.
Resiliente Städte in Zeiten multipler Krisen Strategien für widerstandsfähige Kommunen
Connective Cities Fachforum auf der siebten deutsch-ukrainischen Partnerschaftskonferenz in Münster
Die Beispiele der ukrainischen Panelist*innen über die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs zeigten den Zuhörenden eindrücklich, was es für die Bevölkerung einer Stadt bedeutet, sich gegen akute Krisen zu stellen und wie wichtig der Wille der Bürger*innen und Unternehmer*innen dazu ist. Deutlich wurde auch, dass die lebendige Kooperation verschiedenster Akteure, national wie international, für resiliente Städte unerlässlich ist.
Vom Risiko zur Resilienz: Aufbau einer inklusiven urbanen Zukunft in Westafrika
Wie gehen westafrikanische Städte mit Inklusivität und partizipativen Risikobewertungen im Kontext wachsender Herausforderungen bei der Katastrophenvorsorge und der raschen Urbanisierung um?
Dies war die zentrale Frage, die Expert*innen für städtische Risiken und lokale Führungskräfte von Gemeinden aus Benin, Burkina Faso, Ghana, Mali, Niger, Senegal, Sierra Leone und Togo zusammenbrachte. Die Workshop-Reihe unterstützt 12 Städte bei der Ausarbeitung bankfähiger Projektideen zur Bewältigung der Risiken in ihren Städten und stärkt die Kapazitäten der Teilnehmenden zur Verbesserung der städtischen Resilienz.
Lokale und regionale Verwaltungen beim High Level Political Forum 2025
Arbeitsgruppentreffen zieht Fazit aus dem High Level Political Forum on Sustainable Development Committee in New York City 2025
Lokale Verwaltungen werden als Bündnispartner bei der Erstellung nationaler Nachhaltigkeitsberichte noch zu wenig einbezogen, was ein Grund für die anhaltenden Herausforderungen im Rahmen der Implementierung von SDGs sein dürfte. Dies war ein wichtiges von mehreren Fazits aus dem Arbeitsgruppentreffen von 19 kommunalen Praktiker*innen weltweit.
Nachnutzung von öffentlichen Gebäuden der 60er und 70er-Jahre
Einladung zur Bilanzveranstaltung am 22.09.2025, 10:00 – 12:30 Uhr (MESZ), online
Der Bausektor ist für etwa 60 % der CO2-Emissionen und für mehr als 30 % der Abfallerzeugung verantwortlich. Die Nach- und Umnutzung von Gebäuden ist eine wesentliche Strategie für einen nachhaltigeren Bausektor mit Kostenersparnissen für die Kommunen. Wir möchten Sie daher herzlich zu unserer 2,5-stündigen Online-Veranstaltung einladen.
Nachhaltigkeitsberichterstattung und Voluntary Local Review
Einladung zur Bilanzveranstaltung am 25.09.2025, 15:00 – 17:00 Uhr (MESZ)
Die Voluntary Local Review (VLR) ist ein weltweit anerkanntes, flexibles Berichterstattungsinstrument, das Städten dabei hilft, ihre Beiträge zur Agenda 2030 zu verfolgen und zu präsentieren. Auf der Online-Veranstaltungen werden Vertreter*innen von Kommunalverbänden und Kommunen zusammenkommen, um Erfolgsgeschichten aus Lusaka, Niš und darüber hinaus zu präsentieren und zu diskutieren.
Connective Cities ist ein gemeinsames Projekt von:
Deutscher Städtetag: Gereonstraße 18 – 32, 50670 Köln | Deutschland Kontakt: Sabine Drees Email: sabine.drees@staedtetag.de
Engagement Global gGmbH Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Sibylle Loyeau Email: sibylle.loyeau@engagement-global.de
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH Friedrich-Ebert-Allee 32 + 36, 53113 Bonn | Deutschland Kontakt: Ricarda Meissner Email: ricarda.meissner@giz.de
Am 20. März, anlässlich des Internationalen Tages des Glücks, veranstaltete Connective Cities eine aufschlussreiche Sitzung, die die transformative Kraft dezentraler Zusammenarbeit bei der Förderung nachhaltiger Entwicklung hervorhob. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des globalen Themas Glück, indem sie die Zusammenarbeit, den kulturellen Austausch und das Engagement in der Gemeinschaft förderte – wichtige Säulen einer blühenden Gesellschaft mit starkem Zusammenhalt.
Die Sitzung untersuchte, wie dezentralisierte Zusammenarbeit Kommunen in die Lage versetzt, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen, Innovationen voranzutreiben und integratives Wachstum zu fördern. Die Teilnehmenden erhielten wertvolle Einblicke in erfolgreiche Tourismusstrategien, die in verschiedenen Gemeinden umgesetzt wurden, und wurden inspiriert, Partnerschaften für eine sinnvolle lokale und globale Wirkung zu nutzen.
Die Sitzung wurde mit einer herzlichen Ansprache von Frau Barbara Baumbach (BMZ) eröffnet, die den Erfolg von Connective Cities bei der Erleichterung des globalen Austauschs von kommunalem Fachwissen und der Unterstützung der Entwicklung lokal angepasster Lösungen für städtische Herausforderungen hervorhob. Es folgten drei engagierte Podiumsdiskussionen mit Vertretern aus Battir und Brühl, Bethlehem und Madaba sowie Nablus. In diesen Diskussionen wurde aufgezeigt, wie Kommunen und die Zivilgesellschaft lokale und internationale Kooperationen effektiv nutzen, um Möglichkeiten für gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Fortschritt zu schaffen.
Panel-Diskussion zur Partnerschaft Brühl-Battir | Foto: Connective Cities
Die Podiumsdiskussionen behandelten Schlüsselthemen wie:
– Gemeinschaften verbinden durch Zusammenarbeit – Erfolgsfaktoren und Herausforderungen in der dezentralen Zusammenarbeit
– Wiederbelebung der dezentralen Zusammenarbeit
– Nutzung der Zusammenarbeit lokaler Stakeholder für eine nachhaltige Tourismusentwicklung
Anhand internationaler, regionaler und lokaler Beispiele wurde aufgezeigt, wie Gemeinden die dezentrale Zusammenarbeit nutzen können, um einen nachhaltigen Tourismus zu fördern und gleichzeitig ein Gleichgewicht zwischen kulturellem Erhalt und wirtschaftlichem Wachstum herzustellen. Die Diskussionen unterstrichen, wie wichtig es ist, lokale Gemeinschaften und Interessengruppen einzubinden, akademische Beiträge zu integrieren und internationale Partnerschaften zu stärken, um globale Herausforderungen effektiv anzugehen. Hauptpräsentation der Veranstaltung auf der Connective Cities Plattform, inkl. der Aufnahme der Session für registrierte Nutzer*innen (Arabisch und Deutsch).
Autorin: Muna Shalan | Connective Cities
Impressionen
Beitrag der Handelskammer von NablusBeitrag des Tourismusministeriums von PlalästinaBeitrag von Medienvertreter*innen von NablusBeitrag aus der Wissenschaft vcon NablusPartnerschaftsabkommen zwischen Bethlehem und MadabaGemeinsamkeiten zwischen Bethlehem und Madaba