Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures

Die neue Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“ ist Teil des diesjährigen Connective Cities Corona-Programms und ermöglicht einen regelmäßigen, offenen Austausch zu relevanten Themen der Post-COVID-19-Ära für kommunale Fachleute weltweit. In kurzen und prägnanten virtuellen Austauschformaten sollen verschiedene Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung während und nach der COVID-19 Pandemie diskutiert und diesbezüglich innovative Ansätze geteilt werden. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Impulse zu geben, die die Teilnehmenden zur Reflektion und zum innovativen Denken und Handeln anregen. Die offenen Gesprächsrunden finden alle drei Wochen, immer mittwochs, statt.

Gerne laden wir Sie hiermit zum Auftakt der Veranstaltungsreihe zum Thema “COVID-19 Recovery & SDG 11“ am Mittwoch, den 28. Juli 2021, von 10:00 – 11:45 Uhr CEST ein.

Neben einer kurzen Einführung in das diesjährige Connective Cities Corona-Programm werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen und Chancen der COVID-19-Krise und der Erholung von der Krise für die Erreichung des SDG 11, Städte und Kommunen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten, erörtert. Während diese Podiumsdiskussion werden kommunale Praktiker*innen und Expert*innen aus verschiedenen städtischen Bereichen und Weltregionen ihre unterschiedlichen Perspektiven und Erkenntnisse austauschen:

  • Faola Hodaj, Director of Innovation, Municipality of Tirana, Albania
  • Karim Elgendy, Sustainable City Strategist, London UK / MENA – Recipient of the 2013 Global Green Building Entrepreneurship Award by the World Green Building Council
  • Aditya Kumar, Executive Director, NGO Development Action Group, Cape Town, South Africa
  • Hilmar von Lojewski, Councillor for Urban Planning, Building, Housing and Traffic, Association of German Cities / Cologne, Germany

Hier ist eine detaillierte Agenda der Auftaktveranstaltung. Das vorläufige Programm der Veranstaltungsreihe wird in Kürze bereitgestellt. Die Veranstaltung findet virtuell in der Connective Cities Community statt:

Insight Session: COVID-19 Recovery and SDG 11 | Connective Cities Network (connective-cities.net)

Datum: Mittwoch, den 28. Juli 2021

Zeit: 10:00 – 11:45 Uhr CEST 

Veranstaltungssprache. Englisch. Verdolmetschung: Arabisch, Französisch, Russisch

Falls Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne:

Kontakt: paulina.koschmieder@giz.de

Abfallwirtschaft in Vushtrri, Kosovo

Die Strategie und Umsetzung der Abfallwirtschaft der Stadt Vushtrri

Die Stadt Vushtrri im Nordosten von Kosovo mit rund 70.000 Einwohnern und einer Fläche von 345km2 hat in nur drei Jahren die Abfallwirtschaft, die Mülltrennung und das Recycling erheblich verbessert. Während vor rund drei Jahren nur 40 Prozent der Gemeinde einen Zugang zur Abfallentsorgung hatten, sind es heute 100 Prozent. Zudem sind die illegalen Mülldeponien von 100 auf 11 reduziert worden.

Wie konnte diese herausragende Leistung erzielt werden? Im Kosovo sind laut Gesetz die Kommunen für die Abfallentsorgung zuständig. Vushtrri kooperiert dafür mit dem Unternehmen „RWC Uniteti“ und hat jedes Haus eine Abfalltone kostenlos zur Verfügung gestellt. Außerdem zahlen auch Bürger in abgelegenen Teilen von Vushtrri trotz höheren Logistikkosten die gleichen Preise für die Müllentsorgung, wie innerhalb der Stadt. So gelingt der Stadtverwaltung vulnerable Gruppen zu schützen. Ein weiterer bedeutsamer Baustein für den Erfolg der Abfallwirtschaft in Vuhsstri ist Bildung. So wird in allen Schulen Umweltschutz und Abfallwirtschaft thematisiert, beispielsweise in sogenannte „Green Clubs“ wo Schüler Projekte zum Recycling durchführen.

Die Covid-19 Pandemie hat die Umsetzung der Abfallwirtschaft der Stadt Vushtrri vor zahlreichen Herausforderungen gestellt. Ein Problem waren die Einnahmeneinbußen im vergangenen Jahr. Unternehmen, die aufgrund der Pandemie mehrere Monate schließen mussten, sowie Familien, die unter schwierigen sozioökonomischen Bedingungen leben, konnten die Kosten für den Service der Abfallwirtschaft nicht immer bezahlen. Zudem ist der ohnehin schon instabilen Preis für den Verkauf von recycelten Abfällen ins Schwanken geraten und gesunken.

Wie reagierte die Stadt auf diese schwierige Situation? Vushtrri erließ allen Familien, die unter schwierigen sozioökonomischen Bedingungen leben, die Abfall-Gebühren von März bis Dezember 2020. Zudem wurde ein online Zahlungssystem eingeführt. In den neuen Aktionsplan der Abfallwirtschaft 2021-2025 werden außerdem die Lehren aus der Pandemie berücksichtigt.

Weitere Informationen:

Current Situation of the Waste Management System in Vushtrri (pdf, 980 kb)

Recording of the event (Präsentation Vushtrri beginnt bei Min. 40): Managing solid waste during the pandemic (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)  https://community.connective-cities.net/node/468

Kontakt:

Xhafer Tahiri
Bürgermeister
Stadt Vushtrri
Republik Kosovo
xhafer.sh.tahiri@rks-gov.net

Kommunale Experten gesucht: Dialogveranstaltung „Covid-19 und urbane Mobilität

Connective Cities organisiert zusammen mit der Stadt Wiesbaden und UN-Habitat eine dreitägige Dialogveranstaltung am 19., 20. und 22. Juli 2021. Die Online-Sessions sind für jeweils 3,5 Stunden inklusive Pausen angesetzt, von 13:00 bis 16:30 Uhr.

Die Veranstaltung richtet sich an deutsche und internationale kommunale Akteure aus Kommunalverwaltungen, kommunalen Unternehmen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, die sich mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf urbane Mobilität und Perspektiven für eine Post-Corona-Zukunft beschäftigen. Die sehr interaktive Veranstaltung gibt kommunalen Praktikern aus den Bereichen Stadtplanung und Verkehr die Möglichkeit, Projekte und Ideen zu diskutieren, die aktuell in ihrer Kommune umgesetzt werden oder geplant sind.

Thematische Schwerpunkte:

Nachhaltige Stadtlogistik: Impulse für grüne Logistiklösungen während und nach der Pandemie;

Radverkehr: Die Pandemie als Chance, den städtischen Raum und die Rolle des Radverkehrs neu zu betrachten;

Öffentlicher Nahverkehr: Finanzierungsmodelle neu bewerten und das Vertrauen der Fahrgäste zurückgewinnen.

Wenn Ihre Stadt derzeit an anderen Aspekten von urbaner Mobilität und Covid-19 arbeitet und Sie aktiv an der Veranstaltung teilnehmen möchten, sprechen Sie uns gerne an!

Die Ziele des dreitägigen Events:

  • Tag 1: Beispiele und gute Praktiken aus deutschen und internationalen Kommunen teilen und diskutieren;
  • Tag 2: Lösungsvorschläge zu bestehenden Herausforderungen durch die kollegiale Beratung erarbeiten;
  • Tag 3: Gemeinsam Projektideen für die weitere Zusammenarbeit entwickeln, um die identifizierten Herausforderungen anzugehen.

Die Arbeitssprache der Veranstaltung ist Englisch. Nach Absprache kann eine Verdolmetschung in andere Sprachen bereitgestellt werden. Die Teilnahme ist kostenlos und die Anmeldefrist ist der 09. Juni 2021. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im detaillierten Teilnahmeaufruf [pdf, 440 kb, 4 Seiten in Englisch].

Wenn Sie Interesse an einer aktiven Teilnahme an der Veranstaltung haben oder noch Fragen offen sind, kontaktieren Sie uns sehr gerne:

Alice Balbo, Alice.balbo@staedtetag.de, 0221-3771-573

Nikola Krause, Nikola.krause@engagement-global.de, 0228-20717-2672

Thiago Garcia, Thiago.garcia@engagement-global.de, 0228-20717-2633

Straßen für alle – die neuen Alleen Glasgows

Die Pandemie hat unser aller Alltag grundlegend verändert. Statt in geschlossenen Räumen treffen wir uns draußen und statt mit dem Bus oder der Bahn zu fahren, nutzen wir das Fahrrad oder manchmal auch das Auto. Städte müssen auf dieses geänderte Verhalten der Bevölkerung reagieren.

Glasgow, die größte Stadt Schottlands, deren zentrale Straßen lange dem Autoverkehr vorbehalten waren, hat sich dieser Herausforderung gestellt, indem sie in umfassenden Maßnahmen mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger und neue zentrale Grünflächen geschaffen haben.

Während der Pandemie wurde Platz für Radfahrer und Fußgänger in Glasgow provisorisch mit Plastikelementen von den Straßen abgetrennt und ihnen damit mehr Raum gegeben Damit reagierte die Stadt erfolgreich auf die neuen Bedürfnisse der Bewohner und Bewohnerinnen.

Langfristig leidet das Straßenbild aber unter den unansehnlichen Plastikelementen und auch das Wohlbefinden ihrer Bewohner.

Deswegen sollen in der langfristigen Alleen-Strategie in Glasgows Zentrum bis 2027 21 Straßen mit durchgehenden Fahrrad- und Fußwegen in Kombination mit einer umfassenden Begrünung angelegt werden. Die neuen Alleen sollen zentrale Orte verknüpfen und anliegende Viertel besser anbinden.

Durch die Begrünung findet eine Verschönerung der davor häufig komplett betonierten Straßen statt, und durch mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer wird der motorisierte Verkehr deutlich reduziert. Somit passt sich nicht nur die Funktionalität der Straße den neuen Bedürfnissen der Bevölkerung an, sondern die neuen Alleen sind auch visuell deutlich attraktiver. Dadurch steigt die Standortattraktivität für den Einzelhandel und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Kombiniert mit neuen Technologien, wie einer individuell steuerbaren LED-Beleuchtung wird das Zentrum Glasgows so fit für die Zukunft gemacht.

Weitere Informationen

Glasgows Avenue Strategy & the Role of Beauty in Public Spaces (PDF)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Glasgow beginnt bei Min. 78): COVID-19 – A chance for urban green recovery? (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontakt

Jamie Shields, Development and Regeneration Services, Glasgow City Council, UK  jamie.shields@glasgow.gov.uk

Paola Pasino, Development and Regeneration Services, Glasgow City Council, UK paola.pasino@glasgow.gov.uk

Kommunale Antworten auf die COVID-19 Pandemie: Smart-City-Entwicklung vorantreiben

Am 29. April fand im Rahmen des laufenden angewandten Forschungsprojekts „Recherche von Guten Praktiken und Moderation von virtuellen Veranstaltungen zum Thema Gesundheit, Wirtschaft und Governance auf kommunaler Ebene in Zeiten von COVID-19“ ein virtueller Workshop zu Smart-City-Entwicklung statt. 

Im Mittelpunkt des Workshops standen ein Überblick über die EU-Green-Deal-Agenda, Smart-Cities-Modelle und -Konzepte sowie die Vorteile der Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen und Möglichkeiten finanzieller Anreize während der Pandemie.

Etwa 15 Teilnehmende aus Albanien, Armenien, Bulgarien, Kolumbien, Kirgisistan, Moldawien, Philippinen, Polen, Ukraine und Georgien nahmen an dem Workshop teil.

Schwerpunkte der Veranstaltung waren

  • Vorstellung des Konzepts des European-Green-Deal
  • Vorstellung von Modellen und Konzepten zur Entwicklung von Smart Cities
  • Bereitstellung von Digitalisierungslösungen für Kommunen in der Pandemiezeit
  • Aufzeigen von möglichen Finanzierungsquellen
  • Bereitstellung von Schlussfolgerungen und Vorschlägen für mögliche nächste Schritte

Nach der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmenden Zertifikate über den Abschluss des Workshops.

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde mit der Begrüßung durch Dr. Piotr Żuber eröffnet. Dr. Żuber lieferte Hintergrundinformationen zum Workshop und gab einen kurzen Überblick über die Tagesordnung. Nach der Einführung leitete Frau Daiva Matonienė, internationale Beraterin, in die Kernsitzungen über.

Zwei Hauptthemen der Veranstaltung waren:

  • Smart-City-Entwicklung: Innovationen und Schlüsseltreiber
  • Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen in der Pandemiezeit

Nach jeder Sitzung wurden die relevanten Themen diskutiert. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre Praktiken zu präsentieren und Herausforderungen in den Smart-City-Entwicklungsprozessen aus ihren Kommunen zu teilen.

Präsentationen

European Green Deal and Smart City Development
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Improvement of local actors, project management in Lithuania
Mr. Arunas Grazulis, Expert of Public Policy and European Union programmes

Smart cities development models and concepts
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Digitalization- the future is today
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

“ALL-IN-ONE” solution suite for smart municipalities
Mr. Edgaras Engelmanas, Head of Export, IRTC

International practices of the deposit refund system
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Financial attraction possibilities
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Ergebnisse

Während des Online-Workshops tauschten Vertreterinnen und Vertreter aus einer Vielzahl von Kommunen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Smart-City-Entwicklung aus.

Die Teilnehmenden wurden in Themen wie: Entwicklung eines grünen Sanierungsplans, innovative Werkzeuge für die Digitalisierung und öffentlich-private Partnerschaften eingeführt. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmenden Empfehlungen zur Anwerbung von potenziellen Geldgebern und Fördermitteln sowie Tipps für weitere Schritte. Den Gemeindevertreterinnen und -vertretern wurden Kontaktinformationen von Fachleuten und Unternehmen mit Erfahrung auf dem Gebiet der intelligenten Stadtentwicklung gegeben, um weitere Kooperationsmöglichkeiten zu unterstützen.

The Case for a Green and Just Recovery

To provide decision-makers with more information on how stimulus packages may affect cities, this report compares how urban greenhouse gas emissions, health and jobs could fare under a green and just recovery compared to a return to a pre-COVID business-as-usual scenario, or a scenario where the world opts to spend stimulus funding on a high-carbon recovery.

The research finds that:

  • Stimulus funding that supports a green and just recovery offers a means to keep global heating below 1.5°C, and could reduce air pollution by as much as 29% between 2020-2030 compared to a return to business-as-usual. In contrast, investing an equivalent amount of stimulus funding in a high-carbon recovery would undoubtedly accelerate global heating.
  • Across the nearly 100 cities in the C40 network and their supply chains, a green and just recovery could also create over 50 million good, sustainable jobs by 2025 – over a third more than would be created by investing equivalent funds into a high-carbon recovery.

This research also shows that the timing of a green and just recovery matters, and presents a clear case for early investment. Modelling of the impacts of an ‘accelerated green recovery’ where faster capital investment enables accelerated climate action over the next five years, compared to a ’slow green recovery’ where action happens at a slower pace over 15 years, shows that:

  • An ‘accelerated green recovery’ could lead to half the per capita greenhouse gas emissions of a ‘slow green recovery‘ by 2030, meaning that an ‚accelerated green recovery‘ provides C40 cities with a greater chance of meeting their climate commitments and limiting global heating to 1.5°C.
  • An ‘accelerated green recovery’ could avert almost twice as many premature deaths (1.8 times as many) due to air pollution between 2020 and 2030, compared to a ’slow green recovery‘.
  • Capital investments that are made early on under an ‘accelerated green recovery’ could create over 80 million good, sustainable jobs by 2023, across the nearly 100 cities in the C40 network and their supply chains – more than double a ‘slow green recovery’. At a time of mass unemployment and economic hardship in many parts of the world, generating jobs now will benefit millions of families.

Sind wir auf dem Weg zu einer grünen Erholung? Noch nicht!

Eine Analyse der Ausgaben führender Volkswirtschaften unter der Leitung des Oxford Economic Recovery Project und des UN Environment Program (UNEP) ergab, dass nur 18,0% der angekündigten Wiederherstellungsausgaben als „grün“ eingestuft werden können. Der Bericht „Are We Building Back Better? Evidence from 2020 and Pathways for Inclusive Green Recovery Spending“ wurde vom Internationalen Währungsfonds und der GIZ unterstützt durch das Green Fiscal Policy Network (GFPN).

Die Regierungen werden aufgefordert, nachhaltiger zu investieren und Ungleichheiten zu beseitigen, wenn sie das Wachstum nach den durch die Pandemie verursachten Verwüstungen neu stimulieren.

Die bisher umfassendste Analyse der COVID-19-bezogenen fiskalischen Rettungs- und Wiederherstellungsbemühungen von 50 führenden Volkswirtschaften zeigt, dass nur 368 Milliarden USD von 14,6 Billionen USD COVID-induzierten Ausgaben (Rettung und Wiederherstellung) im Jahr 2020 umweltfreundlich waren.

Mehr: Are we on track for a green recovery? Not Yet – UNEP

Municipal Response to COVID-19 for Sustainable Urban Development in Southeast Europe and Caucasus

The COVID-19 pandemic tested the robustness and resourcefulness of mostly all municipal services, from transportation and waste management to recreation and communication, pushing cities to reinvent new ways to serve their citizens. Besides, pandemic-centered protocols set new behavioral patterns – many of which were quite stressful for urban economies. Others, on the contrary, made both city leaders and citizens rethink the status-quo regarding sustainability and resilience. They created the opportunity for a green and circular economy to determine the mood of the recovery. Thus, a deep and better understanding of a city’s systems and operation is required in order to move towards sustainable development and greater resilience. If cities manage to learn from the COVID-19 crisis and proactively apply long-term prevention and risk reduction approaches, they will meet future emergencies better prepared or avoid some of them.

The following report summarizes the study on municipal response to COVID-19 pandemic. The study was conducted in September 2020, more than half a year after the global emergency was announced. It covers cities of Albania, Armenia, Azerbaijan, Belarus, Bosnia and Herzegovina, Georgia, Kosovo, North Macedonia, Moldova, Montenegro, Serbia and Ukraine.

Bereitstellung von Basisdienstleistungen: Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Eine effektive Abfallentsorgung ist für die Sicherstellung einer hygienischen Umgebung für jede Bevölkerung von entscheidender Bedeutung. Mit den Veränderungen im Leben und dem teilweisen oder vollständigen Lockdown wurde die Bereitstellung dieses wichtigen Dienstes unterbrochen. Mit der Ausbreitung des Virus benutzt die Bevölkerung nun eine Menge medizinischer Ausrüstung, einschließlich chirurgischer Handschuhe und Masken. Die unsichere Entsorgung dieser Abfälle, einschließlich der Zunahme medizinischer Abfälle, erhöht die Risiken und Gefahren, insbesondere sowohl für die formellen als auch informellen Abfallbehändler.

Die virtuelle Session am 29. Oktober 2020 sollte die Probleme aufzeigen, mit denen sich Städte/Gemeinden auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass dieser Service adäquat erbracht wird, die Arbeiter sicher sind und die Verbreitung des Virus durch den medizinischen Abfall minimiert wird. Durch die Art des Austauschs zwischen den Städten/Gemeinden in SSA und im Kosovo kam es zu einer sehr aufschlussreichen Diskussion. 14 Teilnehmer aus Ghana, Kenia, Kosovo und Sambia mit Vertretern aus den Städten/Gemeinden Nairobi, Kisumu, Accra, Kiambu, Gjilan und Vushtrri nahmen aktiv teil.

Programm

Fünf Präsentationen von Städten/Gemeinden und Input von UNEP bestimmten die Diskussionen. Die Präsentationen kamen von Nairobi City, Accra, der Gemeinde Vushtrri und der Gemeinde Gjilan. Anschließend gab UNEP einige Empfehlungen, wie Städte das Abfallmanagement während der Pandemie verbessern können. Die Sitzung wurde moderiert und bot die Möglichkeit zur Diskussion und zum Austausch unter den Teilnehmern. Die Städte/Gemeinden versuchten, die folgenden Fragen zu beantworten:

  1. Was waren die zentralen Herausforderungen für die Kommunen?
  2. Welche Maßnahmen haben die Kommunen ergriffen?
  3. Wie gehen die Kommunen mit gefährdeten Gruppen um, die am meisten von der Pandemie betroffen waren?
  4. Wurden bereits Lehren für langfristige Strategien zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit von Städten gezogen (d. h. Vorbereitung auf Pandemien oder ähnliche Ereignisse in der Zukunft)?

Präsentationen

Solid waste management in Nairobi during the Covid-19 period
Ms. Patricia Akinyi

Covid-19 and solid waste management in Ghana
Ms. Charlotte Akwaah-Adjei

Current situation in the Municipality of Vushtrri – waste management system
Mayor Xhafer Tahiri

Solid waste management in the Municipality of Gjilan
Mayor Lutfi Haziri

UNEP’s recommendation to cities on solid waste management
Mr. Muhammed Omotola

Ergebnisse

Verschiedene Städte/Gemeinden befinden sich auf unterschiedlichen Niveaus in der Abfallwirtschaft, wobei Gemeinden wie Vushtrri Mülltrennung und Recycling praktizieren. Nairobi City kann viel von den beiden Gemeinden im Kosovo lernen. Die Städte müssen sich um eine kontinuierliche Verbesserung der Abfallwirtschaftskette bemühen. Durch den reichhaltigen und vielfältigen Input waren die Diskussionen sehr fruchtbar.

Die Höhepunkte der Sitzung waren:

  • Die Pandemie führte zu einem Anstieg des Hausmülls, da der Lockdown drohte und auch die Verwendung von medizinischer Ausrüstung (Masken und Handschuhe) in der Öffentlichkeit zunahm.
  • Finanzielle Engpässe waren ein Hindernis für die rechtzeitige Bereitstellung dieser grundlegenden Dienstleistung. Es besteht ein Bedarf an Budgetierung und Zuweisung von Ressourcen.
  • Intensive Kommunikation und Aufklärung der Öffentlichkeit und des städtischen Personals über den richtigen Umgang mit Abfall, einschließlich der Förderung der Mülltrennung auch auf Haushaltsebene.
  • Digitalisierung von Systemen und Verfahren zur Minimierung von Kontakten einschließlich der Bezahlung von Dienstleistungen.
  • Notwendigkeit einer effektiven Umweltpolitik und Richtlinien für das Management von Abfällen, insbesondere von gefährlichen medizinischen Abfällen.
  • Koordinierung der verschiedenen Regierungsebenen und anderer Akteure des Sektors.
  • Wie vergangene Pandemien/Katastrophen Gemeinden wie Gjilan bei der Vorbereitung auf Covid-19 geholfen haben. Wir sollten diese Pandemie nicht verschwenden und stattdessen die gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um uns auf zukünftige Notfälle vorzubereiten.
  • Einrichtung von Notfallvorsorgeeinrichtungen und Krisenmanagementteams.

Final Report: Virtual Global Exchange

The exchange was designed to bring together urban practitioners from all over the globe. The goal was to ignite creativity, innovation, solidarity and motivation, while creating and enhancing this global community of practice around the common purpose of combating the global COVID-19 pandemic and its consequences with smart local solutions and strategies.

During the first week, urban practitioners and experts from different municipalities, the civil society, business and academia, presented a total of 56 Good Practices in 18 sessions and gave insights into their experienced challenges and local solutions to deal with the pandemic. The exchange were centered around the nine topics were Public Health, Crisis Management, Economic Response, Housing, Education, Digitalisation, Crisis Communication, Innovation, and Green Urban Recovery.

The second week was about receiving practical “How To” capsules with practical exercises on topics that came up repeatedly during the exchange events such as: social media usage, digital tools, and how to plan for virtual meetings. Finally, the newly learned mindsets and tools could be applied in a 4-hour solution design workshop.