Renewable Energy Options on the Municipal Level

Die Fortsetzung des Lernprozesses zum Thema „Erneuerbare Energieoptionen auf kommunaler Ebene“ brachte Teilnehmende aus sechs verschiedenen Ländern in Sarajevo in Bosnien und Herzegowina zusammen. Kommunale Fachleute arbeiteten in verschiedenen Lerneinheiten an Projektideen und konnten durch die kollegiale Beratung ihre Fähigkeiten erweitern und die Planung von Projekten für erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu verbessern.

Die folgenden Projektideen wurden von den Gemeindevertretern vorgestellt und im Laufe des Workshops weiterentwickelt:
 

  • Mostar und Sokolac: Entwicklung von nachhaltigen Finanzierungskonzepten für den Aufbau und Betrieb von Energiegemeinschaftsprojekten
  • Ceadir Lunga: Verbesserung der Energieeffizienz von öffentlichen Gebäuden
  • Senaki: Implementierung von energieeffizienten Technologien in kommunalen Gebäuden
  • Priboj: Entwicklung der Nutzung von Solarenergie in öffentlichen Gebäuden

Die Dokumentation fast die wesentlichen Ergebnisse zusammen.

Heat in the City

“Heat in the City” ist der erste Deep-Dive-Lernprozess von Connective Cities. Mit diesem Format bietet die Städteplattform Kommunen die Möglichkeit, dass zwei bis drei Mitarbeitende über etwa zwei Jahre in einer internationalen Gruppe intensiv an einem für Städte weltweit relevanten Thema arbeiten.

2023 war das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung. In Städten staut sich Hitze besonders stark – es bilden sich sogenannte „Hitzeinseln“. In den Jahren 1986 bis 2005 gab es in deutschen Städten doppelt so viele Hitzetage wie in ihrem Umland. Ohne umfassendes Gegensteuern könnte sich ihre Anzahl bis 2100 verzehnfachen. Besonders betroffen von Hitze sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kinder, Kranke, Obdachlose sowie Menschen, die im Freien arbeiten.

Von Mitte 2023 bis Mitte 2025 arbeiten sechs Kommunen im Rahmen des Deep Dive „Heat in the City“ von Connective Cities gemeinsam daran, die Auswirkungen von Hitzewellen und das Auftreten von Hitzeinseln in ihren Städten zu analysieren und lokal angepasste Lösungen hierfür zu entwickeln. Beteiligt sind die Städte Lüdenscheid und Heidelberg (Deutschland) sowie Assuan (Ägypten), Nairobi und Mombasa (Kenia) und Lwiw (Ukraine).

Bei ihrem Treffen in Nairobi im März 2024 hatten die Teilnehmenden die Herausforderungen ihrer Städte im Detail identifiziert und begonnen, eine Strategie zur deren Bewältigung zu erarbeiten. Ihr Ziel ist es, bis Ende 2024 ein Pilotprojekt umzusetzen, das danach skaliert werden soll. Vom 3. bis 6. Juni 2024 entwickelten sie bei ihrem dritten Präsenzworkshop in Heidelberg ihre Pilotvorhaben weiter und erstellten Aktionspläne für deren Umsetzung.

Diese Dokumentation stellt die bisherigen Ergebnisse ausführlich da.

Disaster management and fire services in Polokwane

Die südafrikanische Gemeinde Polokwane ist in regelmäßig wiederkehrenden Abständen von urbanen Sturzfluten betroffen, welche starke Schäden an den kommunalen Infrastrukturen verursachen. Phuti Kabe, Manager für Katastrophenmanagement und Feuerwehrdienste, erklärt in der Guten Praktik, wie ein interdisziplinäres Team die Schäden der Fluten bewältigt und Notfallfinanzierungen gesichert hat.

Dar es Salaam Metropolitan Development Project (DMDP) – Phase 1

Das Dar es Salaam Metropolitan Development Project (DMDP) zielt darauf ab, die Anbindungen und die Mobilität innerhalb der Stadt zu verbessern und gleichzeitig Überschwemmungen durch strukturelle und nicht-strukturelle Maßnahmen zu reduzieren. Im Rahmen des Projekts wurden 67 km Regenwasserkanäle gebau. Der Schwerpunkt lag auf der Weiterbildung lokaler Regierungsexpert*innen, der Bewirtschaftung fester Abfälle und Initiativen zur Stadtbegrünung.

Das DMDP wurde jedoch auch auf verschiedene Probleme und Herausforderungen aufmerksam, mit denen die Stadt beim Entwässerungsmanagement konfrontiert ist. Dazu gehören die Auswirkungen des Klimawandels, wie Überschwemmungen, Stürme, Hitze, Dürre und der Anstieg des Meeresspiegels, sowie ein unzureichendes Regenwasserabflusssystem, da es an geeigneten Korridoren und Platz für Rückhaltebecken fehlt. Ein ungehinderter Zugang zu Regenwasserkanälen führte zu einer missbräuchlichen Nutzung für die Abwasser- und Müllentsorgung.

Auch die Auswirkungen der schnellen Verstädterung musste berücksichtigt werden: Etwa 70 Prozent der Bevölkerung von Dar es Salaam lebt in ungeplanten Siedlungen, meist in sehr exponierten Lagen. Die Einbeziehung der Gemeinschaft ist hier von entscheidender Bedeutung: Sie kann dazu beitragen, Vertrauen aufzubauen, Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die Eigenverantwortung für Hochwasserschutzprojekte zu fördern. Die Zusammenarbeit und Koordination zwischen verschiedenen Interessengruppen, darunter Behörden, Gemeinden und andere am Projekt beteiligte Organisationen sowie eine effektive Kommunikation und Koordination sind unerlässlich.

Eine Strategie für klimasensitive Stadtentwicklung in Garowe, Somalia

Connective Cities hat die Entwicklung einer Bottom-up-Strategie für eine klimagerechte Stadtentwicklung (Climate-Sensitive City Development Strategy, CSCD) unterstützt. Dies umfasste eine partizipative Methodik zur Identifizierung und Analyse der wichtigsten Ansatzpunkte für kommunale Maßnahmen. Garowe war das erste Pilotprojekt, in dem diese Methodik und der Entwurf der CSCD-Strategie erprobt wurden. Wir freuen uns, Ihnen diese Strategie hier vorstellen zu können.

Connective Cities wurde durch das GIZ-Projekt „Promotion of social and economic inclusion of extreme poor IDPs and residents of host communities in Puntland, Somalia“ (SEIPP) beauftragt, die Entwicklung eines integrierten Klimaschutzkonzepts (Anpassung und teilweise Minderung) für die Stadt Garowe, Puntland, Somalia, zu unterstützen. SEIPP engagiert sich für die Förderung der sozioökonomischen Integration extrem armer Binnenvertriebener und Bewohner*innen der Gastgemeinden in Puntland, Somalia.

Sollten Sie Fragen zu der Methodik haben oder Interesse an einem Austausch hierzu, wenden Sie sich bitte an: Paulina Koschmieder paulina.koschmieder@giz.de

Lörrach plant erstes Gewerbegebiet Deutschlands in Holzbauweise

Im Jahr 2020 kaufte die Stadt Lörrach das 8,5 Hektar große Lauffenmühle-Areal, eine ehemalige Textilfabrik. Möglich wurde dies vor allem durch die Städtebauförderung des Bundes und des Landes Baden-Württemberg in Höhe von 9,1 Millionen Euro.

Nach Gesprächen mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung entstand die Idee, auf dem Gelände ein klimaneutrales Gewerbegebiet in Holzbauweise zu errichten.

Die historischen Fabrikgebäude auf dem Gelände mit ihren Natursteinfassaden stehen zwar nicht unter Denkmalschutz, sollen jedoch instandgesetzt werden und in ihrer Grundstruktur erhalten bleiben, um sie neuen gewerblichen Nutzungen zuzuführen. Damit soll auch die Identifikation mit dem Projekt, vor allem in den benachbarten Ortsteilen, gesichert werden.

Das Projekt kann anderen Kommunen in Deutschland und international als Modell dienen und unter Beweis stellen, dass auch ganze Gewerbegebiete aus Holz gebaut werden können.

Für weitere Impressionen schauen sie auf unsere Webseite zur Guten Praktik!

Resilienz in Zeiten des Krieges – Kommunaler Austausch zwischen der Ukraine und Deutschland

Entdecken Sie innovative Strategien für den Wiederaufbau der Infrastruktur und die Förderung der Resilienz in ukrainischen Kommunen inmitten der Folgen des russischen Angriffskrieges. Erkunden Sie mit uns die Ergebnisse des Connective Cities Projektplanungsworkshops „Resilienz in Zeiten des Krieges – kommunaler Austausch zwischen der Ukraine und Deutschland“. Dieser Workshop, der vom 28. bis 29. November 2023 in München stattfand, brachte über 35 Teilnehmende zusammen, darunter Vertretende von 12 ukrainischen Kommunen. Im Rahmen des Dialogs und des Erfahrungsaustauschs befassten sich die Teilnehmenden mit Schwerpunktthemen wie nachhaltige Energieentwicklung, lokales und regionales Wirtschaftswachstum und strategische/städtische Planung. Erfahren Sie von den Erkenntnissen geschätzter Gastredner*innen und Delegierten aus Kosovo-Gemeinden, die ihre Perspektiven auf deutsche und internationale kommunale Erfahrungen darlegen und so den Weg für gemeinsame Anstrengungen zum Wiederaufbau und zur Stärkung ukrainischer Kommunen ebnen.  

Alle Präsentationen können hier abgerufen werden: https://community.connective-cities.net/en/group/215/topics

Establishing a Primary Healthcare Center

In Northern Lebanon, the municipality of Al Mohammara confronts conflict, economic hardship, and a persistent refugee crisis. In the framework of the partnership with the German town of Opfenbach that started in 2018, Al Mohammara decided to address the urgent need for accessible healthcare.

Amid Lebanon’s economic crisis and an extremely high inflation rate, Al Mohammara’s annual budget is insufficient to cover basic services provided by the municipality. Recognized by the United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UNOCHA) as among Lebanon’s most vulnerable municipalities. The implementation of the Primary Healthcare Center project faced significant economic difficulties, primarily in the form of financial challenges during the construction phase.

However, the ongoing partnership between Al Mohammara and Opfenbach is yielding remarkable outcomes for the diverse local population. Despite facing economic challenges and regional tensions, the establishment of the Primary Healthcare Center has evolved from a simple idea into a two-floor, 1000-square-meter facility. Once, the center is operational, it will become a crucial provider of basic healthcare in the Akkar region.

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Weitere Informationen:

Medizinische Versorgung im Libanon sichern

Interview: Aufbau eines Basisgesundheitszentrums in schwierigen Zeiten

Klimapositives Bauen mit zirkulären Baustoffen

Insbesondere in Städten wächst weltweit die Nachfrage nach Wohnraum. Das macht die Bauindustrie zu einem wichtigen Sektor jeder Volkswirtschaft. Allerdings tragen die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen für das Baugewerbe erheblich zur Umweltzerstörung und zu CO2-Emissionen bei. Zudem benötigt der Bausektor viel Energie – auch „graue Energie“ genannt – sowohl bei der Produktion von Baustoffen, in der Bauphase von Gebäuden als auch während ihres Betriebs zum Heizen, Kühlen oder zur Stromnutzung. Bei der Dekarbonisierung des Bausektors können biobasierte Materialen wie Holz oder Bambus eine zentrale Rolle spielen.

Über 30 Teilnehmende aus Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen vom 13. bis 15.11.2023 am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) auf Einladung der Stadt Potsdam und der Städte-Plattform Connective Cities zusammen, um sich über die Transformation hin zu klimafreundlichem Bauen auszutauschen. Dabei stellten sie ihre Erfahrungen aus Bhutan, Deutschland, Indonesien, Nepal, Südafrika und Tansania vor und entwickelten konkrete lokale Projektideen. Sie besichtigten in Potsdam gute Praxisbeispiele wie eine in Holzkonstruktion gebaute Kita und die Baustellen eines Pavillons, der aus biobasierten und zirkulären Materialien gebaut wird.

Diese Dokumentation gibt Einblicke in die Tagungsinhalte und -ergebnisse.

Weitere Impressionen auch auf der Tagungswebseite „Klimagerechtes Bauen mit biobasierten und wiederverwertbaren Materialien“

Eredvi Municipality (Georgia) grants renewable energy solutions for IDP settlements

Eredvi Municipality, located just five kilometers from Tskhinvali, has been navigating the challenges stemming from the 2008 Russian-Georgian War, remaining under the de facto control of the breakaway Republic of South Ossetia. Despite these challenges, the local government, operating from Tbilisi, has dedicated efforts to aid internally displaced families dispersed throughout Georgia.

The Eredvi Municipality’s Good Practices center on implementing sustainable solar power projects in internally displaced persons (IDP) settlements in eastern Georgia. Through a collaborative initiative with Lithuanian companies and financing, the municipality aims to address energy needs, providing free electricity to 692 families and municipal facilities while drawing inspiration from Lithuania’s successful experience in renewable energy solutions.