Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures

Die neue Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“ ist Teil des diesjährigen Connective Cities Corona-Programms und ermöglicht einen regelmäßigen, offenen Austausch zu relevanten Themen der Post-COVID-19-Ära für kommunale Fachleute weltweit. In kurzen und prägnanten virtuellen Austauschformaten sollen verschiedene Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung während und nach der COVID-19 Pandemie diskutiert und diesbezüglich innovative Ansätze geteilt werden. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Impulse zu geben, die die Teilnehmenden zur Reflektion und zum innovativen Denken und Handeln anregen. Die offenen Gesprächsrunden finden alle drei Wochen, immer mittwochs, statt.

Gerne laden wir Sie hiermit zum Auftakt der Veranstaltungsreihe zum Thema “COVID-19 Recovery & SDG 11“ am Mittwoch, den 28. Juli 2021, von 10:00 – 11:45 Uhr CEST ein.

Neben einer kurzen Einführung in das diesjährige Connective Cities Corona-Programm werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen und Chancen der COVID-19-Krise und der Erholung von der Krise für die Erreichung des SDG 11, Städte und Kommunen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten, erörtert. Während diese Podiumsdiskussion werden kommunale Praktiker*innen und Expert*innen aus verschiedenen städtischen Bereichen und Weltregionen ihre unterschiedlichen Perspektiven und Erkenntnisse austauschen:

  • Faola Hodaj, Director of Innovation, Municipality of Tirana, Albania
  • Karim Elgendy, Sustainable City Strategist, London UK / MENA – Recipient of the 2013 Global Green Building Entrepreneurship Award by the World Green Building Council
  • Aditya Kumar, Executive Director, NGO Development Action Group, Cape Town, South Africa
  • Hilmar von Lojewski, Councillor for Urban Planning, Building, Housing and Traffic, Association of German Cities / Cologne, Germany

Hier ist eine detaillierte Agenda der Auftaktveranstaltung. Das vorläufige Programm der Veranstaltungsreihe wird in Kürze bereitgestellt. Die Veranstaltung findet virtuell in der Connective Cities Community statt:

Insight Session: COVID-19 Recovery and SDG 11 | Connective Cities Network (connective-cities.net)

Datum: Mittwoch, den 28. Juli 2021

Zeit: 10:00 – 11:45 Uhr CEST 

Veranstaltungssprache. Englisch. Verdolmetschung: Arabisch, Französisch, Russisch

Falls Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne:

Kontakt: paulina.koschmieder@giz.de

Krusevac´s Vision – eine erreichbare, barrierefreie und lebenswerte Stadt für alle

Die Vision des Sustainable Urban Mobility Plans (SUMP) in Krusevac in den Bereichen städtische Umwelt und Verkehr soll zur Entwicklung der Stadt beitragen, die für alle unabhängig von Alter, Geschlecht, Einkommen, körperlichen oder geistigen Fähigkeiten zugänglich sein soll.

Das Ziel „80:20″ der 2030 Agenda lautet: Die Bürgerinnen und Bürger werden 80 % der Wege, die sie zurücklegen müssen, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreiten.

Erfolgreiche Pandemiebekämpfung in den Slums Lusakas, Sambia

Lusaka, die Hauptstadt Sambias, wächst rasant. Innerhalb der letzten 20 Jahre stieg die Zahl der Bewohner von einer Million auf über drei Millionen im Jahr 2020. Der formelle Wohnraum der Stadt konnte nicht schnell genug erweitert werden, weswegen vor allem die Slums einen starken Zuzug erlebten. Heute leben rund 70 Prozent der Stadtbevölkerung in Slums.

In Sambia werden von COVID-19 vor allem die dichtbesiedelten Gebiete und insbesondere die Hauptstadt Lusaka, in der über die Hälfte der registrierten Corona Infektionen des Landes erfasst wurden, getroffen.

Die Slumbewohner Lusakas sind unter anderem aufgrund der hohen Bebauungsdichte und einem oft unsicheren Beschäftigungsverhältnis besonders vulnerabel für die Auswirkungen der Pandemie. Insbesondere die durch Corona Maßnahmen verursachte Arbeitslosigkeit und darauffolgende Zahlungsunfähigkeit hat vielfältige weiterführende Folgen für die Slumbewohner, wie unter anderem:

  • Ernährungsunsicherheit
  • Räumungsdrohungen und Zwangsräumungen durch Vermieter
  • Zahlungsunfähigkeit für Wasserversorgung und Bodenmiete an die Stadtverwaltung

Das Lusaka City Council ergriff breit gefächerte Maßnahmen, um dem entgegenzuwirken. So wurden in den Slums die Bodenmieten, die der Stadtverwaltung geschuldet wurden, um 50 Prozent gesenkt und die Gebühren für die Legalisierung von Landbesitz stark reduziert. Dadurch wurden die Landbesitzer und Vermieter entlastet, die so teilweise auf die Mieteinnahmen verzichten konnten und von Räumungen der Bewohner absahen. 

Auch wurden aufgrund von fehlenden Zahlungen an die Wasserversorger keine Wasserleitungen mehr gekappt, denn Wasser ist für Hygiene und somit für die Pandemiebekämpfung besonders entscheidend.

Außerdem wurden, um die akuten Auswirkungen der Pandemie zu bekämpfen, Lebensmittel verteilt und digital Hilfsgelder ausgezahlt. Durch die Dezentralisierung können überfüllte Ausgabestellen vermieden werden. Hochfrequentierte Orte wie Märkte werden regelmäßig desinfiziert, damit die Bevölkerung dort mit minimiertem Risiko arbeiten und einkaufen kann.

Es zeigte sich, dass ein sektorübergreifender Ansatz und die Einbeziehung von verschiedenen Interessensgruppen und lokalen Gemeindevorstehern notwendig war, um Ressourcen zu bündeln und doppelte Arbeit zu vermeiden.

Weitere Informationen

Urbanisation and proliferation of informal settlements in Lusaka, Zambia (PDF)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Lusaka beginnt bei Min. 18): Urban Poverty and Living Conditions: Limiting COVID-19 Impacts in Densely Populated Backyard Rental Areas (nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform) 

Kontakt

Danny Chibinda
Director of Housing and Social Services
Lusaka City Council, Zambia
info@lcc.gov.zm

„Fangcang Shelter Hospitals” in Wuhan, China

Die Stadt Wuhan in China wird oft als Epizentrum der Covid-19 Pandemie bezeichnet. Wie viele andere Städte stand auch Wuhan vor großen Herausforderungen, als sie Ende 2019 und Anfang 2020 mit dem Ausbruch des Virus konfrontiert wurde. Ein Mangel an medizinischem Material, an Ärzten und Krankenschwestern machte es unmöglich, die Pandemie in ihrem Anfangsstadium mit den Mitteln traditioneller Krankenhäuser einzudämmen. Um Personen mit COVID-19 schnell und in großem Umfang vom Rest der Bevölkerung zu isolieren, entwickelte die Stadt Wuhan ein neuartiges Konzept im öffentlichen Gesundheitswesen: Fangcang Shelter Hospitals.

Während des Ausbruchs der Pandemie in Wuhan wurden öffentliche Einrichtungen wie Sporthallen oder Stadien schnell in Gesundheitseinrichtungen umgewandelt. Innerhalb von zehn Tagen boten diese neuen medizinischen Schutzkrankenhäuser die grundlegenden Funktionen der Isolierung, primären Gesundheitsversorgung, Krankheitsüberwachung und schnellen Überweisung, sowie Nahrung und Unterkunft. Vor allem leichte und moderate COVID-19-Fälle wurden in diesen Schutzkrankenhäusern behandelt und isoliert, während schwere Fälle in traditionelle Krankenhäuser behandelt wurden. Diese Triage führte zu einer enormen Entlastung der traditionellen Krankenhäuser und ermöglichte die Behandlung und Isolierung einer großen Anzahl von Patientinnen und Patienten.

Darüber hinaus generierten medizinische Teams verschiedener Fachrichtungen ständig neue Erkenntnisse über die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von COVID-19 Patienten. Diese wurden mithilfe der multidisziplinären Zusammenarbeit permanent aktualisiert und halfen dabei, andere Fachleute im Gesundheitswesen auf städtischer, nationaler und internationaler Ebene zu informieren. Durch eine innovative Cloud-basierte medizinische Servicelösung konnten die Krankenhäuser zudem eine Online-Gesundheitsberatung anbieten. 

Insgesamt 16 solcher Schutzkrankenhäuser ermöglichten während des COVID-19-Ausbruchs in Wuhan die Isolierung von Tausenden von Patientinnen und Patienten innerhalb kürzester Zeit. Sie boten medizinische Behandlung und Pflege und erfüllten eine wichtige Funktion, um die traditionellen Krankenhäuser zu entlasten und die Ausbreitung der Krankheit effizient zu verhindern. Für die künftige Zeit nach der Epidemie spielt die psychologische Beratung des medizinischen Personals nun eine ebenso wichtige Rolle, wie die Nachuntersuchung, Bewertung und Anpassung der Prozesse in den Schutzkrankenhäusern, damit Wuhan zukünftig noch besser auf Gesundheitskrisen vorbereitet ist.

Weitere Informationen

How do we challenge the Covid-19? – Jun Wang [pdf 2,24 mb]

Event Recording in English and Chinese (Presentation on Wuhan starts min. 6): https://conference.meet-modular.com/playback/presentation/2.0/playback.html?meetingId=ffacab8b40bcf33de7da48374038a61adb2d30df-1606200349228

Kontakt

Dr. Wang Jun,
Tongji Medical College of Huazhong University of Science and Technology in Wuhan,
Huabei Province, P.R. of China
brendawj2006@163.com

Bekämpfung der Pandemie in Aracaju, Brasilien

Brasilien gehört zu einer der Länder, die weltweit am stärksten von der Pandemie betroffen sind. Aracaju, die Hauptstadt des Bundesstaates Sergipe im Nord-Osten von Brasilien, reagierte schnell und umfassend auf Covid-19.

Bereits im März 2020 wurde ein Reaktionsplan entwickelt und ein Krisenstab gegründet. So konnten noch bevor erste Fälle in der Region aufgetreten sind, Personen mit Symptomen isoliert, getestet und nachverfolgt werden. Erfolgreich war auch das zufällige Testen von Bürgerinnen und Bürgern beispielsweise auf öffentlichen Plätzen, Märkten und Bahnhöfen. Durch diese Strategie konnten wöchentlich rund 3.600 PCR-Test und 1200 Schnelltests in allen 44 Stadtvierteln von Aracaju durchgeführt werden. Durch das Testen konnten a-symptomatische Fälle entdeckt und isoliert werden. Außerdem war der Schutz von Risikogruppen besonders wichtig für die brasilianische Stadt. Daher wurden diese besonders häufig und zu Hause getestet. Die Präventionsmaßnahmen beinhalteten zudem, dass Reisende am Flughafen registriert wurden.

Noch im März 2020 errichtete die Stadtverwaltung Aracaju acht medizinische Zentren, indem bis Oktober 2020 rund 130.000 Patienten versorgt wurden. Des Weiteren wurden Krankenhäuser mit Beatmungsgeräten ausgerüstet und Betten aufgestockt. In dem im Mai 2020 eröffnete Feldkrankenhaus auf einem Fußballfeld wurde mehr als 450 Patientinnen und Patienten behandelt. Dank dieser Maßnahmen konnte das Gesundheitssystem der Stadt entlastet werden.

Die Krisenkommunikation war ein weiterer zentraler Baustein in dem strategischen Management zur Bekämpfung der Pandemie in Aracaju. So wurden die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt in einem täglichen Schreiben über die neuen Infektionszahlen und Schutzmaßnahmen informiert. Ein weiteres Anliegen der Stadt war es die Bürgerinnen und Bürger emotional zu unterstützen. Daher bot Aracaju psychologische Beratung per Telefon an, ein Angebot, das mehr als 4000 Male in Anspruch genommen wurde. Dank diesen umfassenden Maßnahmen hat Aracaju einer der niedrigsten Sterberaten in Brasilien im Bezug zu Covid-19 verzeichnen können.

Weitere Informationen

Gestão Estratégica e medidas inovadoras no enfrentamento à pandemia em Aracaju/SE  –  Präsentation in Portugiesisch [PDF, 1,96 mb]

Veranstaltungsaufzeichnung in Deutsch, Spanisch und Portugiesisch (Präsentation Aracaju beginnt bei Min. 73): Strategisches management zur Bekämpfung der Pandemie in Aracaju (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontaktinformationen

Frau Waneskade Souza Barboza,
Repräsentantin der Nationalen Front der Bürgermeister (FNP)
Sekretariat für Gesundheit der Stadtverwaltung Aracaju, Aracaju, Brasilien
waneska.barboza@aracaju.se.gov.br

Verknüpfung von Mobilität, Abfallwirtschaft und anderen kommunalen Dienstleistungen

Am 25. Mai trafen sich Vertreter und Vertreterinnen der Stadt Kruševac in Serbien, Frau Jelena Nikolić, Frau Jelena Brković und der Experte Dr. Haris Piplas zu einem virtuellen Treffen, um ein vielschichtiges Projekt zu besprechen, das für die Stadt Kruševac entwickelt wird. Das Projekt verbindet Mobilität, Abfallwirtschaft und andere öffentliche Dienstleistungen und beinhaltet Maßnahmen wie:

  • Einführung eines integrierten Ticketing-Systems (kann für verschiedene öffentliche Dienstleistungen genutzt werden, wie z.B. öffentliche Verkehrsmittel, Bibliothek, Sportangebote, Ermäßigung der Rechnungen für die Müllabfuhr, Spende für die Grünflächenpflege usw.)
  • Entwicklung einer App für integrierte Dienstleistungen
  • Installation einer Anlage, die für die erhaltenen Plastikflaschen bezahlt

Grundgedanke des Projekts ist es, den Plastikmüll in der Stadt zu reduzieren und die Gewohnheit des Recyclings in das tägliche Leben der Bürger zu integrieren. Da die öffentlichen Verkehrsmittel ein unverzichtbares Element sind, das Tausende von Nutzern anzieht, kann die Umgestaltung in eine intelligente Lösung des Problems zu einer besseren Anpassungsfähigkeit und zu besseren Ergebnissen bei der Umstellung auf Abfallreduzierungsprozesse führen.

Kommunale Antworten auf COVID-19 in der MENA-Region

Austausch von Good Practices und Erfahrungen und kollegiale Beratung zu sieben Themen in einer Reihe von Veranstaltungen mit über 150 Teilnehmenden aus 54 Städten aus neun Ländern der Region.

Mehr: https://youtu.be/uzxS9j3Lfug

Weitere Videos und demnächst auch Interviews und Podcasts auf unserer COVID-19-Themenseite.

Kommunale Antworten auf COVID-19 im Wirtschaftsbereich

Am 27. Mai fand im Rahmen der Event Serie „Municipal Response to COVID-19” ein virtueller Workshop zum Thema “ Municipal Response to COVID-19 in Business Sector“ statt. Das Projekt wurde von dem GIZ-Projekt „Connective Cities – The Community of Practice for Sustainable Urban Development“.

Der Workshop widmete sich der Untersuchung von kommunalen Initiativen und Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Herausforderungen im Wirtschafts- und Geschäftssektor zu bewältigen. Ziel war es, zu überprüfen, wie Kommunen es geschafft haben, gefährdete Unternehmen in dieser Zeit zu unterstützen. Darüber hinaus untersuchte das Web-Seminar innovative Unterstützungsprogramme für den Privatsektor als Reaktion auf COVID-19, skizzierte die Maßnahmen und Strategien, die von Städten zur Kommunikation mit dem Privatsektor eingesetzt werden, und hob die Bedeutung von Plänen zur Wiederherstellung der Geschäftstätigkeit hervor.

Etwa 40 Teilnehmende aus Armenien, Aserbaidschan, Moldawien, Georgien, Deutschland, Peru und Südafrika beteiligten sich an dem Workshop.

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde mit einer Begrüßung durch Dr. Piotr Żuber eröffnet. Dr. Żuber lieferte Hintergrundinformationen zum Workshop und gab einen kurzen Überblick über die Tagesordnung. Im Anschluss an die Einführung bedankte sich Herr Irakli Samkharadze, Regionalkoordinator, Connective Cities, GIZ, bei allen Teilnehmern für ihre Teilnahme und stellte kurz das Connective Cities Projekt und dessen Ziele vor.

Der Kernteil des Workshops war nach Themen gegliedert und verlief wie folgt:

  • Präsentation der besten Praktiken in Bezug auf innovative Geschäftsansätze und Geschäftswiederherstellungspläne als Reaktion auf die COVID-19-Krise unter den Mitgliedern des Connective Cities-Netzwerks.
  • Detaillierte Fälle von kommunalen Reaktionen auf COVID-19 im Unternehmenssektor aus Lima (Peru), präsentiert von Frau Patricia Talavera, Leiterin der Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung in Lima
  • Fälle aus Kapstadt (Südafrika), vorgestellt von Herrn Lance Greyling, Direktor für Unternehmen und Investitionen der Stadt Kapstadt.
  • Fragerunde im Anschluss an die Themen der Präsentationen, in der die Teilnehmenden aktiv ihre Erfahrungen und Aspekte, die aus den vorgestellten Fällen nützlich sein könnten, diskutierten.
  • Interaktive Diskussionsrunde mit Fokus auf die Effektivität von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene während der COVID-19 Pandemie. Die Teilnehmer überprüften die Rolle von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene und wie diese eine reibungslosere und schnellere Erholung in der Zeit nach der Pandemie sicherstellen können. Die Diskussion wurde von Dr. Giorgi Khishtovani moderiert. Podiumsteilnehmer waren Dr. Piotr Zuber, Senior Lecturer an der Universität Warschau (Polen), und Herr Vakhtang Lomjaria, Leiter der städtischen Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung, Tiflis (Georgien).

Präsentationen

The main measures for Economic Reactivation
Ms. Patricia Talavera, Head of Economic Development Department, Lima, Peru

Enterprise & Investment, Support for SMME’s during COVID -19
Mr. Lance Greyling, City of Cape Town’s Director for Enterprise and Investment, Cape Town, South Africa

Methodology and Results of the Research on Covid-19 Responses
Mr. Giorgi Khishtovani, Research Director, PMCG

Ergebnisse

Während dieses Online-Workshops tauschten Vertreter und Vertreterinnen aus einer Vielzahl von Kommunen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse über Möglichkeiten der Geschäftsrückgewinnung aus.

Den Teilnehmenden wurden verschiedene bereits umgesetzte Sanierungspläne oder Aktivitäten aus der ganzen Welt vorgestellt. Außerdem erhielten sie einen Einblick in einige zukünftige Möglichkeiten und Trends der Geschäftsrückgewinnung aus der ganzen Welt.  Ein solches Beispiel, insbesondere ein Plan zur Unterstützung von Unternehmen in Tiflis, Georgien, wurde von dem Vertreter der Regierungsbehörde selbst vorgetragen.

Kommunal verankert, weltweit engagiert

Mit ihrer weltweit gefragten Expertise können kommunale Unternehmen auch das Gemeinwohl in Entwicklungs- und Schwellenländern mitgestalten.

Kommunale Unternehmen sind gefragte Akteure der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und leisten mit ihrer Expertise im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge einen wichtigen Beitrag zum weltweiten Klima- und Umweltschutz sowie zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in Ländern des Globalen Südens. Mit dieser Broschüre legt der VKU erstmal eine umfassende Handreichung für kommunale Unternehmen, Politik und interessierte Öffentlichkeit vor, die die Potenziale des Engagements kommunaler Entwicklungszusammenarbeit vorstellt.

Es stellt die relevanten rechtlichen und politischen Rahmen der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit dar, weist auf globale Herausforderungen hin und beschreibt die Bedeutung und die Handlungsmöglichkeiten kommunaler Unternehmen im Rahmen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Darüber hinaus werden bestehende Probleme und Herausforderungen für kommunale Betriebe verdeutlicht und Perspektiven der kommunalwirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit gezeichnet. Das Whitepaper soll nicht nur eine Grundlage für interessierte und engagierte Unternehmen darstellen, sondern auch zur Diskussion und zum unternehmens- und organisationsübergreifenden Ideenaustausch anregen.

E-Mobility Hubs als nachhaltige und innovative Lösungen

Am 14. Mai 2021 trafen sich Vertreter der Stadt Lviv in der Ukraine und der Experte Dr. Haris Piplas virtuell, um das Pilotprojekt einer E-Mobility Hub zu besprechen, das vom City Institute und der Stadtverwaltung von Lviv, Ukraine, entwickelt wird.  Das geplante E-Mobilitätszentrum an der Kreuzung der Bandery- und Chuprynky-Straße soll ein öffentlicher Raum werden, der den wirtschaftlichen und sozialen Wandel im Alltag der Bürger und Bürgerinnen fördert. Der geplante Hub fasst wichtige Aspekte zusammen, die für die Verhaltensänderung notwendig sind. Die Vertreter der Stadt haben bei der Entwicklung des Projekts die Benutzerfreundlichkeit, Sicherheit, Beleuchtung sowie visuelle und digitale Perspektiven berücksichtigt. Das Ziel ist es, ein großes öffentliches Engagement zu erreichen und später eine Replizierbarkeit der Hubs auf das gesamte Stadtgebiet.

 Da es sich um ein Pilotprojekt mit hohem Einsatz handelt, wurden die Vertreter und Vertreterinnen der Stadt vom Experten ermahnt, alle notwendigen Gründe für die Kontextualisierung der Hubs in die Stadtarchitektur zu berücksichtigen, indem sie an die bestehende Infrastruktur angepasst werden. Eine enge Einbindung in die Stadtplanung sowie die Berücksichtigung der Agenda für Straßenrekonstruktionen in Lviv könnten zur Identifizierung möglicher Standorte für Mobilitäts-Hubs führen.  Die Verknüpfung aller oben genannten Vorarbeiten wird die Reproduzierbarkeit des Projekts vereinfachen.

Die institutionelle Vision wurde als ein weiteres Diskussionsthema während des Treffens identifiziert. Projekte wie diese benötigen die Integration von Entwicklungsbanken sowie die Einbindung einer Vielzahl von Partnern, um erfolgreich zu sein und das Projekt in Zukunft zu skalieren. Dr. Haris Piplas riet dem Projektteam, zunächst das gesellschaftliche Bewusstsein für das Projekt zu schärfen, da die Bürger dabei helfen werden, sich für das Projekt einzusetzen, wenn es bei lokalen oder internationalen Finanzierungsinstitutionen vorgestellt wird.  Der Erfolg dieses Pilotprojekts wird als Sprungbrett für die Entwicklung anderer Hubs dienen.

Präsentationen:

Bandery – Chuprynky Hub Sketch project. Ms. Olena Kuzhym, Investment Unit, City Institute, Lviv, Ukraine

Mobility Hubs as inclusive urban public spaces and sustainable economic catalysts Dr. Haris Piplas, Co-Director, Integrated Urban Solutions, Drees & Sommer Switzerland

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde von Dr. Irakli Samkharadze, Regionalkoordinator, Connective Cities, GIZ, moderiert, der die Teilnehmenden des Treffens vorstellte und Frau Olena Kuzhym, Vertreterin der Stadt Lviv, das Wort erteilte, um ihre Projektskizze vorzustellen und die laufenden Arbeiten näher zu erläutern. Im Rahmen des virtuellen Treffens gaben zwei Vertreter des ukrainischen GIZ-Büros ihre Vorschläge und Empfehlungen ab.

Ergebnisse

Zum Abschluss des Expertengesprächs hob Herr Maksym Terletsky, stellvertretender Direktor des Stadtinstituts von Lviv, Ukraine, einige der wichtigsten Erkenntnisse hervor, die sie in ihr Projekt weiter integrieren werden. Gleichzeitig betonte er, dass ein Treffen dieser Art sowie eine enge Zusammenarbeit unumgänglich sein werden. Frau Marta Pastukh, Projektleiterin des ukrainisch-deutschen Kooperationsprojektes „Stadtentwicklung und Sanierung der Altstadt von Lviv“ und Herr Terletsky waren sich einig, dass ihre Zusammenarbeit vor Ort auch weiterhin das Projekt unterstützen wird. Einen Unterstützungsvorschlag machte auch Herr Armin Wagner, Leiter des Sektorprojekts „Nachhaltige Mobilität“ bei der GIZ.