Hazmieh im Libanon: Ein Leuchtturm für gute Stadtpolitik

Die Stadtverwaltung von Hazmieh hat eine umfassende und effektive Strategie für die lokale Wirtschaftsentwicklung umgesetzt, bei der die Beteiligung der Öffentlichkeit und des Privatsektors an der Planung und Entscheidungsfindung die Eckpfeiler sind. Die Gemeinde hat mit Vertretern der lokalen Gemeinschaft und des Privatsektors zusammengearbeitet, um kommunale Entwicklungspläne zu formulieren, die den Wohlstand und das Gemeinwohl der lokalen Gemeinschaft in den Vordergrund stellen und die Gleichstellung der Geschlechter und die Beteiligung der Jugend sicherstellen.

Die Stadtverwaltung hat Investitionen in Hazmieh durch die Diversifizierung der lokalen Wirtschaft gefördert. Mit dem Wirtschaftsmodell „Alles unter einem Dach“ ist es der Stadt gelungen zu beweisen, dass man die Stadtgrenzen nicht verlassen muss, um sich zu versorgen, was Hazmieh zu einem wichtigen Drehkreuz für Investitionen im Libanon gemacht hat.

The Case for a Green and Just Recovery

To provide decision-makers with more information on how stimulus packages may affect cities, this report compares how urban greenhouse gas emissions, health and jobs could fare under a green and just recovery compared to a return to a pre-COVID business-as-usual scenario, or a scenario where the world opts to spend stimulus funding on a high-carbon recovery.

The research finds that:

  • Stimulus funding that supports a green and just recovery offers a means to keep global heating below 1.5°C, and could reduce air pollution by as much as 29% between 2020-2030 compared to a return to business-as-usual. In contrast, investing an equivalent amount of stimulus funding in a high-carbon recovery would undoubtedly accelerate global heating.
  • Across the nearly 100 cities in the C40 network and their supply chains, a green and just recovery could also create over 50 million good, sustainable jobs by 2025 – over a third more than would be created by investing equivalent funds into a high-carbon recovery.

This research also shows that the timing of a green and just recovery matters, and presents a clear case for early investment. Modelling of the impacts of an ‘accelerated green recovery’ where faster capital investment enables accelerated climate action over the next five years, compared to a ’slow green recovery’ where action happens at a slower pace over 15 years, shows that:

  • An ‘accelerated green recovery’ could lead to half the per capita greenhouse gas emissions of a ‘slow green recovery‘ by 2030, meaning that an ‚accelerated green recovery‘ provides C40 cities with a greater chance of meeting their climate commitments and limiting global heating to 1.5°C.
  • An ‘accelerated green recovery’ could avert almost twice as many premature deaths (1.8 times as many) due to air pollution between 2020 and 2030, compared to a ’slow green recovery‘.
  • Capital investments that are made early on under an ‘accelerated green recovery’ could create over 80 million good, sustainable jobs by 2023, across the nearly 100 cities in the C40 network and their supply chains – more than double a ‘slow green recovery’. At a time of mass unemployment and economic hardship in many parts of the world, generating jobs now will benefit millions of families.

Mehrdimensional: Das Covid-19-Stadterneuerungsprogramm „Lviv tomorrow“

Die Ukraine wurde wie die meisten Länder weltweit im März 2020 stark von Corona getroffen. Die einzelnen Städte erfuhren nur geringe staatliche Unterstützung und waren bei der Bekämpfung von und dem Umgang mit COVID-19 größtenteils auf sich selbst gestellt. Trotz dieser Herausforderung und nur geringen finanziellen Ressourcen im städtischen Haushalt, gelang es der Stadt Lviv schnell und effektiv Maßnahmen zu ergreifen.

Die im Nordwesten der Ukraine gelegene Stadt mit ca. 750.000 Einwohnern etablierte das Programm „Lviv tomorrow“, das die negativen Folgen von COVID-19 abmildert und die Voraussetzung für eine Verbesserung der sozialen, ökonomischen und kulturellen Situation in der Stadt schafft. Das Programm besteht aus 80 unterschiedlichen Projekten, von denen über 50 bereits implementiert wurden.

Ein wichtiges Standbein des Programms sind die Themen Sicherheit und Gesundheit. Die Stadt Lviv verdoppelte die Zahl der zu Verfügung stehenden Krankenhausbetten und richtete ein eigenes COVID-19 Testlabor ein. So konnte die Zahl der COVID-19 Tests von 200-400 auf über 3000 täglich erhöht werden, wodurch die Nachverfolgung der Infizierten erheblich beschleunigt und die Pandemiebekämpfung verbessert werden konnte.

Die Stadt etablierte auch neue, digitale Lösungen, die es der Bevölkerung vereinfachen, zuhause zu bleiben. So wurde ein Portal geschaffen, in dem die Bevölkerung digital für städtische Dienstleistungen bezahlen kann.

Besonders der Kulturbetrieb wurde von den zur Pandemiebekämpfung notwendigen Einschränkungen stark getroffen. Die Stadt Lviv wirkt dem entgegen, indem sie Open Air Veranstaltungen und kleinere Events, z.B. auf Balkonen, fördert. So können nicht nur Arbeitsplätze in der Kulturbranche erhalten werden, sondern auch ein Teil der Lebensqualität in der Stadt bestehen bleiben. Insbesondere in den unsicheren Zeiten während der Pandemie sind kulturelle Veranstaltungen außerdem eine wichtige psychische Stütze für die Bevölkerung.

Ein weiterer Bestandteil des Programms „Lviv tomorrow“ ist die Wirtschaftsförderung. So werden in einem Projekt lokale Produzenten von Lebensmitteln unterstützt. In Zusammenarbeit mit Supermärkten werden in Lviv produzierte Lebensmittel gefördert und mit „Made in Lviv“ Aufklebern gekennzeichnet.

Die Stadt Lviv setzt mit dem umfassenden Programm „Lviv tomorrow“ auf vielen verschiedenen Ebenen an, um die Pandemie und deren Auswirkungen zu bekämpfen. Nicht nur die unmittelbaren Aspekte der Pandemie, wie die Zahl der Krankenhausbetten, sondern auch andere Bereiche des Zusammenlebens, wie der Kulturbetrieb, werden miteinbezogen. Somit wird nicht nur akut die Ausbreitung von Corona bekämpft, sondern auch eine langfristige Perspektive für die Post COVID-19 Stadt geschaffen.

Kontakt:

Mr. Oleksandr Kobzarev
Director of the City Institute. Center of strategic planning in Lviv, Ukraine
o.kobzarev@city-institute.org

Weitere Informationen:

LVIV TOMORROW. RESTORATION PROGRAM [pdf 11 Seiten]

Interaktive Präsentation über Lviv (nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Sind wir auf dem Weg zu einer grünen Erholung? Noch nicht!

Eine Analyse der Ausgaben führender Volkswirtschaften unter der Leitung des Oxford Economic Recovery Project und des UN Environment Program (UNEP) ergab, dass nur 18,0% der angekündigten Wiederherstellungsausgaben als „grün“ eingestuft werden können. Der Bericht „Are We Building Back Better? Evidence from 2020 and Pathways for Inclusive Green Recovery Spending“ wurde vom Internationalen Währungsfonds und der GIZ unterstützt durch das Green Fiscal Policy Network (GFPN).

Die Regierungen werden aufgefordert, nachhaltiger zu investieren und Ungleichheiten zu beseitigen, wenn sie das Wachstum nach den durch die Pandemie verursachten Verwüstungen neu stimulieren.

Die bisher umfassendste Analyse der COVID-19-bezogenen fiskalischen Rettungs- und Wiederherstellungsbemühungen von 50 führenden Volkswirtschaften zeigt, dass nur 368 Milliarden USD von 14,6 Billionen USD COVID-induzierten Ausgaben (Rettung und Wiederherstellung) im Jahr 2020 umweltfreundlich waren.

Mehr: Are we on track for a green recovery? Not Yet – UNEP

Interview mit Harinjaka Ratozamanana: Innovations-Ecosysteme

In unserem großen Saisonfinale erzählt Harinjaka aus Anatananarivo, Madagaskar, wie die Weisheit seiner Vorfahren in dieser Pandemie Sinn macht.

Mehr: https://youtu.be/7zJOBM0I6pw

Weitere Videos, Interviews und Podcasts auf unserer COVID-19-Themenseite.

Schwäbisch Gmünd hilft seiner Wirtschaft – schnell und flexibel

Besonders kleinere Betriebe sind in Schwäbisch Gmünd von der COVID-19-Pandemie hart getroffen. Die Stadt will hier unterstützen und hat dafür das Projekt „Gmünd hilft seiner Wirtschaft“ ins Leben gerufen. Damit soll vor allem sehr schnell und unkompliziert bei Liquiditätsengpässen geholfen werden.

Municipal Response to COVID-19 for Sustainable Urban Development in Southeast Europe and Caucasus

The COVID-19 pandemic tested the robustness and resourcefulness of mostly all municipal services, from transportation and waste management to recreation and communication, pushing cities to reinvent new ways to serve their citizens. Besides, pandemic-centered protocols set new behavioral patterns – many of which were quite stressful for urban economies. Others, on the contrary, made both city leaders and citizens rethink the status-quo regarding sustainability and resilience. They created the opportunity for a green and circular economy to determine the mood of the recovery. Thus, a deep and better understanding of a city’s systems and operation is required in order to move towards sustainable development and greater resilience. If cities manage to learn from the COVID-19 crisis and proactively apply long-term prevention and risk reduction approaches, they will meet future emergencies better prepared or avoid some of them.

The following report summarizes the study on municipal response to COVID-19 pandemic. The study was conducted in September 2020, more than half a year after the global emergency was announced. It covers cities of Albania, Armenia, Azerbaijan, Belarus, Bosnia and Herzegovina, Georgia, Kosovo, North Macedonia, Moldova, Montenegro, Serbia and Ukraine.

Interview mit Faola Hodaj: Innovation Ecosystems

Erfahren Sie durch Faola Hodaj, Leiterin der Innovationsabteilung der Stadtverwaltung von Tirana, wie die Stadtverwaltung diesen innovativen Geist durch ihre Dienstleistungen und ihre Reaktion auf die Pandemie widerspiegelt.

Mehr: https://youtu.be/BpnLZLcky00

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Podcast mit Dr. Lardo Stander: Wirtschaftliche Reaktion und Wohnen

Der soziale Zusammenhalt ist entscheidend, um auf künftige Pandemien schnell und angemessen reagieren zu können.“
Ökonomische Modellierung zum besseren Verständnis von Krisenszenarien; Kartierung gefährdeter Gruppen für gezielte Hilfe. Dr. Lardo Stander aus Pretoria, Südafrika, erzählte uns, wie sie mit den wirtschaftlichen und wohnungswirtschaftlichen Problemen der südafrikanischen Slums während des Lockdowns umgegangen sind.

Mehr: https://youtu.be/Z2XUO7wxIPI

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