Stärkung der Partnerschaft zwischen lokalen Städten und der Tourismusindustrie

Der Tourismus ist einer der am stärksten von COVID-19 betroffenen Wirtschaftssektoren weltweit, wobei die rückläufigen Besucherzahlen die lokale Wirtschaft stark beeinträchtigen. Es kam zu Geschäftsschließungen, Arbeitsplatzverlusten, einem Anstieg nicht nachhaltiger alternativer Einkommensquellen und dem Verlust von Staatseinnahmen aus dem Tourismus. Die katastrophale Lage hat viele vom Tourismus abhängige Länder jedoch auch dazu veranlasst, im Rahmen der COVID-19-Erholungsstrategie neue Möglichkeiten zu erkunden. Dazu gehören neue Produkte wie Ökotourismus, technologiebasierter/ digitaler Tourismus, innovatives Marketing und Inlandstourismus. Inmitten dieser herausfordernden Situation und der potenziellen Chancen muss nach einer Strategie und Projekten zur Unterstützung der Tourismusindustrie gesucht werden.

Hiermit laden wir Sie zum ersten Workshop der virtuellen Reihe zum Thema COVID-19 und die Erholung des kommunalen Tourismus: Stärkung der Partnerschaft zwischen lokalen Städten und der Tourismusindustrie am 15. September 2021 von 16:00 – 18:00 Uhr MESZ ein.

Die Veranstaltung richtet sich an internationale städtische Akteure aus Kommunalverwaltungen, der Zivilgesellschaft, der Wirtschaft und der Wissenschaft, die sich mit den Auswirkungen von COVID-19 auf den Tourismussektor befassen und nach innovativen Strategien für eine Zukunft nach der Pandemie suchen.

Connective Cities‘ COVID-19 and Municipal Tourism Recovery wird städtische Akteure dabei unterstützen, Wege zum Überleben der Tourismusindustrie zu finden. Es wird eine breite Plattform für den Wissensaustausch und das Peer-Learning mit gleichgesinnten kommunalen Akteuren und politischen Entscheidungsträgerinnen und  Entscheidungsträger bieten, die an der Planung der Erholung des Tourismussektors arbeiten. Darüber hinaus bietet die Connective Cities Community Zugang zu relevantem globalem Fachwissen über Tourismus, um den Planungs- und Erholungsprozess zu unterstützen.

Die Auftaktveranstaltung am 15. September bietet mehreren städtischen Akteuren und der Tourismusbranche die Möglichkeit, durch Peer-Learning an der Erholung des Tourismussektors von COVID-19 zu arbeiten und potenzielle Vorschläge für die Einwerbung von Finanzmitteln vorzubereiten. Als Ausgangspunkt werden verschiedene Szenarien von Kommunen aus fünf Ländern – Nepal, Botswana, Kap Verde, Rumänien, Uganda und Kambodscha – vorgestellt.

Weitere Workshops der Reihe sind für den 20. Oktober und den 16. November 2021 (noch zu bestätigen) geplant.

Um sich für den Workshop anzumelden und über die Tagesordnung, die Ankündigung der Referenten und weitere Details auf dem Laufenden zu bleiben, besuchen Sie bitte unsere Connective Cities Community.

COVID-19 und die Erholung des kommunalen Tourismus Auftaktveranstaltung:

Datum: 15. September 2021

Zeit: 16:00 – 18:00 MESZ (Berliner Zeit)

Veranstaltungsort: Connective Cities Community (online)

Sprache der Veranstaltung: Englisch, Simultanübersetzung: Arabisch, Portugiesisch (Rumänisch, tbc.)

Kontakt: Paulina Koschmieder           paulina.koschmieder@giz.de

Research of good practices on the subject of health, business, and governance at municipal level during the COVID-19 pandemic

The report aims to explore municipal initiatives and measures taken to address health, governance, and business sector challenges caused by the COVID-19 pandemic.
The report is structured as follows:
The first part reviews the methodology of country identification for further investigation of good practices at national and city level.
The second, third, and fourth parts consist of good practices in the areas of health, governance, and business during the COVID-19 pandemic, including data analysis in selected countries and a brief overview of municipal practices in response to COVID-19. Good practices were selected from low and medium income countries from Africa, Asia and Southeast Europe.
In the final section, the cities’ challenges and recommendations for Connective Cities are reviewed and conclusions regarding the research findings are also presented.

Connective Cities COVID-19 Programm 2021

Nachdem die letztjährige Connective Cities Veranstaltungsserie „Municipal Response to COVID-19“, mit über 750 Teilnehmenden aus verschiedenen Städten und Kommunen weltweit, auf große Resonanz gestoßen ist, bietet Connective Cities dieses Jahr abermals ein umfangreiches Programm zu COVID-19 an. Zuletzt lag der  Schwerpunkt des  Programms beim Erfahrungsaustausch von unmittelbaren kommunalen Maßnahmen während der Pandemie – dieses Jahr wird die Perspektive erweitert und kommunale Strategien zur Bewältigung der Pandemiefolgen, auch im Zusammenhang mit der Agenda 2030, thematisiert. Anstatt reiner Austauschformate werden im zweiten Teil des Corona-Programms bewährte Methoden von Connective Cities abgeleitet sowie neue Ansätze genutzt, um einen vertieften kommunalen Erfahrungsaustausch zu fördern. In diesem Sinne ist geplant, dass kommunale Praktikerinnen und Praktiker aktuelle COVID-19-bezogene Themen in kompakten Lernprozessen gemeinsam behandeln. Ziel hierbei ist die (Weiter-)Entwicklung von (Projekt-)Initiativen und Leitlinien für kommunale Herausforderungen sowie die Ausarbeitung und Verbreitung bestehender Lösungsansätze. Aufbauend auf der bisherigen Dynamik können so Herausforderungen im Zusammenhang mit COVID-19 vertieft und praxisnah bearbeitet werden.

Bereits im Vorjahr thematisierte Aspekte werden so weiter ausgebaut. Folgende thematische Schwerpunkte setzt Connective Cities in seinem diesjährigen COVID-19 Programm:

  • Lokale Wirtschaft & Industrie   
  • Digitalisierung & Kommunikation  
  • Öffentliche Gesundheit & kommunale Dienste
  • Krisenmanagement 
  • Klimaneutrale Stadtentwicklung
  • Gender-Sensitivität in der Pandemie
  • Innovation

Mehr Informationen zu unseren diesjährigen COVID-19 Aktivitäten finden Sie in unserem Informationsvideo und auf unserer COVID-19 Seite.

Undifferenzierte Strategien sind kein Mittel gegen die Corona-Pandemie

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat kürzlich analysiert, wie die Städte der Welt auf die Corona-Pandemie reagiert haben. Soo-Jin Kim, Leiterin der Urban Policies and Reviews Unit der OECD, plädiert für lokal angepasste Lösungen – jetzt und für die Zeit nach dem Ende der Pandemie.

Seit März 2020 waren die lokalen Gesundheitsbehörden immer wieder in den Schlagzeilen. Das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Kommunalpolitik ist deutlich gestiegen. Welche Rolle haben die Kommunen bisher bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie gespielt?

Soo-Jin Kim: Von Anfang an haben die Kommunen keineswegs nur darauf gewartet, dass die nationalen Regierungen ihnen sagen, was zu tun ist – vielmehr haben sie sofort selbst auf die Pandemie reagiert. Sie haben die Öffentlichkeit auf verschiedenen Wegen über die notwendigen Maßnahmen informiert, dafür gesorgt, dass die Bürgerinnen und Bürger die Abstands- und Hygieneregeln einhalten. Außerdem haben sie den Übergang zur Telearbeit unterstützt und sich um die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen gekümmert, wozu insbesondere ältere Menschen und arme Bevölkerungsteile zählen. Ferner haben die Kommunen die öffentliche Grundversorgung, insbesondere das Gesundheitssystem, am Laufen gehalten und dazu beigetragen, dass die lokale Wirtschaft die Gesundheitskrise übersteht. Daher würde ich den Beitrag der Kommunen als „unverzichtbar“ bezeichnen.

Ganz unabhängig von der Krise ist festzustellen, dass die Kommunen zu jeder Zeit wichtige öffentliche Akteure sind. So entfallen in den OECD-Ländern durchschnittlich 40 Prozent aller öffentlichen Ausgaben auf subnationale Akteure. In Bundesstaaten wie Deutschland oder der Schweiz sind es sogar 50 bis 60 Prozent!

Neue Arbeitsgruppen im Netzwerk MENA: Kommunale Erholung von der Pandemie

Im Anschluss an den intensiven Wissensaustausch zu kommunalen Antworten auf die Pandemie, das 2020 zur Unterstützung des Connective Cities Netzwerks in MENA durchgeführt wurde, werden derzeit mehrere Arbeitsgruppen eingerichtet, um die Ergebnisse des kollegialen Austauschs weiterzuführen. Die Arbeitsgruppen bestehen aus kommunalen Vertreterinnen und Vertretern und Partnerinnen und Partnern aus der Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Thematisch stehen die folgenden Themen im Fokus:

  • Abfallwirtschaft und Kreislaufwirtschaft
  • Digitalisierung für resiliente Städte
  • Biodiversität und Umweltschutz (Auftaktveranstaltung am 9. August 2021)
  • Krisenmanagement in palästinensischen Kommunen 
  • Soziales Unternehmertum und lokale Wirtschaftsentwicklung (Auftaktveranstaltung am 12. August 2021)

Es wurden mehrere Treffen und vorbereitende Aktivitäten durchgeführt, um den Fahrplan der einzelnen Arbeitsgruppen zu formulieren. Die Kernarbeitsgruppe „Biodiversität und Umweltschutz“ hat eine Concept Note für den EU Call for Proposals „Biodiversity and Ecosystems Protection” im Libanon entwickelt und eingereicht. Um sich für diesen Aufruf zu qualifizieren, wurde ein effektives Konsortium unter dem Dach des Connective Cities Netzwerks gegründet. Zu den Mitgliedern des Konsortiums gehörten die Saint Joseph Universität (vertreten durch Dr. Jocelyne Gerard und Dr. Zaarour), die Umwelt-NGO Green Line (vertreten durch Dr. Ali Darwish) und die Gemeinde Menjez (vertreten durch ihren Bürgermeister Dr. Georges Yousef). Andere potenzielle Nutznießer der lokalen Behörden sind Beit Meri, Jezzine und der Gemeindeverband Al Buhayra, die sich in einer späteren Phase des Projekts anschließen werden. 

Wir freuen uns darauf, neue Mitglieder in diese Arbeitsgruppen aufzunehmen. Wenn Sie ein aktives Mitglied dieser Arbeitsgruppen sein möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter: muna.shalan@giz.de

Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures

Die neue Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“ ist Teil des diesjährigen Connective Cities Corona-Programms und ermöglicht einen regelmäßigen, offenen Austausch zu relevanten Themen der Post-COVID-19-Ära für kommunale Fachleute weltweit. In kurzen und prägnanten virtuellen Austauschformaten sollen verschiedene Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung während und nach der COVID-19 Pandemie diskutiert und diesbezüglich innovative Ansätze geteilt werden. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Impulse zu geben, die die Teilnehmenden zur Reflektion und zum innovativen Denken und Handeln anregen. Die offenen Gesprächsrunden finden alle drei Wochen, immer mittwochs, statt.

Gerne laden wir Sie hiermit zum Auftakt der Veranstaltungsreihe zum Thema “COVID-19 Recovery & SDG 11“ am Mittwoch, den 28. Juli 2021, von 10:00 – 11:45 Uhr CEST ein.

Neben einer kurzen Einführung in das diesjährige Connective Cities Corona-Programm werden im Rahmen einer Podiumsdiskussion die Herausforderungen und Chancen der COVID-19-Krise und der Erholung von der Krise für die Erreichung des SDG 11, Städte und Kommunen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig zu gestalten, erörtert. Während diese Podiumsdiskussion werden kommunale Praktiker*innen und Expert*innen aus verschiedenen städtischen Bereichen und Weltregionen ihre unterschiedlichen Perspektiven und Erkenntnisse austauschen:

  • Faola Hodaj, Director of Innovation, Municipality of Tirana, Albania
  • Karim Elgendy, Sustainable City Strategist, London UK / MENA – Recipient of the 2013 Global Green Building Entrepreneurship Award by the World Green Building Council
  • Aditya Kumar, Executive Director, NGO Development Action Group, Cape Town, South Africa
  • Hilmar von Lojewski, Councillor for Urban Planning, Building, Housing and Traffic, Association of German Cities / Cologne, Germany

Hier ist eine detaillierte Agenda der Auftaktveranstaltung. Das vorläufige Programm der Veranstaltungsreihe wird in Kürze bereitgestellt. Die Veranstaltung findet virtuell in der Connective Cities Community statt:

Insight Session: COVID-19 Recovery and SDG 11 | Connective Cities Network (connective-cities.net)

Datum: Mittwoch, den 28. Juli 2021

Zeit: 10:00 – 11:45 Uhr CEST 

Veranstaltungssprache. Englisch. Verdolmetschung: Arabisch, Französisch, Russisch

Falls Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne:

Kontakt: paulina.koschmieder@giz.de

Kommunale Antworten auf COVID-19 im Wirtschaftsbereich

Am 27. Mai fand im Rahmen der Event Serie „Municipal Response to COVID-19” ein virtueller Workshop zum Thema “ Municipal Response to COVID-19 in Business Sector“ statt. Das Projekt wurde von dem GIZ-Projekt „Connective Cities – The Community of Practice for Sustainable Urban Development“.

Der Workshop widmete sich der Untersuchung von kommunalen Initiativen und Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Herausforderungen im Wirtschafts- und Geschäftssektor zu bewältigen. Ziel war es, zu überprüfen, wie Kommunen es geschafft haben, gefährdete Unternehmen in dieser Zeit zu unterstützen. Darüber hinaus untersuchte das Web-Seminar innovative Unterstützungsprogramme für den Privatsektor als Reaktion auf COVID-19, skizzierte die Maßnahmen und Strategien, die von Städten zur Kommunikation mit dem Privatsektor eingesetzt werden, und hob die Bedeutung von Plänen zur Wiederherstellung der Geschäftstätigkeit hervor.

Etwa 40 Teilnehmende aus Armenien, Aserbaidschan, Moldawien, Georgien, Deutschland, Peru und Südafrika beteiligten sich an dem Workshop.

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde mit einer Begrüßung durch Dr. Piotr Żuber eröffnet. Dr. Żuber lieferte Hintergrundinformationen zum Workshop und gab einen kurzen Überblick über die Tagesordnung. Im Anschluss an die Einführung bedankte sich Herr Irakli Samkharadze, Regionalkoordinator, Connective Cities, GIZ, bei allen Teilnehmern für ihre Teilnahme und stellte kurz das Connective Cities Projekt und dessen Ziele vor.

Der Kernteil des Workshops war nach Themen gegliedert und verlief wie folgt:

  • Präsentation der besten Praktiken in Bezug auf innovative Geschäftsansätze und Geschäftswiederherstellungspläne als Reaktion auf die COVID-19-Krise unter den Mitgliedern des Connective Cities-Netzwerks.
  • Detaillierte Fälle von kommunalen Reaktionen auf COVID-19 im Unternehmenssektor aus Lima (Peru), präsentiert von Frau Patricia Talavera, Leiterin der Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung in Lima
  • Fälle aus Kapstadt (Südafrika), vorgestellt von Herrn Lance Greyling, Direktor für Unternehmen und Investitionen der Stadt Kapstadt.
  • Fragerunde im Anschluss an die Themen der Präsentationen, in der die Teilnehmenden aktiv ihre Erfahrungen und Aspekte, die aus den vorgestellten Fällen nützlich sein könnten, diskutierten.
  • Interaktive Diskussionsrunde mit Fokus auf die Effektivität von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene während der COVID-19 Pandemie. Die Teilnehmer überprüften die Rolle von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene und wie diese eine reibungslosere und schnellere Erholung in der Zeit nach der Pandemie sicherstellen können. Die Diskussion wurde von Dr. Giorgi Khishtovani moderiert. Podiumsteilnehmer waren Dr. Piotr Zuber, Senior Lecturer an der Universität Warschau (Polen), und Herr Vakhtang Lomjaria, Leiter der städtischen Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung, Tiflis (Georgien).

Präsentationen

The main measures for Economic Reactivation
Ms. Patricia Talavera, Head of Economic Development Department, Lima, Peru

Enterprise & Investment, Support for SMME’s during COVID -19
Mr. Lance Greyling, City of Cape Town’s Director for Enterprise and Investment, Cape Town, South Africa

Methodology and Results of the Research on Covid-19 Responses
Mr. Giorgi Khishtovani, Research Director, PMCG

Ergebnisse

Während dieses Online-Workshops tauschten Vertreter und Vertreterinnen aus einer Vielzahl von Kommunen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse über Möglichkeiten der Geschäftsrückgewinnung aus.

Den Teilnehmenden wurden verschiedene bereits umgesetzte Sanierungspläne oder Aktivitäten aus der ganzen Welt vorgestellt. Außerdem erhielten sie einen Einblick in einige zukünftige Möglichkeiten und Trends der Geschäftsrückgewinnung aus der ganzen Welt.  Ein solches Beispiel, insbesondere ein Plan zur Unterstützung von Unternehmen in Tiflis, Georgien, wurde von dem Vertreter der Regierungsbehörde selbst vorgetragen.

Tourismus in Nepal und die COVID-19 Pandemie

Die im Himalaya gelegene Bergnation Nepal, mit ca. 30 Millionen Einwohnern, gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Das Land hat nur eine geringe Wirtschaftskraft und ist auf Devisen aus dem Ausland gewiesen, die vor allem auch über den Tourismus erwirtschaftet werden. Sowohl die einzigartige Berglandschaft im Himalaya, die historischen Städte im Kathmandutal, als auch der in Nepal gelegene Geburtsort Buddhas in Lumbini, zogen jedes Jahr Millionen von Touristen an. Für das durch die nepalesische Regierung zum Tourismusjahr erklärte Jahr 2020 rechnete Nepal mit über zwei Millionen Touristen – bis die Corona Pandemie ausbrach.

Innerhalb nur weniger Wochen brach die zuvor florierende Tourismusindustrie zusammen und über 230.000 Jobs im Tourismussektor waren gefährdet. In einem Land, in dem nur zehn Prozent der Beschäftigten eine Sozialversicherung haben, hat das gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und Bevölkerung.

Auch die im Kathmandu Tal gelegene Stadt Patan (Lalitpur Metropolitan City), deren zentraler Durbar Platz Unesco Weltkulturerbe ist, musste sich Strategien für die stark getroffene Tourismusbranche überlegen. Während derzeit die Landesgrenzen noch geschlossen sind und kein internationaler Tourismus in Nepal stattfindet, hat die Stadt Maßnahmen ergriffen, um langfristig den Tourismus in Patan zu stärken und kurzfristig die Einkommensverluste zumindest teilweise auszugleichen.

So versucht Patan unter anderem den einheimischen Tourismus zu fördern. Insbesondere das historische Zentrum ist für Einheimische interessant, die bei Stadtführungen die auch ihnen oft unbekannte Geschichte der Stadt entdecken können.

Die Zeit, bis wieder internationale Touristen Nepal besuchen können, überbrückt die Stadt außerdem mit Vorbereitungsmaßnahmen. So werden z.B. alte, historische Gebäude saniert und die einheimische Küche und Home Stays vermarktet. Auch ein Nachtmarkt soll zukünftig im Zentrum Patans stattfinden. Durch eine breitere Produktpalette soll Patan in Zukunft noch attraktiver für einheimische und internationale Touristen werden.

Dabei arbeitet die Stadt bei der Strategieentwicklung für diese Übergangsphase eng mit den Hauptakteuren aus dem Tourismus zusammen.

Die in Patan ergriffenen Maßnahmen setzen allerdings voraus, dass die Landesgrenzen bald wieder geöffnet sind und internationaler Tourismus, vor allem aus Indien und China, wieder stattfinden kann.

Weitere Informationen:

Responding to COVID -19 Challenges- How Nepal’s Tourism Sector, in collaboration with the local cities, is finding its way out
Deepak Adhikary, Principal Consultant and CEO, Frontline Development Solutions, USA

Good Practice: Strategies and Actions to get Tourist back to Patan (Nepal)
Prafulla Pradhan, Advisor, Lalitpur Metropolitan City, Nepal

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentationen zu Nepal beginnt bei Min. 63): Tourism Sector addressing the Pandemic – Working with Local Municipalities (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontakt

Lalitpur Metropolitan City, Nepal info@lmc.gov.np

Teilnahmeaufruf: Kommunale Antworten auf COVID-19 im Wirtschaftsbereich

Gemeinsam mit der Policy and Management Consulting Group (PMCG) lädt Connective Cities hiermit kommunale Fachleute zu einem internationalen Fachautausch zum Thema wirtschaftliche Erholung ein.
Was bringt die Zeit nach COVID -19 für die Wirtschaft? Welche Potenziale ergeben sich daraus für Kommunen und wie können sie den Wandel für sich nutzen?

Die Veranstaltung ist für die Region Südosteuropa und internationale Akteure aus Kommunen und lokale Wirtschaftsexperten konzipiert, um über die Effektivität von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie zu sprechen.
Diese Connective Cities-Veranstaltung soll einen internationalen Dialog ermöglichen, der regionale und kommunale Ansätze, Lösungen und gute Praktiken zur schnellen Wiederherstellung von Unternehmen aufzeigt und vergleicht.

Hauptbestandteile der Konferenz

Um die Diskussion über dieses weite Feld auf praktischer Ebene zu erleichtern, wird die Dialogveranstaltung von Connective Cities in drei spezifische Teile gegliedert sein:

  • Präsentation der Methodik und der Ergebnisse der Studie zu COVID-19 Geschäftsreaktionen innerhalb des Connective Cities Netzwerks
  • Austausch von Praktikern und Praktikerinnen – Präsentationen von Good Practices in Richtung wirtschaftliche Erhloung
  • Interaktives Panel über die Effektivität von Business Recovery Plans auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie

Sprache der Veranstaltung ist Englisch.
Weitere Informationen: Agenda [pdf]

Konferenzteilnahme und Kontakt

Wenn Sie aktiv an der Veranstaltung teilnehmen möchten, sind Sie herzlich eingeladen, sich für einen Platz zu bewerben. Bitte senden Sie uns eine E-Mail mit der Angabe Ihrer Position und Organisation. Wir freuen uns über die Teilnahme von bis zu zwei Fachleuten pro Kommune, die aktiv an Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung arbeiten.
Wenn Sie Fragen zur Veranstaltung oder zum Ablauf der Teilnahme haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:

Elene Samukashvili, Elene.samukashvili@giz.de

„Digitales Schaufenster“ Darmstadt

Die Covid-19 Pandemie stellt den Einzelhandel und die Gastronomie vor große Herausforderungen. Während des Lockdowns mussten auch kleine lokale Läden in Deutschland temporär schließen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Süden Hessens reagierte darauf erfolgreich mit dem Projekt „Digitales Schaufenster“. Auf der zentralen Shoppings-Plattform der Stadt können Einzelhändler und Gastronomen ihre Waren und Dienstleistungen anbieten.

Bereits im Jahr 2019 wurde das Projekt mit rund 25 teilnehmenden Läden und Restaurants angestoßen. Nach Beginn der Pandemie intensivierte die deutsche Stadt ihre Bemühungen die Plattform auszubauen, weil das Interesse deutlich gestiegen ist. Derzeit sind über 500 lokale Restaurants und Läden vertreten und das “Digitales Schaufenster” verzeichnet rund 700 Zugriffe pro Tag. Auf der Plattform können Interessierte die Kontaktdaten, die Öffnungszeiten, die Social Media Kanälen und den Online-Shop der Unternehmen einsehen.

Was führte zu dem Erfolg des “Digitales Schaufensters“? Ein wesentlicher Baustein war, die Vernetzung anderer Stadtprojekte mit der Plattform. Zum Beispiel ist der sogenannte „Darmstadt City Voucher“ online integriert worden. Darmstadt bietet zudem eine kostenlose Lieferung der Produkte an.  Auch lokale Veranstaltungen, wie beispielsweise ein Kunsthändler-Markt oder das Weinfest der Stadt, werden auf der Internetseite beworben. Da die Händler und Händlerinnen selbst für ihre Beiträge und Daten verantwortlich sind, bleibt das „Digitales Schaufenster“ stets aktuell.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war es, dass Darmstadt die Händler kostenlos fotografierte, um den online Handel zu personalisieren. Dadurch ist das „Digitales Schaufenster“ deutlich persönlicher als andere online Shoppings Seiten, wie Amazon. Durch die Personalisierung stieg auch die Solidarität mit den Händlern innerhalb der Bevölkerung. Das Projekt „Digitales Schaufenster“ wird sicherlich auch nach der Pandemie seine Daseinsberechtigung haben und lokales Einkaufen attraktiv machen.

Weitere Informationen:

Good Practice “Digitales Schaufenster” Digitised shopping windows (pdf)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Darmstadt beginnt bei Min. 83): The role of digitalised public services as reactions to the COVID 19-pandemic (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform )

Digitales Schaufenster: https://www.darmstadt-citymarketing.de/digitales-schaufenster/

Kontakt:

Für deutsche Anfragen:

Anke Jansen, Citymanagerin
Darmstadt Citymarketing e.V.
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134520
citymarketing@darmstadt.de

Für englische Anfragen:

Agnes Allig, Stadt- und Touristikmarketing
Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134510
touristikmarketing@darmstadt.de