Kommunale Antworten auf COVID-19 in der MENA-Region

Austausch von Good Practices und Erfahrungen und kollegiale Beratung zu sieben Themen in einer Reihe von Veranstaltungen mit über 150 Teilnehmenden aus 54 Städten aus neun Ländern der Region.

Mehr: https://youtu.be/uzxS9j3Lfug

Weitere Videos und demnächst auch Interviews und Podcasts auf unserer COVID-19-Themenseite.

Kommunale Antworten auf COVID-19 im Wirtschaftsbereich

Am 27. Mai fand im Rahmen der Event Serie „Municipal Response to COVID-19” ein virtueller Workshop zum Thema “ Municipal Response to COVID-19 in Business Sector“ statt. Das Projekt wurde von dem GIZ-Projekt „Connective Cities – The Community of Practice for Sustainable Urban Development“.

Der Workshop widmete sich der Untersuchung von kommunalen Initiativen und Maßnahmen, die ergriffen wurden, um die durch die COVID-19-Pandemie verursachten Herausforderungen im Wirtschafts- und Geschäftssektor zu bewältigen. Ziel war es, zu überprüfen, wie Kommunen es geschafft haben, gefährdete Unternehmen in dieser Zeit zu unterstützen. Darüber hinaus untersuchte das Web-Seminar innovative Unterstützungsprogramme für den Privatsektor als Reaktion auf COVID-19, skizzierte die Maßnahmen und Strategien, die von Städten zur Kommunikation mit dem Privatsektor eingesetzt werden, und hob die Bedeutung von Plänen zur Wiederherstellung der Geschäftstätigkeit hervor.

Etwa 40 Teilnehmende aus Armenien, Aserbaidschan, Moldawien, Georgien, Deutschland, Peru und Südafrika beteiligten sich an dem Workshop.

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde mit einer Begrüßung durch Dr. Piotr Żuber eröffnet. Dr. Żuber lieferte Hintergrundinformationen zum Workshop und gab einen kurzen Überblick über die Tagesordnung. Im Anschluss an die Einführung bedankte sich Herr Irakli Samkharadze, Regionalkoordinator, Connective Cities, GIZ, bei allen Teilnehmern für ihre Teilnahme und stellte kurz das Connective Cities Projekt und dessen Ziele vor.

Der Kernteil des Workshops war nach Themen gegliedert und verlief wie folgt:

  • Präsentation der besten Praktiken in Bezug auf innovative Geschäftsansätze und Geschäftswiederherstellungspläne als Reaktion auf die COVID-19-Krise unter den Mitgliedern des Connective Cities-Netzwerks.
  • Detaillierte Fälle von kommunalen Reaktionen auf COVID-19 im Unternehmenssektor aus Lima (Peru), präsentiert von Frau Patricia Talavera, Leiterin der Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung in Lima
  • Fälle aus Kapstadt (Südafrika), vorgestellt von Herrn Lance Greyling, Direktor für Unternehmen und Investitionen der Stadt Kapstadt.
  • Fragerunde im Anschluss an die Themen der Präsentationen, in der die Teilnehmenden aktiv ihre Erfahrungen und Aspekte, die aus den vorgestellten Fällen nützlich sein könnten, diskutierten.
  • Interaktive Diskussionsrunde mit Fokus auf die Effektivität von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene während der COVID-19 Pandemie. Die Teilnehmer überprüften die Rolle von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene und wie diese eine reibungslosere und schnellere Erholung in der Zeit nach der Pandemie sicherstellen können. Die Diskussion wurde von Dr. Giorgi Khishtovani moderiert. Podiumsteilnehmer waren Dr. Piotr Zuber, Senior Lecturer an der Universität Warschau (Polen), und Herr Vakhtang Lomjaria, Leiter der städtischen Abteilung für wirtschaftliche Entwicklung, Tiflis (Georgien).

Präsentationen

The main measures for Economic Reactivation
Ms. Patricia Talavera, Head of Economic Development Department, Lima, Peru

Enterprise & Investment, Support for SMME’s during COVID -19
Mr. Lance Greyling, City of Cape Town’s Director for Enterprise and Investment, Cape Town, South Africa

Methodology and Results of the Research on Covid-19 Responses
Mr. Giorgi Khishtovani, Research Director, PMCG

Ergebnisse

Während dieses Online-Workshops tauschten Vertreter und Vertreterinnen aus einer Vielzahl von Kommunen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse über Möglichkeiten der Geschäftsrückgewinnung aus.

Den Teilnehmenden wurden verschiedene bereits umgesetzte Sanierungspläne oder Aktivitäten aus der ganzen Welt vorgestellt. Außerdem erhielten sie einen Einblick in einige zukünftige Möglichkeiten und Trends der Geschäftsrückgewinnung aus der ganzen Welt.  Ein solches Beispiel, insbesondere ein Plan zur Unterstützung von Unternehmen in Tiflis, Georgien, wurde von dem Vertreter der Regierungsbehörde selbst vorgetragen.

Abfallwirtschaft in Vushtrri, Kosovo

Die Strategie und Umsetzung der Abfallwirtschaft der Stadt Vushtrri

Die Stadt Vushtrri im Nordosten von Kosovo mit rund 70.000 Einwohnern und einer Fläche von 345km2 hat in nur drei Jahren die Abfallwirtschaft, die Mülltrennung und das Recycling erheblich verbessert. Während vor rund drei Jahren nur 40 Prozent der Gemeinde einen Zugang zur Abfallentsorgung hatten, sind es heute 100 Prozent. Zudem sind die illegalen Mülldeponien von 100 auf 11 reduziert worden.

Wie konnte diese herausragende Leistung erzielt werden? Im Kosovo sind laut Gesetz die Kommunen für die Abfallentsorgung zuständig. Vushtrri kooperiert dafür mit dem Unternehmen „RWC Uniteti“ und hat jedes Haus eine Abfalltone kostenlos zur Verfügung gestellt. Außerdem zahlen auch Bürger in abgelegenen Teilen von Vushtrri trotz höheren Logistikkosten die gleichen Preise für die Müllentsorgung, wie innerhalb der Stadt. So gelingt der Stadtverwaltung vulnerable Gruppen zu schützen. Ein weiterer bedeutsamer Baustein für den Erfolg der Abfallwirtschaft in Vuhsstri ist Bildung. So wird in allen Schulen Umweltschutz und Abfallwirtschaft thematisiert, beispielsweise in sogenannte „Green Clubs“ wo Schüler Projekte zum Recycling durchführen.

Die Covid-19 Pandemie hat die Umsetzung der Abfallwirtschaft der Stadt Vushtrri vor zahlreichen Herausforderungen gestellt. Ein Problem waren die Einnahmeneinbußen im vergangenen Jahr. Unternehmen, die aufgrund der Pandemie mehrere Monate schließen mussten, sowie Familien, die unter schwierigen sozioökonomischen Bedingungen leben, konnten die Kosten für den Service der Abfallwirtschaft nicht immer bezahlen. Zudem ist der ohnehin schon instabilen Preis für den Verkauf von recycelten Abfällen ins Schwanken geraten und gesunken.

Wie reagierte die Stadt auf diese schwierige Situation? Vushtrri erließ allen Familien, die unter schwierigen sozioökonomischen Bedingungen leben, die Abfall-Gebühren von März bis Dezember 2020. Zudem wurde ein online Zahlungssystem eingeführt. In den neuen Aktionsplan der Abfallwirtschaft 2021-2025 werden außerdem die Lehren aus der Pandemie berücksichtigt.

Weitere Informationen:

Current Situation of the Waste Management System in Vushtrri (pdf, 980 kb)

Recording of the event (Präsentation Vushtrri beginnt bei Min. 40): Managing solid waste during the pandemic (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)  https://community.connective-cities.net/node/468

Kontakt:

Xhafer Tahiri
Bürgermeister
Stadt Vushtrri
Republik Kosovo
xhafer.sh.tahiri@rks-gov.net

Kommunale Experten gesucht: Dialogveranstaltung „Covid-19 und urbane Mobilität

Connective Cities organisiert zusammen mit der Stadt Wiesbaden und UN-Habitat eine dreitägige Dialogveranstaltung am 19., 20. und 22. Juli 2021. Die Online-Sessions sind für jeweils 3,5 Stunden inklusive Pausen angesetzt, von 13:00 bis 16:30 Uhr.

Die Veranstaltung richtet sich an deutsche und internationale kommunale Akteure aus Kommunalverwaltungen, kommunalen Unternehmen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, die sich mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf urbane Mobilität und Perspektiven für eine Post-Corona-Zukunft beschäftigen. Die sehr interaktive Veranstaltung gibt kommunalen Praktikern aus den Bereichen Stadtplanung und Verkehr die Möglichkeit, Projekte und Ideen zu diskutieren, die aktuell in ihrer Kommune umgesetzt werden oder geplant sind.

Thematische Schwerpunkte:

Nachhaltige Stadtlogistik: Impulse für grüne Logistiklösungen während und nach der Pandemie;

Radverkehr: Die Pandemie als Chance, den städtischen Raum und die Rolle des Radverkehrs neu zu betrachten;

Öffentlicher Nahverkehr: Finanzierungsmodelle neu bewerten und das Vertrauen der Fahrgäste zurückgewinnen.

Wenn Ihre Stadt derzeit an anderen Aspekten von urbaner Mobilität und Covid-19 arbeitet und Sie aktiv an der Veranstaltung teilnehmen möchten, sprechen Sie uns gerne an!

Die Ziele des dreitägigen Events:

  • Tag 1: Beispiele und gute Praktiken aus deutschen und internationalen Kommunen teilen und diskutieren;
  • Tag 2: Lösungsvorschläge zu bestehenden Herausforderungen durch die kollegiale Beratung erarbeiten;
  • Tag 3: Gemeinsam Projektideen für die weitere Zusammenarbeit entwickeln, um die identifizierten Herausforderungen anzugehen.

Die Arbeitssprache der Veranstaltung ist Englisch. Nach Absprache kann eine Verdolmetschung in andere Sprachen bereitgestellt werden. Die Teilnahme ist kostenlos und die Anmeldefrist ist der 09. Juni 2021. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im detaillierten Teilnahmeaufruf [pdf, 440 kb, 4 Seiten in Englisch].

Wenn Sie Interesse an einer aktiven Teilnahme an der Veranstaltung haben oder noch Fragen offen sind, kontaktieren Sie uns sehr gerne:

Alice Balbo, Alice.balbo@staedtetag.de, 0221-3771-573

Nikola Krause, Nikola.krause@engagement-global.de, 0228-20717-2672

Thiago Garcia, Thiago.garcia@engagement-global.de, 0228-20717-2633

COVID-19: Die lokale Umsetzung von Impfstrategien und Impfkommunikation in Kommunen

Seit Dezember 2020 organisieren Kommunen weltweit die Impfung ihrer Bürgerinnen und Bürger gegen COVID-19. Sie müssen nicht nur für einen reibungslosen Ablauf der Impfungen sorgen, sondern auch mit innovativen Kommunikationsstrategien das Vertrauen der Menschen gewinnen und vulnerable Gruppen wie ältere Menschen und Geflüchtete mit wichtigen Informationen zur Impfung erreichen.

Der virtuelle Fachaustausch zu Impfstrategien und Impfkommunikation am 22. und 25. März 2021, an dem acht Kommunen und zwei Kommunalverbände aus Deutschland, Israel, Kolumbien, Serbien und Togo teilnahmen, ist Teil einer COVID-19-Veranstaltungsserie der internationalen Städteplattform Connective Cities. Die Online-Veranstaltungsreihe gibt Kommunen aus aller Welt seit Sommer 2020 die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie zu beraten und gemeinsam Lösungen zum Pandemiemanagement zu erarbeiten.

Tourismus in Nepal und die COVID-19 Pandemie

Die im Himalaya gelegene Bergnation Nepal, mit ca. 30 Millionen Einwohnern, gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Das Land hat nur eine geringe Wirtschaftskraft und ist auf Devisen aus dem Ausland gewiesen, die vor allem auch über den Tourismus erwirtschaftet werden. Sowohl die einzigartige Berglandschaft im Himalaya, die historischen Städte im Kathmandutal, als auch der in Nepal gelegene Geburtsort Buddhas in Lumbini, zogen jedes Jahr Millionen von Touristen an. Für das durch die nepalesische Regierung zum Tourismusjahr erklärte Jahr 2020 rechnete Nepal mit über zwei Millionen Touristen – bis die Corona Pandemie ausbrach.

Innerhalb nur weniger Wochen brach die zuvor florierende Tourismusindustrie zusammen und über 230.000 Jobs im Tourismussektor waren gefährdet. In einem Land, in dem nur zehn Prozent der Beschäftigten eine Sozialversicherung haben, hat das gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und Bevölkerung.

Auch die im Kathmandu Tal gelegene Stadt Patan (Lalitpur Metropolitan City), deren zentraler Durbar Platz Unesco Weltkulturerbe ist, musste sich Strategien für die stark getroffene Tourismusbranche überlegen. Während derzeit die Landesgrenzen noch geschlossen sind und kein internationaler Tourismus in Nepal stattfindet, hat die Stadt Maßnahmen ergriffen, um langfristig den Tourismus in Patan zu stärken und kurzfristig die Einkommensverluste zumindest teilweise auszugleichen.

So versucht Patan unter anderem den einheimischen Tourismus zu fördern. Insbesondere das historische Zentrum ist für Einheimische interessant, die bei Stadtführungen die auch ihnen oft unbekannte Geschichte der Stadt entdecken können.

Die Zeit, bis wieder internationale Touristen Nepal besuchen können, überbrückt die Stadt außerdem mit Vorbereitungsmaßnahmen. So werden z.B. alte, historische Gebäude saniert und die einheimische Küche und Home Stays vermarktet. Auch ein Nachtmarkt soll zukünftig im Zentrum Patans stattfinden. Durch eine breitere Produktpalette soll Patan in Zukunft noch attraktiver für einheimische und internationale Touristen werden.

Dabei arbeitet die Stadt bei der Strategieentwicklung für diese Übergangsphase eng mit den Hauptakteuren aus dem Tourismus zusammen.

Die in Patan ergriffenen Maßnahmen setzen allerdings voraus, dass die Landesgrenzen bald wieder geöffnet sind und internationaler Tourismus, vor allem aus Indien und China, wieder stattfinden kann.

Weitere Informationen:

Responding to COVID -19 Challenges- How Nepal’s Tourism Sector, in collaboration with the local cities, is finding its way out
Deepak Adhikary, Principal Consultant and CEO, Frontline Development Solutions, USA

Good Practice: Strategies and Actions to get Tourist back to Patan (Nepal)
Prafulla Pradhan, Advisor, Lalitpur Metropolitan City, Nepal

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentationen zu Nepal beginnt bei Min. 63): Tourism Sector addressing the Pandemic – Working with Local Municipalities (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontakt

Lalitpur Metropolitan City, Nepal info@lmc.gov.np

Teilnahmeaufruf: Kommunale Antworten auf COVID-19 im Wirtschaftsbereich

Gemeinsam mit der Policy and Management Consulting Group (PMCG) lädt Connective Cities hiermit kommunale Fachleute zu einem internationalen Fachautausch zum Thema wirtschaftliche Erholung ein.
Was bringt die Zeit nach COVID -19 für die Wirtschaft? Welche Potenziale ergeben sich daraus für Kommunen und wie können sie den Wandel für sich nutzen?

Die Veranstaltung ist für die Region Südosteuropa und internationale Akteure aus Kommunen und lokale Wirtschaftsexperten konzipiert, um über die Effektivität von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie zu sprechen.
Diese Connective Cities-Veranstaltung soll einen internationalen Dialog ermöglichen, der regionale und kommunale Ansätze, Lösungen und gute Praktiken zur schnellen Wiederherstellung von Unternehmen aufzeigt und vergleicht.

Hauptbestandteile der Konferenz

Um die Diskussion über dieses weite Feld auf praktischer Ebene zu erleichtern, wird die Dialogveranstaltung von Connective Cities in drei spezifische Teile gegliedert sein:

  • Präsentation der Methodik und der Ergebnisse der Studie zu COVID-19 Geschäftsreaktionen innerhalb des Connective Cities Netzwerks
  • Austausch von Praktikern und Praktikerinnen – Präsentationen von Good Practices in Richtung wirtschaftliche Erhloung
  • Interaktives Panel über die Effektivität von Business Recovery Plans auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie

Sprache der Veranstaltung ist Englisch.
Weitere Informationen: Agenda [pdf]

Konferenzteilnahme und Kontakt

Wenn Sie aktiv an der Veranstaltung teilnehmen möchten, sind Sie herzlich eingeladen, sich für einen Platz zu bewerben. Bitte senden Sie uns eine E-Mail mit der Angabe Ihrer Position und Organisation. Wir freuen uns über die Teilnahme von bis zu zwei Fachleuten pro Kommune, die aktiv an Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung arbeiten.
Wenn Sie Fragen zur Veranstaltung oder zum Ablauf der Teilnahme haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:

Elene Samukashvili, Elene.samukashvili@giz.de

Stari Grad: wie eine Impfkampagne auch Risikogruppen erreichen kann

Wer in Serbien geimpft werden möchte, muss – wie in vielen anderen Ländern – in einem Online-Portal einen Termin vereinbaren und erhält dann die Vakzine in einem Impfzentrum. Was geschieht aber mit älteren Menschen und anderen, die keinen Internetzugang haben oder nicht mit digitalen Geräten umgehen können? Oder die nicht selbst zum Impfzentrum kommen können? Das serbische Stari Grad zeigt, wie eine Kommune diese wichtige Zielgruppe ihrer Impfkampagne trotzdem erreichen kann.

Erfolgsrezept für Impfkampagnen: kommunizieren und koordinieren

Ungeduldige oder skeptische Bürgerinnen und Bürger, lange Zeit zu wenig Impfstoff, immer wieder neue Erlasse, die es schnell umzusetzen gilt – die Herausforderungen für die Impfkampagnen für deutsche Kommunen sind hoch. Die Stadt Krefeld setzt in ihrer Kampagne auf Kommunikation und Koordinierung. Das Konzept hat sich bewährt.

„Digitales Schaufenster“ Darmstadt

Die Covid-19 Pandemie stellt den Einzelhandel und die Gastronomie vor große Herausforderungen. Während des Lockdowns mussten auch kleine lokale Läden in Deutschland temporär schließen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Süden Hessens reagierte darauf erfolgreich mit dem Projekt „Digitales Schaufenster“. Auf der zentralen Shoppings-Plattform der Stadt können Einzelhändler und Gastronomen ihre Waren und Dienstleistungen anbieten.

Bereits im Jahr 2019 wurde das Projekt mit rund 25 teilnehmenden Läden und Restaurants angestoßen. Nach Beginn der Pandemie intensivierte die deutsche Stadt ihre Bemühungen die Plattform auszubauen, weil das Interesse deutlich gestiegen ist. Derzeit sind über 500 lokale Restaurants und Läden vertreten und das “Digitales Schaufenster” verzeichnet rund 700 Zugriffe pro Tag. Auf der Plattform können Interessierte die Kontaktdaten, die Öffnungszeiten, die Social Media Kanälen und den Online-Shop der Unternehmen einsehen.

Was führte zu dem Erfolg des “Digitales Schaufensters“? Ein wesentlicher Baustein war, die Vernetzung anderer Stadtprojekte mit der Plattform. Zum Beispiel ist der sogenannte „Darmstadt City Voucher“ online integriert worden. Darmstadt bietet zudem eine kostenlose Lieferung der Produkte an.  Auch lokale Veranstaltungen, wie beispielsweise ein Kunsthändler-Markt oder das Weinfest der Stadt, werden auf der Internetseite beworben. Da die Händler und Händlerinnen selbst für ihre Beiträge und Daten verantwortlich sind, bleibt das „Digitales Schaufenster“ stets aktuell.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war es, dass Darmstadt die Händler kostenlos fotografierte, um den online Handel zu personalisieren. Dadurch ist das „Digitales Schaufenster“ deutlich persönlicher als andere online Shoppings Seiten, wie Amazon. Durch die Personalisierung stieg auch die Solidarität mit den Händlern innerhalb der Bevölkerung. Das Projekt „Digitales Schaufenster“ wird sicherlich auch nach der Pandemie seine Daseinsberechtigung haben und lokales Einkaufen attraktiv machen.

Weitere Informationen:

Good Practice “Digitales Schaufenster” Digitised shopping windows (pdf)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Darmstadt beginnt bei Min. 83): The role of digitalised public services as reactions to the COVID 19-pandemic (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform )

Digitales Schaufenster: https://www.darmstadt-citymarketing.de/digitales-schaufenster/

Kontakt:

Für deutsche Anfragen:

Anke Jansen, Citymanagerin
Darmstadt Citymarketing e.V.
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134520
citymarketing@darmstadt.de

Für englische Anfragen:

Agnes Allig, Stadt- und Touristikmarketing
Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134510
touristikmarketing@darmstadt.de