Video: Pop-up-Fahrradwege während der Pandemie

Die Zahl der Unfälle verringern und gleichzeitig die Sicherheit für alle erhöhen? Bogotá hat uns gezeigt, dass dies möglich ist und dass der Schlüssel zur Förderung einer nachhaltigen Stadtplanung und umweltfreundlichen Mobilität Pop-up-Fahrradspuren sind. Das Konzept der Pop-up-Bike-Lanes, das vor allem durch die COVID-Pandemie entstanden ist, verbreitet sich nicht nur in Bogotá, sondern auch weltweit, zum Beispiel in Berlin.

Beide Städte stehen vor der Herausforderung, dass in der Stadt- und Verkehrsplanung lange Zeit das Prinzip der autogerechten Stadt verfolgt wurde. Mit der Zunahme von Radfahrern während der Pandemie und der Begrenzung des öffentlichen Raums war es notwendig, umzudenken und den Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden, z.B. um die Verkehrssicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Dieses Gute Praktik beschreibt die ergriffenen Maßnahmen in der Verkehrsplanung, die Meinungen der Anwohner zum neuen Konzept und wie letztlich alle Verkehrsteilnehmer langfristig von Pop-Up-Radwegen profitieren können, ob in Bogotá oder Berlin.

Die Protagonisten sind:

  • Sebastián Posada García (Unterabteilung Fahrrad und Fußgänger, Bogotá)
  • Dr. Lea Wisken (Leiterin der Koordinierungsstelle Radverkehr und Fußgänger, Berlin)

Video auf YouTube ansehen (wahlweise mit englischem und spanischem Untertitel)

https://youtu.be/TQGLzHmxxE4

Frankfurt (Oder) – Slubice: Gemeinsam gegen die Pandemie

Die Corona-Pandemie hatte einen großen Einfluss auf das Leben der Menschen in der Partnerstadt Słubice und Frankfurt (Oder). Vor allem Bürger, die im Grenzgebiet leben, waren von den Einschränkungen betroffen – Pendler konnten nicht mehr auf die andere Seite des Flusses zur Arbeit fahren, Familien konnten sich nicht mehr sehen. Trotz alledem war es möglich, mit großem zivilgesellschaftlichem Engagement durch direkte und schnelle Kommunikation Unterstützung zu organisieren, was die Bedeutung des Zusammenhalts an den Grenzen unterstrich. Erfahren Sie, wie die beiden Städte gemeinsam die Herausforderungen der Pandemie bewältigt und ihre Partnerschaft erfolgreich gestärkt haben!

Video auf YouTube ansehen: https://youtu.be/k0uCJE_yCac

Mit Pony und Corgis humorvoll durch die Krise

Mit Corona kriselte es auch im Berliner öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV): Fahrgastzahlen gingen um 70% zurück – die BVG stellte sich der kommunikativen Herausforderung mit Humor. Passagiere und Beschäftigte sollten überzeugt werden, dass sicheres Bus- und Bahnfahren unter Berücksichtigung der Corona-Regeln möglich ist.                                                                      

Green Urban Development: Lernen von inspirierenden Umsetzungsbeispielen

Wie fördern wir eine grüne Stadtentwicklung?

Die Welt muss ihre CO2-Emissionen bis 2050 drastisch senken, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Weltweit erleben wir in den vergangenen 30 Jahren einen Zuzug in die Städte. Städte sind eine der wesentlichen Räume, in denen der CO2-Ausstoss direkt verursacht wird. Dies geschieht durch Bauvorhaben, durch Verkehrsströme, dem erhöhten Energieverbrauch der Bevölkerung, der Herstellung von Müll und weiteren Faktoren. „Der Stadtraum ist aber auch zugleich der Lösungsraum für die Klimawende“, so einer der Teilnehmenden der Arbeitsgruppen zu Green Urban Development. Und dies wird auch von internationalen Studien bestätigt (z.B. der Studie des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen, „The Transformative Power of Cities“).

Zu städtischen Lösungsansätzen zählt beispielsweise die Nutzung von neuen Mobilitätsformaten wie verkehrsberuhigte Stadträume, die Nutzung von E-Mobility- und Fahrradwege-Lösungen, der Bau von nachhaltigen Gebäuden und Gebäudesanierungen mit zirkulären Produktions- und Produktansätzen, die Entwicklung von Stadträumen zur Förderung lokaler Wirtschaftskreisläufe und Gemeinwohlaktivitäten, dezentrale Energieversorgungs- und Abfallkonzepte.

Ziel der Arbeitsgruppen zu Green Urban Development

Das Programm beinhaltete drei Arbeitsgruppen und jeweils drei bis vier Städte und deren Vertreterinnen und Verteter, meist Fachleute von lokalen Stadtverwaltungen oder Forschungseinrichtungen. Die drei Arbeitsgruppen hatten die folgenden Schwerpunkte:

  • Arbeitsgruppe 1: Mobilitätslösungen in Städten
  • Arbeitsgruppe 2: Die Transformation von Stadträumen und Neunutzung des „Urban Space“ durch neue Gemeinschaftsformate und Mobilitätslösungen
  • Arbeitsgruppe 3: eine gemischte Gruppe, die städtische Energie-, Mobilitäts- und Raumansätze miteinander verknüpft.

Bereits bei der Bildung der Arbeitsgruppen wurde deutlich, dass sich Lösungsansätze häufig überschneiden bzw. verschiedene Lösungsansätze sich miteinander verbinden lassen. Dies ermöglichte auch einen Austausch von Erfahrungen zwischen den Arbeitsgruppen des Clusters.  Die teilnehmenden Städte an dem Programm waren Bhuj/Ahmedabad, Belo Horizonte, Kochi, Lalitpur, Dortmund, Buenos Aires, Quito, Montevideo, Hamburg, Kigali, Kisumu and Bremen.

Erste, zweite und dritte Prozess-Schritte des Clusters: Von Ideen zu konkreten Projektvorschlägen

In einem ersten Schritt wurden in der jeweiligen Arbeitsgruppe Projektideen entwickelt:

  • Erstellung eines Fahrradverkehrskonzepts am Beispiel der Fahrradwege in Lalitpur
  • Die Schaffung einer kinderfreundlichen Umweltzone im Quartier und die Gestaltung von geschwindigkeitsreduzierten Erholungsgebieten
  • Begrünung von Dächern zur Schaffung einer nachhaltigen und grünen städtischen Umwelt und der Kombination mit Lösungen für erneuerbare Energien und städtischen Gartenaktivitäten
  • Kommunale Bioabfallbewirtschaftung auf Stadtteilebene in Zusammenarbeit mit lokalen Bürgern
  • Förderung von verkehrsberuhigten Zonen in Kigali
  • Vergrößerung von Grün-, Retentions- und Versickerungsflächen in Städten
  • Anwendung von Sensortechnologien zur Analyse von Stadtteilen und Orten mit hohem Co2-Ausstoss
  • Planung von Pop-up-Fahrradwegen und den Aufbau von sicheren Fahrradwegen
  • Last-Mile-Connectivity Lösungen und elektrobasierte Logistiklösungen im Zentrum von Städten

In bilateralen Treffen mit den Fokusstädten und weiteren interessierten und erfahrenen Städten wurden die Interessensthemen ausgelotet und Städteerfahrungen miteinander vernetzt.

In einem zweiten Schritt des Vorhabens wurde in jeder Arbeitsgruppe ein größeres Netzwerktreffen organisiert, in denen die Städte in der Arbeitsgruppe ihre Erfahrungen austauschten und inspirierende Umsetzungsansätze vorstellten. Eine Vielzahl von Lösungsansätzen und Erfahrungsberichte wurden hier ausgetauscht, u.a. die Erstellung eines Umweltverschmutzungs-Mapping und das E-Mobilitätskonzept von Kigali, erste Last Mile-Connectivity-Ansätze in Buenos Aires, der Aufbau des E-Mobility Hubs in Quito, Pop-up Lanes in Berlin, Umweltzonen und Fahrradwege-Ansätze in Belo Horizonte, der Aufbau von ersten Fahrradwegen und App-Sharing-Konzepten in Lalitpur, etc.. 

Auf der Basis dieses konkreten Austauschs wurden weitere bilaterale Erfahrungsaustauschtreffen angebahnt, um erste Ideen von Prototypen weiterzuentwickeln. Die Prototypen waren u.a.  

  • Zuliefer-/ und Entladungsflächen und elektronischer Transport über Hubs in der Altstadt von Buenos Aires
  • Kinderfreundliche und verkehrsberuhigte Räume in Bhuj
  • Ausweitung von Fahrradinfrastrukturprojekten und App-Sharing-Lösungen in Lalitpur.

Auf der Basis erster Prototypen wurden konkrete Projektvorschläge entwickelt, die im Anschluss an das Programm Finanzmittel für die Umsetzung eingeworben werden. In der Arbeitsgruppe “Urbaner Raum“ wird Bhuj das Projekt „Sicherer Zugang zu Schulen für Kinder durch kinderfreundliche und verkehrsberuhigte Zonen“ umsetzen. Aus der Arbeitsgruppe Mobilität-Stadtraum- Energie entwickelte sich das Projekt für Belo Horizonte, der Aufbau eines stadtökologischen Labors. Der Austausch in der Arbeitsgruppe Mobilität führte schließlich zum Projekt „Angewandte Technologie zum Be- und Entladen öffentlicher Zonen in Buenos Aires“.

Umsetzung von Green City Pioneer of Change Events

Neben dem internen Netzwerkaustausch in den Arbeitsgruppen wurden weitere Akteure aus anderen Städten weltweit in den Reflexionsprozess für neue klimaneutrale Städtelösungen eingebunden. Hierzu wurden zwei große „Green City Pioneer of Change-Workshops“ organisiert, an dem jeweils mehr als 50 Teilnehmende gute Praktiken vorgestellt bekamen als aber auch in virtuellen Arbeitsgruppen über wesentliche Erfolgsfaktoren und Herausforderungen reflektierten. 

Detailinformationen

Eine Vielzahl von Input-Reden, Videopräsentationen, Präsentationen, Workshopergebnissen und Guten Praktiken finden sich auf der Connective Cities-Webseite

Connective Cities Lab- Experteninput
vom Clusterexperten Oliver Lah (Wuppertal Institut) am 11. 112021: https://community.connective-cities.net/en/node/968

Teilnahme der Arbeitsgruppen an dem Angebot der Design Thinking Workshops
und dessen Dokumentation (15-17.11 2021)

https://community.connective-cities.net/en/node/959

https://community.connective-cities.net/en/node/960

https://community.connective-cities.net/en/node/961

Netzwerktreffen mit Austausch von guten Praktiken
der AG Mobility (31.11.21)

https://community.connective-cities.net/en/node/1102

Netzwerktreffen mit Austausch von guten Praktiken
der AG Urban Space und der AG urban Space, Mobility, Energy (03.12.21)

https://community.connective-cities.net/en/node/1095

Erster Green City Pioneers of Change Event (19.01.2022)
https://community.connective-cities.net/en/node/1111

Zweiter Green City Pioneers of Change Event (25.02.22)

https://community.connective-cities.net/en/node/1130

Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Lindau

Da das Radfahren in der Freizeit und als Alternative zum Auto immer beliebter wird, müssen die Kommunen ihre Radverkehrsinfrastruktur anpassen. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess eingebunden werden.

The Development of Covid-19 recovery solutions at municipal level in the area of digitalisation and crisis management in the Southeast European region (SEE)

This report summarizes the activities developed under the project “The Development of COVID-19 Recovery Solutions at Municipal Level in the Areas of Digitalization and Crisis Management.” The project covered Southeast Europe and was conducted from September 2021 until December 2021.

The Report describes in detail the capacity-building processes conducted to support municipal resilience within the working groups of digitalization and crisis management over the course of several months, while also highlighting good practices that were identified and small urban initiatives that were developed together during the collaboration with urban practitioners from across the SEE region.

Additionally, the report covers processes and steps undertaken to support the expansion of the Connective Cities Network through encouraging more active and practical involvement of its current and new members.

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Weitere Informationen: Präsentationen und Erklärvideo:

Entwicklung von verbesserten Covid-19-Lösungen auf kommunaler Ebene im Bereich der Digitalisierung

Entwicklung von verbesserten Covid-19-Lösungen auf kommunaler Ebene im Bereich des Krisenmanagements

Entwicklung von Strategien zur Verringerung des Katastrophenrisikos von der lokalen bis zur nationalen Ebene durch Nutzung der INFORM-Plattform

Am 29. März veranstaltete die Arbeitsgruppe für risikoinformierte Stadtentwicklung ihren ersten „Insight Moment.“ Dieser wurde gemeinsam von Vertretern der Europäischen Kommission, des Büros der Vereinten Nationen für Katastrophenvorsorge und des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten zum Thema „Nutzung der INFORM-Plattform als Instrument für nationale Behörden zur Entwicklung von Katastrophenvorsorge-Strategien auf verschiedenen Ebenen, von der lokalen bis zur nationalen Ebene“ gehalten.

INFORM suite ist ein Multi-Stakeholder-Forum für die Entwicklung gemeinsamer, quantitativer Analysen, die für humanitäre Krisen und Katastrophen relevant sind. Unter der Leitung der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission umfasst INFORM auch Organisationen aus dem humanitären und Entwicklungssektor, Geber und verschiedene technische Partner. Gemeinsam haben diese Akteure eine Reihe von quantitativen und analytischen Produkten entwickelt, die die Entscheidungsfindung bei humanitären Krisen und Katastrophen unterstützen. Diese Produkte zielen darauf ab, die Entscheidungsfindung in den verschiedenen Phasen des Katastrophenmanagements zu unterstützen, insbesondere in der Präventions-, Bereitschafts- und Reaktionsphase. INFORM entwickelt Instrumente und Methoden für den Einsatz auf globaler Ebene und unterstützt die Anwendung ihrer Produkte auf subnationaler Ebene. Der Umfang und die Anwendung der verschiedenen Produkte der INFORM-Suite können die Lücke schließen, die viele Länder und Städte bei der Nutzung von Risikodaten für die Entwicklungsplanung haben.

Die Global Initiative on Disaster Risk Management (GIDRM) und das Connective Cities Projekt sind den Vertretern von INFORM dankbar, dass sie unserer Connective Cities Community einen Einblick in die Nutzung der Plattform und ihrer Anwendungen in einem realen Kontext gegeben haben. Insbesondere Dr. Karmen POLJANSEK (JRC), die eine Einführung in die INFORM Suite und die Kernprinzipien von INFORM gab; Dr. Andrew THOW (OCHA), der das subnationale Programm von INFORM vorstellte und das subnationale INFORM-Modell für die Sahel-Region präsentierte; Mrs. Galiya IBRAGIMOVA (UNDRR), die die Entwicklung und Umsetzung der subnationalen INFORM-Modelle für Zentralasien und den Kaukasus sowie für Südosteuropa vorstellte, und Dr. Luca GALIMBERTI (JRC), der den Prototyp des subnationalen INFORM-Dashboards einschließlich anderer INFORM-Analysen zeigte.

Der Insight Moment unterstrich die Bedeutung von rigorosen Informationssystemen, die für eine risikoinformierte Stadtentwicklung unerlässlich sind, um qualitativ hochwertige Daten in Echtzeit zu erhalten. Die Verfügbarkeit und Zugänglichkeit eines so leistungsfähigen Instruments wie der INFORM-Plattform und ihrer verschiedenen Produkte erweisen sich als wirksame Lösungen für besonders tief verwurzelte Probleme, die eine widerstandsfähige und nachhaltige Entwicklung weltweit behindern. Die von der GFS entwickelte INFORM-Suite erweist sich als ein unschätzbares Instrument, das zu RIUD beiträgt. Die INFORMS-Kernprinzipien Global, Open, Reliable und Flexible ermöglichen es den Städten, qualitativ hochwertige und quelloffene Daten über die Risiken, mit denen sie konfrontiert sind, zu nutzen, um sicherzustellen, dass die Entwicklung und die Entwicklungsgewinne sowohl auf lokaler als auch auf nationaler und grenzüberschreitender Ebene gesichert werden können.

Die Aufzeichnung der Sitzung und die Präsentationsdateien der Vertreterinnen und Vertreter können über die folgende Seite abgerufen werden: Insight moment – Harnessing the INFORM platform as a tool for national authorities to design the DRR strategies at different levels, from local to national | Connective Cities Network (connective-cities.net).

Die Gemeinde Kibera im Internet halten

Wir sprachen mit Josephine Miliza, Mitbegründerin von TunapandaNET, um herauszufinden, wie die NRO ihre Aktivitäten ausgeweitet hat, um sicherzustellen, dass die Menschen in Kibera, einer informellen Siedlung im Südwesten Nairobis, eine stabile Internetverbindung haben – und damit Zugang zu lebenswichtigen Informationen während der Pandemie.

Es wurde deutlich, dass das Internet eine der wichtigsten Informationsquellen ist. Hören Sie sich an, wie Kibera online bleibt und wie dies die digitale Kompetenz und die Gestaltung digitaler kommunaler Dienstleistungen in einer Post-COVID-19-Zukunft beeinflussen könnte! (Interview in Englisch)

Podcast auf YouTube anhören: https://youtu.be/oirb3zEsyXA

Effizientes integriertes Risikomanagement dank Digitalisierung

Gütersloh ist eine Stadt im Nordwesten Deutschlands und besitzt über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Angesichts der COVID-19-Pandemie war es für die Stadt unerlässlich, effiziente technologische Lösungen zu entwickeln, die die Ausbreitung des Virus kontrollieren und den Schutz der Bevölkerung gewährleisten sollen.