Teilnahmeaufruf: Kommunale Dienstleistungen während der Pandemie

Diese Veranstaltung ist Teil unserer Reihe Internationaler Fachaustausch zu Lernerfahrungen in der Corona-Krise. Deutsche und internationale kommunale Fachkräfte sprechen darüber, wie die Kommunalverwaltungen und kommunale Unternehmen den Umgang mit der Corona-Krise verbessern können. Diese Veranstaltung befasst sich schwerpunktmäßig damit, wie kommunale Dienstleistungen in den Bereichen Wasser und Abfall auch in Krisenzeiten aufrecht erhalten werden können. Praxisbeispiele aus Rostock-Deutschland und der Welt werden vorgestellt und diskutiert. Ziel ist es, den kollegialen Fachaustausch zu fördern, von den Erfahrungen anderer zu lernen und Ideen für eine Zusammenarbeit zu entwickeln.

Zur Registrierung

Wenn Sie weitere Fragen haben, sind Sie herzlich eingeladen uns zu kontaktieren.

Alexander Wagner
alexander.wagner@engagement-global.de
Telefon +49 (0)228-20717-455

Thiago Garcia
thiago.garcia(@)engagement-global.de
Telefon +49 (0)228-20717-633

Erfahrungsaustausch der Kommunen zu COVID-19 – kompakt

Themen: Öffentliche Gesundheit & Krisenmanagement / Wirtschaft, Wohnen & Bildung / Digitalisierung & Kommunikation / Innovationen

Zeit: 23.  November bis 3. Dezember 2020

Städte weltweit sind von den Auswirkungen von COVID-19 stark betroffen. Im Gegensatz zu nationalen Regierungen stehen die Kommunen in engem Kontakt mit ihren Bürgern und sind für die Umsetzung der von den Regierungen beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Koronainfektionen verantwortlich.

Städte weltweit haben auch wichtige Erfahrungen gesammelt, die im globalen Kampf gegen das Virus von immenser Bedeutung sein werden. Die Krise hat gezeigt, wie wichtig die Widerstandsfähigkeit der Kommunen ist: Dies gilt unmittelbar für das lokale Krisenmanagement und die Katastrophenvorsorge sowie für die Notwendigkeit einer ständig anpassungsfähigen Stadtplanung. Die aktuelle Krise hat einmal mehr gezeigt und bewiesen, dass die Widerstandsfähigkeit eine wesentliche Fähigkeit der Kommunen ist.
Um die Herausforderungen der Pandemie auch in Zukunft zu bewältigen und geeignete Lösungen zur Minimierung ihrer negativen Auswirkungen zu finden, ist es jetzt notwendig, aus den Erfahrungen zu lernen und diese auszutauschen, um die gemeinsame Entwicklung weiterer Maßnahmen zu unterstützen.

Im Rahmen seines Internationalen Fachaustausches zu Lernerfahrungen in der Corona-Krise organisiert Connective Cities vom 23.  November bis 3. Dezember 2020 eine virtuelle globale Austauschreihe zum Thema „Municipal Response to COVID-19“ und lädt Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltungsreihe teilzunehmen. Diese internationale Austauschmaßnahme findet in Zusammenarbeit mit engagierten städtischen Praktikern, kommunalen Experten sowie lokalen Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft statt.

Weitere Informationen

Aufruf zur Teilnahme bis zum 9.November: #SolutionsForCities

Weltweit stehen Städte vor ähnlichen Herausforderungen. Was können wir aus der Covid-19 Pandemie lernen? Wie können kreative Lösungsansätze in eine Zeit nach der Krise überführt und nachhaltig nutzbar gemacht werden? Mit dem internationalen, digitalen Ideenwettbewerb #SolutionsForCities wollen wir Antworten auf diese Fragen finden. Wichtige Erkenntnisse aus der Pandemiezeit sollen durch international vernetzte Zusammenarbeit für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung fruchtbar gemacht werden. Initiiert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, soll der Ideenwettbewerb Städte und Kommunen dabei unterstützen, digitale Lösungen für ihre derzeitigen lokalen Herausforderungen zu finden.

In einem zweitägigen, virtuellen Challenge Lab wurden gemeinsam mit den Modellprojekten Smart Cities sowie den Partnerstädten des Internationalen Smart Cities Netzwerks (ISCN) aktuelle Herausforderungen in den jeweiligen Städten identifiziert und klare Fragestellungen dazu entwickelt. Diese Herausforderungen werden ab dem 28. Oktober mit dem Call for Solutions auf der Plattform www.solutionsforcities.de veröffentlicht.

Call for Solutions vom 28. Oktober bis 09. November 2020

Der Call for Solutions ist ein globaler Aufruf zum Einsenden von gemeinwohlorientierten, digitalen Lösungen aus dem Bereich der Smart City. Er richtet sich sowohl an internationale Firmen und Start-Ups, als auch an Kommunen, Forschungsinstitute, Think Tanks sowie die Zivilgesellschaft. Den Call for Solutions startet am 28. Oktober 2020 in Anlehnung an den Smart City Day bei der Smart Country Convention 2020. Bis 09. November 2020 können auf der Plattform www.solutionsforcities.de digitale Lösungen als Antwort auf die veröffentlichten städtischen Herausforderungen eingereicht werden.

Scalathon vom 23. bis 25. November 2020

Nach dem Call for Solutions wählen die teilnehmenden Städte oder Kommunen die für ihre Herausforderungen am besten geeigneten Lösungen aus, und treten mit den entsprechenden Lösungsgebenden als Team im Scalathon an.
Der Scalathon vom 23. – 25. November 2020 bildet das Herzstück des Ideenwettbewerbs. Während des dreitägigen, virtuellen Workshops arbeiten ausgewählte Lösungsgebenden eng mit der jeweiligen Stadt oder Kommune zusammen, entwickeln die digitalen Lösungen weiter und passen sie an die konkreten lokalen Herausforderungen an.

Die Gewinnerteams des Ideenwettbewerbs werden im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung Anfang Dezember bekanntgegeben.

Ausschreibung: Preis der Carl und Anneliese Goerdeler Stiftung 2021

Thema: Vorbildliche Maßnahmen zur Überwindung der Corona bedingten Krise

In Erinnerung an das kommunalpolitische Wirken von Carl Goerdeler als Oberbürgermeister der Stadt Leipzig sowie an seine Widerstandstätigkeit gegen die NS-Herrschaft vergibt die Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung gemeinsam mit den oben angeführten Partnern einen Kommunalpolitischen Preis, um herausragende Leistungen der kommunalen Verwaltungspraxis auszuzeichnen. Die Auszeichnung soll der völkerverbindenden friedlichen Zusammenarbeit von Kommunen und kommunalen Allianzen vor allem in Europa (i.S. der Definition des Europarats) und darüber hinaus dienen. Gleichzeitig soll ein gegenseitiges Lernen zum Nutzen der Einwohner gefördert werden.

Die Ausschreibung steht auch im Kontext der Aktivitäten des Projektes Connective Cities, das als Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Engagement Global gGmbH / Servicestelle Kommunen in der Einen Welt sowie dem Deutschen Städtetag durchgeführt wird. Umsetzungspartner sind u.a. ausgewählte regionale und nationale Stadtverbände in Afrika, Amerika, Europa und Asien sowie deren Mitgliedsstädte. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

Inhaltliche Beschreibung und Zielgruppe

Der Preis dient der Auszeichnung von herausragenden Leistungen (“best practices“) der kommunalen Verwaltung oder regionaler Verantwortungsgemeinschaften, ggfs. auch unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Kräfte. Ausgezeichnet werden soll die Zusammenarbeit von Kommunen oder kommunaler Allianzen unter Beteiligung einer deutschen Kommune oder kommunaler Allianzen. Die Zusammenarbeit sollte in für die Bewältigung der Pandemie relevanten Bereichen (bspw. Gesundheit, Katastrophenschutz, Sicherheit, Städtische Dienstleistungen, Mobilität, Schulen/Bildung, Wirtschaftsförderung oder ähnlichem) erfolgt sein. Dadurch sollten nachhaltige positive Auswirkungen auf folgenden Gebieten erzielt worden sein: Stärkung der Zivilgesellschaft und/oder des sozialen Zusammenhalts, Verbesserung der Daseinsvorsorge, Modernisierung der öffentlichen Verwaltung, Stärkung der Wirtschaftskraft, Förderung der europäischen und globalen Integration.

Förderung

Euro 2.000 (bei zwei oder mehreren gleichwertigen Bewerbungen kann das Preisgeld auch geteilt werden) und öffentlichkeitswirksame Auszeichnung.

Der Bewerbung sind Unterlagen (in Deutsch oder Englisch), die folgende Punkte beachten, beizufügen (max. 10 Seiten):

  1. Ansprechpartner/Kontakt der sich bewerbenden Kommune oder Region
  2. Information über die einreichende Kommune oder Region/Vorstellung der Partnerkommune oder -region
  3. Vorstellung des Lösungsansatzes als „best practise“, ggfs. auch in virtueller Form (showcase)
  4. Akteure (die einbezogen waren)
  5. Erreichter Nutzen für die Bürger*innen
  6. Transferpotenziale

Antragstellung verlängert bis zum 16. November 2020

Bewerbungen sind per E-Mail oder postalisch zu richten an Frau Ellen Kramer, Vorsitzende der Jury, hier vertreten durch Frau Ricarda Meissner, Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Friedrich-Ebert-Allee 36, D 53113 Bonn, Germany, T +49 (0) 228 4460 1138, email: ricarda.meissner@giz.de.

Die Auswahl des Preisträgers oder der Preisträger erfolgt durch eine Jury aus Vertretern der beteiligten Institutionen. Die Juryentscheidung erfolgt unter Beachtung der Grundsätze strikter parteipolitischer Neutralität.  Die Preisverleihung findet jährlich Anfang Februar statt, um an den Todestag Carl Goerdelers am 2. Februar 1945 zu erinnern. Die Verleihung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig und wird vom Oberbürgermeister der Stadt Leipzig im Rahmen einer Festveranstaltung vorgenommen.

Jury

  • Ellen Kramer, Deutsche Gesellschaft für international Zusammenarbeit (GIZ), Vorsitzende
  • Prof. Dr. Ulrich Brieler, Stadt Leipzig
  • Marianne Goerdeler, Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung
  • Lina Furch, Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), Deutsche Sektion
  • Dr. Ferdinand Schuster, Institut für den öffentlichen Sektor

Kontakt

Ricarda Meissner, ricarda.meissner@giz.de,  Tel. 0049(0)228 4460 1138

Klaudia Sonntag, klaudia.Sonntag@giz.de , Tel: 0049 (0) 228 4460 1587

Weitere Informationen zu dem Preis:

Kommunalpolitischer Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung 2021
[pdf, 190 kb]
 

www.publicgovernance.de/goerdelerpreis

Digitalisierung von kommunalen Dienstleistungen in Südosteuropa (SEE) und im Kaukasus

Rund 50 Teilnehmende aus mehr als 23 Kommunen aus Georgien, der Ukraine, Belarus, Moldawien, Kosovo, Serbien, Bosnien und Herzegowina, der Türkei, Armenien, Aserbaidschan und Albanien nahmen an der ersten virtuellen Veranstaltung der Veranstaltungsreihe „Kommunale Reaktion auf die COVID-19-Pandemie“ teil.

Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Prozesse der digitalen Transformation der Städte als Reaktion auf den Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Seit dem Frühstadium der COVID-19-Pandemie erlebten Kommunen auf der ganzen Welt einen starken Impuls, nicht nur ihre bestehenden Dienste zu digitalisieren, sondern auch neue Verfahren zur Bewältigung verschiedener krisenbedingter Anforderungen zu entwickeln. Ziel des Erfahrungsaustausches war es, gute Praxisbeispiele und neue digitale Modalitäten vorzustellen, die uns bereits dabei helfen, uns eine umweltfreundlichere und gerechtere Erholung von der Pandemie und der anhaltenden Klimakrise vorzustellen.

Die virtuelle Veranstaltung bot den Raum für einen interaktiven Erfahrungsaustausch. So haben sich alle Teilnehmenden an der lebhaften Diskussion beteiligt und ihr lokales Fachwissen in den Erfahrungsaustausch eingebracht.

Programm

In der virtuellen Veranstaltung diskutierte Ms Yulia Besplemennova von „Service & System Designer“ Fragen des Service Designs für eine effizientere digitale Transformation auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus wurden drei gute Praxisbeispiele aus Tirana (Albanien), Tiflis (Georgien) und Essen (Deutschland) vorgestellt.

Die moderierte Plenarsitzung bot Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Fachleuten und den Teilnehmenden. Die Teilnehmenden wurden anschließend ermutigt, den Austausch auf der virtuellen Plattform Connective Cities fortzusetzen, wo neben den Sitzungsergebnissen auch weiter Materialien ausgetauscht wurden.

Insgesamt wurden folgende Fragen diskutiert:

  1. Welches waren die größten Herausforderungen für die Kommunalbehörden bei der Unterstützung der Bürger während der Pandemie?
  2. Welche innovativen und digitalen Lösungen haben die Kommunalbehörden eingeführt?
  3. Wie gehen die Stadtverwaltungen mit Gruppen um, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind?
  4. Planen die Stadtverwaltungen, nach der Pandemie andere entwicklungs- oder dienstleistungsbezogene Prioritäten zu setzen?
  5. Welche Lehren lassen sich aus der Sicht der Kommunalbehörden ziehen?

Präsentationen guter Praxisbeispiele

  1. Digitalisierung der städtischen Dienste von Tirana während der COVID-19-Pandemie
    Frau Faola Hodaj, Gemeinde Tirana, Albanien
  2. Gewährleistung der kontinuierlichen Bereitstellung kommunaler Dienstleistungen in Tiflis über eine Web-Plattform mit integrierter Hotline
    Frau Sophio Barnabischwili; Stadtverwaltung Tiflis, Georgien
  3. Einsatz von Innovation und Technologie zur Verbesserung kommunaler Dienstleistungen während des COVID-19-Ausbruchs in Essen, Deutschland
    Herr Peter Adelskamp, Stadt Essen, Deutschland

Ergebnisse

Während der Veranstaltung diskutierten kommunale Praktikerinnen und Praktiker aus mehr als 20 Kommunen die guten Praxisbeispiele aus Südosteuropa, dem Kaukasus und Deutschland. Darüber hinaus tauschten sie ihre Erkenntnisse zum Thema aus und legten den Rahmen für künftige Zusammenarbeit fest. Die Teilnehmenden diskutierten gemeinsam über die wichtigsten Trends, Chancen und Herausforderungen, die sich aus den Entwicklungen kommunaler Maßnahmen im Zuge der COVID-19-Pandemie ergeben haben. Nach der virtuellen Sitzung setzen die Teilnehmenden ihren Austausch auf der virtuellen Plattform Connective Cities in speziellen virtuellen Arbeitsgruppen fort.

Reaktion auf die Pandemie in flüchtlingsaufnehmenden Kommunen

Mehr als 20 kommunale Vertreter aus rund 8 Städten in der MENA-Region nahmen an der sechsten virtuellen Veranstaltung der Reihe zum Wissensaustausch über die kommunale Reaktion auf die COVID-19-Pandemie teil. Ziel der Veranstaltung war es, bewährte Praktiken und besondere Maßnahmen vorzustellen, die auf die Bedürfnisse der gefährdeten Gruppe von Flüchtlingen und ihrer Aufnahmegemeinschaften zugeschnitten sind. So wurde zum Beispiel der Informationsaustausch über lokale Netzwerke von Freiwilligen aus der Gemeinde, religiösen Führern und humanitären Helfern zu einem entscheidenden Faktor im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. Andere wirksame Maßnahmen, die von Flüchtlingsaufnehmenden Kommunen ergriffen wurden, haben den Global Compact für Flüchtlinge in die Tat umgesetzt, um Migranten- und Flüchtlingsgemeinschaften im Zusammenhang mit der Pandemie stärker zu unterstützen.  Die virtuelle Veranstaltung bot Raum für einen interaktiven Erfahrungsaustausch, und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich an einer lebhaften Diskussion beteiligt und ihr lokales Fachwissen in die Diskussion mit Gleichgesinnten eingebracht.

Programm

In dieser virtuellen Sitzung wurden die Erfahrungen der Gemeindeverbände von Dreib Al Awsat und Jurd El Qayteh im Libanon vorgestellt und ihre gute Praxis bei der Entwicklung und dem Einsatz einer Open-Source-Tracking-Anwendung präsentiert.  Darüber hinaus gab der Vertreter des Stadtrates von Irbid (Jordanien) Einblicke in die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Flüchtlinge und Gastgemeinden, die in der Landwirtschaft beschäftigt sind.

Darüber hinaus wurden die folgenden Fragenkomplexe angesprochen:

  1. Was waren die zentralen Herausforderungen für die Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen?
  2. Welche Maßnahmen haben die Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen, ergriffen, um die gefährdete Gruppe von Flüchtlingen zu schützen?
  3. Gibt es irgendwelche Lehren in Bezug auf die Bereitstellung von Dienstleistungen und die Vorbereitung auf Pandemien in Flüchtlingsunterkünften wie Lagern?

Vorträge (zugänglich nur für Mitglieder)

In Arabisch: Pandemiebekämpfung mit der Open-Source-Anwendung „Salamti“ in den Gemeindeverbänden von Jurd Al Qayta und Dreib Al Awsat im Libanon.
Abdul Ilah Zakaria, Vorsitzender der Gewerkschaft Jurd El Qayteh, Libanon
Abboud MerhebVorsitzender der Gewerkschaft Dreib Al Awsat, Libanon
Souraya Hammoud, SKLI

Maßnahmen zur Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Abriegelung auf syrische Flüchtlinge und ihre Aufnahmegemeinschaften in Irbid, Jordanien.
Arabische Version  |  Englische Version
Frau Iman Al Zoubi, Vertreter des Gemeinderats, Irbid-Jordanien

Ergebnisse

Die Pandemiebewältigung in den Gemeindeverbänden von Jurd Al Qayta und Dreib Al Awsat im Libanon, die Flüchtlinge aufnehmen, wurde mit der Open-Source-Anwendung „Salamati“ optimiert. Die Präsentation dieser guten Praxis führte zu einer Gelegenheit zur Zusammenarbeit zwischen den Initiatoren der Salamati-Anwendung und der Großgemeinde Absan in Gaza. Connective Cities wird diese Zusammenarbeit im Rahmen der Folgeaktivitäten erleichtern.

Update zu Folgeaktivitäten: Konkrete Zusammenarbeit auf solider Basis

Connective Cities hat ein Treffen zwischen den Initiatoren und Entwicklern der Salamati-Anwendung an der Balamand-Universität im Libanon und Vertretern der Gemeinde Greater Absan in Gaza (der Bürgermeister Dr. Anwar Abu-Zarifa und Ahmad Abu-Ismail) organisiert, um die Verbreitung der guten Praxis der Salamati-Anwendung in der Gemeinde Greater Absan zu diskutieren. Der Vertreter der GIZ in Gaza hat ebenfalls an dem Treffen teilgenommen.

Es wurde vereinbart, ein Memorandum of Understanding zwischen der Stadtverwaltung und den Initiatoren und Entwicklern der Anwendung zu unterzeichnen Als Startschuss zur Verbreitung bewährter Praktiken, einschließlich der Bereitstellung der Anwendung von Salamati im Großraum Absan.

Bei der Salamati-App handelt es sich um eine GIS-basierte Open-Source-Anwendung, die es den Kommunalbehörden ermöglicht, potenzielle COVID-19-Fälle schnell zu untersuchen und Gebiete und Personen mit hohem Risiko zu klassifizieren. Die Einführung dieses Pilotprojekts wird von SKL International unter den Aspekt der Digitalisierung gefördert. Als Teil des schwedischen Verbands der lokalen Behörden und Regionen (SALAR) arbeitet SKL International weltweit an der Förderung und Stärkung der lokalen und regionalen Selbstverwaltung und Widerstandsfähigkeit. Durch die Unterstützung der aktiven Bürgerschaft in Akkar-Libanon durch die Förderung lokaler Systeme, den Aufbau kommunaler Kapazitäten und die Beteiligung der Gemeinden an kommunalen Entscheidungen, kann auch Covid-19 besser eingedämmt und die negativen Auswirkungen der Pandemie verringert werden.

Initiativen der Zivilgesellschaft als Reaktion auf die Corona-Pandemie

Mehr als 15 Kommunalvertreter aus Jordanien, Palästina, Irak, Tunis, Libyen, Marokko und Algerien nahmen an der vierten virtuellen Veranstaltung der Wissensaustauschreihe zur kommunalen Reaktion auf die COVID-19-Pandemie teil. Ziel der Veranstaltung war es, bewährte Praktiken vorzustellen, die zeigen, was zivilgesellschaftliche Organisationen vor Ort tun und welchen Mehrwert sie für die kommunale Reaktion auf die Pandemie bringen.

Die virtuelle Veranstaltung bot den Raum für einen interaktiven Erfahrungsaustausch, und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich an einer lebhaften Diskussion beteiligt und ihr lokales Fachwissen in die Diskussion eingebracht.

Programm

Bei dieser virtuellen Veranstaltung wurden drei bewährte Praktiken aus Beni-Khalled (Tunesien), Groß-Amman (Jordanien) und Zletin (Libyen) vorgestellt. Die moderierte Plenarsitzung bot Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Vortragenden und den Teilnehmern. Die Teilnehmer wurden dann ermutigt, den Austausch auf der virtuellen Plattform fortzusetzen, auf der neben den Sitzungsergebnissen auch andere Ressourcen ausgetauscht wurden. Insgesamt gingen die Vortragenden auf die folgenden Fragenkomplexe ein:

  1. Was waren die zentralen Herausforderungen für zivilgesellschaftliche Organisationen in ihrer Rolle der Unterstützung von Gemeinden während der Pandemie?
  2. Welche Massnahmen haben die zivilgesellschaftlichen Organisationen ergriffen, um die Gemeinden während der Pandemie zu unterstützen?
  3. Wie gehen die zivilgesellschaftlichen Organisationen mit gefährdeten Gruppen um, die am stärksten von der Pandemie betroffen waren?
  4. Arbeiten die zivilgesellschaftlichen Organisationen mit den Gemeinden zusammen, um nach der Pandemie unterschiedliche entwicklungs- oder dienstleistungsbezogene Prioritäten zu setzen?
  5. Welche Lehren lassen sich aus der Sicht der zivilgesellschaftlichen Organisationen ziehen?

Präsentationen von bewährten Praktiken (zugänglich für Mitglieder):

In Arabisch: Zivilgesellschaftliche Initiativen zur Unterstützung der kommunalen Reaktion auf die Pandemie in Beni-Khalled, Tunesien, und des kommunalen Entwicklungssektors.
Frau Leila Ben Gacem, Gemeinde Beni-Khalled, Tunesien

In Arabisch: Die Rolle der Zivilgesellschaft und des Gemeindeentwicklungssektors in der Großstadtgemeinde Amman.
Frau Ghaida’a Al Hadidi; Stadtbezirk Groß-Amman

In Arabisch: Initiativen der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors zur Linderung der Auswirkungen der Pandemie und der Abriegelung in Zletin, Libyen
Dr. Taha Wali; Stadtverwaltung Zletin in Libyen

Ergebnisse

Die Beiträge und die anschließende Diskussion bestätigten die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft bei der Überwachung der Auswirkungen der Pandemie auf die kommunale Dienstleistungserbringung und bei der Erleichterung der Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinschaften. Dies verbessert die Gewährleistung kontextrelevanter Reaktionen.

Um die Initiativen in den Gemeinden weiterzuführen, bot Connective Cities einen praxisorientierten Austausch zwischen den Netzwerkmitgliedern auf der Connective-Cities-Plattform an, auf der die Mitglieder ihre Herausforderungen und Interventionen bei der Bereitstellung ihrer zivilgesellschaftlichen Antworten austauschen konnten

Weitere Informationen: COVID-19 Update

Urban Gardening: Städtische Grünflächen für soziale und wirtschaftliche Resilienz

Connective Cities hatte gemeinsam mit Partnern aus 5 Bezirken von Berlin/Deutschland und weiteren 10 Kommunen in 6 Ländern vom 22. bis 24. April in Berlin eine Dialogveranstaltung zum Thema Urban Gardening vorbereitet. Diese Veranstaltung muss leider aufgrund von Reise- und Kontaktbeschränkungen als Reaktion auf die Covid-19 Pandemie auf das Frühjahr 2021 verschoben werden.

Gemeinsam mit den ursprünglichen Teilnehmern wurde am 22. September ein virtueller Austausch vorbereitet, mit dem Ziel, die Teilnehmer der Dialogveranstaltung zusammenzubringen, um Aspekte des Urban Gardening – die Covid-19-Krise im Zusammenhang mit der Stadtgartenpolitik und den Herausforderungen des Urban Gardening – zu diskutieren und sich für die nächstjährige Dialogveranstaltung vorzubereiten.

Der Austausch konzentrierte sich auf die Rolle des Urban Gardenings beim Aufbau sozialer Widerstandsfähigkeit und beinhaltete drei Präsentationen, die zu lebhaften Diskussionen anregten. Dr. Carolin Mees war die Hauptrednerin und berichtete über ihre Erfahrungen mit der Entwicklung und Politik des Urban Gardenings in New York City. Ihr folgte Paul Yeboah, der ein gute Praxisbeispiel aus Ghana vorstellte. Es handelte sich um ein zivilgesellschaftliches Projekt namens „Ghana Permaculture Urban Garden Project“ zur Förderung des nachhaltigen städtischen Gartenbaus und der Nahrungsmittelproduktion in der Gemeinde Techiman. Den dritten Beitrag lieferte Cornelia Mirke aus dem Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf mit einer wunderschön produzierten Kurzdokumentation über die Geschichte und die aktuelle Rolle der städtischen Gärten im Bezirk.

Die Dokumentation kann unter folgendem Link auf YouTube angesehen werden:
https://www.youtube.com/watch?v=69jKSmA9P8c.

Teilnahmeaufruf: Die Rolle von Innovationen bei der Eindämmung der Auswirkungen der Pandemie

Die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste Krise hat weltweit zahlreiche Initiativen zur Entwicklung innovativer Lösungen hervorgebracht, die darauf abzielen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern und seine katastrophalen Auswirkungen einzudämmen.
Beispiele für diese wirkungsvollen Innovationen sind Labore im schichtbetrieb, Fern-Screening und -Überwachung von Patienten, innovativer Gesichtsschutz, kostengünstige Beatmungsgeräte und die Mobilisierung von 3D-Druck und Robotik zur Herstellung lebenswichtiger medizinischer Geräte oder Testkits. Insgesamt haben die registrierten Fortschritte an dieser Front den zugrunde liegenden und langfristig kritischeren Bedarf an besseren Ressourcen und der Institutionalisierung strategischer Innovationen beim Wiederaufbau lokaler Kapazitäten des Gesundheits- und Wirtschaftssektors deutlich gemacht. Einige Expertenmeinungen sprechen sich für größere Investitionen in die Entwicklung von Plattformen für Diagnostika, Impfstoffe und Therapeutika als Mittel zur Überwindung der enormen wirtschaftlichen Belastung durch diese Pandemie aus. Ebenso ist die Unterstützung und Finanzierung hochinnovativer Start-ups, Scale-ups und KMU für die schnelle Erholung der Wirtschaft von entscheidender Bedeutung.
Angesichts der Dringlichkeit innovativer Lösungen für die Pandemie ist die gemeinsame Nutzung bestehender und sich abzeichnender bahnbrechender Errungenschaften von äußerster Wichtigkeit. Die gemeinsame Nutzung und Verbreitung solchen Wissens kann potenziell die Bildung von Partnerschaften erleichtern, die wiederum entscheidend für die Einleitung strategischer und operativer Reaktionen auf die kurzfristigen Herausforderungen, die sich aus COVID-19 ergeben, sowie für die langfristige Planung der Erholung sind.

Zu diesem Zweck stellt diese virtuelle Veranstaltung zum Wissensaustausch laufende Initiativen an der Basis vor, die gemeinsam von lokalen und nationalen Einrichtungen, Forschungseinrichtungen und dem Privatsektor entwickelt werden. Insbesondere werden die Initiative FIGHTCORONA.AC1 aus Aachen (Deutschland), das Projekt COV-Fight2 aus Biskra (Algerien) sowie die bewährte Praxis der Anwendung der 3D-Drucktechnologie für die Herstellung von medizinischem Material3 in Batnah (Algerien) vorgestellt.

Konferenzsprachen sind Englisch und Arabisch (synchron).

Datum: 14. Oktober 2020
Zeit: 13:00 -14:45 Uhr (CEST)

Weitere Informationen (in Englisch): Programme [pdf]

Wenn Sie Fragen zur Veranstaltung und zum Registirerungsprozess haben, können Sie gerne
Alice Balbo, Connective Cities Projektleiterin beim Deutschen Städtetag kontaktieren:
Alice.Balb@staedtetag.de

Teilnahmeaufruf: Infektionen vermeiden durch Abstand, Kommunikation und Unterstützung des informellen Sektors

Kurz nach dem Ausbruch der COVID-19 Welle in Europa, hat der Virus auch Lateinamerika stark getroffen. Die aktuellen Herausforderungen in der Bekämpfung der Pandemie benötigen eine kombinierte Lösungsstrategie aus medizinischer Versorgung, ordnungspolitischen Infektionsschutzmaßnahmen sowie kurzfristigen wirtschaftlichen Überbrückungshilfen – und das mit Hilfe einer angemessenen und überzeugenden Kommunikation. Wie können hier Städte und Kommunen einen Beitrag leisten?

Auch wenn viele lateinamerikanische Länder sehr früh strenge Maßnahmen bis hin zu Ausgangssperren im Sinne des oben genannten Abstandsgebotes verordneten, konnte damit die Pandemie nicht eingedämmt werden – die Infektionszahlen steigen weiterhin in vielen Ländern an.

In Lateinamerika kommen weitere wichtige Faktoren ins Spiel: ein entscheidender Faktor ist der hohe Anteil von Beschäftigten im informellen (urbanen) Sektor, der aus dicht besiedelten Stadtrandgebieten in das Stadtzentrum pendeln muss um dort der täglichen Arbeit nachzugehen. Die Option Home-Office besteht für den informellen Sektor nicht, denn der Verzicht auf den Tagelohn ist nicht tragbar. Daraus folgt, dass Abstandsregeln für einen Großteil der Gesamtbevölkerung, der im informellen Sektor tätig ist, faktisch nicht einzuhalten ist.

Neben der wirtschaftlichen Unterstützung ist es maßgeblich Infektionsketten zu verfolgen. Ohne genaue Beobach-tung der Infizierten und der Rückverfolgung von Infektionsketten, führen Abstandsregeln nicht zum Erfolg. Hierbei ist auch die Kommunikation bzw. die Stärkung der öffentlichen Aufmerksamkeit, ein wichtiger Faktor.

Connective Cities bietet Städten und Kommunen die Möglichkeit ihre Erfahrungen und Erfolgsstrategien untereinan-der auszutauschen und über Herausforderungen gemeinsam zu beraten. Dabei werden Lösungsansätze aus deut-schen Städten sowie Städten der Region Lateinamerika vorgestellt. Falls Sie ein Praxisbeispiel aus Ihrer Stadt präsentieren möchten oder aber eine bestimmte Herausforderung diskutieren möchten, laden wir Sie herzlichst zur Teilnahme an unserer Veranstaltung ein.

Nach der virtuellen Sitzung können die Teilnehmer ihren Austausch auf der virtuellen Plattform von Connective Cities in speziellen virtuellen Arbeitsgruppen fortsetzen. Eine virtuelle Folgeveranstaltung (am 05.11.2020) bietet die Möglichkeit erarbeitete Lösungsansätze zu vertiefen und mögliche Projektideen weiterzuentwickeln.

Datum: 14. Oktober 2020 (Teil1) und 05. November 2020 (Teil 2)
Uhrzeit: 16:00 – 18:30 Uhr
Sprache: Spanisch / Portugiesisch

Anmeldeschluss: 09. Oktober 2020

Weitere Informationen: Konzeptpapier (DE), Papel de conceito (PT), Documento conceptual (ES)

Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich bitte an:

Paulina Koschmieder, paulina.koschmieder@giz.de