COVID-19: Die lokale Umsetzung von Impfstrategien und Impfkommunikation in Kommunen

Seit Dezember 2020 organisieren Kommunen weltweit die Impfung ihrer Bürgerinnen und Bürger gegen COVID-19. Sie müssen nicht nur für einen reibungslosen Ablauf der Impfungen sorgen, sondern auch mit innovativen Kommunikationsstrategien das Vertrauen der Menschen gewinnen und vulnerable Gruppen wie ältere Menschen und Geflüchtete mit wichtigen Informationen zur Impfung erreichen.

Der virtuelle Fachaustausch zu Impfstrategien und Impfkommunikation am 22. und 25. März 2021, an dem acht Kommunen und zwei Kommunalverbände aus Deutschland, Israel, Kolumbien, Serbien und Togo teilnahmen, ist Teil einer COVID-19-Veranstaltungsserie der internationalen Städteplattform Connective Cities. Die Online-Veranstaltungsreihe gibt Kommunen aus aller Welt seit Sommer 2020 die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zu teilen, sich gegenseitig zur Bewältigung der Covid-19-Pandemie zu beraten und gemeinsam Lösungen zum Pandemiemanagement zu erarbeiten.

Tourismus in Nepal und die COVID-19 Pandemie

Die im Himalaya gelegene Bergnation Nepal, mit ca. 30 Millionen Einwohnern, gehört zu den ärmsten Ländern Asiens. Das Land hat nur eine geringe Wirtschaftskraft und ist auf Devisen aus dem Ausland gewiesen, die vor allem auch über den Tourismus erwirtschaftet werden. Sowohl die einzigartige Berglandschaft im Himalaya, die historischen Städte im Kathmandutal, als auch der in Nepal gelegene Geburtsort Buddhas in Lumbini, zogen jedes Jahr Millionen von Touristen an. Für das durch die nepalesische Regierung zum Tourismusjahr erklärte Jahr 2020 rechnete Nepal mit über zwei Millionen Touristen – bis die Corona Pandemie ausbrach.

Innerhalb nur weniger Wochen brach die zuvor florierende Tourismusindustrie zusammen und über 230.000 Jobs im Tourismussektor waren gefährdet. In einem Land, in dem nur zehn Prozent der Beschäftigten eine Sozialversicherung haben, hat das gravierende Auswirkungen auf Wirtschaft und Bevölkerung.

Auch die im Kathmandu Tal gelegene Stadt Patan (Lalitpur Metropolitan City), deren zentraler Durbar Platz Unesco Weltkulturerbe ist, musste sich Strategien für die stark getroffene Tourismusbranche überlegen. Während derzeit die Landesgrenzen noch geschlossen sind und kein internationaler Tourismus in Nepal stattfindet, hat die Stadt Maßnahmen ergriffen, um langfristig den Tourismus in Patan zu stärken und kurzfristig die Einkommensverluste zumindest teilweise auszugleichen.

So versucht Patan unter anderem den einheimischen Tourismus zu fördern. Insbesondere das historische Zentrum ist für Einheimische interessant, die bei Stadtführungen die auch ihnen oft unbekannte Geschichte der Stadt entdecken können.

Die Zeit, bis wieder internationale Touristen Nepal besuchen können, überbrückt die Stadt außerdem mit Vorbereitungsmaßnahmen. So werden z.B. alte, historische Gebäude saniert und die einheimische Küche und Home Stays vermarktet. Auch ein Nachtmarkt soll zukünftig im Zentrum Patans stattfinden. Durch eine breitere Produktpalette soll Patan in Zukunft noch attraktiver für einheimische und internationale Touristen werden.

Dabei arbeitet die Stadt bei der Strategieentwicklung für diese Übergangsphase eng mit den Hauptakteuren aus dem Tourismus zusammen.

Die in Patan ergriffenen Maßnahmen setzen allerdings voraus, dass die Landesgrenzen bald wieder geöffnet sind und internationaler Tourismus, vor allem aus Indien und China, wieder stattfinden kann.

Weitere Informationen:

Responding to COVID -19 Challenges- How Nepal’s Tourism Sector, in collaboration with the local cities, is finding its way out
Deepak Adhikary, Principal Consultant and CEO, Frontline Development Solutions, USA

Good Practice: Strategies and Actions to get Tourist back to Patan (Nepal)
Prafulla Pradhan, Advisor, Lalitpur Metropolitan City, Nepal

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentationen zu Nepal beginnt bei Min. 63): Tourism Sector addressing the Pandemic – Working with Local Municipalities (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontakt

Lalitpur Metropolitan City, Nepal info@lmc.gov.np

Teilnahmeaufruf: Kommunale Antworten auf COVID-19 im Wirtschaftsbereich

Gemeinsam mit der Policy and Management Consulting Group (PMCG) lädt Connective Cities hiermit kommunale Fachleute zu einem internationalen Fachautausch zum Thema wirtschaftliche Erholung ein.
Was bringt die Zeit nach COVID -19 für die Wirtschaft? Welche Potenziale ergeben sich daraus für Kommunen und wie können sie den Wandel für sich nutzen?

Die Veranstaltung ist für die Region Südosteuropa und internationale Akteure aus Kommunen und lokale Wirtschaftsexperten konzipiert, um über die Effektivität von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie zu sprechen.
Diese Connective Cities-Veranstaltung soll einen internationalen Dialog ermöglichen, der regionale und kommunale Ansätze, Lösungen und gute Praktiken zur schnellen Wiederherstellung von Unternehmen aufzeigt und vergleicht.

Hauptbestandteile der Konferenz

Um die Diskussion über dieses weite Feld auf praktischer Ebene zu erleichtern, wird die Dialogveranstaltung von Connective Cities in drei spezifische Teile gegliedert sein:

  • Präsentation der Methodik und der Ergebnisse der Studie zu COVID-19 Geschäftsreaktionen innerhalb des Connective Cities Netzwerks
  • Austausch von Praktikern und Praktikerinnen – Präsentationen von Good Practices in Richtung wirtschaftliche Erhloung
  • Interaktives Panel über die Effektivität von Business Recovery Plans auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie

Sprache der Veranstaltung ist Englisch.
Weitere Informationen: Agenda [pdf]

Konferenzteilnahme und Kontakt

Wenn Sie aktiv an der Veranstaltung teilnehmen möchten, sind Sie herzlich eingeladen, sich für einen Platz zu bewerben. Bitte senden Sie uns eine E-Mail mit der Angabe Ihrer Position und Organisation. Wir freuen uns über die Teilnahme von bis zu zwei Fachleuten pro Kommune, die aktiv an Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung arbeiten.
Wenn Sie Fragen zur Veranstaltung oder zum Ablauf der Teilnahme haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:

Elene Samukashvili, Elene.samukashvili@giz.de

„Digitales Schaufenster“ Darmstadt

Die Covid-19 Pandemie stellt den Einzelhandel und die Gastronomie vor große Herausforderungen. Während des Lockdowns mussten auch kleine lokale Läden in Deutschland temporär schließen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Süden Hessens reagierte darauf erfolgreich mit dem Projekt „Digitales Schaufenster“. Auf der zentralen Shoppings-Plattform der Stadt können Einzelhändler und Gastronomen ihre Waren und Dienstleistungen anbieten.

Bereits im Jahr 2019 wurde das Projekt mit rund 25 teilnehmenden Läden und Restaurants angestoßen. Nach Beginn der Pandemie intensivierte die deutsche Stadt ihre Bemühungen die Plattform auszubauen, weil das Interesse deutlich gestiegen ist. Derzeit sind über 500 lokale Restaurants und Läden vertreten und das “Digitales Schaufenster” verzeichnet rund 700 Zugriffe pro Tag. Auf der Plattform können Interessierte die Kontaktdaten, die Öffnungszeiten, die Social Media Kanälen und den Online-Shop der Unternehmen einsehen.

Was führte zu dem Erfolg des “Digitales Schaufensters“? Ein wesentlicher Baustein war, die Vernetzung anderer Stadtprojekte mit der Plattform. Zum Beispiel ist der sogenannte „Darmstadt City Voucher“ online integriert worden. Darmstadt bietet zudem eine kostenlose Lieferung der Produkte an.  Auch lokale Veranstaltungen, wie beispielsweise ein Kunsthändler-Markt oder das Weinfest der Stadt, werden auf der Internetseite beworben. Da die Händler und Händlerinnen selbst für ihre Beiträge und Daten verantwortlich sind, bleibt das „Digitales Schaufenster“ stets aktuell.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war es, dass Darmstadt die Händler kostenlos fotografierte, um den online Handel zu personalisieren. Dadurch ist das „Digitales Schaufenster“ deutlich persönlicher als andere online Shoppings Seiten, wie Amazon. Durch die Personalisierung stieg auch die Solidarität mit den Händlern innerhalb der Bevölkerung. Das Projekt „Digitales Schaufenster“ wird sicherlich auch nach der Pandemie seine Daseinsberechtigung haben und lokales Einkaufen attraktiv machen.

Weitere Informationen:

Good Practice “Digitales Schaufenster” Digitised shopping windows (pdf)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Darmstadt beginnt bei Min. 83): The role of digitalised public services as reactions to the COVID 19-pandemic (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform )

Digitales Schaufenster: https://www.darmstadt-citymarketing.de/digitales-schaufenster/

Kontakt:

Für deutsche Anfragen:

Anke Jansen, Citymanagerin
Darmstadt Citymarketing e.V.
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134520
citymarketing@darmstadt.de

Für englische Anfragen:

Agnes Allig, Stadt- und Touristikmarketing
Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134510
touristikmarketing@darmstadt.de

Straßen für alle – die neuen Alleen Glasgows

Die Pandemie hat unser aller Alltag grundlegend verändert. Statt in geschlossenen Räumen treffen wir uns draußen und statt mit dem Bus oder der Bahn zu fahren, nutzen wir das Fahrrad oder manchmal auch das Auto. Städte müssen auf dieses geänderte Verhalten der Bevölkerung reagieren.

Glasgow, die größte Stadt Schottlands, deren zentrale Straßen lange dem Autoverkehr vorbehalten waren, hat sich dieser Herausforderung gestellt, indem sie in umfassenden Maßnahmen mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger und neue zentrale Grünflächen geschaffen haben.

Während der Pandemie wurde Platz für Radfahrer und Fußgänger in Glasgow provisorisch mit Plastikelementen von den Straßen abgetrennt und ihnen damit mehr Raum gegeben Damit reagierte die Stadt erfolgreich auf die neuen Bedürfnisse der Bewohner und Bewohnerinnen.

Langfristig leidet das Straßenbild aber unter den unansehnlichen Plastikelementen und auch das Wohlbefinden ihrer Bewohner.

Deswegen sollen in der langfristigen Alleen-Strategie in Glasgows Zentrum bis 2027 21 Straßen mit durchgehenden Fahrrad- und Fußwegen in Kombination mit einer umfassenden Begrünung angelegt werden. Die neuen Alleen sollen zentrale Orte verknüpfen und anliegende Viertel besser anbinden.

Durch die Begrünung findet eine Verschönerung der davor häufig komplett betonierten Straßen statt, und durch mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer wird der motorisierte Verkehr deutlich reduziert. Somit passt sich nicht nur die Funktionalität der Straße den neuen Bedürfnissen der Bevölkerung an, sondern die neuen Alleen sind auch visuell deutlich attraktiver. Dadurch steigt die Standortattraktivität für den Einzelhandel und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Kombiniert mit neuen Technologien, wie einer individuell steuerbaren LED-Beleuchtung wird das Zentrum Glasgows so fit für die Zukunft gemacht.

Weitere Informationen

Glasgows Avenue Strategy & the Role of Beauty in Public Spaces (PDF)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Glasgow beginnt bei Min. 78): COVID-19 – A chance for urban green recovery? (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontakt

Jamie Shields, Development and Regeneration Services, Glasgow City Council, UK  jamie.shields@glasgow.gov.uk

Paola Pasino, Development and Regeneration Services, Glasgow City Council, UK paola.pasino@glasgow.gov.uk

Kommunale Antworten auf die COVID-19 Pandemie: Smart-City-Entwicklung vorantreiben

Am 29. April fand im Rahmen des laufenden angewandten Forschungsprojekts „Recherche von Guten Praktiken und Moderation von virtuellen Veranstaltungen zum Thema Gesundheit, Wirtschaft und Governance auf kommunaler Ebene in Zeiten von COVID-19“ ein virtueller Workshop zu Smart-City-Entwicklung statt. 

Im Mittelpunkt des Workshops standen ein Überblick über die EU-Green-Deal-Agenda, Smart-Cities-Modelle und -Konzepte sowie die Vorteile der Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen und Möglichkeiten finanzieller Anreize während der Pandemie.

Etwa 15 Teilnehmende aus Albanien, Armenien, Bulgarien, Kolumbien, Kirgisistan, Moldawien, Philippinen, Polen, Ukraine und Georgien nahmen an dem Workshop teil.

Schwerpunkte der Veranstaltung waren

  • Vorstellung des Konzepts des European-Green-Deal
  • Vorstellung von Modellen und Konzepten zur Entwicklung von Smart Cities
  • Bereitstellung von Digitalisierungslösungen für Kommunen in der Pandemiezeit
  • Aufzeigen von möglichen Finanzierungsquellen
  • Bereitstellung von Schlussfolgerungen und Vorschlägen für mögliche nächste Schritte

Nach der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmenden Zertifikate über den Abschluss des Workshops.

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde mit der Begrüßung durch Dr. Piotr Żuber eröffnet. Dr. Żuber lieferte Hintergrundinformationen zum Workshop und gab einen kurzen Überblick über die Tagesordnung. Nach der Einführung leitete Frau Daiva Matonienė, internationale Beraterin, in die Kernsitzungen über.

Zwei Hauptthemen der Veranstaltung waren:

  • Smart-City-Entwicklung: Innovationen und Schlüsseltreiber
  • Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen in der Pandemiezeit

Nach jeder Sitzung wurden die relevanten Themen diskutiert. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre Praktiken zu präsentieren und Herausforderungen in den Smart-City-Entwicklungsprozessen aus ihren Kommunen zu teilen.

Präsentationen

European Green Deal and Smart City Development
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Improvement of local actors, project management in Lithuania
Mr. Arunas Grazulis, Expert of Public Policy and European Union programmes

Smart cities development models and concepts
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Digitalization- the future is today
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

“ALL-IN-ONE” solution suite for smart municipalities
Mr. Edgaras Engelmanas, Head of Export, IRTC

International practices of the deposit refund system
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Financial attraction possibilities
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Ergebnisse

Während des Online-Workshops tauschten Vertreterinnen und Vertreter aus einer Vielzahl von Kommunen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Smart-City-Entwicklung aus.

Die Teilnehmenden wurden in Themen wie: Entwicklung eines grünen Sanierungsplans, innovative Werkzeuge für die Digitalisierung und öffentlich-private Partnerschaften eingeführt. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmenden Empfehlungen zur Anwerbung von potenziellen Geldgebern und Fördermitteln sowie Tipps für weitere Schritte. Den Gemeindevertreterinnen und -vertretern wurden Kontaktinformationen von Fachleuten und Unternehmen mit Erfahrung auf dem Gebiet der intelligenten Stadtentwicklung gegeben, um weitere Kooperationsmöglichkeiten zu unterstützen.

Kommunale Antworten auf die COVID-19 Pandemie: Krisenmanagement

Am 28. April fand im Rahmen der Connective Cities Reihe Kommunale Antworten auf die Covid-19 Pandemie ein virtueller Workshop zum Thema Krisenmanagement statt. Insbesondere beschäftigten sich die Teilnehmenden dabei mit der Bedeutung sektorübergreifender Zusammenarbeit und schneller Kommunikationsstrategien unter unvorhersehbaren Umständen.

Etwa 15 Teilnehmende aus Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Moldawien und der Ukraine nahmen an dem Workshop teil.

Schwerpunkte der Veranstaltung waren

  • Vorstellung von Krisenkommunikationsstrategien/-ansätzen
  • Einführung in die Methodik der gemeindebasierten Katastrophenrisikominderung
  • Empfehlungen über mögliche nächste Schritte

Nach der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmenden Zertifikate über den Abschluss des Workshops.

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde mit einer Begrüßung durch Dr. Piotr Żuber eröffnet. Dr. Żuber lieferte Hintergrundinformationen zum Workshop und gab einen kurzen Überblick über die Tagesordnung. Im Anschluss an die Einführung leitete Herr Edmunds Akitis, internationaler Berater, den Hauptteil der Veranstaltung ein.

Der Workshop drehte sich um die folgenden drei Hauptthemen:

  • Krisenkommunikation
  • Besserer Wiederaufbau in der Pandemiezeit / Recovery
  • Gemeindebasiertes Katastrophenrisikomanagement

Zu jedem der Themen folgte eine Frage- und Antwortrunde, die es den Teilnehmenden ermöglichte, den Inhalt zu diskutieren und zu reflektieren. Auch hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, Praktiken und Herausforderungen des Krisenmanagements aus ihren jeweiligen Gemeinden vorzustellen.

Präsentationen

  1. Allgemeine Präsentation des Krisenmanagements – Herr Edmunds Akitis, internationaler Berater
  2. Bewertung von guten kommunalen Praktiken in der Pandemiezeit – Herr Edmunds Akitis, internationaler Berater
  3. Methodik der gemeindebasierten Katastrophenrisikomanagementplanung – Herr Edmunds Akitis, internationaler Berater

Ergebnisse

Während des Online-Workshops tauschten Vertreterinnen und Vertreter aus einer Vielzahl von Gemeinden ihre Erfahrungen und Erkenntnisse über Kommunikationsstrategien in der Krise in ihren Gemeinden aus. Darüber hinaus setzten sie sich mit einigen guten Praktiken sowie allgemein anerkannten Strukturen von Kommunikationsansätzen auseinander. Die Identifizierung von Fake News und die Einrichtung von Frühwarnsystemen waren einige der hervorgehobenen Themen, die während der Veranstaltung diskutiert wurden.

Mehrdimensional: Das Covid-19-Stadterneuerungsprogramm „Lviv tomorrow“

Die Ukraine wurde wie die meisten Länder weltweit im März 2020 stark von Corona getroffen. Die einzelnen Städte erfuhren nur geringe staatliche Unterstützung und waren bei der Bekämpfung von und dem Umgang mit COVID-19 größtenteils auf sich selbst gestellt. Trotz dieser Herausforderung und nur geringen finanziellen Ressourcen im städtischen Haushalt, gelang es der Stadt Lviv schnell und effektiv Maßnahmen zu ergreifen.

Die im Nordwesten der Ukraine gelegene Stadt mit ca. 750.000 Einwohnern etablierte das Programm „Lviv tomorrow“, das die negativen Folgen von COVID-19 abmildert und die Voraussetzung für eine Verbesserung der sozialen, ökonomischen und kulturellen Situation in der Stadt schafft. Das Programm besteht aus 80 unterschiedlichen Projekten, von denen über 50 bereits implementiert wurden.

Ein wichtiges Standbein des Programms sind die Themen Sicherheit und Gesundheit. Die Stadt Lviv verdoppelte die Zahl der zu Verfügung stehenden Krankenhausbetten und richtete ein eigenes COVID-19 Testlabor ein. So konnte die Zahl der COVID-19 Tests von 200-400 auf über 3000 täglich erhöht werden, wodurch die Nachverfolgung der Infizierten erheblich beschleunigt und die Pandemiebekämpfung verbessert werden konnte.

Die Stadt etablierte auch neue, digitale Lösungen, die es der Bevölkerung vereinfachen, zuhause zu bleiben. So wurde ein Portal geschaffen, in dem die Bevölkerung digital für städtische Dienstleistungen bezahlen kann.

Besonders der Kulturbetrieb wurde von den zur Pandemiebekämpfung notwendigen Einschränkungen stark getroffen. Die Stadt Lviv wirkt dem entgegen, indem sie Open Air Veranstaltungen und kleinere Events, z.B. auf Balkonen, fördert. So können nicht nur Arbeitsplätze in der Kulturbranche erhalten werden, sondern auch ein Teil der Lebensqualität in der Stadt bestehen bleiben. Insbesondere in den unsicheren Zeiten während der Pandemie sind kulturelle Veranstaltungen außerdem eine wichtige psychische Stütze für die Bevölkerung.

Ein weiterer Bestandteil des Programms „Lviv tomorrow“ ist die Wirtschaftsförderung. So werden in einem Projekt lokale Produzenten von Lebensmitteln unterstützt. In Zusammenarbeit mit Supermärkten werden in Lviv produzierte Lebensmittel gefördert und mit „Made in Lviv“ Aufklebern gekennzeichnet.

Die Stadt Lviv setzt mit dem umfassenden Programm „Lviv tomorrow“ auf vielen verschiedenen Ebenen an, um die Pandemie und deren Auswirkungen zu bekämpfen. Nicht nur die unmittelbaren Aspekte der Pandemie, wie die Zahl der Krankenhausbetten, sondern auch andere Bereiche des Zusammenlebens, wie der Kulturbetrieb, werden miteinbezogen. Somit wird nicht nur akut die Ausbreitung von Corona bekämpft, sondern auch eine langfristige Perspektive für die Post COVID-19 Stadt geschaffen.

Kontakt:

Mr. Oleksandr Kobzarev
Director of the City Institute. Center of strategic planning in Lviv, Ukraine
o.kobzarev@city-institute.org

Weitere Informationen:

LVIV TOMORROW. RESTORATION PROGRAM [pdf 11 Seiten]

Interaktive Präsentation über Lviv (nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Die Zusammenarbeit im MENA-Netzwerk nimmt Fahrt auf

Ein Vorschlag für eine Initiative zum Wissensaustausch zwischen den Gemeinden Abasan Al-Kabira – Palästina und Hazmieh – Libanon wurde von UN-Habitat bei der Arabischen Landinitiative eingereicht. Dem Vorschlag zufolge wird Hazmieh Abasan bei allen gemeinsamen Aktionen unterstützen, die eine gegenseitige Verbesserung in den Bereichen, die in ihre Zuständigkeit fallen, fördern können, insbesondere im Hinblick auf die Beteiligung der Jugend am Entscheidungsprozess und die Integration von GIS in kommunale Verwaltungsprozesse.  Die Vertreter der Gemeinden Abasan und Hazmieh trafen sich erstmals im Rahmen des Connective Cities Netzwerks.
 

Im Rahmen des kommunalen Peer-Learnings und Wissenstransfers und in Abstimmung mit ESFD haben die Gemeinde Hazmieh und der Gemeindeverband Al-Buhaira ihre Best Practices während eines Peer-Learning-Besuchs am 18. März 2021 in Hazmieh ausgetauscht. Während des Studienbesuchs wurde das fortschrittliche GIS-Dashboard von Hazmieh vorgestellt, das die Planung, Überwachung und Ausführung von kommunalen Tätigkeiten unterstützt.   Das bestehende GIS-Dashboard hat dazu beigetragen, die lokale Verwaltung in verschiedenen Bereichen wie Finanzen, Wirtschaft, Investitionen und Notfallmaßnahmen zu optimieren. Im Einklang mit dem Ziel von Connective Cities setzt sich die Stadtverwaltung Hazmieh weiterhin für die Förderung des Wissensaustauschs zwischen den Netzwerkmitgliedern ein und stärkt damit die Rolle der Kommunen als Hauptantreiber eines positiven Wandels auf lokaler Ebene.

Kommunale Maßnahmen zu COVID-19 im Bereich Governance

Rund 50 Teilnehmer aus Georgien, der Ukraine, Weißrussland, Moldawien, Montenegro, Polen, Kirgisistan, Rumänien, der Tschechischen Republik, Estland, Bosnien und Herzegowina, Argentinien, Bolivien, Armenien, Aserbaidschan, Albanien und Deutschland (16 Länder) nahmen an der virtuellen Veranstaltung der Wissensaustauschreihe zu kommunalen Antworten auf COVID-19 im Bereich Governance teil.
Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Erforschung der Rolle von E-Governance bei der Bekämpfung von COVID-19. Es wurde untersucht, wie Kommunen es schaffen, die Versorgung mit wesentlichen kommunalen Dienstleistungen mit Hilfe von effizienten E-Governance-Systemen sicherzustellen. Während der Veranstaltung wurden verschiedene Themen diskutiert, wie z.B.:

  • Erfahrungen im Krisenmanagement und bestehende Herausforderungen
  • Erkundung, wie wir Strategien verbessern oder skalieren können, um die aktuellen krisenbedingten Anforderungen zu erfüllen.

Das Web-Seminar untersuchte die Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs auf kommunale Pläne / Strategien und kommunale Dienstleistungen, die als Reaktion darauf ergriffenen Maßnahmen und Kommunikationsstrategie. Diskutiert wurde auch die Zusammenarbeit von Kommunen mit nationalen Regierungen und internationalen Organisationen. 

Programm

In dieser virtuellen Veranstaltung präsentierte Dr. Giorgi Khishtovani die Methodik und die Ergebnisse der Forschung zu COVID-19-Governance-Reaktionen innerhalb des Connective-Cities-Netzwerks. Anschließend wurden zwei Good Practices aus Tartu (Estland) und La Paz (Bolivien) vorgestellt. Die moderierte Podiumsdiskussion befasste sich mit den Themen E-Governance und der Effektivität von IKT-Lösungen auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie. Die Teilnehmer wurden anschließend ermutigt, den Austausch auf der virtuellen Plattform Connective Cities fortzusetzen, wo zusätzlich zu den Ergebnissen der Sitzung weitere Ressourcen geteilt wurden.

Präsentationen von Guten Praktiken

Kommunale Wirtschaft und Governance Reaktion auf COVID-19: Der Fall Tartu
Raimond Tamm, Stellvertretender Bürgermeister von Tartu, Tartu, Estland.

Öffentliche Dienstleistungen und I-Government in der COVID-19-Ära
Roberto Zambrana Flores, La Paz, Bolivien.

Ergebnisse

Während dieses Online-Austauschs tauschten Vertreter aus einer Vielzahl von Kommunen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in den Bereichen der kommunalen Reaktion in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Governance aus. Dieser virtuelle Austausch brachte städtische Führungskräfte und Experten aus den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um die vorherrschenden Trends, Chancen und Herausforderungen sowie die Entwicklung und Neuerfindung kommunaler Antworten inmitten der COVID-19-Pandemie zu diskutieren.