Die Integration der Infrastruktur für den nicht-motorisierten Verkehr (NMT) war in den meisten afrikanischen Städten ein Anliegen im Nachhinein. Dies zeigt sich in der unkoordinierten Mischung von Verkehrsträgern in den städtischen Gebieten mit anhaltenden negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft und das Funktionieren von Großstädten und Stadtgebieten. Die Stadt Kampala hat beschlossen, der Umgestaltung der städtischen Mobilität in Ostafrika, einer Region, die für Verkehrsstaus und stressiges Pendeln bekannt ist, eine Vorreiterrolle zu übernehmen. Dies wurde durch die ständig wachsende Stadtbevölkerung und die daraus resultierenden erhöhten Anforderungen an die Infrastruktur notwendig. Die Namiremebe Road und die Luwum Street wurden als Pilotgebiete für das Programm ausgewählt, da sie durch das Stadtzentrum führen und die wichtigsten Knotenpunkte für den öffentlichen Verkehr in der Stadt sind. Ziel des Programms war es, ein integriertes Netzwerk für alle Verkehrsträger zu schaffen.
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Stärkung des Vertrauens der Bürger durch digitale Transformation in der Stadtverwaltung von Sfax in Tunesien
In Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum für Information ist die Gemeinde Sfax dem nationalen System „INJAZ“ zur Überwachung und Evaluierung von öffentlichen Programmen und Projekten beigetreten, das es der Gemeinde ermöglicht, Echtzeitdaten über die Umsetzung von Projekten und Programmen bereitzustellen. Dieses System zielt darauf ab, die besten Wege zu identifizieren, um Dezentralisierung, Machtübertragung und Bürgerbeteiligung zu erleichtern.
Abfall zu positiver Energie im Gouvernement Mafraq in Jordanien
Die Errichtung der Kompostierungsanlage zur Herstellung von organischem Dünger war Teil des Plans für die Bewirtschaftung fester Abfälle in Jordanien. Das Projekt wurde in seiner ersten Phase gemeinsam vom Ministerium für lokale Verwaltung und dem UNDP geplant und erhielt dann in der zweiten und dritten Phase technische und finanzielle Unterstützung von der GIZ. Das Projekt zielt darauf ab, im Gouvernement Mafraq, das eine große Anzahl von Viehzuchtbetrieben beherbergt, Tierdung zu sammeln und zu organischem Dünger aufzubereiten. Dieser wird auf den landwirtschaftlichen Flächen im Stadtgebiet aufgebracht, verbessert die Bodenqualität und reduziert den Einsatz chemischen Düngers.
Trainings- und Entwicklungszentrum für Frauen in der Gemeinde Hay Al-Andalus in Libyen
Das Zentrum für die Entwicklung und Ausbildung von Frauen wurde als sozioökonomisches Projekt geplant, das auf die wirtschaftliche Befähigung von Frauen und die Förderung des weiblichen Unternehmertums abzielt. Das Zentrum bietet Arbeitsvermittlungsdienste und Kurse zur Kapazitätsentwicklung an. Sie umfassen verschiedene wissenschaftliche und soziale Themen sowie Freizeitaktivitäten, die auf das menschliche Wohlbefinden der Geförderten abzielen.
Das Projekt ist Teil des von der Europäischen Union und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Programms „Unterstützung von Kommunen“ in Libyen, das von der GIZ in Zusammenarbeit mit dem libyschen Ministerium für lokale Verwaltung und der Stadtverwaltung von Hay Al-Andalus durchgeführt wird. Weitere wichtige Akteure waren die lokale Zivilgesellschaft, das Büro für Frauenförderung im Präsidialrat, das Arbeitsministerium und Geschäftsleute in der Gemeinde.
Geschlossener Pilotkreislauf des Kunststoffrecyclings in Rustavi
Rustavi ist die viertgrößte Stadt in Georgien und eines der wichtigsten Industriezentren. In dieser Stadt wurde in Zusammenarbeit mit dem Rathaus von Rustavi, dem Rustavi Innovations Hub und seinen Partnern sowie mit Unterstützung des UNDP Georgien im Jahr 2019 ein geschlossener Pilotzyklus zum Recycling von Kunststoffabfällen eingerichtet und gestartet, an dem städtische Kindergärten und öffentliche Schulen beteiligt sind.
Ein Berliner in Jakarta
Sein Job klingt zunächst nicht außergewöhnlich: Der Berliner Kariem El-Ali arbeitet für die Städtepartnerschaft Berlin – Jakarta. Aber sein Schreibtisch steht nicht in Berlin, sondern bei der Kommunalverwaltung der indonesischen Hauptstadt. Ein Modell, das immer mehr Nachahmer findet.
Lokales Entwicklungsprogramm für die Stadt Agadir in Marokko
Die Stadtverwaltung von Agadir verfolgt eine ehrgeizige Politik, die darauf abzielt, die Lebensqualität der städtischen Bevölkerung zu verbessern, gleichzeitig aber auch die Umwelt zu schützen und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die unternommenen Anstrengungen konzentrierten sich auf verschiedene Schlüsselbereiche, in denen die Vorgaben und Verantwortlichkeiten zur Erreichung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit erfüllt wurden.
Das EcoCentro in Quito
Die Stadt Quito ist als Hauptstadt Ecuadors Sitz großer Unternehmen und mit 2,65 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Im Großstadtbezirk von Quito, dem Distrito Metropolitano de Quito (DMQ) fallen täglich etwa 2.200 Tonnen gewöhnlicher Feststoffabfälle an, von denen fast 1.254 Tonnen (57%) organischen Ursprungs sind. Der Feuchtigkeitsgehalt des organischen Abfalls beträgt ungefähr 80%; aus dieser Eigenfeuchte der Abfälle entsteht Sickerwasser, welches deren Behandlung erschwert und hohe Kosten für das Empresa Pública de Gestión Integral de Residuos del Distrito Metropolitano de Quito, dem öffentlichen Unternehmen für integriertes Abfallmanagement des Großstadtbezirks Quito (EMGIRS-EP), nach sich zieht.
Gegenwärtig hat die vom EMGIRS-EP verwaltete Deponie im Gemeindegebiet El Inga aufgrund der verfügbaren Fläche eine Nutzungsdauer von noch 3 bis 5 Jahren, wobei die Umleitung der organischen Abfälle und ihre entsprechende Wiederverwertung die bestmögliche Lösung wäre. Vor diesem Hintergrund und im Rahmen des Programms „Ein müllfreies Quito“ hat das EMGIRS-EP in 2018 das Projekt EcoCentro entworfen. EcoCentro zielt darauf ab, bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Wiederverwertung von organischen Abfällen, die Verwendung von organischen Düngemitteln und die Anpflanzung von Gemüse und/oder Obst in städtischen Gärten zu schaffen.
Das EcoCentro zählt mit der Unterstützung der Akademie bei der Durchführung von Forschungsarbeiten zu Themen wie: Optimierung von Kompostierungs- und Vermikulturprozessen, Düngung städtischer Nutzpflanzen (Biodünger) und städtischer Stoffwechsel (Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorströme in der Stadt). Das Projekt wird ebenfalls von der Agentur für wirtschaftliche Entwicklung CONQUITO und ihrem Programm Agrupar – Partizipatives städtisches Landwirtschaftsprojekt sowie von der Lebensmittelbank Banco de Alimentos de Quito unterstützt, die die Produkte der Nutzgärten an schutzbedürftige Gruppen mit begrenztem Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln in Waisenhäusern, Pflegeheimen und Sozialstiftungen liefert.
Bei EcoCentro handelt es sich insofern um eine umfassende Initiative, der es gelingt, Räume für Sport, Freizeit und Naturschutz zu schaffen und bei den Bürgerinnen und Bürgern ein besseres Verständnis für die Verbindung zwischen Stadt und Land zu entwickeln, indem die Idee eines gesunden Lebens, eines verantwortungsbewussten Konsums und einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressourcen verfolgt wird.
Ein Resilienzplan für Niterói
Die brasilianische Küstenstadt Niterói liegt umgeben von Hügeln unmittelbar neben Rio de Janeiro. 500.000 Menschen leben in Niterói. Die Stadt ist von Handels- und Dienstleistungsunternehmen geprägt. 2010 wies die Stadt den höchsten Index für menschliche Entwicklung im gesamten Bundesstaat Rio de Janeiro auf und lag landesweit an siebter Stelle. Außerdem hat Niterói die beste Sanitärversorgung des Bundesstaats.
Daneben hält Niterói dank attraktiver Strände auch zahlreiche touristische Angebote bereit, ist als Küstenstadt jedoch auch mit dem Anstieg des Meeresspiegels konfrontiert.
In den vergangenen Jahrzehnten hat der Klimawandel außerdem dazu beigetragen, dass die Anzahl der Dürren und Waldbrände gestiegen ist. Die Stadt liegt zwischen dem Meer und steilen Hügelketten. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Stadt stark und größtenteils ungeplant gewachsen. Dies hat dazu geführt, dass auf den Flanken und Hängen der Hügel informelle Siedlungen entstanden sind, in denen einkommensschwache Familien wohnen. In etlichen dieser ungeplant entstandenen Siedlungen ist das Risiko für einen Erdrutsch erheblich.
Dadurch, dass in Niterói mehrere Risiken zusammenkommen – einkommensschwache Familien, hohe Erdrutschgefahr, nicht sachgerecht geplante Siedlungen – hat die Stadt in der jüngsten Vergangenheit mehrere Katastrophen erlebt. Im April 2010 kamen bei Erdrutschen, von denen sich die meisten an den im Stadtgebiet gelegenen Hügeln ereigneten, mehr als 240 Menschen ums Leben. Danach wurden viele Präventivmaßnahmen ergriffen, um die Zahl der Unfälle und Todesfälle zu reduzieren, was sehr gute Ergebnisse erbrachte.
Die Stadtregierung hat einen Resilienzplan entwickelt, um den kommunalen Zivilschutz direkt und indirekt zu stärken. Der Resilienzplan ist für die Stadt von großer Bedeutung und hat viel verändert. Die Stadt hat den Plan Im Dezember 2019 eingeführt und bereits mit der Umsetzung begonnen
Für eine ökologische Stadtentwicklung in Palästina
Für die palästinensische Stadt Ajja war der Übergang zu einem nachhaltigen Wachstumspfad das Ergebnis einer umfassenden Vision ihres Gemeinderats, die von der lokalen Bevölkerung unterstützt wurde, um eine belastbare kommunale Infrastruktur aufzubauen, die erneuerbare Energiequellen nutzt und eine nachhaltige Bewirtschaftung der Ressourcen der Stadt fördert.
