Pop-up bike lanes: long-term opportunities for green urban development after the Covid-19 pandemic?

Die Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“ ist Teil des diesjährigen Connective Cities Corona-Programms und ermöglicht einen regelmäßigen, offenen Austausch zu relevanten Themen der Post-COVID-19-Ära für kommunale Fachleute weltweit. In kurzen und prägnanten virtuellen Austauschformaten sollen verschiedene Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung während und nach der COVID-19 Pandemie diskutiert und diesbezüglich innovative Ansätze geteilt werden. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Impulse zu geben, die die Teilnehmenden zur Reflektion und zum innovativen Denken und Handeln anregen. Die offenen Gesprächsrunden finden alle drei Wochen, immer mittwochs, statt.

Gerne laden wir Sie zur dritten Veranstaltung der Reihe zum Thema „Pop-up bike lanes: long-term opportunities for green urban development after the Covid-19 pandemic?“ am Mittwoch, den 08.09.2021 von 15:30 – 17:00 Uhr CEST ein.

Sie tauchten plötzlich auf: Fahrradwege, die durch gelbe Markierungen abgetrennt sind und Parkstreifen, Teile der Fahrbahn oder sogar die gesamte rechte Fahrspur auf stark befahrenen Straßen ersetzen. Nach dem Beispiel der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá wurden nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie in Städten auf der ganzen Welt dutzende von Kilometern neuer Radwege angelegt. Die Radwege ermöglichen den Stadtbewohnenden mehr Bewegung und geben Hoffnung auf einen Wandel hin zu einer nachhaltigeren städtischen Mobilität und eine Verringerung der CO2-Emissionen in den Städten. Daher wünschen sich viele Nutzende, dass die Pop-up-Radwege auch nach der Pandemie bestehen bleiben, und Stadtforschende schätzen sie als große Chance für eine klimafreundlichere und gesündere Stadtentwicklung und einen Paradigmenwechsel in der städtischen Mobilität in der Post-COVID-Ära.

Allerdings gibt es auch Kritik an den neuen Radwegen. Autofahrende befürchten mehr Staus und längere Fahrzeiten bei erhöhtem Verkehrsaufkommen nach der COVID-19-Pandemie, da die Pop-up-Radwege dazu führen, dass weniger Fahrspuren für Autos zur Verfügung stehen. Dies würde auch dem Plan zur Verbesserung der Luftqualität widersprechen. Außerdem werden mehr Unfälle befürchtet, wenn sich Autos und Radfahrende auf engem Raum begegnen. Die Städte Berlin und München mussten sich deshalb zum Beispiel mit Klagen gegen den Erhalt von Pop-up-Radwegen auseinandersetzen.

In dieser Sitzung werden Einblicke in bewährte Praktiken der Städte und die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert sind, vorgestellt. Diskussionen über Pop-up-Radwege und ihren langfristigen Erhalt werden angeregt, und städtische Praktikerinnen und Praktiker weltweit werden sich austauschen und für die Möglichkeiten von mehr Radwegen für eine grüne Stadtentwicklung in der Post-COVID-Ära sensibilisiert werden.

Um sich für das Event zu registrieren und Updates zu den Sprecherinnen und Sprechern sowie der Agenda zu erhalten folgen Sie dem Link:

Insight Session: Pop-up bike lanes - Long-term opportunities for green urban development? | Connective Cities Network (connective-cities.net)

Datum: Mittwoch, den 08.09.2021

Zeit: 15:30-17:00 CEST

Veranstaltungssprache: Englisch (Übersetzung tba)

Falls Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Kontakt: angela.beckmann-wuebbelt@giz.de

Crisis Management – Cross Border Solidarity in time of crisis

Die Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“ ist Teil des diesjährigen Connective Cities Corona-Programms und ermöglicht einen regelmäßigen, offenen Austausch zu relevanten Themen der Post-COVID-19-Ära für kommunale Fachleute weltweit. In kurzen und prägnanten virtuellen Austauschformaten sollen verschiedene Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung während und nach der COVID-19 Pandemie diskutiert und diesbezüglich innovative Ansätze geteilt werden. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Impulse zu geben, die die Teilnehmenden zur Reflektion und zum innovativen Denken und Handeln anregen. Die offenen Gesprächsrunden finden alle drei Wochen, immer mittwochs, statt.

Wir laden Sie herzlich zu einer weiteren Veranstaltung der Reihe zum Thema „Crisis Management – Cross Border Solidarity in time of crisis “ am Mittwoch, den 29.09, 2021 von 10:00 – 11:30 Uhr CEST ein.

Die Covid-19-Pandemie stellt eine Herausforderung für die internationale Zusammenarbeit dar. Vor allem die anfängliche Schließung von Grenzen, unterschiedliche nationale Vorschriften und das Fehlen geeigneter Kommunikationsmittel erschwerten die Zusammenarbeit. Darüber hinaus stellt nicht nur die Pandemie, sondern auch Konflikte und politische Dynamiken eine Herausforderung für die Zusammenarbeit zwischen Städten, Ländern und Nachbarregionen weltweit dar. Die Zusammenarbeit von Städten kann während der Pandemie eine wichtige Rolle spielen und hat dies mit Sicherheit auch getan. Die Zusammenarbeit von Städten kann Multilateralismus stärken, da Kommunen im Vergleich zu nationalen Verwaltungen oft eine engere Partnerschaft mit anderen Städten haben und schneller auf Krisen reagieren können. Zu Beginn der Pandemie unterstützten sich Städte gegenseitig, z. B. durch die Aufnahme von Patienten und Spenden.

Die Veranstaltung thematisiert die internationale grenzüberschreitende Solidarität zwischen Städten in Krisenzeiten und darüber hinaus. Herausforderungen und Chancen von städtischer Kooperation werden erörtert und gute Praxisbeispiele aus verschiedenen Weltregionen vorgestellt werden.

Eine detaillierte Agenda wird in Kürze bereitgestellt. Die Veranstaltung findet virtuell in der Connective Cities Community statt.

Datum: Mittwoch, den 29.09.2021

Zeit: 10:00-11:30 Uhr CEST

Veranstaltungssprache: Englisch, German

Falls Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Kontakt: paulina.koschmieder@giz.de

Kommunale Digitalisierungsprojekte fördern und digitale Teilhabe stärken

Die letzten Jahre und ihre rasante Entwicklung haben nicht nur Einzelpersonen und Unternehmen, sondern auch Kommunen und ihre Teams vor große Herausforderungen gestellt. Die Digitalisierung ist eine davon. Was sie bedeutet, welche Anforderungen sie stellt und welche Chancen und Risiken sie mit sich bringt, sind einige der Themen, die im Digitalisierungscluster diskutiert werden.

Wir freuen uns, Sie zur Auftaktveranstaltung des COVID-Clusters Digitalisierung am Dienstag, 31. August 2021, von 14:00 bis 16:00 Uhr MESZ einzuladen. Die Veranstaltung fördert den Austausch von Herausforderungen und guten Praktiken bei der Planung und Umsetzung von kommunalen Digitalisierungsmaßnahmen und konzentriert sich auf folgende Themen:

  • Digital divide
  • Digital literacy
  • Public service design optimization
  • Digitalisation of municipal services
  • City Lab collaborations

Die Auftaktveranstaltung ist der Startpunkt für eine Reihe von Aktivitäten zur Unterstützung von Kommunen bei ihren Digitalisierungsprozessen. Bei der Veranstaltung werden die Arbeitsgruppen des Clusters vorgestellt und ein Überblick über die zukünftig geplanten Aktivitäten gegeben. Darüber hinaus werden gute Praktiken ausgetauscht und das innovative City Lab vorgestellt.

Die Veranstaltung bringt kommunale Vertreterinnen und Vertreter und Praktikerinnen und Praktiker aus dem städtischen Bereich zusammen, um ihre Herausforderungen und guten Praktiken vorzustellen und zu diskutieren und um durch Peer-Learning und Austausch neue Projektideen zu entwickeln. Diese Sitzung wird auch den Grundstein für die Bildung verschiedener Arbeitsgruppen legen, die zum Ziel haben, diese Projektideen durch Peer-to-Peer-Austauschformate und mit der Unterstützung relevanter regionaler und internationaler Experten weiterzuentwickeln.

Um sich für das Event zu registrieren und Updates zu den Sprecherinnen und Sprechernsowie der Agenda zu erhalten, folgen Sie bitte der entsprechenden Seite auf der ConnectiveCities Community: COVID Digitalisation Cluster kick-off

Wenn Sie daran interessiert sind, sich in einer (oder mehreren) Arbeitsgruppe(n) innerhalb des Digitalisierungsclusters zu engagieren, füllen Sie bitte den offenen Aufruf zur Teilnahme aus.

Hier die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

Auftaktveranstaltung des COVID-Digitalisierungsclusters von Connective Cities
Termin: Dienstag, den 31. August 2021
Zeit: 14:00-16:00 MESZ
Ort: Connective Cities Community (Online)
Veranstaltungssprache: Englisch, Simultanübersetzung: Arabisch, (Russisch tbc.)
Kontakt: Fatina Toukan  fatina.toukan@giz.de

Auf dem Weg zu einer gendersensiblen Stadt

Ohne einen gendersensiblen Ansatz für die Stadtentwicklung in der Post-COVID-Ära könnte die Pandemie weitreichende Auswirkungen haben, einschließlich des Risikos, dass sich die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in verschiedenen Bereichen wie der öffentlichen Gesundheit, der städtischen Teilhabe und dem sozialen Leben verstärken. Gleichzeitig gibt es bereits Gender-Mainstreaming-Instrumente und Gute Praktiken für gendersensible Stadtentwicklung, die, wenn sie wirksam eingesetzt werden, die negativen Auswirkungen von COVID-19 abmildern und zu einer größeren Gleichstellung der Geschlechter beitragen können.

Wir freuen uns, Sie zur Auftaktveranstaltung unseres COVID-Clusters „Geschlechtersensibilität in der Pandemie“ am Donnerstag, 2. September 2021, von 15:00 bis 17:00 Uhr CEST einzuladen. Die Veranstaltung fördert den Austausch von Herausforderungen und Guten Praktiken bei der Planung und Umsetzung von städtischen gendersensiblen Maßnahmen in der Post-COVID Zeit. Folgende Themen werden dabei im Mittelpunkt stehen:  

  • Gendersensible Stadtplanung und -entwicklung
  • Städtische Ansätze zur Bekämpfung häuslicher Gewalt
  • Gendersensible urbane Mobilität

Die Auftaktveranstaltung bringt kommunale Vertreterinnen und Vertreter und städtische Akteure zusammen, um ihre Herausforderungen und Guten Praktiken vorzustellen und zu diskutieren. Durch Peer-Learning und Austausch werden dabei neue Projektideen entwickelt. Die Auftaktveranstaltung wird den Grundstein für die Bildung verschiedener thematischer Arbeitsgruppen legen, die diese Projektideen durch verschiedene Austauschformate und mit der Unterstützung regionaler und internationaler Expertinnen und Experten weiterentwickeln.

Um sich für das Event zu registrieren und Updates zu den Sprecherinnen und Sprechern sowie der Agenda zu erhalten, folgen Sie dem Link:

COVID Gender Cluster Kick-off | Connective Cities Network (connective-cities.net)

Wir freuen uns darauf, Sie bei der Veranstaltung begrüßen zu dürfen!

Termin: Donnerstag, 2. September 2021

Zeit: 15:00-17:00 Uhr CEST

Sprache: Englisch (Übersetzung tba)

Sollten Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns gerne jederzeit.

Kontakt: franziska.loibl@giz.de

Krusevac während der Pandemie

Krusevac, eine Stadt im Herzen von Serbien, hat während der Pandemie zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um seine rund 58.000 Einwohner zu schützen. Das Krisenmanagement der Stadt umfasste präventive Maßnahmen. So wurde Desinfektionsmittel in 200 großen Kanistern im gesamten Stadtgebiet aufgestellt und der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung gestellt. Zudem desinfizierte das öffentliche Unternehmen „Veterinary Station Kruševac“ öffentliche Einrichtungen und Plätze und die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung war fester Bestandteil des Krisenmanagements. Die Stadtverwaltung von Krusevac errichtete ein temporäres Krankenhaus mit 150 Betten in einer Sporthalle, um Personen mit mildem Krankheitsverlauf zu behandeln. Außerdem wurde nach der ersten Welle ein größeres Krankenhaus mit 500 Betten gebaut, um auf die zweite Welle der Pandemie vorbereitet zu sein.

Für eine effektive und schnelle Umsetzung der COVID-Maßnahmen war nicht nur die Einbeziehung von verschiedenen Akteuren, wie beispielsweise das serbische Militär, öffentliche Unternehmen und die politische Administration der Stadt, sondern auch der Schutz von besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppen relevant. Daher organisierte und koordinierte die Stadt einen Freiwilligendienst. Freiwillige verpackten und verteilten in den ersten drei Monaten der Pandemie 62.175 Essensrationen an Rentner und alleinerziehende Eltern. Zudem stellte die Stadt Taxen zur Lieferung von Lebensmitteln und Medikamenten zur Verfügung.

Mittlerweile (Stand Juli 2021) sind rund 45 Prozent der Einwohner von Krusevac vollständig geimpft. In den nächsten Monaten wird sich die Stadtverwaltung vor allem darauf konzentrieren das Interesse an Impfungen hochzuhalten, um die Herdenimmunität zu erreichen.

Neben der Pandemiebekämpfung, arbeitet die Stadt Krusevac an nachhaltigen und inklusiven Mobilitätskonzepten beispielsweise durch den Bau von neuen Fahrradwegen.

Weitere Informationen  

Präsentation: CITY OF KRUSEVAC  [in Englisch, PDF, 5mb]
THE DEPARTMENT OF DEFENSE AND EMERGENCY SITUATIONS

Veranstaltungsaufzeichnung in Englisch (Präsentation Krusevac beginnt bei der Minute 92:00): „Infection Chain Tracing in Southeast Europe (SEE) and Caucasus“ (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform) 

Kontakt

Dusan Todorovic,
Leiter der Abteilung für Verteidigung und Notsituationen
dusan.todorovic@krusevac.rs

COVID-19 Epidemieprävention und -kontrolle im Kardiovaskulären Krankenhaus in Shanxi, China

Das Kardiovaskuläre Krankenhaus Shanxi wurde 1980 gegründet und ist an die Medizinische Universität Shanxi angegliedert. Neben der medizinischen Behandlung liegt der Schwerpunkt des Krankenhauses auf Forschung, Ausbildung und prä- und postoperativer Betreuung. 

Das Krankenhaus hat ca. 1.300 stationäre Betten, über 1500 Mitarbeitende und behandelt durchschnittlich über 250.000 ambulante und 35.000 stationäre Patientinnen und Patienten pro Jahr.  Die Abteilung für Kardiologie wurde unter anderem als Nationale Klinische Schlüsselspezialität und Medizinische Schlüsseldisziplin der Provinz Shanxi und als Qualitätskontrollzentrum der Provinz Shanxi für kardiovaskuläre interventionelle Diagnostik und Behandlung zugelassen.

Über 6000 perkutane koronare Eingriffe (PCI), darunter über 1000 primäre PCI-Fälle, werden in diesem Zentrum pro Jahr durchgeführt. Radiofrequenz – RF – Ablationen und Herzschrittmacher-Implantationen werden bei circa 1.500 beziehungsweise 1.000 Patientinnen und Patienten pro Jahr durchgeführt. Über 1500 verschiedene kardiovaskuläre Operationen finden jedes Jahr in der Klinik statt.

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie hat das Krankenhaus eine effektive Strategie zur Pandemievorbereitung und -bekämpfung eingeführt, welche Folgendes umfasst:

  • Routinebesprechungen zur Analyse von Fieberpatienten und Patientinnen im Krankenhaus
  • Verschiedene Formen von COVID-19-Präventions- und Kontrollschulungen im Krankenhaus
  • Standardisierte Meldung von Fieberpatienten und Patientinnen und Verdachtsfällen
  • Verstärkte Überwachung und Inspektion der Präventions- und Kontrollarbeit
  • Verstärkte Kontrolle der Krankenhausinfektionen

Der bestehende Pandemie-Reaktionsplan wird kontinuierlich verbessert und an die aktuelle Situation angepasst. Dies ermöglicht es dem Krankenhaus, schnell auf Veränderungen im Krankheitsgeschehen zu reagieren und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Maßnahmen zu integrieren. Der ganzheitliche Ansatz der Maßnahmen, der Einsatz digitaler Managementsysteme und ein effektives Hygienekonzept haben die Zahl der mit COVID-19 infizierten Patienten und Patientinnen drastisch reduziert.

Die Erfahrungen des Kardiovaskulären Krankenhaus Shanxi zeigen, dass eine umfassende Planung, wissenschaftliche Prävention sowie Kontrolle und die Einhaltung der „Vier-Frühen“-Prinzipien (Früherkennung, Frühdiagnose, Frühisolierung und Frühbehandlung) effektive Methoden sind, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Der internationale Erfahrungsaustausch und das gemeinsame Lernen sind nun wichtig, um das Virus weiter effektiv bekämpfen zu können.

Kontakt 

Wang Fei MD, PhD

Cardiovascular Department

Shanxi Cardiovascular Hospital

No.18, Yifen Street, Taiyuan, Shanxi Province, P.R. of China

Zipcode: 030024

Phone: +86-13453189752   

Weitere Informationen

COVID-19-Epidemie-Prävention und -Kontrolle in einem kardiovaskulären Krankenhaus in Shanxi, China (PDF) 

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation zu Shanxi ab min. 37:00): „Infection Chains & Mobile Testing | Connective Cities Network (connective-cities.net)“ (nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Frühwarnsysteme und Katastrophenvorsorge zum Schutz vor Waldbränden und Erhalt von Artenvielfalt

Ziel der Auftaktveranstaltung ist es, den Teilnehmenden die thematische Arbeitsgruppe „Biodiversität und Umweltschutz“ vorzustellen sowie zwei Best-Practice-Beispiele aus Deutschland und dem Libanon zum Einsatz von Frühwarnsystemen für Waldbrände zu präsentieren. Es besteht ein zunehmender Bedarf, die dezentrale Zusammenarbeit zwischen der MENA-Region und Deutschland bei der Verbreitung bewährter Praktiken und Peer-Beratung in diesem Themenbereich zu stärken.

Auf regionaler Ebene leiden die Bodenressourcen der MENA-Region unter drei Hauptproblemen: Trockenheit, wiederkehrende Dürre und Wüstenbildung. Die Hauptursachen für die Bodendegradation sind Waldbrände, Entwaldung und ungeeignete landwirtschaftliche Techniken.  Die Bodenverschlechterung in den MENA-Ländern ist vor allem auf Waldbrände zurückzuführen, da die Waldbewirtschaftung unzureichend ist und sich die Bebauung in Berg- und Vegetationsgebieten ausbreitet. Waldbrände werden oft durch menschliche Nachlässigkeit, mangelnde Rücksichtnahme auf die Umwelt und den Klimawandel ausgelöst.

Diese Veranstaltung bietet die Gelegenheit, die von den lokalen Katastrophenschutzbehörden erzielten Fortschritte zu präsentieren und das Peer-Learning zur weiteren Verbesserung der lokalen und nationalen Kapazitäten zu fördern.  Die Ziele der Veranstaltung sind:

  • Initiierung eines praxisorientierten Wissensaustauschs zwischen städtischen Praktikern im Bereich der biologischen Vielfalt und des Umweltschutzes.
  • Erleichterung des Peer-Learnings über modernste Technologien zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit und zur Verbesserung der Katastrophenvorsorge in Bezug auf Waldbrände.
  • Förderung der Entwicklung konkreter Projektideen im Zusammenhang mit der Verhütung von Waldbränden.
  • Sensibilisierung für die Bedeutung der biologischen Vielfalt und den Wert des Schutzes von Ökosystemen, Risikofaktoren sowie Schutz- und Bereitschaftsinstrumente.

Datum: Montag, 09.08.2021

Zeit: 11:00-13:30 Uhr CEST

Konferenzsprache: Englisch, Arabisch, Deutsch (voraussichtlich)

Agenda und Registrierung

 Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

Kontakt: muna.shalan@giz.de

Covid-19 und urbane Mobilität

Kurzbericht über die virtuelle Dialogveranstaltung, die Connective Cities zusammen mit United Cities and Local Governments (UCLG), UN-Habitat und der Stadt Wiesbaden vom 19. bis 22. Juli 2021 ausgerichtet hat.

1. Die Corona-Pandemie: Ein Wendepunkt in der städtischen Mobilität

Die Corona-Pandemie hat weltweit zu fundamentalen Veränderungen in der städtischen Mobilität geführt. Einige Auswirkungen der Pandemie sind kurzfristiger Natur, insbesondere solche, die während der Lockdowns festzustellen waren. Andere Auswirkungen dagegen werden die Art und Weise, in der wir uns künftig in der Stadt fortbewegen, langfristig verändern.

Eine der wichtigsten staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie bestand darin, die Mobilität der Menschen einzuschränken. Dabei mussten die Kommunen jedoch gewährleisten, dass Beschäftigte in systemrelevanten Berufen sowie dringend benötigte Waren an ihr Ziel gelangen. Gleichzeitig waren Verhaltensänderungen zu beobachten, denn die Bürgerinnen und Bürger stiegen auf Verkehrsmittel um, die sicherer und hygienischer sind. Dadurch gehen jetzt viele Menschen eher zu Fuß oder bewegen sich mit dem Fahrrad oder Auto fort, während der ööfentliche Personennahverkehr (ÖPNV) einen Rückgang der Fahrgastzahlen hinnehmen musste. Außerdem trugen die Kontaktbeschränkungen zum weiteren Aufschwung von Online-Handel und Lieferdiensten bei, wodurch besondere Herausforderungen auf der letzten Meile entstanden.

Das geringere Verkehrsaufkommen und der Rückgang der Abgasbelastung haben vielerorts die Bereitschaft der Menschen steigen lassen, auf nachhaltige Verkehrsmittel umzusteigen. Investitionen in die Infrastruktur für aktive Mobilität, einen sicheren und besser erreichbaren ÖPNV sowie Verkehrsmittel mit geringem Abgasausstoß sind das Gebot der Stunde, denn Investitionen setzen Wachstumsimpulse, fördern die Schaffung von Arbeitsplätzen und ziehen private Investitionen in vielen Zweigen der Volkswirtschaft nach sich.
 

2. Konzentration auf den ÖPNV, das Fahrrad und die städtische Logistik

Während der dreitägigen Veranstaltung diskutierten Akteure aus Kommunalverwaltungen, kommunalen Unternehmen, der Zivilgesellschaft sowie Wirtschaft und Wissenschaft aus über 15 Ländern darüber, wie sie die Zukunft der städtischen Mobilität gestalten können. Im Mittelpunkt standen dabei:

  1. Der ÖPNV: ÖPNV-Betreiber rund um den Globus sehen sich mit einem nie da gewesenen Rückgang der Fahrgastzahlen konfrontiert und müssen aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. In vielen Kommunen gilt es, überkommene Finanzierungsmodelle zu überdenken und nach Möglichkeiten zu suchen, wie das Vertrauen der Fahrgäste und die Attraktivität des ÖPNVs wiederhergestellt werden können.
  2. Das Fahrrad: Die Pandemie hat überdeutlich gezeigt, dass die Städte und Kommunen fahrradfreundlicher werden müssen. Gleichzeitig bietet die Pandemie die Chance, über die Aufteilung von Räumen und Flächen und die Rolle des Fahrrads als städtisches Verkehrsmittel neu nachzudenken. Viele Kommunen fördern inzwischen das Fahrrad als Verkehrsträger.
  3. Eine nachhaltige städtische Logistik: Mit der Zunahme des Online-Handels und der innerstädtischen Zustellung von Lieferungen muss auch die urbane Logistik angepasst werden.

In ihrer Eröffnungsrede betonte Stefanie Holzwarth von UN-Habitat, dass „wir jetzt ein günstiges Zeitfenster haben, um aus der Pandemie zu lernen und unsere Mobilitätssysteme resilienter und krisenfester zu machen. Wir müssen aus dieser Krise gestärkt hervorgehen und bereit sein, etwas gegen den Klimawandel, die Luftverschmutzung und die hohe Zahl der Verkehrsopfer zu unternehmen, denn die Welt kann sich keinen weiteren Zeitverzug leisten!“ Sergio Arredondo vom lateinamerikanischen Verband der Städte, Kommunen und Kommunalverbände (FLACMA) sprach für UCLG und erinnerte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer daran, dass es nicht ausreicht, für einen funktionierenden Nahverkehr zu sorgen, vielmehr muss der ÖPNV sicherer und weniger riskant für die menschliche Gesundheit werden. Viele Städte der Welt erleben gerade einen regelrechten Fahrradboom, was sich in der künftigen Stadtplanung und Raumgestaltung niederschlagen muss. In ihrer Begrüßungsrede wies Bettina Gies von der Gastgeberstadt Wiesbaden darauf hin, dass der internationale Austausch über städtische Mobilität wichtig ist, denn zur Bewältigung der künftigen Herausforderungen auf diesem Gebiet bedarf es flexibler Lösungen und nicht-motorisierter Verkehrsträger.

Nachdem dreizehn Beispiele für erfolgreiche Maßnahmen in den Bereichen ÖPNV, Radverkehr und städtische Logistik vorgestellt worden waren, tauschten sich die Akteure aus Kommunen, Zivilgesellschaft und Wirtschaft über die Herausforderungen auf diesen Gebieten aus, diskutierten in Peer-to-Peer-Formaten und entwickelten gemeinsame Lösungsansätze. Die diskutierten Herausforderungen reichten von der Verringerung des durch den Online-Handel verursachten Abfallaufkommens in der Stadt Taoyuan (Taiwan) über die Gewinnung der Bürgerinnen und Bürger für den Bau von Radwegen in Cuenca (Ecuador) und die Verkürzung der Fahrtzeiten im ÖPNV von Jerewan (Armenien) bis hin zur Verbesserung des Miteinanders der verschiedenen Straßennutzerinnen und -nutzer in Wiesbaden.

Erfolgreicher Auftakt der Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“

Am 28 Juli 2021 startete die virtuelle Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: (Post-) COVID Urban Futures“ mit einer spannenden Eröffnungsveranstaltung zum Thema „COVID-19 Recovery & SDG 11“. Die Veranstaltungsreihe ist Teil des diesjährigen Connective Cities COVID-19 Programms und ermöglicht einen wiederkehrenden Austausch zu verschiedenen Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung in der (Post-)COVID-19 Ära zwischen städtischen Praktikerinnen und Praktikernweltweit.  

Das Eröffnungsevent zu „COVID-19 Recovery & SDG 11“ fand virtuell in der Connective Cities Community mit über 80 Teilnehmenden, unter anderem aus Deutschland, Libanon, Georgien, Südafrika, Mozambik, Sambia, Jordanien und Palästina statt.

Programm

Zu Beginn der Veranstaltung wurde einen kurzen Überblick über das Connective Cities COVID-19 Programm 2021, einschließlich der Finanzierungsmöglichkeiten von Engagement Global/ SKEW, gegeben. Im Anschluss daran folgte eine Podiumsdiskussion über die Herausforderungen und Chancen der COVID-19 Krise für die Erreichung des Nachhaltigen Entwicklungsziels (SDG) 11, Städte nachhaltig, sicher, inklusiv und widerstandsfähig zu gestalten. Zu diesem Thema tauschten folgende städtische Praktiker*innen ihr Wissen und ihre Perspektiven aus:

  1. Faola Hodaj, Direktorin für Innovation, Stadtverwaltung von Tirana, Albanien
  2. Karim Elgendy, Sustainable City Strategist, London UK / MENA – Preisträger des Global Green Building Entrepreneurship Award 2013 des World Green Building Council
  3. Aditya Kumar, Geschäftsführender Direktor, Development Action Group, Kapstadt, Südafrika
  4. Hilmar von Lojewski, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wohnen und Verkehr, Deutscher Städtetag, Berlin, Deutschland

Im Fokus der Podiumsdiskussion lagen einerseits die kommunalen Innovations- und Digitalisierungsprozesse als Reaktion auf die COVID-19 Pandemie sowie deren Beitrag zur Erreichung des SDG 11. Des Weiteren wurden die wichtigsten Lehren der Pandemie für eine resiliente Stadtplanung und einen nachhaltigen Wohnungsbau in deutschen und internationalen Kommunen erörtert. Darauf aufbauend diskutierten die Podiumsgäste die Herausforderungen, welche die Pandemie für die Bereitstellung von angemessenem Wohnraum und Basisdienstleistungen in informellen Siedlungen geschaffen hat. Neben der COVID-19 Pandemie war auch die jüngste Flutkatastrophe in Deutschland Teil der Podiumsdiskussion. So wurde erläutert, welche Strategien und Maßnahmen von Kommunen eingesetzt werden können, um ihre Widerstandsfähig gegenüber künftigen klimabedingten Krisen zu erhöhen. Im Anschluss an diese Diskussion folge eine Q&A Session, in der die Podiumsgäste die Fragen und Beiträge des Publikums beantworteten und kommentierten. Die Veranstaltung endete mit einer kurzen Befragung der Teilnehmenden zu den wichtigsten COVID-19-bedingten kommunalen Herausforderungen sowie den gewünschten Themen der nächsten Insight Sessions.

Ergebnisse

In der Podiumsdiskussion wurde betont, dass kommunale Innovations- und Digitalisierungsprozesse inklusiv, partizipativ und transparent gestaltet werden sollten, um den Beitrag zur städtischen Nachhaltigkeit und Resilienz zu maximieren. Es wurde auch hervorgehoben, dass agile und anpassungsfähige Kommunalverwaltungen und integrierte Arbeitsweisen erforderlich seien, um wirksame Antworten auf die COVID-19-Pandemie zu finden und das SDG 11 langfristig zu erreichen. Auch im Hinblick auf die jüngste Hochwasserkatastrophe in Deutschland und in anderen Teilen der Welt wurde darauf hingewiesen, dass ein evidenzbasiertes, agiles und reaktionsschnelles kommunales Krisenmanagement einer der Schlüssel zu einer widerstandsfähigen Stadtentwicklung sei. 

Darüber hinaus wurde aufgezeigt, dass die COVID-19-Pandemie tendenziell zu einem Suburbanisierungsprozess der Städte durch vermehrte Home-Office-Arbeitsmöglichkeiten und soziale Distanzierungsmaßnahmen beigetragen habe. Andererseits habe die Pandemie auch zu einer erhöhten Bedeutung der Nachbarschaft für das städtische Leben geführt, was wiederum die Grundlage für eine gemischte Stadtentwicklung und „15-Minuten-Städte“ geschaffen habe.

Am Beispiel von Kapstadt, Südafrika wurde außerdem hervorgehoben, dass die COVID-19-Pandemie tendenziell verheerende Auswirkungen auf informelle Siedlungen gehabt habe. Es wurde argumentiert, dass der COVID-19-bedingte Lockdown die sozioökonomische Situation vieler, vor allem informeller Stadtbewohner*innen untergraben habe, was wiederum zu einer Verschlechterung der Lebensmittel- und Wohnsicherheit dieser Bewohner*innen geführt habe. Um das sozioökonomische Wohlergehen und die Widerstandsfähigkeit dieser informellen Siedlungen zu verbessern, seien reaktionsfähige Kommunalverwaltungen und die Beteiligung der Bürger*innen an Entwicklungsprojekten erforderlich. 

Präsentation

Insight Session: COVID 19 Recovery & SDG 11  [pdf, 24 Seiten, 2mb]

Ausblick

Diese Veranstaltung war der Auftakt zur neuen Reihe von Insight Sessions: (Post-)COVID Urban Futures”, die alle drei Wochen stattfinden und zu der wir Sie herzlich einladen. In der kommenden Insight Session am Mittwoch, den 18. August 2021, beschäftigen wir uns mit dem Thema “Digitale Kompetenzen und Gestaltung digitaler kommunaler Dienstleistungen in (Post-)COVID-Städten”. Außerdem wird eine Sondersitzung am 25. August zum Thema „Die Bedeutung von Katastrophenschutzmaßnahmen in Städten und Kommunen: Erfahrungen und Lehren“ stattfinden. Informationen zum Programm der bevorstehenden Veranstaltungen finden Sie in Kürze auf unserer Webseite und in der Connective Cities Community.

Wir würden uns sehr über Ihre Teilnahme an unseren Veranstaltungen freuen!

The importance of disaster preparedness in cities and municipalities – experiences and lessons learned

Die Veranstaltungsreihe „Insight Sessions: Post-COVID Urban Futures“ ist Teil des diesjährigen Connective Cities Corona-Programms und ermöglicht einen regelmäßigen, offenen Austausch zu relevanten Themen der Post-COVID-19-Ära für kommunale Fachleute weltweit. In kurzen und prägnanten virtuellen Austauschformaten sollen verschiedene Themen der nachhaltigen Stadtentwicklung während und nach der COVID-19 Pandemie diskutiert und diesbezüglich innovative Ansätze geteilt werden. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, Impulse zu geben, die die Teilnehmenden zur Reflektion und zum innovativen Denken und Handeln anregen. Die offenen Gesprächsrunden finden alle drei Wochen, immer mittwochs, statt.

Gerne laden wir Sie zur dritten Veranstaltung der Reihe zum Thema „The importance of disaster preparedness in cities and municipalities: experiences and lessons learned“ am Mittwoch, den 25.08.2021 von 10:00 – 11:30 Uhr CEST ein.

Europäische Städte erlebten in der Geschichte schon oft Überschwemmungen, doch das Ausmaß und die Zahl der Todesopfer der Überschwemmungen im Juli 2021 waren verheerend. Die Ereignisse, die die lange Zeit sicher geglaubte gemäßigte Zone trafen, machen deutlich, wie wichtig und dringend es ist, Maßnahmen zur Verbesserung der Katastrophenvorsorge und zur Stärkung der Resilienz in Städten auf der ganzen Welt zu ergreifen. Städte müssen sich weltweit mehr und schneller denn je an den Klimawandel und die zunehmende Zahl extremer Wetterereignisse anpassen, um Leben zu retten, wirtschaftliche Verluste zu verringern und wichtige Infrastrukturen zu schützen.

In dieser Sitzung werden sich städtische Akteurinnen und Akteure sowie Expertinnen und Experten über die Herausforderungen und Lehren aus vergangenen verheerenden Hochwasserereignissen weltweit austauschen und diskutieren, wie wir die Katastrophenvorsorge und Frühwarnsysteme verbessern und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Katastrophenrisiken steigern können.

Eine detaillierte Agenda wird in Kürze bereitgestellt. Die Veranstaltung findet virtuell in der Connective Cities Community statt.

Datum: Mittwoch, den 25.08.2021

Zeit: 10:00-11:30 Uhr CEST

Veranstaltungssprache: Englisch (Übersetzung tba)

Falls Sie noch weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

Kontakt: paulina.koschmieder@giz.de