Teilnahmeaufruf: Kommunale Antworten auf COVID-19 im Wirtschaftsbereich

Gemeinsam mit der Policy and Management Consulting Group (PMCG) lädt Connective Cities hiermit kommunale Fachleute zu einem internationalen Fachautausch zum Thema wirtschaftliche Erholung ein.
Was bringt die Zeit nach COVID -19 für die Wirtschaft? Welche Potenziale ergeben sich daraus für Kommunen und wie können sie den Wandel für sich nutzen?

Die Veranstaltung ist für die Region Südosteuropa und internationale Akteure aus Kommunen und lokale Wirtschaftsexperten konzipiert, um über die Effektivität von Business Recovery Plänen auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie zu sprechen.
Diese Connective Cities-Veranstaltung soll einen internationalen Dialog ermöglichen, der regionale und kommunale Ansätze, Lösungen und gute Praktiken zur schnellen Wiederherstellung von Unternehmen aufzeigt und vergleicht.

Hauptbestandteile der Konferenz

Um die Diskussion über dieses weite Feld auf praktischer Ebene zu erleichtern, wird die Dialogveranstaltung von Connective Cities in drei spezifische Teile gegliedert sein:

  • Präsentation der Methodik und der Ergebnisse der Studie zu COVID-19 Geschäftsreaktionen innerhalb des Connective Cities Netzwerks
  • Austausch von Praktikern und Praktikerinnen – Präsentationen von Good Practices in Richtung wirtschaftliche Erhloung
  • Interaktives Panel über die Effektivität von Business Recovery Plans auf kommunaler Ebene während der COVID-19-Pandemie

Sprache der Veranstaltung ist Englisch.
Weitere Informationen: Agenda [pdf]

Konferenzteilnahme und Kontakt

Wenn Sie aktiv an der Veranstaltung teilnehmen möchten, sind Sie herzlich eingeladen, sich für einen Platz zu bewerben. Bitte senden Sie uns eine E-Mail mit der Angabe Ihrer Position und Organisation. Wir freuen uns über die Teilnahme von bis zu zwei Fachleuten pro Kommune, die aktiv an Maßnahmen zur wirtschaftlichen Erholung arbeiten.
Wenn Sie Fragen zur Veranstaltung oder zum Ablauf der Teilnahme haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung:

Elene Samukashvili, Elene.samukashvili@giz.de

Stari Grad: wie eine Impfkampagne auch Risikogruppen erreichen kann

Wer in Serbien geimpft werden möchte, muss – wie in vielen anderen Ländern – in einem Online-Portal einen Termin vereinbaren und erhält dann die Vakzine in einem Impfzentrum. Was geschieht aber mit älteren Menschen und anderen, die keinen Internetzugang haben oder nicht mit digitalen Geräten umgehen können? Oder die nicht selbst zum Impfzentrum kommen können? Das serbische Stari Grad zeigt, wie eine Kommune diese wichtige Zielgruppe ihrer Impfkampagne trotzdem erreichen kann.

Erfolgsrezept für Impfkampagnen: kommunizieren und koordinieren

Ungeduldige oder skeptische Bürgerinnen und Bürger, lange Zeit zu wenig Impfstoff, immer wieder neue Erlasse, die es schnell umzusetzen gilt – die Herausforderungen für die Impfkampagnen für deutsche Kommunen sind hoch. Die Stadt Krefeld setzt in ihrer Kampagne auf Kommunikation und Koordinierung. Das Konzept hat sich bewährt.

Urban Gardening

Das Konzept „Urban Gardening“ ist in den 70er Jahren im New Yorker Manhatten entstanden und beschreibt eine gemeinschaftliche gärtnerische Nutzung von urbanen Grünflächen. Es unterscheidet sich daher von den sogenannten „Armengärten“, die in Deutschland bereits Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden sind und aus denen später die Kleingartenbewegung erwuchs. Private Kleingärten und Gemeinschaftsgärten sollten aber ergänzend und nicht als Konkurrenz zueinander gesehen werden. In der modernen Praxis gibt es zunehmend Mischformen von privaten und gemeinschaftlich genutzten Gärten. Sie reichen von kooperativ bewirtschafteten stadtnahen Agrarflächen, über Gemeinschaftsgärten innerhalb von Kleingärten, botanischen Gärten oder Parkanlagen bis hin zu Urban Gardening mit primär sozialen Zielen, wie Inklusion und Umweltbildung.

Über diese neue Vielfalt von Ansätzen und Erfahrungen tauschten sich kommunale Praktikerinnnen und Praktiker aus neun Ländern und 16 Städten intensiv aus und entwickelten gemeinsam Lösungsansätze und Projektideen. Sie waren der Einladung von Connective Cities und den Berliner Stadtbezirken Berlin-Mitte, Pankow, Lichtenberg, Tempelhof-Schönfeld und Charlottenburg-Wilmersdorf zur virtuellen Dialogveranstaltung gefolgt, die vom 20.04. – 22.04.2021 stattfand.

„Digitales Schaufenster“ Darmstadt

Die Covid-19 Pandemie stellt den Einzelhandel und die Gastronomie vor große Herausforderungen. Während des Lockdowns mussten auch kleine lokale Läden in Deutschland temporär schließen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Süden Hessens reagierte darauf erfolgreich mit dem Projekt „Digitales Schaufenster“. Auf der zentralen Shoppings-Plattform der Stadt können Einzelhändler und Gastronomen ihre Waren und Dienstleistungen anbieten.

Bereits im Jahr 2019 wurde das Projekt mit rund 25 teilnehmenden Läden und Restaurants angestoßen. Nach Beginn der Pandemie intensivierte die deutsche Stadt ihre Bemühungen die Plattform auszubauen, weil das Interesse deutlich gestiegen ist. Derzeit sind über 500 lokale Restaurants und Läden vertreten und das “Digitales Schaufenster” verzeichnet rund 700 Zugriffe pro Tag. Auf der Plattform können Interessierte die Kontaktdaten, die Öffnungszeiten, die Social Media Kanälen und den Online-Shop der Unternehmen einsehen.

Was führte zu dem Erfolg des “Digitales Schaufensters“? Ein wesentlicher Baustein war, die Vernetzung anderer Stadtprojekte mit der Plattform. Zum Beispiel ist der sogenannte „Darmstadt City Voucher“ online integriert worden. Darmstadt bietet zudem eine kostenlose Lieferung der Produkte an.  Auch lokale Veranstaltungen, wie beispielsweise ein Kunsthändler-Markt oder das Weinfest der Stadt, werden auf der Internetseite beworben. Da die Händler und Händlerinnen selbst für ihre Beiträge und Daten verantwortlich sind, bleibt das „Digitales Schaufenster“ stets aktuell.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war es, dass Darmstadt die Händler kostenlos fotografierte, um den online Handel zu personalisieren. Dadurch ist das „Digitales Schaufenster“ deutlich persönlicher als andere online Shoppings Seiten, wie Amazon. Durch die Personalisierung stieg auch die Solidarität mit den Händlern innerhalb der Bevölkerung. Das Projekt „Digitales Schaufenster“ wird sicherlich auch nach der Pandemie seine Daseinsberechtigung haben und lokales Einkaufen attraktiv machen.

Weitere Informationen:

Good Practice “Digitales Schaufenster” Digitised shopping windows (pdf)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Darmstadt beginnt bei Min. 83): The role of digitalised public services as reactions to the COVID 19-pandemic (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform )

Digitales Schaufenster: https://www.darmstadt-citymarketing.de/digitales-schaufenster/

Kontakt:

Für deutsche Anfragen:

Anke Jansen, Citymanagerin
Darmstadt Citymarketing e.V.
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134520
citymarketing@darmstadt.de

Für englische Anfragen:

Agnes Allig, Stadt- und Touristikmarketing
Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
06151-134510
touristikmarketing@darmstadt.de

Stärkung der lokalen Umsetzung der SDGs durch Berichterstattung und Monitoring

Lokale und regionale Regierungen sind wichtige Partner für das Monitoring und die Berichterstattung über die Fortschritte bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) vor Ort. Seit 2018 haben immer mehr Städte und Regionen damit begonnen, freiwillige lokale Berichte (Voluntary Local Reviews, VLRs) zu entwickeln, die auf lokalen Daten und Indikatoren basieren. Die Berichte zielen darauf ab, die lokalen Bemühungen zur Umsetzung der SDGs zu beleuchten, sowie Informationen und Daten beizutragen und zu ergänzen, die ihre nationalen Regierungen dem Hochrangigen Politischen Forum für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (HLPF) zur Verfügung stellen.

Die virtuelle Dialogveranstaltung von Connective Cities, die am 26., 27. und 29. April 2021 stattfand, ermöglichte den Erfahrungsaustausch zu diesem Thema mit 60 Teilnehmenden aus 19 Ländern aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika.

Die drei Hauptthemen der Veranstaltung befassten sich mit

  1. Datenverfügbarkeit und Datenerfassungssysteme für das SDG-Monitoring,
  2. Datengesteuerte Politikentwicklung und Beiträge zu verschiedenen Regierungsebenen, und
  3. Die Qualität des Bürgerdialogs sowie die Einbindung von Stakeholdern.

Die Dialogveranstaltung wurde in Partnerschaft mit United Cities and Local Governments (UCLG) und PLATFORMA durchgeführt und in Kooperation mit der Stadt Bonn ausgerichtet.

Straßen für alle – die neuen Alleen Glasgows

Die Pandemie hat unser aller Alltag grundlegend verändert. Statt in geschlossenen Räumen treffen wir uns draußen und statt mit dem Bus oder der Bahn zu fahren, nutzen wir das Fahrrad oder manchmal auch das Auto. Städte müssen auf dieses geänderte Verhalten der Bevölkerung reagieren.

Glasgow, die größte Stadt Schottlands, deren zentrale Straßen lange dem Autoverkehr vorbehalten waren, hat sich dieser Herausforderung gestellt, indem sie in umfassenden Maßnahmen mehr Raum für Radfahrer und Fußgänger und neue zentrale Grünflächen geschaffen haben.

Während der Pandemie wurde Platz für Radfahrer und Fußgänger in Glasgow provisorisch mit Plastikelementen von den Straßen abgetrennt und ihnen damit mehr Raum gegeben Damit reagierte die Stadt erfolgreich auf die neuen Bedürfnisse der Bewohner und Bewohnerinnen.

Langfristig leidet das Straßenbild aber unter den unansehnlichen Plastikelementen und auch das Wohlbefinden ihrer Bewohner.

Deswegen sollen in der langfristigen Alleen-Strategie in Glasgows Zentrum bis 2027 21 Straßen mit durchgehenden Fahrrad- und Fußwegen in Kombination mit einer umfassenden Begrünung angelegt werden. Die neuen Alleen sollen zentrale Orte verknüpfen und anliegende Viertel besser anbinden.

Durch die Begrünung findet eine Verschönerung der davor häufig komplett betonierten Straßen statt, und durch mehr Platz für Fußgänger und Fahrradfahrer wird der motorisierte Verkehr deutlich reduziert. Somit passt sich nicht nur die Funktionalität der Straße den neuen Bedürfnissen der Bevölkerung an, sondern die neuen Alleen sind auch visuell deutlich attraktiver. Dadurch steigt die Standortattraktivität für den Einzelhandel und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Kombiniert mit neuen Technologien, wie einer individuell steuerbaren LED-Beleuchtung wird das Zentrum Glasgows so fit für die Zukunft gemacht.

Weitere Informationen

Glasgows Avenue Strategy & the Role of Beauty in Public Spaces (PDF)

Veranstaltungsaufzeichnung (Präsentation Glasgow beginnt bei Min. 78): COVID-19 – A chance for urban green recovery? (Nur für Registrierte auf der Connective Cities Plattform)

Kontakt

Jamie Shields, Development and Regeneration Services, Glasgow City Council, UK  jamie.shields@glasgow.gov.uk

Paola Pasino, Development and Regeneration Services, Glasgow City Council, UK paola.pasino@glasgow.gov.uk

Hazmieh im Libanon: Ein Leuchtturm für gute Stadtpolitik

Die Stadtverwaltung von Hazmieh hat eine umfassende und effektive Strategie für die lokale Wirtschaftsentwicklung umgesetzt, bei der die Beteiligung der Öffentlichkeit und des Privatsektors an der Planung und Entscheidungsfindung die Eckpfeiler sind. Die Gemeinde hat mit Vertretern der lokalen Gemeinschaft und des Privatsektors zusammengearbeitet, um kommunale Entwicklungspläne zu formulieren, die den Wohlstand und das Gemeinwohl der lokalen Gemeinschaft in den Vordergrund stellen und die Gleichstellung der Geschlechter und die Beteiligung der Jugend sicherstellen.

Die Stadtverwaltung hat Investitionen in Hazmieh durch die Diversifizierung der lokalen Wirtschaft gefördert. Mit dem Wirtschaftsmodell „Alles unter einem Dach“ ist es der Stadt gelungen zu beweisen, dass man die Stadtgrenzen nicht verlassen muss, um sich zu versorgen, was Hazmieh zu einem wichtigen Drehkreuz für Investitionen im Libanon gemacht hat.

Sustainable urban energy planning in Southeast Europe – Infographics

These infographics illustrate the current context and importance of sustainable energy in SEE:

  • Final Energy Consumption rates of Southeast Europe (SEE) Region
  • Greenhouse gas emission rates in Southeast Europe (SEE) Region
  • Signatories of Covenant of mayors from Southeast Europe (SEE) Region
  • General Challenges of SEE Region in Energy Efficiency and Renewable Energy

Kommunale Antworten auf die COVID-19 Pandemie: Smart-City-Entwicklung vorantreiben

Am 29. April fand im Rahmen des laufenden angewandten Forschungsprojekts „Recherche von Guten Praktiken und Moderation von virtuellen Veranstaltungen zum Thema Gesundheit, Wirtschaft und Governance auf kommunaler Ebene in Zeiten von COVID-19“ ein virtueller Workshop zu Smart-City-Entwicklung statt. 

Im Mittelpunkt des Workshops standen ein Überblick über die EU-Green-Deal-Agenda, Smart-Cities-Modelle und -Konzepte sowie die Vorteile der Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen und Möglichkeiten finanzieller Anreize während der Pandemie.

Etwa 15 Teilnehmende aus Albanien, Armenien, Bulgarien, Kolumbien, Kirgisistan, Moldawien, Philippinen, Polen, Ukraine und Georgien nahmen an dem Workshop teil.

Schwerpunkte der Veranstaltung waren

  • Vorstellung des Konzepts des European-Green-Deal
  • Vorstellung von Modellen und Konzepten zur Entwicklung von Smart Cities
  • Bereitstellung von Digitalisierungslösungen für Kommunen in der Pandemiezeit
  • Aufzeigen von möglichen Finanzierungsquellen
  • Bereitstellung von Schlussfolgerungen und Vorschlägen für mögliche nächste Schritte

Nach der Veranstaltung erhielten alle Teilnehmenden Zertifikate über den Abschluss des Workshops.

Programm

Die virtuelle Veranstaltung wurde mit der Begrüßung durch Dr. Piotr Żuber eröffnet. Dr. Żuber lieferte Hintergrundinformationen zum Workshop und gab einen kurzen Überblick über die Tagesordnung. Nach der Einführung leitete Frau Daiva Matonienė, internationale Beraterin, in die Kernsitzungen über.

Zwei Hauptthemen der Veranstaltung waren:

  • Smart-City-Entwicklung: Innovationen und Schlüsseltreiber
  • Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen in der Pandemiezeit

Nach jeder Sitzung wurden die relevanten Themen diskutiert. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre Praktiken zu präsentieren und Herausforderungen in den Smart-City-Entwicklungsprozessen aus ihren Kommunen zu teilen.

Präsentationen

European Green Deal and Smart City Development
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Improvement of local actors, project management in Lithuania
Mr. Arunas Grazulis, Expert of Public Policy and European Union programmes

Smart cities development models and concepts
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Digitalization- the future is today
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

“ALL-IN-ONE” solution suite for smart municipalities
Mr. Edgaras Engelmanas, Head of Export, IRTC

International practices of the deposit refund system
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Financial attraction possibilities
Ms. Daiva Matonienė, International Consultant

Ergebnisse

Während des Online-Workshops tauschten Vertreterinnen und Vertreter aus einer Vielzahl von Kommunen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse auf dem Gebiet der Smart-City-Entwicklung aus.

Die Teilnehmenden wurden in Themen wie: Entwicklung eines grünen Sanierungsplans, innovative Werkzeuge für die Digitalisierung und öffentlich-private Partnerschaften eingeführt. Gleichzeitig erhielten die Teilnehmenden Empfehlungen zur Anwerbung von potenziellen Geldgebern und Fördermitteln sowie Tipps für weitere Schritte. Den Gemeindevertreterinnen und -vertretern wurden Kontaktinformationen von Fachleuten und Unternehmen mit Erfahrung auf dem Gebiet der intelligenten Stadtentwicklung gegeben, um weitere Kooperationsmöglichkeiten zu unterstützen.