„The world we live in has been transformed in a manner not witnessed in recent times. In a rapidly urbanizing and globalized world, cities have been the epicentres of COVID-19. The virus has spread to virtually all parts of the world; first, among globally connected cities, and now, through community transmission and from the city to the countryside.
The World Cities Report 2020 shows that the intrinsic value of sustainable urbanization can and should be harnessed for the wellbeing of all. The report provides evidence and policy analysis of the value of urbanization from an economic, social and environmental perspective, including the unquantifiable value that gives cities their unique character; and also explores the role of innovation and technology, local governments, targeted investments and the effective implementation of the New Urban Agenda in fostering the value of sustainable urbanization.“
Autor: erik
Erfahrungsaustausch der Kommunen zu COVID-19 – kompakt
Themen: Öffentliche Gesundheit & Krisenmanagement / Wirtschaft, Wohnen & Bildung / Digitalisierung & Kommunikation / Innovationen
Zeit: 23. November bis 3. Dezember 2020
Städte weltweit sind von den Auswirkungen von COVID-19 stark betroffen. Im Gegensatz zu nationalen Regierungen stehen die Kommunen in engem Kontakt mit ihren Bürgern und sind für die Umsetzung der von den Regierungen beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung von Koronainfektionen verantwortlich.
Städte weltweit haben auch wichtige Erfahrungen gesammelt, die im globalen Kampf gegen das Virus von immenser Bedeutung sein werden. Die Krise hat gezeigt, wie wichtig die Widerstandsfähigkeit der Kommunen ist: Dies gilt unmittelbar für das lokale Krisenmanagement und die Katastrophenvorsorge sowie für die Notwendigkeit einer ständig anpassungsfähigen Stadtplanung. Die aktuelle Krise hat einmal mehr gezeigt und bewiesen, dass die Widerstandsfähigkeit eine wesentliche Fähigkeit der Kommunen ist.
Um die Herausforderungen der Pandemie auch in Zukunft zu bewältigen und geeignete Lösungen zur Minimierung ihrer negativen Auswirkungen zu finden, ist es jetzt notwendig, aus den Erfahrungen zu lernen und diese auszutauschen, um die gemeinsame Entwicklung weiterer Maßnahmen zu unterstützen.
Im Rahmen seines Internationalen Fachaustausches zu Lernerfahrungen in der Corona-Krise organisiert Connective Cities vom 23. November bis 3. Dezember 2020 eine virtuelle globale Austauschreihe zum Thema „Municipal Response to COVID-19“ und lädt Sie herzlich ein, an dieser Veranstaltungsreihe teilzunehmen. Diese internationale Austauschmaßnahme findet in Zusammenarbeit mit engagierten städtischen Praktikern, kommunalen Experten sowie lokalen Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft statt.
Aufruf zur Teilnahme bis zum 9.November: #SolutionsForCities
Weltweit stehen Städte vor ähnlichen Herausforderungen. Was können wir aus der Covid-19 Pandemie lernen? Wie können kreative Lösungsansätze in eine Zeit nach der Krise überführt und nachhaltig nutzbar gemacht werden? Mit dem internationalen, digitalen Ideenwettbewerb #SolutionsForCities wollen wir Antworten auf diese Fragen finden. Wichtige Erkenntnisse aus der Pandemiezeit sollen durch international vernetzte Zusammenarbeit für eine gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung fruchtbar gemacht werden. Initiiert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, soll der Ideenwettbewerb Städte und Kommunen dabei unterstützen, digitale Lösungen für ihre derzeitigen lokalen Herausforderungen zu finden.
In einem zweitägigen, virtuellen Challenge Lab wurden gemeinsam mit den Modellprojekten Smart Cities sowie den Partnerstädten des Internationalen Smart Cities Netzwerks (ISCN) aktuelle Herausforderungen in den jeweiligen Städten identifiziert und klare Fragestellungen dazu entwickelt. Diese Herausforderungen werden ab dem 28. Oktober mit dem Call for Solutions auf der Plattform www.solutionsforcities.de veröffentlicht.
Call for Solutions vom 28. Oktober bis 09. November 2020
Der Call for Solutions ist ein globaler Aufruf zum Einsenden von gemeinwohlorientierten, digitalen Lösungen aus dem Bereich der Smart City. Er richtet sich sowohl an internationale Firmen und Start-Ups, als auch an Kommunen, Forschungsinstitute, Think Tanks sowie die Zivilgesellschaft. Den Call for Solutions startet am 28. Oktober 2020 in Anlehnung an den Smart City Day bei der Smart Country Convention 2020. Bis 09. November 2020 können auf der Plattform www.solutionsforcities.de digitale Lösungen als Antwort auf die veröffentlichten städtischen Herausforderungen eingereicht werden.
Scalathon vom 23. bis 25. November 2020
Nach dem Call for Solutions wählen die teilnehmenden Städte oder Kommunen die für ihre Herausforderungen am besten geeigneten Lösungen aus, und treten mit den entsprechenden Lösungsgebenden als Team im Scalathon an.
Der Scalathon vom 23. – 25. November 2020 bildet das Herzstück des Ideenwettbewerbs. Während des dreitägigen, virtuellen Workshops arbeiten ausgewählte Lösungsgebenden eng mit der jeweiligen Stadt oder Kommune zusammen, entwickeln die digitalen Lösungen weiter und passen sie an die konkreten lokalen Herausforderungen an.
Die Gewinnerteams des Ideenwettbewerbs werden im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung Anfang Dezember bekanntgegeben.
Ausschreibung: Preis der Carl und Anneliese Goerdeler Stiftung 2021
Thema: Vorbildliche Maßnahmen zur Überwindung der Corona bedingten Krise
In Erinnerung an das kommunalpolitische Wirken von Carl Goerdeler als Oberbürgermeister der Stadt Leipzig sowie an seine Widerstandstätigkeit gegen die NS-Herrschaft vergibt die Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung gemeinsam mit den oben angeführten Partnern einen Kommunalpolitischen Preis, um herausragende Leistungen der kommunalen Verwaltungspraxis auszuzeichnen. Die Auszeichnung soll der völkerverbindenden friedlichen Zusammenarbeit von Kommunen und kommunalen Allianzen vor allem in Europa (i.S. der Definition des Europarats) und darüber hinaus dienen. Gleichzeitig soll ein gegenseitiges Lernen zum Nutzen der Einwohner gefördert werden.
Die Ausschreibung steht auch im Kontext der Aktivitäten des Projektes Connective Cities, das als Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Engagement Global gGmbH / Servicestelle Kommunen in der Einen Welt sowie dem Deutschen Städtetag durchgeführt wird. Umsetzungspartner sind u.a. ausgewählte regionale und nationale Stadtverbände in Afrika, Amerika, Europa und Asien sowie deren Mitgliedsstädte. Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.
Inhaltliche Beschreibung und Zielgruppe
Der Preis dient der Auszeichnung von herausragenden Leistungen (“best practices“) der kommunalen Verwaltung oder regionaler Verantwortungsgemeinschaften, ggfs. auch unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Kräfte. Ausgezeichnet werden soll die Zusammenarbeit von Kommunen oder kommunaler Allianzen unter Beteiligung einer deutschen Kommune oder kommunaler Allianzen. Die Zusammenarbeit sollte in für die Bewältigung der Pandemie relevanten Bereichen (bspw. Gesundheit, Katastrophenschutz, Sicherheit, Städtische Dienstleistungen, Mobilität, Schulen/Bildung, Wirtschaftsförderung oder ähnlichem) erfolgt sein. Dadurch sollten nachhaltige positive Auswirkungen auf folgenden Gebieten erzielt worden sein: Stärkung der Zivilgesellschaft und/oder des sozialen Zusammenhalts, Verbesserung der Daseinsvorsorge, Modernisierung der öffentlichen Verwaltung, Stärkung der Wirtschaftskraft, Förderung der europäischen und globalen Integration.
Förderung
Euro 2.000 (bei zwei oder mehreren gleichwertigen Bewerbungen kann das Preisgeld auch geteilt werden) und öffentlichkeitswirksame Auszeichnung.
Der Bewerbung sind Unterlagen (in Deutsch oder Englisch), die folgende Punkte beachten, beizufügen (max. 10 Seiten):
- Ansprechpartner/Kontakt der sich bewerbenden Kommune oder Region
- Information über die einreichende Kommune oder Region/Vorstellung der Partnerkommune oder -region
- Vorstellung des Lösungsansatzes als „best practise“, ggfs. auch in virtueller Form (showcase)
- Akteure (die einbezogen waren)
- Erreichter Nutzen für die Bürger*innen
- Transferpotenziale
Antragstellung verlängert bis zum 16. November 2020
Bewerbungen sind per E-Mail oder postalisch zu richten an Frau Ellen Kramer, Vorsitzende der Jury, hier vertreten durch Frau Ricarda Meissner, Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, Friedrich-Ebert-Allee 36, D 53113 Bonn, Germany, T +49 (0) 228 4460 1138, email: ricarda.meissner@giz.de.
Die Auswahl des Preisträgers oder der Preisträger erfolgt durch eine Jury aus Vertretern der beteiligten Institutionen. Die Juryentscheidung erfolgt unter Beachtung der Grundsätze strikter parteipolitischer Neutralität. Die Preisverleihung findet jährlich Anfang Februar statt, um an den Todestag Carl Goerdelers am 2. Februar 1945 zu erinnern. Die Verleihung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Leipzig und wird vom Oberbürgermeister der Stadt Leipzig im Rahmen einer Festveranstaltung vorgenommen.
Jury
- Ellen Kramer, Deutsche Gesellschaft für international Zusammenarbeit (GIZ), Vorsitzende
- Prof. Dr. Ulrich Brieler, Stadt Leipzig
- Marianne Goerdeler, Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung
- Lina Furch, Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE), Deutsche Sektion
- Dr. Ferdinand Schuster, Institut für den öffentlichen Sektor
Kontakt
Ricarda Meissner, ricarda.meissner@giz.de, Tel. 0049(0)228 4460 1138
Klaudia Sonntag, klaudia.Sonntag@giz.de , Tel: 0049 (0) 228 4460 1587
Weitere Informationen zu dem Preis:
Kommunalpolitischer Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung 2021
[pdf, 190 kb]
Used Vehicles and the Environment
Millions of used cars, vans and minibuses exported from Europe, the United States and Japan to the developing world are of poor quality, contributing significantly to air pollution and hindering efforts to mitigate the effects of climate change. The UNEP-report shows that between 2015 and 2018, 14 million used light-duty vehicles were exported worldwide. Some 80 per cent went to low- and middle-income countries, with more than half going to Africa.
The first-ever report of its kind, calls for action to fill the current policy vacuum with the adoption of harmonized minimum quality standards that will ensure used vehicles contribute to cleaner, safer fleets in importing countries.
Digitalisierung von kommunalen Dienstleistungen in Südosteuropa (SEE) und im Kaukasus
Rund 50 Teilnehmende aus mehr als 23 Kommunen aus Georgien, der Ukraine, Belarus, Moldawien, Kosovo, Serbien, Bosnien und Herzegowina, der Türkei, Armenien, Aserbaidschan und Albanien nahmen an der ersten virtuellen Veranstaltung der Veranstaltungsreihe „Kommunale Reaktion auf die COVID-19-Pandemie“ teil.
Die Veranstaltung konzentrierte sich auf die Prozesse der digitalen Transformation der Städte als Reaktion auf den Ausbruch der COVID-19-Pandemie. Seit dem Frühstadium der COVID-19-Pandemie erlebten Kommunen auf der ganzen Welt einen starken Impuls, nicht nur ihre bestehenden Dienste zu digitalisieren, sondern auch neue Verfahren zur Bewältigung verschiedener krisenbedingter Anforderungen zu entwickeln. Ziel des Erfahrungsaustausches war es, gute Praxisbeispiele und neue digitale Modalitäten vorzustellen, die uns bereits dabei helfen, uns eine umweltfreundlichere und gerechtere Erholung von der Pandemie und der anhaltenden Klimakrise vorzustellen.
Die virtuelle Veranstaltung bot den Raum für einen interaktiven Erfahrungsaustausch. So haben sich alle Teilnehmenden an der lebhaften Diskussion beteiligt und ihr lokales Fachwissen in den Erfahrungsaustausch eingebracht.
Programm
In der virtuellen Veranstaltung diskutierte Ms Yulia Besplemennova von „Service & System Designer“ Fragen des Service Designs für eine effizientere digitale Transformation auf kommunaler Ebene. Darüber hinaus wurden drei gute Praxisbeispiele aus Tirana (Albanien), Tiflis (Georgien) und Essen (Deutschland) vorgestellt.
Die moderierte Plenarsitzung bot Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Fachleuten und den Teilnehmenden. Die Teilnehmenden wurden anschließend ermutigt, den Austausch auf der virtuellen Plattform Connective Cities fortzusetzen, wo neben den Sitzungsergebnissen auch weiter Materialien ausgetauscht wurden.
Insgesamt wurden folgende Fragen diskutiert:
- Welches waren die größten Herausforderungen für die Kommunalbehörden bei der Unterstützung der Bürger während der Pandemie?
- Welche innovativen und digitalen Lösungen haben die Kommunalbehörden eingeführt?
- Wie gehen die Stadtverwaltungen mit Gruppen um, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind?
- Planen die Stadtverwaltungen, nach der Pandemie andere entwicklungs- oder dienstleistungsbezogene Prioritäten zu setzen?
- Welche Lehren lassen sich aus der Sicht der Kommunalbehörden ziehen?
Präsentationen guter Praxisbeispiele
- Digitalisierung der städtischen Dienste von Tirana während der COVID-19-Pandemie
Frau Faola Hodaj, Gemeinde Tirana, Albanien - Gewährleistung der kontinuierlichen Bereitstellung kommunaler Dienstleistungen in Tiflis über eine Web-Plattform mit integrierter Hotline
Frau Sophio Barnabischwili; Stadtverwaltung Tiflis, Georgien - Einsatz von Innovation und Technologie zur Verbesserung kommunaler Dienstleistungen während des COVID-19-Ausbruchs in Essen, Deutschland
Herr Peter Adelskamp, Stadt Essen, Deutschland
Ergebnisse
Während der Veranstaltung diskutierten kommunale Praktikerinnen und Praktiker aus mehr als 20 Kommunen die guten Praxisbeispiele aus Südosteuropa, dem Kaukasus und Deutschland. Darüber hinaus tauschten sie ihre Erkenntnisse zum Thema aus und legten den Rahmen für künftige Zusammenarbeit fest. Die Teilnehmenden diskutierten gemeinsam über die wichtigsten Trends, Chancen und Herausforderungen, die sich aus den Entwicklungen kommunaler Maßnahmen im Zuge der COVID-19-Pandemie ergeben haben. Nach der virtuellen Sitzung setzen die Teilnehmenden ihren Austausch auf der virtuellen Plattform Connective Cities in speziellen virtuellen Arbeitsgruppen fort.
Grüne städtische Infrastruktur in asiatischen Städten
Vom 3. bis 14. August 2020 kamen rund 30 kommunale Praktikerinnen und Praktiker aus 6 asiatischen Städten virtuell zusammen, um sich über ihre Erfahrungen und Fachkenntnisse auf dem Gebiet der grünen städtischen Infrastruktur auszutauschen. Insbesondere Herausforderungen in den Bereichen Abfallwirtschaft und Abwasserentsorgung wurden intensiv diskutiert, da sie für viele asiatische Städte drängende Probleme darstellen.
Ziel des Workshops war es, bestehende Projektideen weiterzuentwickeln, indem über aufkommende Herausforderungen diskutiert wurde und neue Methoden ausprobiert wurden, um neue Perspektiven und Ansätze für die Stadtplanung zu finden. Der Planungsworkshop war eine Folgeveranstaltung von der Dialogveranstaltung in Bandung, Indonesien im November 2019.
Aufgrund der Einschränkungen der Covid-19-Pandemie wurde die Veranstaltung virtuell durchgeführt. Hierfür wurde die Connective Cities Platform genutzt. Um einen gewinnbringenden und nachhaltigen Lernprozess sicherzustellen, erstreckte sich die Veranstaltung über zwei Wochen. Sie umfasste sowohl synchrone Arbeitstage mit verschiedenen Vorträgen von Expertinnen und Experten als auch asynchrone Tage, an denen die Teilnehmenden in ihrem eigenen Tempo an ihren Projektideen weiterarbeiten konnten.
Sechs Projekte aus Indonesien und Nepal wurden präsentiert und weiterentwickelt (siehe Präsentationen).
Das EcoCentro in Quito
Die Stadt Quito ist als Hauptstadt Ecuadors Sitz großer Unternehmen und mit 2,65 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Im Großstadtbezirk von Quito, dem Distrito Metropolitano de Quito (DMQ) fallen täglich etwa 2.200 Tonnen gewöhnlicher Feststoffabfälle an, von denen fast 1.254 Tonnen (57%) organischen Ursprungs sind. Der Feuchtigkeitsgehalt des organischen Abfalls beträgt ungefähr 80%; aus dieser Eigenfeuchte der Abfälle entsteht Sickerwasser, welches deren Behandlung erschwert und hohe Kosten für das Empresa Pública de Gestión Integral de Residuos del Distrito Metropolitano de Quito, dem öffentlichen Unternehmen für integriertes Abfallmanagement des Großstadtbezirks Quito (EMGIRS-EP), nach sich zieht.
Gegenwärtig hat die vom EMGIRS-EP verwaltete Deponie im Gemeindegebiet El Inga aufgrund der verfügbaren Fläche eine Nutzungsdauer von noch 3 bis 5 Jahren, wobei die Umleitung der organischen Abfälle und ihre entsprechende Wiederverwertung die bestmögliche Lösung wäre. Vor diesem Hintergrund und im Rahmen des Programms „Ein müllfreies Quito“ hat das EMGIRS-EP in 2018 das Projekt EcoCentro entworfen. EcoCentro zielt darauf ab, bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Wiederverwertung von organischen Abfällen, die Verwendung von organischen Düngemitteln und die Anpflanzung von Gemüse und/oder Obst in städtischen Gärten zu schaffen.
Das EcoCentro zählt mit der Unterstützung der Akademie bei der Durchführung von Forschungsarbeiten zu Themen wie: Optimierung von Kompostierungs- und Vermikulturprozessen, Düngung städtischer Nutzpflanzen (Biodünger) und städtischer Stoffwechsel (Kohlenstoff-, Stickstoff- und Phosphorströme in der Stadt). Das Projekt wird ebenfalls von der Agentur für wirtschaftliche Entwicklung CONQUITO und ihrem Programm Agrupar – Partizipatives städtisches Landwirtschaftsprojekt sowie von der Lebensmittelbank Banco de Alimentos de Quito unterstützt, die die Produkte der Nutzgärten an schutzbedürftige Gruppen mit begrenztem Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln in Waisenhäusern, Pflegeheimen und Sozialstiftungen liefert.
Bei EcoCentro handelt es sich insofern um eine umfassende Initiative, der es gelingt, Räume für Sport, Freizeit und Naturschutz zu schaffen und bei den Bürgerinnen und Bürgern ein besseres Verständnis für die Verbindung zwischen Stadt und Land zu entwickeln, indem die Idee eines gesunden Lebens, eines verantwortungsbewussten Konsums und einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressourcen verfolgt wird.
Reaktion auf die Pandemie in flüchtlingsaufnehmenden Kommunen
Mehr als 20 kommunale Vertreter aus rund 8 Städten in der MENA-Region nahmen an der sechsten virtuellen Veranstaltung der Reihe zum Wissensaustausch über die kommunale Reaktion auf die COVID-19-Pandemie teil. Ziel der Veranstaltung war es, bewährte Praktiken und besondere Maßnahmen vorzustellen, die auf die Bedürfnisse der gefährdeten Gruppe von Flüchtlingen und ihrer Aufnahmegemeinschaften zugeschnitten sind. So wurde zum Beispiel der Informationsaustausch über lokale Netzwerke von Freiwilligen aus der Gemeinde, religiösen Führern und humanitären Helfern zu einem entscheidenden Faktor im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. Andere wirksame Maßnahmen, die von Flüchtlingsaufnehmenden Kommunen ergriffen wurden, haben den Global Compact für Flüchtlinge in die Tat umgesetzt, um Migranten- und Flüchtlingsgemeinschaften im Zusammenhang mit der Pandemie stärker zu unterstützen. Die virtuelle Veranstaltung bot Raum für einen interaktiven Erfahrungsaustausch, und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich an einer lebhaften Diskussion beteiligt und ihr lokales Fachwissen in die Diskussion mit Gleichgesinnten eingebracht.
Programm
In dieser virtuellen Sitzung wurden die Erfahrungen der Gemeindeverbände von Dreib Al Awsat und Jurd El Qayteh im Libanon vorgestellt und ihre gute Praxis bei der Entwicklung und dem Einsatz einer Open-Source-Tracking-Anwendung präsentiert. Darüber hinaus gab der Vertreter des Stadtrates von Irbid (Jordanien) Einblicke in die wirtschaftlichen Auswirkungen auf Flüchtlinge und Gastgemeinden, die in der Landwirtschaft beschäftigt sind.
Darüber hinaus wurden die folgenden Fragenkomplexe angesprochen:
- Was waren die zentralen Herausforderungen für die Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen?
- Welche Maßnahmen haben die Gemeinden, die Flüchtlinge aufnehmen, ergriffen, um die gefährdete Gruppe von Flüchtlingen zu schützen?
- Gibt es irgendwelche Lehren in Bezug auf die Bereitstellung von Dienstleistungen und die Vorbereitung auf Pandemien in Flüchtlingsunterkünften wie Lagern?
Vorträge (zugänglich nur für Mitglieder)
In Arabisch: Pandemiebekämpfung mit der Open-Source-Anwendung „Salamti“ in den Gemeindeverbänden von Jurd Al Qayta und Dreib Al Awsat im Libanon.
Abdul Ilah Zakaria, Vorsitzender der Gewerkschaft Jurd El Qayteh, Libanon
Abboud MerhebVorsitzender der Gewerkschaft Dreib Al Awsat, Libanon
Souraya Hammoud, SKLI
Maßnahmen zur Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Abriegelung auf syrische Flüchtlinge und ihre Aufnahmegemeinschaften in Irbid, Jordanien.
Arabische Version | Englische Version
Frau Iman Al Zoubi, Vertreter des Gemeinderats, Irbid-Jordanien
Ergebnisse
Die Pandemiebewältigung in den Gemeindeverbänden von Jurd Al Qayta und Dreib Al Awsat im Libanon, die Flüchtlinge aufnehmen, wurde mit der Open-Source-Anwendung „Salamati“ optimiert. Die Präsentation dieser guten Praxis führte zu einer Gelegenheit zur Zusammenarbeit zwischen den Initiatoren der Salamati-Anwendung und der Großgemeinde Absan in Gaza. Connective Cities wird diese Zusammenarbeit im Rahmen der Folgeaktivitäten erleichtern.
Update zu Folgeaktivitäten: Konkrete Zusammenarbeit auf solider Basis
Connective Cities hat ein Treffen zwischen den Initiatoren und Entwicklern der Salamati-Anwendung an der Balamand-Universität im Libanon und Vertretern der Gemeinde Greater Absan in Gaza (der Bürgermeister Dr. Anwar Abu-Zarifa und Ahmad Abu-Ismail) organisiert, um die Verbreitung der guten Praxis der Salamati-Anwendung in der Gemeinde Greater Absan zu diskutieren. Der Vertreter der GIZ in Gaza hat ebenfalls an dem Treffen teilgenommen.
Es wurde vereinbart, ein Memorandum of Understanding zwischen der Stadtverwaltung und den Initiatoren und Entwicklern der Anwendung zu unterzeichnen Als Startschuss zur Verbreitung bewährter Praktiken, einschließlich der Bereitstellung der Anwendung von Salamati im Großraum Absan.
Bei der Salamati-App handelt es sich um eine GIS-basierte Open-Source-Anwendung, die es den Kommunalbehörden ermöglicht, potenzielle COVID-19-Fälle schnell zu untersuchen und Gebiete und Personen mit hohem Risiko zu klassifizieren. Die Einführung dieses Pilotprojekts wird von SKL International unter den Aspekt der Digitalisierung gefördert. Als Teil des schwedischen Verbands der lokalen Behörden und Regionen (SALAR) arbeitet SKL International weltweit an der Förderung und Stärkung der lokalen und regionalen Selbstverwaltung und Widerstandsfähigkeit. Durch die Unterstützung der aktiven Bürgerschaft in Akkar-Libanon durch die Förderung lokaler Systeme, den Aufbau kommunaler Kapazitäten und die Beteiligung der Gemeinden an kommunalen Entscheidungen, kann auch Covid-19 besser eingedämmt und die negativen Auswirkungen der Pandemie verringert werden.
Initiativen der Zivilgesellschaft als Reaktion auf die Corona-Pandemie
Mehr als 15 Kommunalvertreter aus Jordanien, Palästina, Irak, Tunis, Libyen, Marokko und Algerien nahmen an der vierten virtuellen Veranstaltung der Wissensaustauschreihe zur kommunalen Reaktion auf die COVID-19-Pandemie teil. Ziel der Veranstaltung war es, bewährte Praktiken vorzustellen, die zeigen, was zivilgesellschaftliche Organisationen vor Ort tun und welchen Mehrwert sie für die kommunale Reaktion auf die Pandemie bringen.
Die virtuelle Veranstaltung bot den Raum für einen interaktiven Erfahrungsaustausch, und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich an einer lebhaften Diskussion beteiligt und ihr lokales Fachwissen in die Diskussion eingebracht.
Programm
Bei dieser virtuellen Veranstaltung wurden drei bewährte Praktiken aus Beni-Khalled (Tunesien), Groß-Amman (Jordanien) und Zletin (Libyen) vorgestellt. Die moderierte Plenarsitzung bot Gelegenheit zur Diskussion zwischen den Vortragenden und den Teilnehmern. Die Teilnehmer wurden dann ermutigt, den Austausch auf der virtuellen Plattform fortzusetzen, auf der neben den Sitzungsergebnissen auch andere Ressourcen ausgetauscht wurden. Insgesamt gingen die Vortragenden auf die folgenden Fragenkomplexe ein:
- Was waren die zentralen Herausforderungen für zivilgesellschaftliche Organisationen in ihrer Rolle der Unterstützung von Gemeinden während der Pandemie?
- Welche Massnahmen haben die zivilgesellschaftlichen Organisationen ergriffen, um die Gemeinden während der Pandemie zu unterstützen?
- Wie gehen die zivilgesellschaftlichen Organisationen mit gefährdeten Gruppen um, die am stärksten von der Pandemie betroffen waren?
- Arbeiten die zivilgesellschaftlichen Organisationen mit den Gemeinden zusammen, um nach der Pandemie unterschiedliche entwicklungs- oder dienstleistungsbezogene Prioritäten zu setzen?
- Welche Lehren lassen sich aus der Sicht der zivilgesellschaftlichen Organisationen ziehen?
Präsentationen von bewährten Praktiken (zugänglich für Mitglieder):
In Arabisch: Zivilgesellschaftliche Initiativen zur Unterstützung der kommunalen Reaktion auf die Pandemie in Beni-Khalled, Tunesien, und des kommunalen Entwicklungssektors.
Frau Leila Ben Gacem, Gemeinde Beni-Khalled, Tunesien
In Arabisch: Die Rolle der Zivilgesellschaft und des Gemeindeentwicklungssektors in der Großstadtgemeinde Amman.
Frau Ghaida’a Al Hadidi; Stadtbezirk Groß-Amman
In Arabisch: Initiativen der Zivilgesellschaft und des privaten Sektors zur Linderung der Auswirkungen der Pandemie und der Abriegelung in Zletin, Libyen
Dr. Taha Wali; Stadtverwaltung Zletin in Libyen
Ergebnisse
Die Beiträge und die anschließende Diskussion bestätigten die zentrale Rolle der Zivilgesellschaft bei der Überwachung der Auswirkungen der Pandemie auf die kommunale Dienstleistungserbringung und bei der Erleichterung der Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinschaften. Dies verbessert die Gewährleistung kontextrelevanter Reaktionen.
Um die Initiativen in den Gemeinden weiterzuführen, bot Connective Cities einen praxisorientierten Austausch zwischen den Netzwerkmitgliedern auf der Connective-Cities-Plattform an, auf der die Mitglieder ihre Herausforderungen und Interventionen bei der Bereitstellung ihrer zivilgesellschaftlichen Antworten austauschen konnten
Weitere Informationen: COVID-19 Update
