Als Teil seiner Unterstützung während der COVID-19-Pandemie hat Tiflis eine Reihe von Maßnahmen und sozialen Projekten zur Unterstützung gefährdeter Gruppen während der Pandemie beschlossen und bei der Umsetzung Unternehmen, das Rote Kreuz und viele Freiwillige mit eingebunden.
Kategorie: COVID-19
Digitalisierung in Madaba, Jordanien
Im Einklang mit den Bemühungen in Jordanien, die wirtschaftliche Transformation und die Anwendung internationaler Qualitätsstandards voranzutreiben, entwickelte die Gemeinde Madaba eine Vision für ein gerechtes Wachstum und Nachhaltigkeit. Integraler Bestandteil dieser Vision ist die digitale Transformation kommunaler Dienstleistungen.
Einblicke in die Arbeitsgruppe „Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen in MENA“
Die Digitalisierung ist der Weg zur Verbesserung der Dienstleistungen für die Bürger und der Schlüssel zur Erholung der Kommunen von den Auswirkungen der Pandemie. Das Connective Cities Programm zur kommunalen Erholung von der Pandemie hat daher die Einrichtung der Arbeitsgruppe „Digitalisierung öffentlicher Einrichtungen in der MENA-Region“ unterstützt. Die Arbeitsgruppe war sehr aktiv und hat Vertreter von mehr als 21 Kommunen in der MENA-Region einbezogen. Im Rahmen der Aktivitäten wurde Folgendes erreicht:
- Der erste virtuelle Workshop für die Arbeitsgruppe fand am 26. Oktober 2021 statt. Der Workshop beinhaltete eine Komponente zum Kapazitätsaufbau, die sich auf die Nutzung von GIS für die Sammlung, Kartierung und Überwachung von Geodaten konzentrierte. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erhielten eine Einführung in das Geografische Informationssystem (GIS) und seine verschiedenen Anwendungen in kommunalen Aufgaben und Dienstleistungen.
- Es wurden Beispiele guter Praxis aus der Gemeinde Hazmieh im Libanon, der Gemeinde Hebron in Palästina und Madaba in Jordanien vorgestellt. Die Präsentationen zeigten, wie der Einsatz von GIS zur Verbesserung des kommunalen Dienstleistungsangebots, der strategischen Planung, der Steuerverwaltung und der Entscheidungsfindung auf kommunaler Ebene beiträgt. Darüber hinaus wurde im Rahmen des Workshops am 23. November 2021 eine vollständige End-to-End-Lösung für die digitale Transformation vorgestellt, die von der Gemeinde Zgharta im Libanon (AKA Al-FULK) genutzt wird. Diese digitale Plattform nutzt kommunale Best Practices, Tools und Technologien und hat dazu geführt, dass die Effizienz und Effektivität der Abläufe und der Dienstleistungserbringung in der Gemeinde erhöht und die Koordination zwischen den Abteilungen sowie die Einhaltung von Vorschriften verbessert wurden.
- Die Projektideen von sechs Kommunen wurden zu Prototypen von GIS-Apps entwickelt. Connective Cities führte eine intensive Fortbildungsrunde durch, um die zuständigen Mitarbeiter der Kommunen in der Nutzung der Apps zu schulen. Die Gemeinden Bizerte (Tunesien), Abasan (Palästina), Menjez, Qaraoun, Matan al-Alaa (Libanon), Jerash und Madaba (Jordanien) haben von dem Capacity Building profitiert und sind bei der Umsetzung ihrer Projekte zur GIS-Anwendung in der Kommunalverwaltung vorangekommen.
Klicken Sie hier, um die Aufzeichnung des Workshops vom 26. Oktober 2021 zu sehen
Klicken Sie hier, um sich die Aufzeichnung des Workshops vom 23. November 2021 anzusehen
Entwicklung von verbesserten Covid-19-Lösungen auf kommunaler Ebene im Bereich der Digitalisierung
Um den Aufbau von Digitalisierungskapazitäten in Städten und Gemeinden zu unterstützen, wurden vier intensive Workshops mit städtischen Praktikern und relevanten Vertretern in ganz Südosteuropa durchgeführt. Der Workshop bestand aus zwei Teilen: einer Lernaktivität, gefolgt von einer gemeinsamen Arbeit. Diese Veranstaltungen fanden online statt, unter Verwendung von Miro und Videokonferenz-Tools, mit 2-4 Moderatoren.
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Mehr: Digitalisierung: Entwicklung eigener Ideen auf Basis internationaler Praxis – Einblicke in die Arbeit der Arbeitsgruppe Digitalisierung in Südosteuropa
Entwicklung von verbesserten Covid-19-Lösungen auf kommunaler Ebene im Bereich des Krisenmanagements
Um den Aufbau von Krisenmanagement-Kapazitäten in Städten und Gemeinden zu unterstützen, wurden vier intensive Workshops mit städtischen Praktikern und relevanten Vertretern in ganz Südosteuropa durchgeführt. Der Workshop bestand aus zwei Teilen: einer Lernaktivität, gefolgt von einer gemeinsamen Arbeit. Diese Veranstaltungen fanden online statt, unter Verwendung von Miro und Videokonferenz-Tools, mit 2-4 Moderatoren.
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Mehr: Katastrophenvorsorge, erste Reaktionsmechanismen, Fake News und Krisenkommunikation – Einblicke in die Arbeitsgruppe „Krisenmanagement“ in Südosteuropa (SEE)
Auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Stadtentwicklung
Warum brauchen wir einen geschlechtsspezifischen Ansatz in der Stadtplanung?
Die bestehenden öffentlichen Räume in den Städten sowie die öffentlichen Verkehrsnetze wurden zumeist von und für die Bedürfnisse von Männern entworfen. Viele von ihnen sind nicht auf die Bedürfnisse von Frauen abgestimmt – einige stellen sogar ein Risiko für die Sicherheit von Frauen dar, erschweren ihren Alltag und schränken so ihre Möglichkeiten ein am Gemeinschaftsleben zu partizipieren. Die COVID-19-Pandemie hat die bestehenden geschlechtsspezifischen Ungleichheiten in verschiedener Hinsicht offengelegt und verschärft.
Gleichzeitig kann diese Krise eine Chance sein, Stadtplanung geschlechtersensibler, gerechter und nachhaltiger zu gestalten. Es gibt bereits viele geschlechtersensible Praktiken. Die Aufgabe besteht darin, diese Praktiken umzusetzen und den kommunalen Akteuren dabei zu helfen, eine nachhaltige, integrative und (geschlechter-)gerechte Entwicklung in der (Post-)COVID-Ära zu erreichen.
Dies war das Ziel der beiden Connective Cities Arbeitsgruppen:
- Geschlechtersensible Stadtplanung
- Geschlechtergerechte urbane Mobilität
Vernetzung von Kommunen in ihren Bemühungen um eine gendersensible Stadt
Die Teilnehmenden der Arbeitsgruppen kamen aus den Städten Nabeul und Sfax in Tunesien, Mexiko-Stadt und Guadalaja in Mexiko, Tena in Ecuador, Nairobi in Kenia sowie aus Uruguay und der Gemeinde Gaza in Palästina zusammen.
Durch die Zusammenführung von Kommunalvertreterinnen und städtischen Praktikerinnen und Praktikern zur Präsentation und Diskussion ihrer Herausforderungen und bewährten Verfahren wurden sie dabei unterstützt, im Peer-to-Peer Learning neue Projektideen zu entwickeln. Inspiriert wurden sie dabei durch den Input regionaler und internationaler Expertinnen, die ihre Erkenntnisse über geschlechtersensible Planungsansätze teilten.
Das erste Kick-off-Meeting diente der Sensibilisierung für die verschiedenen Risiken einer Ausweitung der geschlechtsspezifischen Ungleichheiten in der Stadtentwicklung und die Möglichkeiten für Stadtverwaltung dem entgegenzuwirken. Annika Dalén, Beauftragte für strategische Entwicklung und Geschlechtergleichstellung, Stadtverwaltung Umeå, Schweden, stellte die Bemühungen der schwedischen Stadt Umeå als Modellstadt für geschlechtersensible Stadtplanung und Mobilität vor. Bis heute gibt es in vielen Ländern keine zuverlässigen Daten darüber, wie sich Frauen in Städten bewegen. Um Städte und ihre Verkehrssysteme so umzugestalten, dass sie den Bedürfnissen von Frauen gerecht werden, ist es daher der erste wichtige Schritt, geschlechtsspezifische Daten auf kommunaler und nationaler Ebene zu erheben.
Aufgrund von Ausgangssperren und sozialen Einschränkungen sind Frauen durch die Pandemie einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer häuslicher Gewalt zu werden. Katja Schülke, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bonn, Deutschland und Conny Schulte, Geschäftsführerin des Arbeitskreises Opferschutz Bonn/Rhein-Sieg, stellten ihre Ansätze zur Bekämpfung von häuslicher Gewalt in der Stadt Bonn vor. Eine dritte Keynote von Giada Cicognola, Programmanalystin, Cities Alliance, stellte den Teilnehmerinnen das Programm Femmedina in Tunis, Tunesien, vor. Ziel des Programms ist die Wiederherstellung von öffentlichen Räumen für Frauen im historischen Zentrum von Tunis, der Medina, durch partizipative Entscheidungsfindung.
Während der folgenden Arbeitsgruppensitzungen identifizierten die teilnehmenden Städte eine geschlechtsspezifische Herausforderung in ihren Gemeinden. Sie sind beispielhaft für die Probleme, mit denen Frauen an vielen Orten auf der ganzen Welt konfrontiert sind:
- Verbesserte Partizipation von Frauen in Entscheidungsprozesse in Tunis, Tunesien
- Verbesserung der Situation von Frauen, die aus ländlichen Gebieten in die Städte pendeln in Tena, Ecuador
- Berücksichtigung der Bedürfnisse von Frauen bei der Umsetzung von E-Mobilitätsprojekten und Bekämpfung sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt im Bereich der E-Mobilität in Nairobi, Kenia
- Förderung des Radfahrens für Frauen in Mexiko-Stadt und Guadalaja, Mexiko
Die Arbeitsgruppen von Connective Cities fördern die Idee der Peer-to-Peer-Beratung, damit die teilnehmenden Kommunen von den Erfahrungen und guten Praktiken der anderen profitieren können. Wenn Sie mehr über diesen Ansatz erfahren möchten, können Sie hier weitere Informationen finden. Als Ergebnis der lebhaften Diskussionen entwickelten die Gruppen Guidelines, die auch anderen Kommunen als Starthilfe dienen können. Die Arbeitsgruppe wurde durch die 5 Schritte zur Erstellung fundierter Guidelines geführt, in die ihre Ideen integriert wurden: Schritt 1 Analyse, Schritt 2 Ziele, Schritt 3 Planung, Schritt 4 Umsetzung und Schritt 5 Bewertung. Die Guidelines sind unter den folgenden Links abrufbar:
Guidelines für eine geschlechtersensible Stadtplanung [pdf, 307 kb, 7 Seiten, Englisch]
Guidelines für eine geschlechtergerechte urbane Mobilität [pdf, 337 kb, 8 Seiten, English]
Ohne einen geschlechtersensiblen Ansatz für die Stadtentwicklung könnte die Pandemie weitreichende Auswirkungen haben, einschließlich des Risikos, dass sich die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern in verschiedenen Bereichen wie der öffentlichen Gesundheit, der städtischen Teilhabe und dem sozialen Leben vergrößern. Gleichzeitig gibt es bereits Gender-Mainstreaming-Instrumente und bewährte Verfahren für geschlechtersensible Strategien, die, wenn sie wirksam eingesetzt werden, die negativen Auswirkungen von COVID-19 abmildern und zu einer größeren Gleichstellung der Geschlechter beitragen können.
Hier finden Sie weitere nützliche Ressourcen zur geschlechtersensiblen Stadtplanung:
Gender Responsive Urban Planning and Design | UN-Habitat (unhabitat.org)
How Vienna designed a city for women (apolitical.co)
How to Design a City for Women – Bloomberg
Gender in Mainstreaming Urban Development (berlin.de)
Harsh-realities-Marginalized-women-in-cities-of-the-developing-world-en.pdf (unwomen.org)
A safe city for women and girls in El Alto, Bolivia | UN Women
Goal 11 | Department of Economic and Social Affairs (un.org)
Brief-Recommendations-COVID-19-Safe-Cities-and-Safe-Public-Spaces-en.pdf (unwomen.org)
Safety First in Belo Horizonte
Die Stadtverwaltung von Belo Horizonte im Südosten Brasiliens hat ein Covid-19-Sicherheitsprotokoll für die Sammlung und Sortierung von recyclingfähigen Abfällen eingeführt. Mit dem Protokoll soll sichergestellt werden, dass die Abfallwirtschaft ihre Leistungen auch unter Pandemiebedingungen fortführen und dabei die Abfallsammelnden und -sortierenden so wirkungsvoll wie möglich schützen kann.
Unturning the Stones – Exploring Climate Finance for Asian Cities
In the event 25 urban practitioners and experts from 6 countries exchanged on innovative and efficient financing approaches to build climate resilient and low-carbon cities. They were united by the fact that all of them are working at the forefront of climate change mitigation and adaptation measures in their cities. The event was jointly organised by Connective Cities, TURBOCLIC (Transformation – Urban Opportunities – Climate Change), an initiative from GIZ’s sector networks TUEWAS (Transport Environment Energy and Water in Asia) and SNGA (Governance Asia).
Regionales Netzwerk Südosteuropa (SEE) setzt Austausch über Methoden und Guten Praktiken für strukturelle Erholung und Resilienz fort
Insgesamt nahmen bis zu 100 städtische Praktikerinnen und Praktiker und Expertinnen und Experten an den Netzwerkveranstaltungen teil, die im Namen der internationalen Netzwerkinitiative Connective Cities und ihres Covid-19-Programms durchgeführt wurden. Zwei Veranstaltungen, die am 12. November und 13. Dezember 2021 stattfanden, dienten den Mitgliedern des SEE-Netzwerks als letzte große Zusammenkunft des Jahres 2021 und gaben ihnen einige Denkanstöße und die Möglichkeit zum Austausch für das kommende Jahr.
Die erste Veranstaltung am 12. November 2021 – „Connective Cities virtual exchange discussing the Southeast European Network’s development and presenting good municipal practices in the area of digitalization and crisis management“ – diente dazu, den Peer-to-Peer-Austausch zu fördern und kommunale Vertreterinnen und Vertreter sowie Expertinnen und Experten aus der Praxis zu versammeln, um bestehende Herausforderungen und Erfahrungen in Krisenmanagement und in der Digitalisierung zu diskutieren und zu erkunden, wie Scale-up-Strategien verbessert werden können, um krisenbedingten Anforderungen gerecht zu werden. Um diese Themen abzudecken, wurde die Veranstaltung in drei Teile gegliedert. Das Web-Seminar präsentierte einen Hauptredner, der sich auf COVID-19 und langfristige Herausforderungen für die territoriale Politik konzentrierte, gefolgt von drei Fallstudien über kommunale Antworten auf COVID-19 in Bezug auf Digitalisierung und Krisenmanagement aus Melitopol (Ukraine), Tiflis (Georgien) und Mostar (Bosnien und Herzegowina). Die Beispiele zeigten verschiedene Praktiken, die von den einzelnen Kommunen in letzter Zeit angewandt wurden. Eine Podiumsdiskussion über die Bedeutung der Digitalisierung für ein effizientes Krisenmanagement auf lokaler Ebene im Rahmen von COVID-19 bildete den Abschluss der Veranstaltung und sorgte für eine umfassende Diskussion über Herausforderungen, Visionen und mögliche Peer-to-Peer Konsultationen zu den Themen.
Die Aufzeichnung und weiteres Material zur ersten Sitzung finden Sie hier auf der Connective Cities Plattform.
Nachhaltige urbane Mobilität & COVID-19
Die Corona-Pandemie hat weltweit zu fundamentalen Veränderungen in der städtischen Mobilität geführt. Einige Auswirkungen der Pandemie sind kurzfristiger Natur, insbesondere solche, die während der Lockdowns festzustellen waren. Andere Auswirkungen dagegen werden die Art und Weise, in der wir uns künftig in der Stadt fortbewegen, langfristig verändern.
Nachhaltige urbane Mobilität und Covid-19 war der Fokusthema der Connective Cities Dialogveranstaltung, die vom 19. bis zum 22. Juli 2021 virtuell stattfand. Der Fachaustausch wurde von Connective Cities zusammen mit United Cities and Local Governments (UCLG), UN-Habitat und der Stadt Wiesbaden ausgerichtet.
Diese Peer-Learning-Note fasst gute Praktiken der teilnehmenden Städte zusammen und legt den Schwerpunkt auf die Themenbereiche ÖPNV, Fahrradverkehr und nachhaltige städtische Logistik.
Zusätzlich zur deutschen gibt es auch noch eine englische und spanische Fassung
Weitere Information: Kurzdokumentation mit allen Präsentationen und Bildern der Veranstaltungen
