Padang ist eine Stadt mit über einer Million Einwohner*innen auf der Insel Sumatra, Indonesien. Der Fluss Arau, der durch das Stadtzentrum von Padang fließt, ist durch große Mengen an Haushaltsabfällen verschmutzt. Zudem werden Abwässer ungeklärt in den Arau geleitet. Um Padang für Tourist*innen attraktiver und für seine Einwohner*innen lebenswerter zu machen, hat sich die Stadtverwaltung dazu entschlossen, den Fluss Arau mithilfe einer Fachkraft für Wasserwirtschaft zu regenerieren.
Autor: erik
Developing a climate change strategy in-house
External consultants often develop climate protection strategies for municipalities, which then end up in the shelf because their implementation does not match the capabilities of the municipality, the measures are too costly or there is little ownership in the departments of the municipality. Kouga municipality was able to successfully conduct the in-house development of a climate strategy. They followed a cross-sectoral and multi-stakeholder approach, including various departments of the municipal administration. This was supported by a development advisor funded by the “Experts fund for Municipal Partnerships worldwide” between 2021 and 2023. It was a challenge to bring together and activate all these players and at the same time gain political support, but eventually this approach enabled an integrated and therefore feasible strategy.
The climate change strategy consists of three implementation lines. The first line focuses on mainstreaming climate change into the municipal management, the second line talks to responses to main climate change vulnerabilities and the third line lists short-term measures that were identified through the process. Several of these are already being implemented now such as tree planting and dune rehabilitation.
Aufruf zur Ausrichtung einer SDG-Partnerschaftskonferenz 2024
Die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für Nachhaltigkeit (Sustainable Development Goals – SDGs) ist eine globale Aufgabe, bei der Kommunen weltweit eine zentrale Rolle zukommt. Kommunale Partnerschaften bieten dabei ein wichtiges Netzwerk, um sich über die vielfältigen Erfahrungen im Prozess der Umsetzung auszutauschen und sich gemeinsam für die Erreichung der 17 SDGs zu engagieren.
Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global unterstützt im Jahr 2024 erneut bis zu drei deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise durch anteilige finanzielle Förderung und fachliche Begleitung bei der Ausrichtung einer SDG-Partnerschaftskonferenz. Dabei werden unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen zur Agenda 2030 mit Partnerkommunen aus aller Welt diskutiert, Ideen für die weitere Zusammenarbeit zur Agenda 2030 gemeinsam entwickelt und Aktivitäten für eine partnerschaftliche Umsetzung der SDGs erarbeitet.
Bei einer SDG-Partnerschaftskonferenz handelt es sich in der Regel um ein zwei- bis dreitägiges Veranstaltungsformat, welches sowohl in Präsenz als auch digital durchgeführt werden kann. Möglich ist auch die gemeinsame Ausrichtung an einem Veranstaltungsort durch einen Zusammenschluss mehrerer deutscher Kommunen.
Die Servicestelle freut sich über Ihre Bewerbung bis zum 31. Januar 2024!
Die Zusammenarbeit zwischen den Städten ist der Schlüssel hin zu Klimaneutralität und dezentraler Energieerzeugung
Der Deutsche Städtetag hat zusammen mit der internationalen Städteplattform Connective Cities auf der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai im Deutschen Pavillon ein Side-Event veranstaltet zu der Frage „Welche Lösungen gibt es für eine nachhaltige und dezentralen Energieerzeugung und -versorgung auf lokaler Ebene“. Am 6. Dezember um 14 Uhr Ortszeit diskutierten Vertreter*innen aus deutschen und afrikanischen Städten (Köln, Bonn, eThekwini und Abuja) über ihre lokalen Innovationen für klimafreundliche Energielösungen.
Die Vizepräsidentin des Deutschen Städtetages, Bürgermeisterin von Bonn und ICLEI Co-Chair for Climate Action Katja Dörner betonte in ihrer Key-note Rede die Bedeutung eines sozial gerechten und partizipativen Ansatzes für eine Klima- und Energiewende. Sie bekräftigte, dass die Stimme der Städte bei den Klimaverhandlungen unabdingbar ist, um die globalen Ziele zu erreichen.
Sie zeigte auf, wie die Stadt Bonn Klimaneutralität bis zum Jahr 2035 erreichen kann und forderte die Bundesebene auf, schnelle Änderungen vorzunehmen, um die lokale Ebene zu unterstützen. Die EU und die deutsche Bundesebene müssen den Rahmen für eine klimafreundliche Energiewende schaffen. Dabei wies sie erneut darauf hin, wie wichtig es ist, dass Klimaschutz und Anpassung eine kommunale Pflichtaufgabe wird.
Wiederaufbauen, aber besser!
Von deutscher Seite stellten die Stadtplanungsämter der Städte Münster und München aktuelle Beispiele von integrierter Stadtentwicklung vor. So wurde klar, dass „integriert“ sowohl von der Raumplanung bis zum partizipativen Design eines Platzes alle Ebenen umfasst. Um diese Ebenen miteinander zu verbinden, setzt München auf die Entwicklung Fachleitlinien (Klimaanpassung /schwamm Stadt, Vermeidung Hitzeinseln, Mobilität, starke Wohnquartiere) und die Definition von Handlungsräumen. Münster setzt vor allem auf das Instrument der Zentrenfonds (kleinere Summen zur Förderung neuer Ideen zur Umgestaltung, einfache Beantragung) und die Aufwertung der Innenstadt als Freizeit und Aufenthaltsort.
Hochwassermanagement für eine risikoinformierte Stadtentwicklung in eThekwini
Vom 7. bis 9. November 2023 fand in eThekwini, Südafrika, die zweite Präsenzveranstaltung des Lernprozesses zum Thema Hochwassermanagement für eine risikobewusste Stadtentwicklung statt. Aufbauend auf den Erkenntnissen der vorangegangenen Sitzung in Windhoek, Namibia, ermöglichte die zweite Folge des einjährigen Lernprozesses eine große Vielfalt an Teilnehmenden, die von Akademikern, technischen Expert*innen bis hin zu regionalen, nationalen und kommunalen Regierungs- und/oder Nichtregierungsvertretern reichten. Die Teilnehmenden kamen erneut zusammen und setzten den kollegialen Austausch und die gemeinsame Nutzung von methodischen Ansätzen fort, um risikobasierte Lösungen in ihren jeweiligen Städten zu finden. Mehr als 40 Teilnehmer aus 14 verschiedenen Städten in 12 Ländern aus Subsahara-Afrika, der SADC-Region und Deutschland nahmen an persönlichen Konsultationen und Intervisionsrunden teil und profitierten von einem breiten Spektrum an Wissen und Erfahrungen. Connective Cities der GIZ richtete die Veranstaltung gemeinsam mit der Globale Initiative Katastrophenrisikomanagement (GIKRM) und der Resilienzinitiative (RIA), um die sektorübergreifende Zusammenarbeit und Koordination zu fördern, um die Kapazitäten regionaler, nationaler und lokaler staatlicher und nichtstaatlicher Akteure zu stärken und um eine risikobasierte Entwicklung im städtischen Katastrophenrisikomanagement umzusetzen.
Der wichtigste Eckpfeiler des Lernprozesses ist der Rahmen der risikoinformierten Stadtentwicklung (RIUD), ein neu gefundener Weg zur städtischen Resilienz, der im kontext der größerer Entwicklungen an Dynamik gewonnen hat. Dr. Mmaphaka Tau (GIZ-RIA) betonte, wie wichtig es ist, dass alle Akteure, die für die Verwaltung von Städten verantwortlich sind, wie Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler, kommunale, provinzielle, nationale und regionale Akteure, lokale Gemeinschaften und technische Experten zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Entwicklungspfade kohärent sind, bestehende Risiken reduziert und die Entstehung neuer Risiken verhindert werden. Innerhalb des für den Lernprozess festgelegten RIUD-Rahmens umfassten die thematischen Schwerpunkte die folgenden strukturierenden und/oder leitenden Ansatzpunkte für die Entwicklung von Lösungen für RIUD, einschließlich u.a. DRR- und Klimawandelanpassungsstrategien, bankfähige Konzepte und/oder Projekte:
- Verständnis und Management der verschiedenen und miteinander verknüpften Ursachen für Hochwasserrisiken, denen die Städte ausgesetzt sind.
- Identifizierung möglicher grüner Infrastrukturen und naturbasierter Ansätze als risikobasierte Lösungen für den Umgang mit Überschwemmungen in Städten.
- Verbesserung der Risikokommunikation und der Risikosteuerung
Der Workshop wurde mit Reden des stellvertretenden Bürgermeisters von eThekwini, Zandile Myeni, und des Bürgermeisters von Köln, Andreas Wolter, eröffnet, die beide auf die erhebliche Überschwemmungsgefahr für ihre jeweiligen Gemeinden eingingen. eThekwini und Köln liegen beide an bedeutenden Wasserstraßen, wobei eThekwini den ausgedehnten Küstenlinien des Indischen Ozeans ausgesetzt ist und Köln durch den historischen Fluss Rhein geteilt wird.
eThekwini ist kein Unbekannter, wenn es um Hochwasserschäden geht. Erst im vergangenen Frühjahr wurde die Stadt von schweren Überschwemmungen heimgesucht. Die Vertreter der Stadt eThekwini haben bewiesen, dass sie aus den Erfahrungen lernen und ihre Stadt risikobewusster und widerstandsfähiger machen wollen. Dies ist vor allem im Entwicklungskontext von Bedeutung, da die Gemeinden ein immer breiteres Spektrum an voneinander abhängigen, jedoch grenzüberschreitenden und dynamischen Risiken berücksichtigen müssen.
Bürgermeister Andreas Wolter, Vorstandsmitglied des Climate Alliance, betonte, dass Resilienzaufbau und Klimagerechtigkeit eine Aufstockung der globalen Fonds und Zuschussmechanismen erfordern, um sicherzustellen, dass lokale und nationale Regierungen ausreichend in RIUD investieren können. Bürgermeister Wolter spielte auf das westeuropäische Hochwasser 2021 an, dass in Nordrhein-Westfalen beispiellose Schäden verursachte. Während die Wiederaufbau- und Wiederherstellungsprogramme noch in der Umsetzung sind, betonte der Kölner Oberbürgermeister, dass Deutschland nicht über die Kapazitäten verfügt, um den Wiederaufbau in dem erforderlichen Umfang durchzuführen, sollte sich dies wiederholen. Unter dem Gesichtspunkt der Klimagerechtigkeit appellierte er an die dringende Notwendigkeit, Klimafonds zu mobilisieren und in Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen zu investieren, um die Bevölkerung und die Entwicklungsgewinne zu schützen, insbesondere in Städten und deren Einzugsgebieten.
„Katastrophenmanagement geht uns alle an, und sein Erfolg hängt von gemeinsamen Anstrengungen ab.“ Herr Thabo Khupari, Vertreter des Leiters des National Disaster Management Center of South Africa (Chief Directorate: Disaster Preparedness, Response and Recovery Coordination of the NDCM), wies auf die dringende Notwendigkeit hin, Gelder zu mobilisieren und in eine risikobewusste Stadtentwicklung zu investieren, und sprach über die Bedeutung der Vorsorge. Herr Khupari sprach über die zunehmenden wetter- und klimawandelbedingten Risiken und deren Verbindung zu sozialen und sektoralen Anfälligkeiten sowie über die Urbanisierungstrends in Südafrika. Während diese Urbanisierungstrends auf die gemeinsamen kontinentalen Herausforderungen der „Urbanisierung der Armut“ (Townships, informelle Siedlungen und Innenstädte) hinweisen, betonte Herr Khupari die Bedeutung von RIUD und die Rolle des NDMC. Dabei gab er Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen, ihre Architektur (institutionelle Kapazitäten, Risikobewertungen, Risikominderung, Reaktion und Wiederherstellung) und die Voraussetzungen (Information und Kommunikation, Ausbildung, Bildung und Forschung sowie Finanzierung) für RIUD in Südafrika. Eine Auswahl von Maßnahmen, wie z.B. das Verstehen von Überschwemmungslinien, das Entwerfen von Systemen zur Trennung von Regenwasser und Kanalisation, die Durchsetzung von Raumentwicklungspraktiken, Bauvorschriften usw., wurde von den Teilnehmenden ebenfalls sehr geschätzt.
„Action for Cool Cities“
Im Rahmen der von CitiesAdapt auf der Adaptation Futures-Konferenz organisierten Sitzung nahm der Vertretende des Bezirks Kisumu in Kenia (James Nyagol) an einer Podiumsdiskussion über naturbasierte Lösungen und die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung für die Nachhaltigkeit von Klimaanpassungslösungen teil. Nyagol, der als leitender Beamter für den Klimawandel im Bezirk Kisumu tätig ist, berichtete von seinen Erfahrungen bei der Entwicklung einer Lösung für den Einsatz grüner Infrastrukturen zur Kühlung der Städte und zur Verringerung des Überschwemmungsrisikos entlang des Auji-Bachs in Kisumu. Die Lösung wurde im Rahmen des Connective Cities Lernprozesses „Action for Cool Cities“ entwickelt.
Außerdem wurden einige der Ergebnisse des Lernprozesses „Action for Cool Cities“ auf dem 59. ISOCARP World Planning Congress vorgestellt. Unter dem Titel „Inclusive Climate Action in Cities: An elusive goal for local authorities?“ wurden Beispiele für die entwickelten Lösungen präsentiert und diskutiert, darunter auch der Aspekt der Finanzierung. Einige Erkenntnisse aus dem Lernprozess und die entwickelten Lösungen wurden auch auf dem Urban Thinkers Campus “Heat Stress Resilience: Translating Strategy into Urban Climate Actions“ in Kairo vorgestellt.
In ähnlicher Weise präsentierten und diskutierten die Gemeinden Irbid, Bab Amman und Kufranja mit ihren Kolleg*innen die entwickelten Lösungen für grüne Infrastruktur während des Green Action Workshops in Amman, der vom „Cash for Work“ Projekt des GiZ Jordanien in Zusammenarbeit mit dem Umweltministerium organisiert wurde.
Optionen für erneuerbare Energien auf kommunaler Ebene
Entdecken Sie die Höhepunkte der Dialogveranstaltung Connective Cities, die vom 10. bis 12. Oktober 2023 stattfand und sich mit dem Thema „Optionen für erneuerbare Energien auf kommunaler Ebene“ befasste. Bei diesem aufschlussreichen Treffen in Tiflis, Georgien, trafen sich 35 städtische Praktiker aus 19 Kommunen aus 8 Ländern zum Erfahrungsaustausch. Vertreter aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Georgien, Deutschland, Moldawien, Montenegro, Serbien und der Ukraine arbeiteten zusammen, tauschten wertvolle Erkenntnisse aus und erarbeiteten gemeinsam innovative Lösungen für nachhaltige Energiepraktiken auf kommunaler Ebene. Tauchen Sie ein in die dynamischen Diskussionen und gemeinsamen Bemühungen, die während dieser Veranstaltung stattfanden und die positive Veränderungen im Bereich der erneuerbaren Energien in verschiedenen städtischen Umgebungen vorantreiben.
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[Videosprache ist Englisch]
Zusammenarbeit im Katastrophenschutz: Deutsche und philippinische Fachleute teilen ihre Erfahrungen
Als Folgeaktivität zur internationalen Dialogveranstaltung von Connective Cities, der Feuerwehr Köln und dem Kölner Ordnungsamt zum Thema „Evakuierung und Unterbringung evakuierter Personen in städtischen Gebieten – Planung von Evakuierungen über ihre frühen Stadien hinaus“ (im März 2023) kam es im Oktober zu einer Entsendung von kommunalen Fachleuten des Bereichs Katastrophenschutz aus Deutschland in die Philippinen.
Nach der im März stattgefundenen Veranstaltung zeigte sich, dass seitens der philippinischen und deutschen Kommunalfachleute das Interesse fortbestand, sich vertieft mit den Themen: Evakuierung, Ehrenamt im Katastrophenmanagement, digitale Kommunikationsstrategien und Multiplikatoren sowie inklusive Personalentwicklung bei der Feuerwehr auseinanderzusetzen. Zudem steht das Katastrophenmanagement – Disaster Risk Reduction and Management (DRRM) – in den Philippinen durch das häufige Auftreten von vulkanischen Aktivitäten, Erdbeben, Tsunamis, Taifunen und Erdrutschen sowie Starkregenereignissen weit oben auf der politischen Agenda auf allen Ebenen der Politik. Bereits bei der Veranstaltung in Köln zeigte sich die Expertise der philippinischen Fachleute u.a. in der Evakuierungsplanung und der Nutzung digitaler Kommunikationsstrategien sowie dem Einsatz von Multiplikatoren zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, zur Aufklärung und zur Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern.
Klimagerechtes Bauen mit biobasierten und wiederverwertbaren Materialien
Beton und Stahl sind weltweit die gängigsten Baustoffe, sie verursachen aber bei der Produktion und beim Verbauen sehr viele CO2-Emissionen. Wie können Städte in Zukunft daher klimafreundlicher gebaut werden? Biobasierte Baustoffe und die Wieder- und Weiterverwertung von Materialien sind hierfür vielversprechende Ansätze. Das ist das Ergebnis einer internationalen Dialogveranstaltung von Connective Cities vom 13. bis 15. November 2023 in Potsdam in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Potsdam, Bauhaus Erde und dem Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.
