Grüne Korridore in der City und auf dem Land

Kickoff Event: 7.-9. April 2026  in Ägypten

Kommunen in Deutschland und in Nordafrika und im Nahen Osten stehen vor ähnlichen Herausforderungen angesichts des Klimawandels. Sie sind gefordert allgemeine Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und zum Klimaschutz in konkrete lokale Maßnahmen umsetzen. Eine Möglichkeit ist die Entwicklung von grünen Korridoren – z.B. als begrünten Gehwegen in Stadtzentren oder als grüne Korridore im Umland und neuen Quartieren. Diese ermöglichen verbesserte Frischluftzufuhr, Aufenthaltsqualität und ein effizienteres Wassermanagement. Die grünen Korridore können zudem für Naherholung und den Hitzeschutz in Kommunen genutzt werden.

Vor diesem Hintergrund bietet Connective Cities Fachleute aus Kommunalverwaltungen in Deutschland, Nordafrika und dem Nahen Osten die Möglichkeit im Rahmen eines einjährigen Lernprozesses konkrete Lösungsmaßnahmen für den eigenen Kontext zu entwickeln und sich gegenseitig auszutauschen.

Der strukturierte Lernprozess wird sich mit drei Schwerpunkten beschäftigen:

  1. Grüne Korridore als Frischluftschneisen zwischen Stadt und Umland
  2. Grüne Wege in Städten und alten Stadtzentren
  3. Grüne Neubau- und Bestands-Quartiere

 

Die Methodik

Der Lernprozess verfolgt einen modularen Ansatz mit folgenden Zielen:

  1. Unterstützung der teilnehmenden Kommunen bei der Ausarbeitung von Lösungsmaßnahmen durch Peer-Learning und maßgeschneiderte technische Beratung, um Lösungen zu grünen Korridoren voranzubringen.
  2. Kompetenzentwicklung der Teilnehmer, um organisatorische Veränderungen, Verbesserung von Verfahren und Methoden besser in der eigenen Kommune umsetzten zu können.
  3. Unterstützung der teilnehmenden Kommunen bei der methodischen Vorgehensweise und der Entwicklung von finanzierbaren Lösungsmaßnahmen.

Im Rahmen des Lernprozesses werden bewährte Verfahren für grüne Korridore und klimafreundliche Stadtplanung vorgestellt. Die teilnehmenden Kommunen werden sich im Peer-Learning-Prozess mit anderen austauschen, um konkrete Lösungen für ihre individuellen Kontexte zu entwickeln. Diese Lösungen können organisatorische Veränderungen zur Verbesserung von Verfahren, Methoden und Datenverfügbarkeit bewirken als auch konkrete Umsetzung von Pilotmaßnahmen.

Unter Anwendung eines ko-kreativen Ansatzes werden die Teilnehmer in einen strukturierten kreativen Problemlösungsprozess eingebunden. Dazu gehören

  1. die Beobachtung und das Verständnis der laufenden kommunalen Praktiken, um Herausforderungen und Lücken zu identifizieren;
  2. die Ideenfindung und Ausarbeitung von konkreten Lösungsansätzen und
  3. die Erprobung der Lösungen mit einer Gruppe von Interessierten, darunter Bürger und Experten, um Feedback zu erhalten.

 

Dauer

Der Lernprozess erstreckt sich über einen Zeitraum von einem Jahr und beginnt mit einem Auftakt-Workshop im April 2026 in Ägypten. Insgesamt werden zwei deutsche und ca. 10 Kommunen aus der MENA-Region an dem Lernprozess teilnehmen.

Teilnahme und Kontakt

Gesucht werden Fachleute aus Kommunalverwaltungen in Deutschland, Nordafrika und dem Nahen Osten (Landkreisämtern, Stadtverwaltungen, kommunalen Unternehmen etc.), die ein Projekt oder eine Idee für einen Lösungsansatz für grüne Korridore in den Lernprozess einbringen können. Idealweise bewerben sich zwei Fachleute aus einer Kommune und den Veränderungsprozess nachhaltig in der Verwaltung verankern zu können. Die Teilnahmekosten (Unterbringung und Verpflegung) werden übernommen. Die Konferenzsprache ist Englisch und Französisch.

Wenn Sie Interesse am Lernprozess haben, bewerben Sie sich bitte unter Angabe Ihrer Kommune, Position und dem Projekt/der Herausforderung im Bereich grüne Korridore über diesen Link: Lernprozess MENA Grüne Korridore 2026/2027 | Connective Cities Network bis zum 20. Februar 2026.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an jelena.karamatijevic@giz.de

Weitere Infos über Connective Cities Lernprozesse

Kommunale Wirtschaftsförderung durch Fachkräfteeinwanderung und migrantisches Unternehmertum

Wie können Kommunalverwaltungen eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und der Unterstützung migrantischen Unternehmertums in ihren Kommunen übernehmen?

Die interaktive Online-Veranstaltung von Connective Cities findet am 25. März 2026 von 10:00 -12:30 Uhr MEZ statt. Sie bringt deutsche und internationale kommunale Fachleute zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, aus praktischen Beispielen zu lernen und innovative Ansätze für kommunale Wirtschaftsförderung durch die Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und migrantisches Unternehmertum zu diskutieren.

Die Teilnehmenden profitieren von Präsentationen und Diskussionen Guter Praktiken, anhand derer sie:

  • effektive kommunale Strategien zur Förderung einer erfolgreichen und fairen Zuwanderung qualifizierter Arbeitskräfte und migrantischen Unternehmertums kennenlernen,
  • das Bewusstsein für Problemstellungen und Chancen von Fachkräfteeinwanderung auf lokaler Ebene schärfen,
  • übertragbare Lösungen für unterschiedliche lokale Kontexte erleben und
  • darin gestärkt werden, kommunale Handlungsspielräume zu nutzen, um die lokale Wirtschaft durch Fachkräfteeinwanderung und migrantisches Unternehmertum voranzubringen.

 

Die Veranstaltungssprache ist Englisch.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich:

Zur Anmeldung 

Kontakt:

Nikola Krause
+49 228 20 717-2922
nikola.krause@engagement-global.de

Die Hamburger Wasserstoffstrategie

Am 18. März 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr (MEZ) stellt die Wasserstoffwirtschaftseinheit der Behörde für Wirtschaft und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg in einer Insight Session die Hamburger Wasserstoffstrategie vor. Im Fokus steht, wie sich die Metropolregion Hamburg als international führender Standort der Wasserstoffwirtschaft positioniert.

Als bedeutender Hafen- und Logistikstandort übernimmt Hamburg eine strategische Rolle bei der Verknüpfung globaler Wasserstoff-Lieferketten mit der nationalen Nachfrage. Die Strategie verfolgt einen integrierten Ansatz zur Skalierung von Produktion, Import, Infrastruktur und industriellen Anwendungen und leistet damit einen zentralen Beitrag zur Klimaneutralität.

Durch gezielte Investitionen, politische Koordination und internationale Partnerschaften stärkt Hamburg sein Wasserstoff-Ökosystem – von Importkorridoren über wasserstofffähige Infrastruktur bis hin zu Innovationsclustern. Ziel ist es, Hamburg als Tor für Wasserstoff nach Deutschland und Europa sowie als Zentrum für industriellen Wandel und nachhaltiges Wachstum zu etablieren.

Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit, wie internationale Kooperation, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und nachhaltige Transformation zusammenwirken können.

Weitere Informationen und Anmeldung: Hamburg Green Hydrogen Strategy: Catalysing Private Sector Involvement | Connective Cities Platform

Das Heilbronner Wasserstoffmodell

Am 26. Februar 2026 von 11:00 – 12:30 Uhr MEZ stellt die Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH in einer Insight Session das Heilbronner Wasserstoffmodell vor. Im Fokus steht, wie sich die Region Heilbronn-Franken durch den Aufbau eines koordinierten regionalen Ökosystems strategisch im Bereich grüner Wasserstoff positioniert.

Im Einklang mit der EU-Wasserstoffstrategie und der Nationalen Wasserstoffstrategie Deutschlands trägt die Initiative zur Klimaneutralität bei – durch den Ausbau von Elektrolysekapazitäten, den Aufbau von Wasserstoffinfrastruktur und die Anbindung an das nationale Wasserstoff-Kernnetz.

Im Rahmen des regionalen Transformationsprogramms ANTRIEB HNF geben die Strategien RegioStrat und H2 Transform HNF die langfristige Ausrichtung bis 2040 vor. Mit H2-Impuls werden über 100 Akteurinnen und Akteure aus 60 Institutionen vernetzt, konkrete Teilprojekte initiiert und der Austausch strukturiert begleitet.

Nutzen Sie die Gelegenheit, praxisnahe Einblicke in den Aufbau regionaler Wasserstoffstrukturen zu erhalten und sich mit Expertinnen und Experten auszutauschen.

Weitere informationen und Registrierung: The Heilbronn Hydrogen Model Building a Regional Ecosystem | Connective Cities Network

Kostenloses E-Carsharing für den Weg zum Bahnhof

Autor: Burkhard Vielhaber

Herausgeber: Connective Cities

Die rund 9.300 Einwohner*innen von Borgholzhausen verteilen sich auf einer Fläche von 56 km². Ein Drittel der Bevölkerung wohnt in der Kernstadt, die anderen zwei Drittel leben in elf Siedlungen mit jeweils einigen hundert Einwohner*innen. Vom Bahnhof in Borgholzhausen gelangt man mit der NordWest-Bahn zu den benachbarten Städten Osnabrück im Nordwesten und Bielefeld im Südosten. Es gibt jedoch keinen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der die Siedlungen mit dem Bahnhof verbindet.

Vor diesem Hintergrund hat Borgholzhausen ein neuartiges Linien-E-Carsharing entwickelt, das es den Bewohner*innen der Gemeinde ermöglicht, die letzte Meile vom Bahnhof nach Hause bequem und ohne Mehrkosten zum Preis des Zugtickets zu buchen. Die Nachbargemeinde Halle-Künsebeck beteiligt sich an diesem innovativen Mobilitätskonzept.

Wer über ein gültiges ÖPNV-Ticket verfügt, kann ein Elektrofahrzeug kostenfrei auf festgelegten Linien zwischen bestimmten Haltepunkten für maximal eine halbe Stunde hinzubuchen. Zudem besteht jetzt die Möglichkeit, ein Fahrzeug zu moderaten Kosten im klassischen freien Carsharing zu mieten. Die Einnahmen hieraus senken die Betriebskosten.

Diese gute Praktik beschreibt, wie dieses in Deutschland bisher einzigartige Modell entwickelt wurde, wie es sich trägt, welche Vorteile es bietet und welche Lernerfahrungen bisher gemacht wurden.

5 Seiten

Erscheinungsjahr: 2026

Connective Cities: Themenaufruf 2026

Connective Cities lädt Kommunen und kommunale Unternehmen dazu ein, Themenvorschläge für den internationalen Fachaustausch zu nachhaltiger Kommunalentwicklung einzureichen.

Connective Cities – die internationale Community of Practice für nachhaltige Kommunalentwicklung unterstützt den internationalen Fachaustausch zwischen kommunalen Akteuren. Im Rahmen einer kollegialen Beratung stärken sich kommunale Fachleute aus Deutschland und dem globalen Süden gegenseitig in Bezug auf Herausforderungen der nachhaltigen Entwicklung und der kommunalen Daseinsvorsorge. Dafür werden einjährige Lernprozesse zu entwicklungspolitisch relevanten Themen initiiert, die aus einer internationalen Dialogveranstaltung und anschließenden Folgeaktivitäten bestehen (z.B. Fachaustauschreisen und virtuelle Austauschformate).

Wenn Sie als Stadt, Gemeinde, Landkreis oder kommunales Unternehmen aus Deutschland daran interessiert sind, sich entwicklungspolitisch zu engagieren und eine internationale Dialogveranstaltung mit Kommunen oder kommunalen Unternehmen aus dem globalen Süden und aus Deutschland auszurichten, laden wir Sie herzlich dazu ein, einen Themenvorschlag einzureichen! Einreichungsfrist ist der 17. Februar 2026.

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global veranstaltet als eine der Durchführungsorganisationen von Connective Cities den internationalen Fachaustausch in Deutschland gemeinsam mit den ausgewählten gastgebenden Kommunen oder kommunalen Unternehmen. Dabei übernimmt die SKEW die anfallenden Veranstaltungs- und Reisekosten für die deutschen und internationalen Teilnehmenden sowie die logistische Vorbereitung der Dialogveranstaltung.

Weitere Informationen

Mehr zu den Anforderungen für die Themenvorschläge, Arbeitsteilung bei der Planung und Durchführung der Dialogveranstaltungen, Antrag, Frist und Zeitplan:

Connective Cities: Themenaufruf 2026 [pdf, 3 Seiten]

Antragsformular [word, 2 Seiten]

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung:

Sibylle Loyeau
Projektleiterin Engagement Global/Servicestelle Kommunen in der Einen Welt,
0221 – 20717 2587
sibylle.loyeau@engagement-global.de

KI-basierte Visualisierung für nachhaltigen und bezahlbaren Wohnraum

Städte weltweit stehen vor wachsenden Herausforderungen bei der Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum, der Sanierung informeller Siedlungen und der Schaffung inklusiver öffentlicher und sozialer Räume. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, sind partizipative Planung, klare Kommunikation und Instrumente erforderlich, die raumplanerische Optionen für Bürger und Entscheidungsträger greifbar machen.

Die Arbeitsgruppe „Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum” von Connective Cities bietet eine globale Peer-to-Peer-Lernplattform, die kommunale Innovationen durch den Austausch von Projektideen, Planungsansätzen und praktischen Lösungen unterstützt. Aufbauend auf früheren Austauschrunden (2024–2025) ist die Arbeitsgruppe in eine neue Phase (2026–2028) eingetreten, in der der Schwerpunkt auf Visualisierungsmethoden zur Unterstützung umgekehrter Planung (‚Reverse Planning‘) und der umsetzungsorientierten Projektvorbereitung liegt.

Bezahlbarer Wohnraum in verkehrsberuhigtem Viertel | Foto: Connective Cities

Am 22. Januar 2026 veranstaltete Connective Cities einen Online-Peer-Learning-Workshop zum Thema KI-basierte Visualisierung für nachhaltiges und bezahlbares Wohnen. Städte aus Subsahara-Afrika, Europa und der MENA-Region arbeiteten praxisorientiert mit der KI-basierten Visualisierungsplattform CoPlan AI, entwickelten und verfeinerten gemeinsam visuelle Konzepte und erläuterten dabei ihre lokalen Planungskontexte, Einschränkungen und Prioritäten. Die Sitzung folgte einem Peer-Learning-Format und konzentrierte sich auf das Lernen und den Austausch, anstatt auf endgültige Designlösungen.

Teilnehmende Städte

Zu den teilnehmenden Städten gehörten Kisumu, Nairobi, Turkana County, Kitengela, Windhoek, Mariental, Huye, Rwamagana, Lusaka, Mazabuka, Mangaung (Bloemfontein), Hebron, Mwanza und Berlin.
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Ausgewählte Städte-Beispiele

Huye (Ruanda)

Modell für Huye | Foto: Connective Cites

Huye untersuchte die Aufwertung einer dicht besiedelten informellen Siedlung entlang einer Hauptstraße. Die Visualisierungen konzentrierten sich auf die Kombination einer höheren Bebauungsdichte mit Prinzipien auf Nachbarschaftsebene, die Einführung eines zentralen öffentlichen Platzes, die Integration von Solardächern und begrünten Fassaden sowie die Schaffung kleiner sozialer Infrastrukturen wie Spielplätze, Gemeinschaftsräume und lokale Geschäfte.

Weiteres Modell für Huye | Foto: Connective Cites

Berlin (Deutschland)

Berlin testete einen erschwinglichen Wohnkomplex aus Holz in einem neuen Entwicklungsgebiet mit Straßenbahnanbindung. Das Konzept umfasste eine mehrschichtige Blockbebauung, gewerbliche Nutzungen im Erdgeschoss, erschwinglichen Wohnraum für etwa 1.000 Bewohner in den oberen Stockwerken sowie die Integration von Fahrradinfrastruktur, begrünten Fassaden und Solarbeleuchtung.
Der Beitrag der Stadt wurde gemeinsam von Lars Löbner und Larissa Häschel von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bau und Wohnen Berlin entwickelt.

Modell für Berlin | Foto: Connective Cities

Nairobi (Kenia)

Visionen für Nairobi

Nairobi konzentrierte sich auf Flachbauten entlang einer belebten Stadtstraße. Das Szenario kombinierte erschwingliche Backsteinhäuser mit Platz für lokale öffentliche und halböffentliche Verkehrsmittel, darunter Boda-Boda-Stationen. Zur Verbesserung der Qualität des öffentlichen Raums und der lokalen Erreichbarkeit wurden versetzt angeordnete Gebäude, belebte Erdgeschosse, Geschäfte und begrünte Fassaden genutzt.

Fotos: Conective Cities

Hebron (Palästina)

Hebron untersuchte eine parkzentrierte Entwicklung am Stadtrand, in Kombination mit erschwinglichem Wohnraum. Der Park diente als Hauptstrukturierungselement, ergänzt durch Wohnformen, die sich an traditionellen Modellen orientierten, sowie schattige Sitzbereiche, klimagerechte Vegetation und natürliche Wege.

Modell für den Park am Stadtrand | Foto: Connective Cities

Methodisches Beispiel: Santa Cruz de la Sierra (Bolivien)

Santa Cruz de la Sierra wurde von Ruvi Suárez (GIZ Bolivien) als methodisches Beispiel vorgestellt. Basierend auf ihrer Arbeit mit einer Studentengruppe stellte sie Backcasting-Ansätze und ein Modell zur Bewertung der Auswirkungen verschiedener Stadtentwicklungsszenarien vor. Das Beispiel veranschaulichte, wie KI-gestützte Visualisierung mit wirkungsorientierter Planung kombiniert werden kann, um den Übergang von der Vision zur Umsetzung zu unterstützen, insbesondere im Kontext von bezahlbarem Wohnraum sowie öffentlichen und sozialen Räumen.
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Aufnahme des Online-Peer-Learning-Workshop auf der Connective Cities Plattform:

From Vision to Reality: Introducing Visualisation Methods for Affordable & Sustainable Housing

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Nächste Schritte

Der Workshop markierte den Beginn einer Phase intensiver Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe „Nachhaltiger und bezahlbarer Wohnraum“. Auf dieser Erfahrung aufbauend wird Connective Cities die Formate für den Austausch zwischen Fachkollegen weiter stärken und Visualisierungsmethoden enger mit umgekehrten Planungs- und umsetzungsorientierten Prozessen verknüpfen.

Konzept und Moderation: Jelena Karamatijević, GIZ – Connective Cities (Bonn)
Regionale Koordination (SSA): Moses Munuve, GIZ – Connective Cities (Nairobi)

Modell für einen beschatteten Markt | Foto: Connective Cities

Nachhaltige Mobilität – Zusammenspiel zukunftsfähiger Mobilitätsformen

Autor: Burkhard Vielhaber

Herausgeber: Connective Cities

In einer Welt, die zunehmend von Klimawandel und Ressourcenknappheit betroffen ist, gewinnt eine entsprechende Verkehrswende zunehmend an Bedeutung. Das Ziel besteht darin, durch die Kombination verschiedener nachhaltiger Mobilitätsformen – zu denen Elektromobilität, Carsharing, Fahrräder, öffentlicher Nahverkehr und Zufußgehen zählen – Emissionen und den Energieverbrauch zu reduzieren sowie die Lebensqualität der Nutzer*innen zu steigern. Digitale Technologien können eine wichtige Rolle dabei spielen, diese Mobilitätswende nutzerfreundlich, sozial ausgewogen und ökonomisch effizient zu gestalten.

So plausibel und einfach der Ansatz auch erscheinen mag, so schwierig ist seine konkrete Umsetzung. Es gibt keine Einheitslösung für nachhaltige Mobilität. Maßnahmen müssen sehr individuell auf die Bedürfnisse der Bürger*innen sowie auf die bestehende Bebauung, Infrastruktur und Topographie einer Kommune zugeschnitten sein. Für ländliche Gemeinden und Landkreise stellen sich selbstverständlich andere Anforderungen als für Millionenmetropolen. Insbesondere in Deutschland stellen sich Fragen zum kommunalen Anschlussverkehr sowie Strategien der Tourismus- und Regionalentwicklung. Eine schnelle Urbanisierung stellt viele Städte im Globalen Süden hingegen vor zusätzliche Herausforderungen. Hinzu kommen – im Norden wie im Süden – nicht selten knappe kommunale Haushalte und eine unzureichende Datenlage.

38 Expert*innen aus 20 Kommunen in 11 Ländern waren der Einladung von Connective Cities nach Bonn gefolgt, um ihre innovativen Projektansätze mit ihren Kolleg*innen zu diskutieren und gemeinsam an neuen Umsetzungsideen zu arbeiten. Es waren kleine Kommunen wie Lahntal mit ca. 7.200 Einwohner*innen, Landkreise und Millionenmetropolen wie Rio de Janeiro oder München vertreten. Ebenso vielfältig waren die innovativen Ansätze. Der internationale Erfahrungsaustausch gab den Teilnehmenden einen Motivationsschub in Zeiten, in denen Nachhaltigkeitsthemen zunehmend politisch unter Druck geraten. Die Herausforderungen sind überraschend ähnlich und Lösungsansätze oft übertragbar.

Die Dokumentation zeigt die unterschiedlichen Ansätze kurz auf und fast die Herausforderungen wie auch Lösungsansätze zusammen.

7 Seiten

Erscheinungsjahr: 2026